FreeView – Musik und VideoKunnst Sendung

FACETTEN EINER KREATIVEN WELT – Der aufstrebende Videokünstler RUPERT HÖLLER im Gespräch mit Norbert K.Hund und Ex-Bandkollegen Janos Lasselsberger.

REVIEW: Rückblick auf Stimmungsbilder vom mob-Konzert am 27. 5. im Denkmal

mob – ein sehr spezieller Gefühlsabend zwischen Wehmut und Euphorie. Artarium präsentiert zwei intensive Tracks vom aktuellen Album Mich kriegt ihr nicht und freut sich auf mehr.

Weiters einige Anekdoten unserer Studiogäste vom Auftreten als „Maybe The Mighties“ sowie der Produktion des Bandvideos (OUTTAKES) zum Preis-Allee-Ball. Mitschnitt und Vorgeschichte von Rupis legendärem Anruf als „Schorsch aus Tirol“ bei Martin Blumenau (FM4 – Bonus Track) Das Video dazu und 70 weitere Clips – auf seinem Youtube Kanal

FREEVIEW: Einblicke in eine „sich nix scheissende“ Herangehensweise, die sowohl strukturell Durchkomponiertes wie Spontan-Unfertiges quasi als Work in Progress zur Anregung und Ideenstiftung bereit stellt. Diese kommunikative Grundhaltung wechselseitiger Inspiration bewirkt allerlei dialogisch fruchtbare Koproduktionen…

Sexperience Trailer Produktion

Über die Entstehung des neuen Radiofabrik-Sexperience-Trailers und den technisch anspruchsvollen Clip Techno Kitchen zum Radio Edit jener Tonspur aus Küchengeräusch-Samples. Radio-Remix.mp3 vom Hund, Geräusche von freesound.org Der Sendungs-Abschluss gerät dann auch noch unfreiwillig, aber elegant zur Audio-Collage – wie passend. – Fazit: Video kunnst machen! Herzlichen Glückwunsch…

Diese Sendung zum Widerhören und/oder als Download macht uns einfach klicklich. Ha!

Achtung Arbeit !

GELD MACHT WERTE – Oder etwa doch nicht? Ist Arbeit nur dann etwas wert, wenn man dafür bezahlt bekommt? – Eine Anstiftung zur GRATISKUNST FÜR JEDERMANN.

Peter.W. und Norbert K.Hund lauschen einer Erweckungspredigt zur Weltlage, stellen betroffen fest, dass offensichtlich die Dummheit regiert und fördern aus den Archiven von Ö1 den Beweis zu Tage: Es ist schon längst bekannt, wie das Weltfinanzsyndrom funktioniert.

„Der Kapitalismus ist die höchste Form des organisierten Verbrechens“  Jean Ziegler

Ironie als Therapie und zur Selbstverteidigung – Lyapis Trubetskoy und Michael Stein. Wir schnüren uns auch ein Rettungspaket und erzeugen ein morphisches Feld: Gebet gegen die Arbeit (als einer „Pflicht“ zu Vermarktung und  Lohnsklaverei)

„Ich fress ganze Städte und sauf Ozeane dazu, Mein Bart ist so groß, dass er den Himmel verdeckt, das Wetter, den Regen und den Wind. Die Staatschefs und Minister lecken mir die Stiefel…“ Lyapis TrubetskoyKapital

„Ich bin Buddhist – und sie sind nur eine Illusion.“ Michael Stein

Die Sendung zum Wiederhören und zum Download

 

Ein Abend mit Freunden – Mein Musiktipp:

OUT OF THE BLUE, INTO THE BLACK. YOU PAY FOR THIS AND THEY GIVE YOU THAT…

Was hilft gegen die unerwünschten Nebenwirkungen dieser Welt? Was nehmen Sie eigentlich – bei Ignoranz, Irrsinn oder Isolation? Stieglbier? Haschisch?

Rostige Rasierklingen? Was rettet uns vor Konzernkonfusion und Stagnationalismus? Vor der drohenden Eurotzflation? Vielleicht eine Assoziation: ROTZ – das Seelentonikum für den Selbstwert des Sonderbaren. Frische Frequenzen vom Freundeskreis des Feingefühligen. Ein gar therapeutischer Theriak aus der Hausapotheke  emorealkreativer Verdichtung. Oder einfach ein guter Abend mit guter Musik und – echten Menschen.

