OCBoddity 250 (12.08.2013) – The Final Show

OCBoddity_end11 Songs to Say Goodbye“ hieß das Motto der 250. und gleichzeitig letzten Ausgabe von OCBoddity. Dabei gönnte sich Oliver Baumann einen entspannten und (kaum) wehmütigen Blick zurück auf 9 1/2 Jahre auf Rock, Pop and Indie at its Best. Rund 3000 (brandneue) Songs von ca. 1200 internationalen Bands und Musikschaffenden prägten den Weg, den OCBoddity auf der Radiofabrik ging.
Begleitet von einer Handvoll OCB-Favoriten ging dieser Weg am 12. August zu Ende. Schön war’s!

PLAYLIST
Editors, An End Has A Start
Grandaddy, I’m On Standby
Placebo, Song To Say Goodbye
The Coral, Goodbye
Ron Sexsmith, Sneak Out The Backdoor
Joseph Arthur, Say Goodbye
Talk Talk, The Party’s Over
The Rolling Stones, Going Home
Elton John, Goodbye Yellow Brick Road
Lou Reed, Goodnight Ladies
David Bowie, Rock’n’Roll Suicide (Live 73)


Zum Nachhören: OCBoddity 250 (12.08.2013) PW: OCBoddity

Malmoe fragt

Malmoe enthält in der nächsten Nummer einen zweiseitigen Schwerpunkt zum Thema „Zukunft Freier Radios in Österreich“. Nachfolgend meine Antworten.

Zur aktuellen Rolle Freier Radios / Zur Zukunft Freier Radios: Welche Rolle spielen Freie Radios heute in einem Medienumfeld, das mit Social Media, DIY-Medien im Internet Partizipationsmöglichkeiten, die zu schaffen Freie Radios angetreten sind, weiter entwickelt haben?

Community Medien haben DIY und Public Access erfunden. Lange vor dem Netz. Ich finde es erfrischend, wenn inzwischen Formen von Selbstermächtigung allgemein Akzeptanz finden. Genauso entwickeln sich die Radios weiter, Radio ist ein möglicher Kanal des Vertriebs der Inhalte neben anderen. Und es ist wichtig, diese Palette an Möglichkeiten auch energisch zu bespielen.
Heute ist Radio noch das „Alltagsmedium Nummer 1“. Morgen nicht mehr. Die  Radiofabrik hat ihr Selbstverständnis dahingehend geändert, „90% Community“ zu sein. Was die Wahl des Mediums zukünftig zu einer sekundären Frage relativiert. Primär betreiben wir „Community Building“, Ausbildung und Journalismus für die Zivilgesellschaft. Also Offline-Qualitäten über physische Kommunikation, die unersetzlich und die in jeder zukünftigen medialen „Applikation“ anwendbar sind.
In diesem Können sehe ich uns auch langfristig konkurrenzlos.

Zum Selbstverständnis freier Radios / Zur Organisation Freier Radios: Viele Freie Radios haben sich von Pirat_innenradios über basisdemokratische Projekte zu hierarchisch organisierten Providern ehrenamtlich bereitgestellter Inhalte entwickelt. Inwieweit ist die innere Strukturiertheit, Demokratie und Transparenz wichtig oder obsolet?

Für mich steckt im Gründungsgedanken der österreichischen Freien Medien ein utopischer Auftrag, den es weiterzutragen gilt: höchstmögliche Demokratie und Transparenz für ProduzentInnen. Beteiligung an den Eigentumsverhältnissen der Organisationen: das Radio, das TV gehört den Menschen.
Wer dies vergisst, untergräbt ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal unserer Szene zu privat-kommerziellen Unternehmen mit „Social-Media Strategies“. Deren UserInnen-Beteiligung spart Kosten für journalistische Arbeit ein, Gewinne und Entscheidungsrechte werden hingegen nicht mit den Beteiligten geteilt. Resultat ist Ausbeutung von Engagement.
Für die Betriebe der Freien Medien mit angestellten MitarbeiterInnen hingegen gelten unternehmerische Prinzipien. Professionalität, Effizienz, Serviceorientiertheit und Ähnliches stehen im Mittelpunkt. Hierarchie per se ist nicht böse. Dafür soll adäquate Bezahlung, Sicherheit, Karriere und betriebliche Mitbestimmung geboten werden.
Der Mix der Radiofabrik aus Demokratie und betrieblicher Schlagkraft hat sich bewährt, und wird auch weiterhin wichtig bleiben.

