Zeitlinien, Parallelwelten und Zeitreisen

24. Juni 2017, 18 Uhr

Radiofabrik Salzburg
Diesmal führt unser Studiogespräch in die Themen Zeitlinien, Parallelwelten, Zeitreisen und …. Außerirdische. Einer neuen Studie nach sind Zeitreisen mathematisch möglich. Der Forscher Benjamin Tippett behauptet, dass Raum und Zeit anders betrachtet werden sollten. Tippett unterrichtet Mathematik und Physik an der Okanagan Universität in British Columbia, Kanada. Er meint, wir müssen uns den Raum als ein Raum-Zeit-Kontinuum vorstellen, in welchem verschiedene Richtungen der Zeit verbunden sind. Seine Studie trägt den Titel „Passierbare, nicht kausale rückläufige Bereiche der Raumzeit“ (englisch abgekürzt mit TARDIS). Sie wurde am 31. März 2017 veröffentlicht. Viele halten Zeitreisen noch immer für Stoff aus Science-Fiction-Filmen und -Büchern …….weiter auf http://jason-mason.com/2017/06/06/neue-studie-besagt-zeitreisen-sind-mathematisch-moeglich/
Parallwelten, Multiversen, Reisen durch die Zeit und Außerirdische: Diese Themen werden erst dann interessant für uns, wenn sich daraus für jeden Menschen unterschiedliche Realitäten ergeben können: die Parallelwelten sind nicht nur in unterschiedlichen Raumwelten vorhanden, sondern auch in unterschiedlichen Zeitlinien.
Der Mikrobiologe Dan Burisch, ein Majestic-Insider und Whistleblower, erläutert in seinen Aussagen aufgrund eigener Erfahrungen die Zusammenhänge zwischen Außerirdischenbesuchen auf der Erde und unterschiedlichen Zeitlinien. Burisch arbeitete zeitweise auf der geheimen Area 51 im US-Bundesstaat Nevada und dort freundete er sich mit einem Außerirdischen an, dem J-Rod, der dort zur ‚Betreuung’ tief unter der Erde hauste und an einer bestimmten Krankheit litt, die Dan untersuchen sollte. Wir bringen einige interessante Informationen von ihm.

Auch über Aug Tellez, einem weiteren Insider, berichten wir in dieser Ausgabe. Tellez: „Dies ist ein persönliches Zeugnis von meinen Erfahrungen, die über die weltlichen Grenzen der „Mainstream-Wirklichkeit“ hinaus gehen. Alles, was ich hier veröffentliche, beruht auf persönlichen, direkten Erfahrungen im Verlaufe meines jetzigen Lebens, und ich hatte auch Erfahrungen im Verlaufe von vielen Leben – als ein Resultat meiner Beteiligung an den geheimen Projekten. Mir wurden viele Dinge gezeigt von denen, die hinter den Kulissen arbeiten. Ich bin hier, um die Information der Öffentlichkeit im Rahmen der „Enthüllung“ zu unterstützen“ ….. weiter auf: http://transinformation.net/aug-tellez-wer-bin-ich-offenlegungen/

Musik spielen wir von Hannes Wader – er feiert(e) am 23. Juni seinen 75. Geburtstag! Herzlichen Glückwunsch!
Der von uns sehr geschätzte deutsche Liedermacher der ersten Stunde geht diesen Herbst -nach über 50 Jahren Bühnenpräsenz- auf seine Abschiedstournee mit dem Titel „Macht´s gut!“ http://www.scala-kuenstler.de/hwaktuell.html
Wir freuen uns auf ein interessantes Studiogespräch.
Claus, Manu und Rüdiger (der Zeitreisende)

Hasen wie wir

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 25. JuniJenseits des Osterhasen wäre noch Platz für ganz normale Hasen, wenn die in unserer seltsamen Kultur nicht immer nur als Jagdbeute gesehen würden. Vom Kulturimport Playboybunny einmal abgesehen, ist etwa das notpuderige Erlegen der Schihaserln durchaus wesensverwandt mit der blutrünstigen Mühlviertler Hasenjagd. Was jedoch passiert mit derartigen nur allzu gewohnten Weltbildern, wenn die Hasen einmal tatsächlich den Platz (und die Rolle) der Menschen einnehmen? Dazu können wir beispielsweise den Kurzfilm “Poilus” von ISART DIGITAL auf uns wirken lassen, in dem menschengestaltig animierte Hasen die französischen Soldaten des 1. Weltkriegs verkörpern – und dadurch die Grausamkeit des Gemetzels erst recht entlarven. Menschen als Schlachtvieh oder Hasen wie wir?

