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Tun wir unseren Hunden gut?

Tun wir unseren Hunden gut?

So gut, wie sie uns tun?

Bevor ein Hund ins Haus kommt, wird oft lang und intensiv überlegt, ob der Hund den oder dem Menschen gut tun wird. Ich wage zu bezweifeln, dass auch nicht annähernd so oft darüber nachgedacht wird, ob man selbst dem Hund gut tun wird.

Katrin Bargheer setzt in ihrer Tätigkeit als Hundetrainerin ihre Lebensphilosphie um „Aufrichtig authentisch!“ Sie sieht die Menschen deutlich in der Pflicht, sich über die Bedürfnisse ihrer vierbeinigen Gefährten zu informieren und sich mit ihrem  Kommunikationssystem auseinanderzusetzen.

„Oft interpretieren wir Hunde falsch und werden so eher zur Last als zur Lust für den Hund“

Völlig unterschätzt wird ihrer Meinung nach das Schlaf- und Ruhebedürfnis der Hunde, die es ganz schön schwer haben, unseren dicht getakteten Alltag mitzumachen.

Katrin Bargheer ist ursprünglich Pharmazeutisch technische Assistentin, wo sie in der Beratung ihrer Kunden das Hauptaugenmerk auf auf die ganzheitliche Betrachtung einer Krankheit legt.  Als Hundetrainerin und Verhaltensberaterin für Mensch und Hund liegt ihr Schwerpunkt auf Stressreduktion und Traumalösung. Zu ihrem Haushalt gehören 2 große Kinder, 3 Hunde und 4 Katzen.

Eines ihrer Projekte ist der Schnüffelgarten, über den Sie ein paar Zeilen für unsere HörerInnen geschrieben hat. Schnüffelgarten, Katrin Bargheer 2017. Wenn Sie in der Nähe zuhause sind, dann sollten Sie dort unbedingt einmal vorbeischauen.

Straßenhunde sind sowieso arm!?

Straßenhund c) Murati
Straßenhund c) Murati

Bardhi Murati ist seit 2014 selbstständiger Hundetrainer und Autor von zahlreichen Fachartikeln. Er trägt das staatliche Gütesiegel „Tierschutzqualifizierter Hundetrainer“, studierte Hundepsychologie sowie Hundewissenschaften und ist seit 2017 an der Veterinärmedizinischen Universität Wien für das Studium der „angewandten Kynologie“ eingeschrieben. Neben seiner Hundeschule COURAGIERT ist er Hundetrainer für die Volkshilfe Wien und arbeitet außer mit Hunden auch professionell mit Hühnern, Lauf- und Pekingenten. Neben seinen eigenen Hunden, einem Weißen Schweizer Schäferhund und einer Tervuerenhündin, gehört sein Herz den Straßenhunden in Makedonien.

Sie zu beobachten ohne zu intervenieren oder zu stören, ermöglicht  ihm viele Erkenntnisse über die soziale Kompetenz von Hunden. Das gänzlich andere Verständnis von Hundehaltung in Makedonien bedingt auch einen gänzlich anderen Umgang mit den Tieren. Dennoch sind die gewonnenen Erkenntnisse auch für unsere Herangehensweise von Interesse, wie Bardhi Murati ausführt.

Ein Hundeleben in Makedonien  ist – zumindest auf dem Land – gänzlich anders, als eines in Wien, Dortmund oder Brüssel. Die Hunde, die tatsächlich beim (nicht im) Haus leben, sind vielfach Kettenhunde. Große, kräftige Hunde, die Respekt einflößen, tief und drohend bellen und – gewollt – aggressiv sind. Auch die anderen, die auf der Straße leben, in kleinen Gruppen, sind durchaus gut genährt. Auffallend ist die soziale Kompetenz dieser Hunde, die an Konflikten nicht interessiert sind und im Allgemeinen gut miteinander auskommen.