Sehnsucht darf gespürt, Schmerz darf erlebt – und Fehler dürfen gemacht werden. Ideale sind illusorisch – und genau deshalb haben wir sie doch! Ein glaubhaftes Ringen um die Jetzt-und-Hier-Anwendung des Paradoxons: Leben, Liebe, Leidenschaft. Stark und verletzbar. Unsicher und souverän. Naturgewaltig und schmetterlingszart.Ja, natürlich – bitter und süß zugleich…

Das LIVE DOPPEL ALBUM gibts bei ROTZ gratis – und das ist bestimmt nicht umsonst!

Somewhere in Afrika – Das ganze Album

Die Sendung wird am Freitag, 21. 5. um 17:06 wiederholt!

Somewhere in Afrika von Manfred Mann’s Earth Band (Vinyl LP 1982) im Kontext der “Days of Dialogue” sowie des AMREF Marathon in Salzburg. Unser Beitrag zum Thema “Meilensteine interkultureller Musikproduktion” versteht sich zudem auch als eine wehmütige Würdigung der legendären Ö3 Musicbox Reihe “Die komplette LP”.

Manche Musikwerke sind dergestalt ganzheitlich gelungen, dass sie sich beim Durchhören – in einem Stück und ohne störende Moderation – sozusagen selbst erklären. In diesem steckt die Essenz von Manfred Sepse Lubowitz’ – so der bürgerliche Name Mann’s – emotionaler und künstlerischer Auseinandersetzung mit dem damaligen Apartheid-Regime in seiner Heimat Südafrika.

Die europäische Originalausgabe auf Bronze Records umfasst gerade mal knapp 40 Minuten Musik ohne Bonus-Tracks, Radio-Edits oder sonstige Schnickschnäcke. All dies taucht erst ab 1983 bei Arista für den US-Markt auf und findet sich seither auf diversen CD und Remastered Editions. Doch gerade die ursprüngliche Zusammenstellung transportiert die Atmosphäre dieses recht zufällig zustande gekommenen Konzeptalbums (nämlich ohne dass vorab ein explizites Konzept existiert hätte) am authentischsten.

Wie kommentierte es der Meister des Mini-Moog einst selbst so trefflich: „I don’t think about the music, I just play it.“

 

Also… Zum Wiederhören und zum Sendungsdownload

 

Somewhere in Afrika

DAYS OF DIALOGUE – “Das ganze Album” von Manfred Mann’s Earth Band

Somewhere in Afrika Vinyl 1982

Es war einmal ein Radiosender namens Ö3 (nicht zu velwechsern mit einem heutigen Hit- oder noch besser Hiadlradio) und dortselbst ereignete sich beinah täglich “Die Musicbox”. Einmal in der Woche präsentierten deren auch ansonst recht kunstsinnige Eloquenzen “Die komplette LP” ohne je drein zu reden. Welch ein Hörerlebnis!

In memoriam einer legendären Einrichtung beleben wir diese Idee wiederum neu: Alle feine Nase lang stellen wir euch ein – ganz und gar subjektiv – wesentliches Ton-Werk vor, ohne dass der Hund oder sonst jemand dazwischen spricht. Einfach die Lautstärke rauf drehen und genießen! Das Leben ist anstrengend genug!

Und noch was Geiles gibts für alle Audio-Filous, Filetierer und Philatelistinnen: Eine nigel-nagel-nette ThemenCollage (Signation) zum heutigen Artarium – feat. die Original 70er Musicbox Sounds – zum sich gmiadlich anhören und runter holen:

MusicboxAfrikaSignation.mp3

 

Das Kriegstagebuch meiner Mutter

Unsere Sendung  zum Kriegsende vor 65 Jahren UND zum Muttertag ist online! Hier…

Die Generation Hitlerjugend. Von der Begeisterung zur Verzweiflung – ein Feature

Im Gespräch mit Sophie, die soeben 15 geworden ist und sich jetzt auch im Unterricht mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt, erzähle ich von der seltsamen Faszination, den gemischten Gefühlen und offenen Fragen, die in meiner Erinnerung mit diesem Zeitzeugnis verknüpft sind. Und wie wirkt seine eigenartig begeisterte, ja gläubige Ausstrahlung auf junge Menschen heute?