Poilus Hasen BegegnungIn anderen Kulturen wird der Hase als Sonnenschöpfer (First Nations), Spender des Lebenstranks (Japan) oder Begleiter von Gottheiten und zauberkundigen Frauen (keltisch) wahrgenommen. Bei uns in Folge der Christianisierung als ein Hexentier und Symbol entfesselter Geilheit… Darob ließ sogar ein gewisser Papst Zacharias im Jahr 751 den Verzehr von Hasenfleisch verbieten, weil er dies als sitten- und moralgefährdend einstufte. Ein “unreines” Tier also. Jössasna! Und wie war das mit dem Osterhasen? Achso, ein Überbleibsel der Zwangsbekehrung wie auch die Flurnamen keltischer Kultplätze, auf welche die Religion des Friedens dann ihre Wallfahrtskirchen und Maria Dingsbumse gewaltreich obenaufpfropfte. Wir leben in einer Kultur des Eroberns und Beherrschens, ganz nach dem Motto Töte oder stirb. Was für eine Errungenschaft! Je gläubiger, desto wahnsinnig. Und wahrscheinlich ist ein Grund für die hintergründige Kraft des skandinavischen Kunstschaffens die nie ganz flächendeckende Christianisierung in den Herzen und Hirnen der dort Lebenden.

Poilus Hasen FerdinandDoch zurück zum Hasen an sich. Wie das alles anfing, dass wir zwei zueinander erstmalig Hase sagten, wie wir dieses Wort dann in immer neuen Verbindungen wie Hasenhund, Hasensalat oder Hasenschwall steigerten, sogar bis zu dem inzwischen legendären “Wir sind die Hasen!” Und wie sich daraus fast unbemerkt die Vorstellung entwickelte, in unserem Menschsein einige wesentliche Eigenarten dieses weithin unterschätzten Naturgefährten zu entdecken – und zu erforschen. Vom Wesen des Hasen inspiriert zu einem friedvolleren und gewaltfreieren Menschendasein – auf einer Welt voller Verbrecher und folgsamer Idioten. Da ist es wohl kein Zeitzufall, dass der Hase Ferdinand im wirklich ausgezeichneten Kurzfilm “Poilus” inmitten der Schlachtfelder des 1. Weltkriegs ausgerechnet jenes Thema von Beethovens “Ode an die Freude” spielt, das auch als Hymne des geeinten Europa bekannt ist. Darüber hinaus bietet das Künstlerkollektiv Institut Hasenbart Wissenswertes zum Selbstinterpretieren. Betrachten wir nun die Welt aus der Perspektive des Hasen!

 

Meine Geschichte…

Hi, ich bin Dennis und werde in diesem einen Blog hier
meine Geschichte in der Radiofabrik niederschreiben!

Eine kurze Info zu mir gibts hier: http://www.radiofabrik.at/aboutus/team/overhead/dennis-groemer.html

Nun sind schon fast 2 Monate vergangen seit ich, zuerst als Praktikant, meinen Fuß in unser Büro gesetzt habe und es hat sich einiges getan.