OCB presents STOOTSIE, 3. Dez., 19h, live & unplugged at Radiofabrik

„Zuerst haben wir einen Veröffentlichungstermin ausgemacht und dann hab‘ ich die Songs geschrieben und aufgenommen“, erzählt Stootsie grinsend und auf den neben ihm liegenden frisch gepressten Silberling „Running Around“ schielend. Solche und viele andere amüsante Geschichten weiß der Sunnyboy der Salzburger Popszene immer zu erzählen. Und am Samstag, 03.12., 19h06 tut er das live und mit Gitarre bewaffnet, bei OCBpresents in der Radiofabrik. Das sollte man sich nicht entgehen lassen!

TERMIN: OCB presents Stootsie „Running Around“, 03.12, 19h06, live & unplugged auf der Radiofabrik!

OCBoddity 171 (30.08.2010)

Wieder OCBoddity – und wieder nur das Beste vom Besten! Der vollmundigen Ankündigung folgen anlässlich des 5. Montags im September u. a. The Klaxons nach dreijähriger Schaffenspause, Tokyo Police Club hörbar gereift und Mark Oliver Everett aka Eels mit dem dritten Baustein seiner Trilogie zur Verarbeitung gescheiterter Beziehungen. Mit Placebo, Arcade Fire und – wieder – Eels gibt’s Ausblicke auf Live Gigs in nächster Zeit und das hintere Ende von Folge 171 gehört der Melancholie: John Grant, Danger & Sparklehorse ft. Jason Lytle, Woven Hand und Bonnie „Prince“ Billy nehmen uns auf düstere Gefilde mit, der Soundtrack dazu ist jedoch von unwiderstehlicher Schönheit! Es gilt wie immer: OCBoddity – besser geht’s nicht!

PLAYLIST
The Klaxons, Echoes
Tokyo Police Club, Favourite Colour
Placebo, Speak In Tongues
The Coral, 1000 Years
The Drums, Book Of Stories
Eels, Baby Loves Me
Arcade Fire, Deep Blue
Someone Still Loves You Boris Yeltsin, Banned (by The Man)
Andrew Collberg, To The Road
John Grant, Sigourney Weaver
Woven Hand, His Rest
Danger Mouse & Sparklehorse, Jakub (ft. Jason Lytle)
Bonnie “Prince” Billy, Troublesome Houses

Und wer’s hören will … klickt hier

„Das rechnet sich: Wirst Du geschoben, dann ziehe! Wirst Du gezogen, dann schiebe!“ v. Alf Altendorf (Apropos 08/2010)

Grundregeln des Kampfsports – von daher kommen diese Rules – gelten auch im Kommunikationsalltag. Ich werde immer wieder gefragt, warum „Förderungen notwendig sind?“. Meint im Subtext, „man könne sich X sparen, weil bei Y auch gespart werden müsse, und überhaupt Z viel wichtiger sei“.

Jetzt lässt sich entgegenhalten: die Radiofabrik ist wichtig, weil wir Meinungsfreiheit herstellen. Den offenen Zugang zum Medium Radio einlösen, den fast 300 SendungsmacherInnen wahrnehmen. Mehrere tausend Menschen in den letzten Jahren ausgebildet haben, darunter viele Jugendliche. 150 regelmäßige Programme senden, und damit eines der größten Community Radios Österreichs sind. Und diese Arbeit regelmäßig ausgezeichnet wird.
Auf diese Leistungen sind wir stolz. Nur, solche Erklärungen sind defensiv. Weil ich nicht rechne, ausweiche, so gut die Argumente auch sind. „Wirst du geschoben…“.