Servicebox:

Katrin Bargheer
Hunde-Institut
Facebook Schnüffelgarten
Publikationen: Mein Herz bellt

Bardhi Murati
Hundeschule couragiert
Facebook
Publikationen: YourDog Hundemagazin

Lesefutter:

Turid Rugaas, Calming Signals
Kurt Kotrschall, Hund und Mensch, Einfach beste Freunde
Gudrun Braun, Yvonne Adler, Mensch und Hund, ein starkes Team
Patricia McConell, Liebst du mich auch? Die Gefühlswelt bei Mensch und Hund

 

Sendung anhören:

Live auf der Radiofabrik 107,5 oder per APP immer am 2. Mittwoch im Monat um 12:08 Uhr und am 2. Donnerstag im Monat um 19:08 Uhr. Nachhören ebenfalls über die Radiofabrik, über den Hunderunde Blog oder direkt über das Archiv https://cba.fro.at/series/hunderunde.

Feedback und Kontakt: Karin Immler,  www.knowwau.com

Der Kampf ums Idealgewicht

Hund mit schlanker Linie!

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass Hunde dieselben Krankheiten entwickeln können wie wir? Dass es z.B. eine dramatische Zunahme an Allergien und Unverträglichkeiten gibt? Dass Tumorerkrankungen bei unseren Vierbeinern gang und gäbe sind? Diesbezüglich sind die Hunde echte Kulturfolger. Sogar von Burnout  ist im Zusammenhang mit unseren Hunden des Öfteren die Rede. Auch der Kampf um die schlanke Linie ist nicht uns Menschen vorbehalten. Immer mehr Hunde sind übergewichtig, manche mehr, manche weniger. Das ist nicht nur optisch eine Beeinträchtigung, es hat vor allem gesundheitliche Auswirkungen und beeinträchtigt langfristig die Lebensqualität des Tieres.

Hundeernährungstrainerin

Bettina Specht ist Hundetrainerin und derzeit auf dem Weg zur  „Hundeernährungstrainerin“ . Sie betreibt in Leutasch die Hundeschule Tirol und hat das Projekt „Pfundige Hunde“ ins Leben gerufen, für das sie selbst – sozusagen probeweise – eine Diät gemacht hat.

Bettina Specht, Pfundige Hunde
Bettina Specht, Pfundige Hunde

Bettina Specht hat ein viel beachtetes Buch geschrieben „Angsthunde“, das schon vielen Hundemenschen geholfen hat, Ihren Vierbeiner besser zu verstehen. Auch mit dem aktuellen Projekt möchte sie Hundemenschen unterstützen und hat sich bewusst für ein online Angebot entschieden. Ihrer Erfahrung nach ist es Frauchen und Herrchen durchaus peinlich, einen dicken Hund zu haben und sich gewissermaßen öffentlich Hilfe zu suchen. Bei ihrem Fernkurs fällt diese Peinlichkeit weg und die HundehalterInnen können sich ohne Druck auf das Programm einlassen. Zunächst wird ein Ernährungstagebuch erstellt, das als Grundlage für die Fütterungsempfehlungen dient. Jede Woche erhalten die TeilnehmerInnen schriftlich einen Futterplan und – darauf legt Bettina Specht großen Wert – ein Beschäftigungsprogramm. Denn ohne gezielte Bewegung wird es mit dem abspecken nichts.

„Wer abnehmen will, muss essen. Unbedingt. Und genießen, denn wer aufhört zu genießen, wird ungenießbar“ aus  „Die Fettlöserin“ von Nicole Jäger

Aus eigener Erfahrung weiß Bettina Specht, wie wichtig es ist auch während der Diät zu essen – und zwar reichlich und genussvoll.

Bettina Specht ist Hundetrainerin mit Leib und Seele. Mit Lebenspartner Martin, 8 Hunden, 4 Minischweinen, 19 Hennen und einem Hahn, 2 Kaninchen und 2 Meerschweinchen lebt sie in der Tiroler Leutasch. „Zeitweise betreuen wir noch die Kuh Hanni und 10 Ziegen :-)“

Physiotherapie für Hunde

Auch Tina Flocken aus dem deutschen Wermelskirchen hat mit übergewichtigen Hunden zu tun. Sie ist Zertifizierte Hundephysiotherapeutin und hat sich auf ihre Fahnen geschrieben, HundehalterInnen zu motivieren, selbst etwas für die Fitness und Gesundheit ihres Hundes zu tun.  Ihr Ebook für Hundehalter zum Nachmachen heißt „Fit durchs Leben“ und enthält 25 Bewegungsübungen, Schritt für Schritt erklärt und bebildert.