Einerseits bin ich nun nach einigen Überstunden aufgrund der Civilmedia17 hoffentlich wieder in einem normalen Rhythmus. Mit Party-Planung und den Awardshow-Videos hatte ich eine persönlich riesige Aufgabe mir, aber jetzt nach Vollendung bin ich überglücklich. 🙂   (Und es verlief alles relativ reibungslos, ohne peinliche Patzer)

Außerdem werde ich wohl später im Jahr eine Prüfung bei der Berufsschule ablegen um im zweiten Schuljahr starten zu können und mir so ein paar Wochen zu ersparen. Da ich ja zuvor in der Schule eigentlich etwas ganz anderes, nähmlich Elektrotechnik gemacht habe, wird das echt interessant 😛 Aber das ist noch zu weit entfernt um nervös zu sein.

Auch Privat tut sich einiges: Bald werde ich wohl in einer WG zu zweit wohnen. So werde ich innerhalb von 3 Monaten vom Schüler zum Lehrling mit eigener Wohnung.

Ganz spontan möchte ich in jedem Blog-Post nun mein meistgehörtes Album zur Zeit preisgeben:
Auf Empfehlung einer guten Freundin ist das im Moment das 2013er Album “AM” von den Arctic Monkeys. Neben meiner Metal-Vorliebe findet sich eben auch britischer Indie-Rock in meiner Musiklibrary 😛

Alles in allem ist grad echt viel los, aber nur Positives

Winners Civilmedia Award 2017 & Education Award 2017

Winners Civilmedia Award 2017

Category: TV / Access & Empowerment
Winner:
maiz TV: Rap ist mein Widerstand  Adriana Torres, DORFTV
2. Winner: Indimaj / اندماج  Sara Hassan, OKTO

Category: TV / Arts & Entertainment
Winner (ex aequo): Studio Kottlet  Melanie Schiller, OKTO
Winner (ex aequo): Aktion Aktuell  Lars Moritz & Otmar Wagner, OKTO

Category: Radio / Access & Empowerment
Winner: Globale Dialoge  Women on Air, ORANGE 94.0
2. Winner: Unter und über der Erdn (Sendereihe Kraftwerksfunk)  Karin Schuster, RADIO HELSINKI

Category: Radio / Arts & Entertainment
Winner (ex aequo): Kaputtrock Radioshow  Fabian Brandner, ORANGE 94.0
Winner (ex aequo): DGDS Folge 2: Charles Bukowski und Tom Waits  Thomas Horwath, CR 94,4

Winners Civilmedia Education Award 2017

Category Audio/Radio
Winner: Hörstolpersteine, Johannes Straubinger & 4B Klasse, Akademisches Gymnasium
Begründung: „Der Beitrag zeichnet sich durch die hohe journalistische und sprachliche Qualität aus. Die SchülerInnen führen die Interviews sehr professionell. Sie fragen nicht nur klug, sondern gehen auch sensibel auf die Antworten ein. Die Ernsthaftigkeit, mit der an das Thema herangegangen wird, ist spürbar. Nur durch intensive Recherchearbeit und gründliche Vorbereitung kann so eine Sendung gelingen.“

2. Winner: Akad on Air, Christine Kobler-Viertlmayer & SchülerInnen Schulradiomodul, Akademisches Gymnasium
Begründung: „Die Akad on Air Sendung zeigt, dass man an ein Thema aus ganz unterschiedlichen Richtungen herangehen kann. Einfallsreichtum und Kreativität der SchülerInnen sind groß. Die Jugendlichen gestalten die einzelnen Beiträge mit hoher technischer Qualität und beweisen in der Live-Moderation viel Mut und Spontaneität. Was Akad on Air außerdem heraushebt ist, dass es sich dabei nicht um Sendungen handelt, die punktuell im Unterricht entstehen. Es handelt sich um ein eigenes Radiomodul, bei dem der Prozess des Radiomachens und des Lernens mit dem Radio eine wichtige Komponente darstellt.“

3. Winner: Berufsorientierung mal ganz anders, Elisabeth Stuck & 4B Klasse, NMS Grödig
Begründung: „Die 4B der NMS Grödig macht eine Informationssendung zur spannenden Quizshow, bei der man Lust bekommt, die vorgestellten Berufe neu zu entdecken. Der individuelle Zugang zu verschiedenen Branchen und Berufen hebt diese Sendung aus ähnlich gestalteten Sendungen hervor. Das ist wirklich ‚Berufsorientierung einmal anders‘.“