Wir rechnen: die öffentliche Hand investiert jedes Jahr 73.000,- Euro in die Radiofabrik. 52.000,- die Stadt, 21.000,- das Land, um genau zu sein. 20 Prozent unseres Budgets. Ja, so wenig. Damit holen wir bis zu 250.000,- Euro pro Jahr aus Brüssel. Ja, so viel. Und seit neuesten 100.000,- aus Wien. Ja, auch so viel. Jeder Salzburger Euro wird von uns verfünffacht. Ein gutes Geschäft.

Deshalb sollte mehr in die Radiofabrik investiert werden. Es rechnet sich. Und wenn Sie diese Rechnung für neoliberales Geschwätz halten: wir machen auch noch Radio. Ein kleines, feines, wichtiges, großes. „Wirst Du geschoben, dann ziehe!“. Denn rechnen können wir auch.

Alf Altendorf ist Geschäftsführer der Radiofabrik. Kann rechnen.
(Apropos, 08/2010)

OCB’s Radiofabrik-Album der Woche: „High Violet“ von The National

The National, High VioletDer Aufstieg lässt sich wohl kaum mehr aufhalten!
The National katapultieren sich mit ihrem fünften Studioalbum „High Violet“ raus aus dem Status des Indie-Geheimtipps hinein ins große Rock-Geschäft. Auf 11 Nummern verteilt gelingt dem aus Ohio stammenden, nun in Brooklyn beheimateten Quintett eine fesselnde Mischung aus einfühlsamer Introvertiertheit, wie sie der Vorgänger „Boxer“ (2007) zelebrierte, und druckvoll getragenen Melodien, die das früher Werk der Band prägten. Neben dem sonoren Gesang Matt Berningers zeichnet vor allem das kongeniale Gitarristen-Brüderpaar Aaron und Bryce Dessner für den ausgewogenen Sound und die Dichte der Arrangements verantwortlich. Dazu setzen die Brüder Scott (Bass) und vor allem Bryan Devendorf durch sein versiertes Schlagzeugspiel clevere Akzente.
Und so durchzieht „High Violet“ vom aufgekratzt daher-rumpelnden „Terrible Love“ bis zum finalen „Vanderlyle Crybaby Geeks“ ein fesselnder Spannungsbogen, der durch die geschickte Beimengung von Klavier, Streichern und Bläsern auf hohem Niveau gehalten wird. Kein Wunder, dass „High Violet“ so manchem Kritiker bereits das Attribut „Album des Jahres“ entlockt hat.

Und wer sich von der Bühnenpräsenz der Band ein Bild machen will, für den spielen The National ….
14.07.2010, Dachau (D), Rathausplatz
17.08.2010, Graz, Kasematten
18.08.2010, Wien, Arena

PLAYLIST des Albums

Terrible Love
Sorrow
Anyone’s Ghost
Little Faith
Afraid Of Everyone
Bloodbuzz Ohio
Lemonworld
Runaway
Conversation 16
England
Vanderlylle Crybaby Geeks
BONUSTRACKS der Sendung
Walk-Off
Sin-Eaters
Slow Show (live, Brooklyn Academy, May 2010)

Und wer’s hören will … klickt hier
The National online

Schulradio (24.03.2010)

Das RedaktionsteamGAGA Radio – Das 1. Schulradio der Herz-Jesu-Missionare entstand im Rahmen des arTags an unserer Schule (24.03.2010). Das Redaktionsteam bestand aus Schülern der 8a und mir. Mithilfe von Mirjam Winkler gelang es uns in der Radiofabrik eine 30-minütige Sendung zusammenzustellen, die sich mit Themen unserer Schule auseinandersetzt und zudem gute Musik und Unterhaltung bietet.

AUSTRAHLUNG
SA, 10.04.2010, 16h
DO, 22.04.2010, 18h30

Mehr dazu gibt‘s hier