Martina Flocken lebt mit 2 Podencos, von denen einer, Snowy, ein Handicap-Hund ist.  Snowy war nicht der Anlass für die Berufswahl des Frauchens aber ein gutes Beispiel für die Wirksamkeit der Physiotherapie.  Durch die Arbeit mit dem eigenen Hund weiß Tina Flocken ganz genau, was Physiotherapie leisten kann und wie positiv sich der Körper verändert.

Keine Reparaturfunktion

Physiotherapie kann allerdings nicht reparieren, was bereits zerstört ist, beispielsweise Schäden an den Gelenken. Wer seinen Hund physiotherapeutisch unterstützen möchte, egal ob es dabei ums Abnehmen oder um andere Themen geht, der sollte sich von einem Spezialisten zeigen lassen, welche Übungen wie ausgeführt werden. Einfach so drauflos werkeln, ist keine gute Idee. Nach erfolgter Unterweisung kann man allerdings vieles selbst machen und ist nicht darauf angewiesen, den Physiotherapeuten/die Physiotherapeutin vor Ort zu haben.

Martina Flocken betreibt auch einen Blog, in dem Sie Tipps und Anregungen gibt, wie Sie selbst Ihren Hund unterstützen können.

Servicebox:

Bettina Specht
Hundeschule Tirol
Pfundige Hunde
Facebook

Angsthunde: Definition, Diagnostik, Management, Trainingsansätze, erschienen im Animal Learn Verlag

Martina Flocken
Doggy FitnessFacebookTwitter

Publikationen: Blog, Buch Fit durchs Leben, Autorentätigkeit für Mein Herz bellt, und verschiedene Internetplattformen

Musik:

Peter Cornelius – Wie ein junger Hund im hohen Gras
Hot Dogs – I scream
Johnny Cash – Dirty Old Egg Sucking Dog

Sendung anhören:

Live auf der Radiofabrik 107,5 oder per Livestream am 2. Mittwoch im Monat um 12.06 und am 2. Donnerstag im Monat um 19:06 Uhr. Alle Sendungen zum Nachhören finden Sie hier.

Feedback und Kontakt: Karin Immler, www.knowwau.com

Was hat Otto aus Berlin mit Salzburg zu tun?

Otto aus Berlin

ist neuerdings auch in Salzburg unterwegs. Woher ich das so genau weiß? Ganz einfach, weil ich mich für die Hunderunde am 13. Oktober mit Hedi Breit unterhalten habe. Bei einem Schwätzchen im Caféhaus hat sie mir erzählt, wie sie als gebürtige Oberösterreicherin zu einem Berliner Verlag und wie Otto aus Berlin nach Salzburg gekommen ist.

Hedi Breit ist zuständig für Chefredaktion und Projektleitung von Fred & Otto Österreich. Die neue Ausgabe über Oberösterreich und Salzburg bietet ihr eine willkommene Gelegenheit, die alte Heimat wieder zu bereisen.

Fred & Otto

hedi Breit, c) Werner Streitfelder
Hedi Breit und ihre Lola

Unter dem Titel „Fred & Otto“ gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Guides für unternehmungslustige Hundemenschen. Und nicht nur Deutschland ist dabei erfasst, die „Fred & Otto“-Reihe ist auch in Österreich angekommen. Nach den Fred & Otto-Büchern für Wien und Niederösterreich erscheint demnächst eines für Oberösterreich und Salzburg.  Sogar eine eigene Facebookseite gibt es für Fred & Otto in Österreich.

Natürlich ist Frau Breit auch selbst eine Hundefrau (derzeit in großer Sorge um ihre Lola, wir drücken ganz fest die Daumen) und weiß daher, wo der Schuh drückt, wenn man mit Hund in eine fremde Stadt reist.  Erziehung, Füttern, Shopping, Ausflugsmöglichkeiten – aber auch Fragen wie „aus dem Tierschutz“ oder „vom Züchter und überhaupt das ganze Hundeleben sind die Themen, die in dem Buch behandelt werden.

Wenn Sie übrigens den Hundeguide „Fred & Otto“ unterwegs in Oberösterreich und Salzburg gewinnen möchten, dann sollten Sie bei dem Gespräch mit Hedi Breit gut aufpassen. Unter allen, die per Email die richtige Antwort auf die Gewinnfrage aus der Sendung geben, wird am 31. Oktober ein druckfrisches Exemplar verlost.