Special Price for Education Value: KiZnewZ, Lisa Kaufmann & Hans Peter Graß i.V., schulübergreifend
Begründung: „Kinder brauchen Nachrichten, die sie verstehen und verarbeiten können. Das gelingt, wenn Kinder selbst thematisieren was sie bewegt, ihre eigenen Fragen stellen können und auf diese kindgerechte, professionelle Antworten erhalten. Gerade in Österreich sind Angebote für Kinder stark unterrepräsentiert. Die KiZnewZ füllen seit 2012 diese Lücke. In jeder Sendung beleuchten  SchülerInnen der 3. Bis 6. Schulstufe mit Hilfe einer Expertin/eines Experten ein aktuelles Thema kindgerecht aber nicht kindisch. Die Sendungen zeichnen sich durch eine sehr hohe Eigenständigkeit der SchülerInnen aus.  Die Integration der Sendung in den Unterricht, die Offenheit des Projekts und die Tatsache, dass jedes Jahr neue Klassen mitmachen können, waren mitunter Gründe für die Auszeichnung der KiZnewZ.“

Category Film/Video/TV
Winner: EU your vision, Christian Plohovich, & 6., 7., 8. Klasse Mediaart, BORG Gastein
Begründung: „Was eine fade Geografiestunde sein könnte, machen die SchülerInnen zu einem spannenden Beitrag, bei dem man nicht wegsehen kann. Sie schaffen es Themen aus dem Unterricht auf humorvolle Art zu erzählen und Infotainment mit eingängigen Vergleichen zu vermitteln. Technisch aufwändig produziert, zeigen die SchülerInnen mit Animationen und in Interviews was sie können.“

2. Winner: Grenzgang 2016, Martin Wachauer & 3q Klasse, BRG Salzburg
Begründung: „Der medienpädagogische Anspruch, dass die Schülerinnen selbst ihre Geschichten entwickeln, schreiben und umsetzen, die aus ihrer eigenen Lebenswelt stammen, wird in diesem Beitrag sichtbar. Die Geschichte ist dramaturgisch spannend erzählt.“

3. Winner: Film drehn statt wegdrehn – Clips für Vielfalt und gegen Diskriminierung, Andreas Huber-Eder & Jugendliche im Rahmen von 72h ohne Kompromiss, Katholische Jugend Salzburg
Begründung: „Die Jugendlichen verpacken wichtige Botschaften in kurze, nachvollziehbare Geschichten, die sie selbst entwickelt haben. Diskriminierung in verschiedenen Formen wird greifbar dargestellt.  Durch die Gestaltungsart werden nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche angesprochen. Doch die Jugendlichen stellen sich nicht nur im Videoclip gegen Diskrimierung.  Besonders hervorzuheben ist, dass die Clips zudem barrierfrei gestaltet sind. Gegen Diskriminierung – für Vielfalt – auf jeder  Ebene.“

Special Price Lifetime Achievement: Wolfgang Richter, Herz-Jesu-Gymnasium
Begründung: „Seit mehr als 20 Jahren unterrichtet Wolfgang Richter in seiner Arbeit als Lehrer Medienpädagogik. Das Gestalten von Sendungen und Beiträgen in verschiedenen Medien zu Unterrichtsthemen stand dabei für seine SchülerInnen stets auf dem Stundenplan. Die beiden eingereichten Projekte „EU your vision“ und „Austria-Italy“ zeigen beispielhaft wie sich die SchülerInnen kritisch und kreativ  mit wichtigen Themen auseinandersetzen und so an die Medienproduktion herangeführt werden. In den Clips wird außerdem der nötige Freiraum sichtbar, der SchülerInnen gegeben wird und den es braucht, um eigene Ideen selbstständig verwirklichen zu können.“

Congratulations to all, it was a pleasure to watch or listen to your productions.