Wir hören dazu O-Töne aus den 40er Jahren (Zarah Leander, Rundfunk-Interview mit einem Hitlerjungen, „Unsere Fahne flattert uns voran“ von Baldur von Schirach) und Oral-History Beiträge von damals noch in Kampfhandlungen befohlenen Kindersoldaten (u. a. Gregor Dorfmeister alias Manfred Gregor, Autor von „Die Brücke“) sowie Ausschnitte aus dem gleichnamigen Film von Bernhard Wicki. Musikalisch schlagen wir einen weiten Bogen von Laibach „Geburt einer Nation“ über Rio Reiser „Wo sind wir jetzt“ zu Wir sind Helden „Kaputt“.

Als mögliche Antwort auf die dabei spürbare Erschütterung kristallisiert sich etwas wie „durch aufschreiben und erzählen verarbeiten“ heraus, bekräftigt durch die Schluss-Sequenz aus Gus van Sant’s wunderbarem Jugendfilm „Paranoid Park“ mitsamt der unvergleichlichen Gefühlsmusik von Elliot Smith. Wer verführt und vereinnahmt uns eigentlich heute – zu was für einem (Wirtschafts-) Weltkrieg? Willkommen in der Wirklichkeit. Fortsetzung folgt…      Zum Widerhören und  zum Sendungsdownload

Kriegstagebuch Sendung

Die Bilder zur Sendung

Zur Veranschaulichung der besprochenen Seiten gibts hier auch die Abbildungen.

Links die erste Seite mit dem Motto des Buches, eingelegt das HJ Gebiets-Abzeichen sowie ein Kriegsverdienstkreuz, Herkunft ungeklart…

Eine erstaunlich moderne Konzeption oder “Windows-Stil” im Nationalsozialismus Die Seite zum Heldengedenktag am 13. März 1944 ist besonders interaktiv gestaltet:

Neben der fast schon obligatorischen Propaganda Postkarte mit dem Hitler-Zitat, das erst im nachhinein so richtig absurd erscheint, ist eine Karte mit dem aktuellen Frontverlauf eingeklebt sowie links unten ein Zeitungsartikel zum herausnehmen und aufklappen. (Sozusagen ein “Pop-Up-Window”)

Dieser Bericht von der Veranstaltung in ihrem Heimatort (nämlich zur Feier des heldenhaften Sterbens für Volk und Vaterland) verlebendigt so eine unheimliche Darstellung. Jahrzehnte später erzählte sie mir, wie furchtbar weh ihr der rechte Arm damals getan hatte – vom stundenlangen Üben des Hitlergrußes.

Zum Anhören und Sendungsdownload gehts hier.

 

Kriegstagebuch Projekt

Das Kriegstagebuch meiner Mutter

Wie alle Schulkinder in der Zeit des Nationalsozialismus wurde auch sie dazu angehalten, eine solche „Projektarbeit“ über den „heldenhaften Kampf der deutschen Wehrmacht“ abzuliefern.

Dieses Zeitdokument illustriert eindrucksvoll, wie erschreckend modern die Indoktrination Jugendlicher im 3. Reich funktionierte: emotional, leidenschaftlich und zielgruppenorientiert. Und auch für die 4b Klasse des Gymnasiums in Marburg (Maribor) war die NS-Propaganda in Schule und Freizeit an der Tagesordnung.

Beim Eintauchen in die Stimmungswelt dieser ebenso detailverliebt wie hingebungsvoll gestalteten Schulaufgabe dämmert es einem schnell, dass die heutige Frage: „Wärst du damals mit 13, 14 Jahren auch dabei gewesen?“ nicht so einfach mit „Auf gar keinen Fall!“ zu beantworten ist. Vielleicht eher mit einem nachdenklichen „Ich hoffe doch nicht.“

Eine Radiosendung zum Muttertag am Sonntag, 9. Mai 2010

Wie wirkt so ein Zeitsprung heute, nach über 66 Jahren, auf junge Menschen? Entdecken sie vielleicht ähnliche Spuren in ihren Familien?

Die etwas andere Collage zwischen Begeisterung und Enttäuschtheit.

Aufzeichnung dieser Sendung als Stream/Download.