Live auf der Radiofabrik 107,5 oder per Livestream am 2. Mittwoch im Monat um 12.06 und am 2. Donnerstag im Monat um 19:06 Uhr. Nachhören ebenfalls über die Radiofabrik oder über den Hunderunde Blog.

Feedback und Kontakt: Karin Immler, www.knowwau.com

Über die Regenbogenbrücke

Auch wenn wir unseren Tieren ein ewiges Leben wünschen, kommt doch eines Tages der Moment, an dem sie über die Regenbogenbrücke gehen. Allzu oft lassen sie einen völlig verzweifelten Menschen zurück, der sich mit seiner Trauer und mit dem Abschiedsschmerz alleingelassen fühlt. Die Reaktionen der Umwelt sind sehr oft Achselzucken und Unverständnis, denn es war doch “nur ein Tier“. Viele Menschen fühlen sich dadurch verunsichert, dass ihre Trauer nicht verstanden wird. Sie haben Angst, irgendwie nicht “ normal“ zu sein, weil sie so sehr leiden. Sie ziehen sich mit ihrer Trauer zurück, wagen nicht, sich jemandem anzuvertrauen aus Angst, Zurückweisung oder gar Spott und Hohn zu erfahren. Doch das muss nicht so sein. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Angeboten, die Menschen unterstützen, ihr geliebtes Tier betrauern.

Abschiednehmen in Würde

candle-1342227__340Das beginnt bereits beim Abschied nehmen und beim Umgang mit dem Leichnam des Tieres. Daniela Edelmaier von der Tiertrauer Salzburg berät Menschen, wie sie den Abschied ihren geliebten Tier würdevoll und vielleicht auch ganz besonders gestalten können. Sie selbst und auch ihre MitarbeiterInnen sind TierhalterInnen und verstehen, wie ihre KundInnen sich fühlen und was sie bewegt.

Der Verlust einer Beziehung

Die Trauer anzunehmen und sich bewusst damit auseinanderzusetzen, das ist der Ansatz von Frau Dr. Eva Dempewolf. Es ist der Verlust einer Beziehung, der uns so sehr schmerzt und zu schaffen macht. Ihr Buch  „Abschied nehmen – die Trauer um ein verlorenes Tier“ informiert Tierhalterinnen gibt Ihnen Übungen und Rituale an die Hand.

„Hintergrundwissen hilft das eigene Erleben nicht als unnormal wahrzunehmen.“

Auch in ihrer Praxis erlebt sie, wie Menschen darunter leiden, von ihrer Umwelt in ihrer Trauer nicht wahrgenommen zu werden. Oder eben, dass diese Trauer als unangemessen empfunden wird.  Sie spricht in ihrem Buch von der aberkannten / nicht gesehenen Trauer.

„Es war doch nur ein Hund!“

dandelion-1452219__340Silke Christensen, Trauerpfote, begleitet Menschen in der Trauerphase um das geliebte Tier. Trauer ist sehr individuell, etwas ganz persönliches. Auch der Umgang damit, auch die Bewältigung der Trauer ist individuell und sehr persönlich. Der erste Schritt in Silke Christensens Praxis ist, den Menschen zu zeigen, dass alles sein darf und es keine Vorschriften gibt.

„In meiner Arbeit vereine ich meine Herzensthemen Psychologie, Beratung und Hunde miteinander und arbeite ziel-, lösungs- und ressourcenorientiert – der Blick ist dementsprechend nach VORNE gerichtet, da meiner Meinung nach die persönliche Gestaltung des Lebens nur in der Zukunft und in der Gegenwart stattfinden kann. Ich ziehe daher Motivation der Frustration vor – diese Einstellung spiegelt sich in meiner wertschätzenden Arbeit mit Menschen und Hunden wider.“

Servicebox

Daniela Edlmaier
Praxis für Coaching, Psychotherapie & Supervision, ausgebildete Trauerbegleiterin, ehrenamtl. im Hospizbereich tätig
Diplom-Psychologin und Systemische Beraterin

Veranstaltungshinweis:

Kinderuni Salzburg „Die Geburt ins andere Leben“.
 Do 14.07.2016 von 11:00 – 12:30 Uhr

Zum Lesen:

Abschied nehmen – Trauer um ein geliebtes Tier
Ein Begleit- und Praxisbuch, erschienen im Verlag Fred & Otto
von Dr. Eva Dempewolf
Tiere erzählen vom Tod: Wie Tiere ihr Sterben erleben und den Weg ins Licht finden von Penelope Smith
Der Verlust eines Hundes – und wie wir ihn überwinden
von Elli Radinger
Abschied für länger, Über den Tod unserer Hunde
von Clarissa v. Reinhardt und Anders Hallgren
Die Regenbogenbrücke: Ein kleiner Hase in Trauer
auch als Vorlesebuch für Kinder geeignet von Celina del Amo
Leben mit dem Tod
Weine nicht, ich sterbe nur

Die Musik zur Sendung:

Flogging Molly – Every dog has his day
The head and the heart– Cats and dogs
Charly Chaplin – It’s a dog’s life

Sendung anhören:

Live auf der Radiofabrik 107,5 oder per Livestream am 13. Juli um 12:06 Uhr und am 14. Juli um 19:06 Uhr. Nachhören ebenfalls über die Radiofabrik oder über den Hunderunde Blog.

Feedback und Kontakt: Karin Immler, www.knowwau.com

Wenn der Tag gekommen ist

Tod und Sterben! Damit wollen wir nichts zu tun haben

Tod und Sterben! Beides haben wir in unserer zivilisierten westlichen Welt mit einem Tabu belegt und weitgehend aus unserem Leben zu verdrängen versucht. Darüber sind uns viele heilsame Rituale verloren gegangen, die Trost und Halt spenden könnten. Ist Trauer nicht mehr zeitgemäß?

Wenn der Tag gekommen ist

und ein geliebter Mensch stirbt, sind gerade noch ein bis drei freie Tage drin. Anschließend wird erwartet, dass man wieder „ganz normal“ funktioniert.  Trauern darf man höchstens privat, im Kreise von Familienmitgliedern und Freunden.

Wenn der geliebte Hund stirbt,

ist es noch schwieriger. Vielen Menschen, die ein geliebtes Tier verabschieden mussten, haben unter dem Unverständnis ihrer Umgebung zu leiden. Viele HundehalterInnen trauern um ihr Tier ebenso wie um einen geliebten Menschen. Doch die Umwelt kann mit dieser Trauer vielfach gar nicht recht umgehen. „Es war doch nur ein Hund!“ bekommt man da zu hören oder „Geh doch ins Tierheim und hol dir wieder einen!“ Und so trauern diese Menschen einsam oder, was noch schlimmer ist, unterdrücken ihre Gefühle.

„Es geht um den Verlust einer Beziehung“

so sagt Frau Dr. Eva Dempewolf, die ein Begleit- und Praxisbuch geschrieben hat „Abschied nehmen – Trauer um ein geliebtes Tier“

solitude-1148983__340Daniela Edlmayr von der Tiertrauer Salzburg steht den TierhalterInnen zur Seite, die ihr Tier nicht der Tierkörperverwertung überlassen sondern kremieren und würdevoll verabschieden möchten. Als Hundehalterin kennt sie den Schmerz und die Trauer, wenn ein Gefährte geht.

Silke Christensen, Trauerpfote, begleitet und berät Menschen, die um ein geliebtes Tier trauern.

Die Welt dreht sich einfach weiter, aber Deine eigene Welt und Du – Ihr steht still? Ohnmächtig, fassungslos und trauernd?

Gemeinsam mit den 3 Damen befasse ich mich in der nächsten Hunderunde mit dem Abschiednehmen, mit der Trauer und damit, wie wir damit umgehen können.

Sendung anhören:

Live auf der Radiofabrik 107,5 oder per Livestream am 13. Juli um 12:06 Uhr und am 14. Juli um 19:06 Uhr. Nachhören ebenfalls über die Radiofabrik oder über den Hunderunde Blog.