Battle&Hum#83

Samstag 17.06.2017 (Stairway zum Nachhören)

MC Burns und DJ Smaug machen euch Feuer unter dem Hintern, sodass ihr nie wieder eine Analrasur braucht!

the playlist:

DJ Ridi Mama’s Burner:

MC Brandy Andy’s Fire Water:

  • 1. Frank Zappa (the best band you never heard in your life) – ring of fire
  • 3. Attwenger (sun) – huad
  • 4. Schönheitsfehler & Heinz (single) – mein ruf ist im eimer

„Die Erde dreht sich um sich selber. Man merkt es deutlich, wenn man trinkt.“ (Erich Kästner)

 !WICHTIGER HINWEIS!

Ab sofort stehen unsere Sendungen nur mehr beschnitten (ohne Musiktitel) auf der CBA Archivplattform zur Verfügung. Dies soll uns Sendungsmacher vor Urheberrechtlichen Verfolgungen schützen. Aber seid nicht traurig ihr könnt weiterhin mit Hilfe eines Passwort jede Sendung voll und ganz herunterhobeln.

Streamen ist ohne Passwort möglich nur für den Download benötigt man ein Zauberwort.

Dieses Passwort lassen wir jenen interessierten welche uns ein E-Mail schreiben gerne zukommen.

Opens window for sending emailinfo@battleandhum.at

Klicket das gelbe Schlößchen (links unter der Musikdatei) an und gebet dann das Passwort ein und das Glück kommt in Strömen!

Zur Abstimmung HIER entlang! (Die Wahlkabinen sind bis Monatsende geöffnet, wo gibts denn sowas…….)

Ursonate (Excellent Birds)

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 18. JuniKurt Schwitters‘ Ursonate ist beileibe kein Nonsens. Und das Orff-Institut für Elementare Musik- und Tanzpädagogik (Ernst Jandl hätte es nicht besser betitelen können) ist auch kein Ort für schwere Nöte. Dortselbst fand nämlich am Dienstag, 13. Juni eine Aufführung (von Ausschnitten) derselben statt, über welche wir hierselbst berichten. Alles MERZ, oder selbst? Eben. Denn dem genial schrägen Vogel war seinerzeit selbst Dada viel zu definiert, und so schuf er sich mit dem Kunstbegriff MERZ einen “absolut individuellen Hut, der nur auf einen einzigen Kopf passte” – nämlich seinen eigenen. Der Urdadaist und Wegbereiter beinah jeder späteren “konkreten” oder “Lautpoesie” von Ernst Jandl bis Christian Ide Hintze war also ein Individualanarchist, der sich nie einfügte. Sehr sympathisch!

UrsonateNoch sympathischer finden wir die Urheberrechtsgroteske rund um den Berliner Subkulturforscher Wolfgang Müller, der 1997 auf der norwegischen Insel Hjertøya eine ehemalige Strandhütte Schwitters‘ untersuchte und dabei die Stare (genau, die Amseldrosselfinkund- Vögel) Motive aus der Ursonate singen hörte. Er nahm sie auf und veröffentlichte ihren Gesang – zwar als “Naturgeräusch” – nichtsdestotrotz brach der üblich-läppische Copy-Riot über ihn herein, samt Erbenstiftung und Verleger. Heiliger Thomas Burnout, bitt für uns arme Künstler!” Und so war auch die überaus anregende Vorstellung der Ursonate im Gunild-Keetman-Saal von solcher Vogelperspektive inspiriert, was in den Kostümen (auf dem Foto vom Schlussapplaus) kenntlich wird. Überhaupt haben die Studierenden hier eine sehr vielschichtige Interpretation der Urpartitur entwickelt, die Bewegung, Stimme und soziale Emotionsdramaturgie mit Elementen aus der Naturbeobachtung dergestalt verflicht, dass einem da regelrecht die Sinne aufgehen. Eine Aufgabe von Kunst besteht wohl darin, uns empfindungsfähiger zu machen für all das, was wir im beschleunigten Alltagsvollzug fast gar nicht mehr wahrzunehmen imstande sind…

Vor allem eben uns selbst (ein herzliches Prost auf den Kiepenheuer Bühnenverlag!)

