Über Alf Altendorf

Managing Director Radiofabrik & CEO FS1

Civilmedia Award 2017 (for Austrian Community Media Stations – Call in German)

Gesucht werden Programmleistungen der österreichischen Community Medien in Radio und TV. Alle gestalterischen Formen sind zulässig. Der CIVILMEDIA AWARD ist in der Kategorie „Access & Empowerment“ mit je € 500,- pro Preis, in der Kategorie „Entertainment & Arts“ mit je € 250,- pro Preis dotiert.
Einsendeschluss ist Montag, der 15. Mai 2017.
Hier geht es zur Einreichung…

Civilmedia Education Award 2017 (In German – for Salzburg Teachers)

Gesucht werden Medienbeiträge bzw. medienpädagogische Beiträge aus den Bereichen Film/Video, Fernsehen und Radio/Audio. Alle gestalterischen Formen sind zulässig. 

Zur Einreichung berechtigt sind ausnahmslos Lehrpersonen von pädagogischen Einrichtungen des Bundeslandes Salzburg, deren Schüler*innen die Produktion durchführten.

Einreichschluss ist Montag, der 15. Mai 2017

CIVILMEDIA17 & MEDIANA – 15 to 17 June 2017 – Save the Date!

Dear friends of Civilmedia,
We are happy to announce…


CIVILMEDIA17 & MEDIANA – 15 to 17 June 2017
Salzburgs UnConference for Community Media and Civil Society
in cooperation with national & international Partners

CIVILMEDIA Conference – CIVILMEDIA AWARDS – MEDIANA Conference
Bergstraße 12 (Kunstquartier) – 5020 Salzburg

Organizers: FS1, FRO, Radiofabrik

Partners: Verband Freier Radios Österreich, Verband Community Fernsehen Österreich, COMMIT – Community Media Institut, Dachverband Salzburger Kulturstätten, KUPF Oberösterreich, CMFE – Community Mediaforum Europe.

More information will follow soon.
Best, Alf Altendorf

Windrad. Mafia. Formular.

corleoneKontrollwahn vernichtet das Förderwesen, neue Modelle sind gefragt. Schuld hat auch die Freie Kulturszene selbst.

In Sizilien stehen Windräder. Die Mafia hat über Strohfirmen europäische Fördermittel zum Ausbau der Windkraft erhalten. Gebaut wurden einige Räder, die meisten wurden niemals errichtet. Aber abgerechnet. Aufgeflogen ist der Schwindel durch Zufall, weil Beamte aus Brüssel nach Sizilien flogen. Nach Besuch eines Windrads, einem Mittagessen, ist man an den weiteren Rädern nur aus der Ferne vorbeigefahren worden. Als die Prüferinnen & Prüfer eines davon besuchen wollten, entpuppten sich diese als Attrappen. Potemkinsche Dörfer. Aus Sperrholz.

Schauplatzwechsel. Wien 2004. Aus Unzufriedenheit über die Qualität der Vergabe fordern einige Player der »Medienkunst« eine Selbstverwaltung der Förderungen. »netznetz« heißt die Initiative, viele machen mit. Die Verwaltung lenkt ein, ein Teil der Mittel werden zur selbstgewählten Verteilung an diese Initiative ausgeschüttet. Nach anfänglicher Euphorie, Experimenten nach Spieltheorie, versinkt die Szene in einem Verteilungskampf, der bis zu wechselseitigen Klagsdrohungen führt. Das Experiment wurde einige Jahre später weitgehend eingestellt.

Was ist aus den Beispielen zu lernen? In beiden Fällen hilft der Hausverstand: Finanzielle Selbstverwaltung funktioniert aus der Weisheit »Beim Geld hört sich der Spaß auf« nicht. Davor wurde in Wien gewarnt, diese Warnungen aber ignoriert. So geht es nicht.

Die »Windräder« hingegen führten zu Steigerungen von »Qualitätssicherung«. Immer mehr Dokumente, immer aufwändigere Anträge und Abrechnungen für alle. In ganz Europa. Auch innerhalb von Österreich. Nur: Die sizilianische Bevölkerung wusste, dass nur ein Windrad existiert. Man hätte sie nur fragen müssen. Jemand hätte »dort« sein müssen.

In der Qualitätssicherung gibt es einen Grundsatz: wer sie will, muss sie auch bezahlen. Haben Sie schon einmal davon gehört, dass jemand dafür mehr Mittel bekommt? Ich nicht. Das heißt, dass ein Theaterstück, dessen Produktion durch zusätzliche Formulare verbessert werden soll, sich verschlechtert, weil weniger Schauspielerinnen bezahlt werden. Dafür mehr Leute, die Formulare ausfüllen. So einfach ist das.

Die Freie Kulturszene Salzburgs will keine Selbstverwaltung, noch keinen Kontrollwahn. Dafür sind Hausaufgaben an Transparenz selbst zu leisten. Wer Bilanzen voreinander und vor der Öffentlichkeit verheimlicht – wie es leider üblich ist – darf sich über Kontrolle im Auftrag der Öffentlichkeit nicht wundern.

Und die Mafia? Wurde in den letzten Jahren durch Einheimische in Sizilien zurückgedrängt. Nicht durch bessere Formulare aus Brüssel, aus Wien, aus dem Land Salzburg.

Alf Altendorf ist Geschäftsführer des Community Radios »Radiofabrik« & kaufmännischer Geschäftsführer des Freien Fernsehens Salzburgs »FS1«. Beide veröffentlichen ihre Bilanzen.
Er ist im Vorstand des »Dachverbands Salzburger Kulturstätten«, im »Fachbeirat Medien des Landeskulturbeirats des Landes Salzburgs« und im Vorstand des nationalen »Verbands Freier Radios Österreich«. Überall kämpft er für effektive Vergabekriterien und Transparenz. Und war in Sizilien auf Urlaub.

No Civilmedia Conference & Civilmedia Award in 2016

Dear friends and partners of Civilmedia,
Radiofabrik & FS1 as organizers of Civilmedia decided recently to host no „Civilmedia Conference“ and „Civilmedia Award“ this year.

Reasons are the necessity to relaunch Civilmedia Conference for 2017, and limited financial and human resources for the Award.

Hold on for 2017,
Alf Altendorf

CIVILMEDIA AWARDS 2015 – The Winners are

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Category: TV / Entertainment & Arts:
„Nahsehen-Fernsehen“, Brigitte Vasicek, Karin Bruns, DORFTV
„Kultmagazin“, Ines Hickmann, Sara Wichelhaus, Katharina, FS1
(ex aequo)

Category: TV / Access & Empowerment:
„maiz TV“, Maia Benashvili, DORFTV

Category: Radio / Entertainment & Arts:
„Arbeit süss-sauer“, Berufsschule BS HFKL, ORANGE

Category: Radio / Access & Empowerment:
„Grrrls on Air – Female Pressure Radio“, Rosa Danner, Elisabeth Günther, ORANGE

Congratulations!