In diesem Sinnlichen:

böwörötääzää Uu pöggiff

fümmsböwötääzää Uu pöggiff

fümms bö wö tää zää Uu, pöggiff,

kwiiee. kwiiee. kwiiee. kwiiee. kwiiee.

kwiieee!!!

 

Fegefeier

Battle&Hum #83 am Samstag, 17.06.2017, 22:00 Uhr, diesmal mit Brandy!

Alle RaucherInnern ohne Feuerzeug kennen den praktischen Gebrauch des Fingers, mit dem man sich ins Auge fährt und etwas Brennendes erhält. Es brennt aber nur im metaphorischen Sinn, in Wirklichkeit sind es banale Schmerzen. Ebenso sind die Weisheiten am Würstelstand aus dem realen Leben gegriffen. Das sogenannte „Oaschpfeiferl“ macht seinem Namen alle Ehre und allen ist klar wo die Pfefferoni ein zweites Mal brennt. Johnny Cash komponierte „Ring of Fire“ wahrscheinlich nach ein paar Scharfen mit Pfefferoni in Wien. Ja sicher, die Feuerwehr löscht nicht nur die Hausbrände, nein, auch Schnäpse werden gerne angenommen. Wos? Na ja, nach ein paar Stamperl Hausbrand gibt es einen ordentlichen Brand.

High Voltage!

Jetzt ist ja wieder Hochzeit aller ZündlerInnen und PyromanInnen, die Sonne steht am höchsten auf unserer Erdhalbkugel und brennt gnadenlos auf uns herunter. Hier bei uns Menschen brennt nicht nur der Hut, auch schöne Grill- und noch schönere Lagerfeuer werden entfacht. Mmh Baby, es gibt  verbranntes Fleisch! Die Kreuzallergischen (nicht die mit den Pollen/Früchten sondern die mit den Christen) Menschen und Turnvereine von rechts bis links entzünden heidnische Freudenfeuer zur Sonnenwende. Eh schön!  Aus der Kindheitserinnerung weht der Duft getrockneten Heus und verbrannter Haare herüber ins Diesseits. Die ersten verschwitzten Körperregionen erfassen die Phantasie und übernehmen das Steuer. Ein Feuer im Sommer wäre eigentlich nicht nötig, es ist ja schon so heiß genug. Die Romantik eines Lagerfeuers ist natürlich eine hervorragende Vorbereitung auf den Vollzug des Beischlafs im Heu.

Bei solch unreinen und sündigen Gedanken geht es sogleich ab ins Purgatorium zur Reinigung. Das Fegefeuer wird euch die lüsternen Späße schon wegbrennen. Alles wird geläutert, das Feuer lässt nur pure Reinheit zurück. Ach was, vergiss es! Das Beste was je durch Hitze transformiert wurde ist unwidersprochen der Geschmack von Obst im heiligen Geist. Oh Obstbrand unser, gib uns einen Schluck! Die Iren (lässt sich kaum gendern, wie schaut denn das aus: „IrInnen“) nennen ihr Destillat aus Getreide  wohlweislich „Uisge Beatha“ (Wasser/Leben), was nicht gälisch sprechende Saufköpfe dann als Whiskey wiederlallen. Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein, nein hin und wieder braucht er auch einen ordentlichen Schluck Whiskey, soll Woody Allen einmal gesagt haben. Recht hat er, löscht das Fegefeuer mit Feuerwasser!

Austrian Fire Water Burn

Wir von Battle&Hum lassen Sodbrand, Weinbrand und Waldbrand hinter uns! Kommt zu uns ans knisternde Lagerfeuer und meditiert mit uns über die Weisheit: „Die Deppadn haben es gern warm“. Ab 22:00 Uhr läutern wir uns und euch reuige SünderInnen mit lieblicher Musik und jugendfreien Gags. Battle&Hum ist natürlich wie immer freiwillig selbst kontrolliert und erst ab 60! Unser Ruf ist schon lange im Eimer, we don’t need no water, let the motherfucker burn!

MC Wuh

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