Feedback und Kontakt: Karin Immler, www.knowwau.com

 

Hundemenschen gehen mit der Zeit

Viel hat sich verändert in der Art und Weise, wie wir mit Hunden leben. Heute sind die Hunde nicht einfach nur „da“, sondern für viele von uns sind sie Familienmitlieder. Und die werden ins Leben und in den Alltag integriert, was nicht immer ganz einfach ist.  Mit diesen Veränderungen haben sich auch die Ansprüche an unsere Hunde und an unseren Umgang mit ihnen gewandelt.

Neue Zugänge erfordern neue Werkzeuge

Aus diesem veränderten Verständnis von Hundehaltung ergeben sich auch neue Berufsfelder, neue Produkte und Dienstleistungen, Manches davon hätten wir uns vor ein paar Jahren gar nicht vorstellen können.

Die beiden Damen, die ich für die aktuelle Sendung eingeladen habe, haben solche topmodernen Produkte und Dienstleistungen für Menschen mit Hund entwickelt.

„Du musst deinem Hund mehr Sicherheit geben, du musst deinen Hund führen, damit er dir auch in schwierigen Situationen folgt!“

Diesen- ziemlich strapazierten – Satz hat Anna Meißner selbst zu hören bekommen, als sie mit ihrem Hund Cosmo Hilfe und

Anna Meissner, Strukturgeberin
Anna Meissner, Strukturgeberin

Unterstützung suchte. Nur konnte ihr niemand sagen, wie sie das tatsächlich anstellen sollte.  Als Sozialpädagogin, Sozialarbeiterin, Mediatorin und Coach ist sie sozusagen Profi in Sachen Menschen und berät und begleitet diese in schwierigen Lebenssituationen. Für Hundemenschen bietet sie ein spezielles Coaching-Produkt an : Persönlichkeitsentwicklung mit Hund, denn schließlich besteht so ein Gespann ja aus Hund UND Mensch. In der Hunderunde erzählt sie, für welche Menschen ihr Angebot gedacht ist,  warum es keine Konkurrenz zur Hundeschule ist und wie sie am liebsten vorgeht.

Franziska Müller und Kira
Franziska Müller und Kira

Franziska Müller ist Wienerin und lebt seit 1999 mit Ihrem Mann und Ihrer Tochter am Bodensee in der Schweiz . In Ihrer Praxis arbeitet sie selbständig als psychotherapeutische Beraterin und Coach, hält Vorträge, gibt Seminare und Workshops zum Thema gewaltfreie Kommunikation und psychische Gesundheit. Ursprünglich kommt sie aus dem Bereich Marketing und Management.  Seit 35 Jahren leben Hunde an ihrer Seite und sie hat sich seit 2006 auf Themen rund um den schlecht sozialisierten, verhaltensauffälligen Hund mit Stress-Symptomatik spezialisiert. Das Begleiten von Mensch-Hund-Teams und das Schaffen von vertrauensvollen Beziehungen ist ihr eine Herzensangelegenheit.

Sie hat die erste Buch-APP für ganzheitliche positive Hundeerziehung „Kirasworld“ herausgebracht. Das ist die gelungene Kombination aus einem Buch über gewaltfreie Hundeerziehung und die persönlichen Hundeerfahrungen der Autorin und einer hübsch aufgemachten Handy- (oder Tablett-)App. Individuell anpassbare Trainingspläne mit Erfolgskontrolle, auch zum Ausdrucken und zum verschicken – an den/die HundetrainerIn :), praktisch, übersichtlich und natürlich auch ein bisschen verspielt.

Kira, die Namensgeberin der APP ist übrigens eine hübsche aber schwierige Schäferhündin, die aus einer spanischen Tötungsstation zu Franziska gekommen ist.

Publikationen: Kiras World PRO – Die App, Kiras World – Das eBook

Seminarangebot: Gewaltfreie Kommunikation – ein ganzheitliches Konzept für Mensch und Hund, www.kirasworld.ch/veranstaltungen.html

In Planung: Stress lass nach – eine ganzheitliche Betrachtung

Anna Meissner:

Persönlichkeitsentwicklung mit Hund, Klarheit gewinnen, Kraft schöpfen und wieder Begeisterung mit deinem Hund spüren

www.strukturgeberin.de, Facebook

„Die Kraft der inneren Einstellung“ Workshop mit Sina Jung von Herzenssache HUND , 15.-17.04.2016 und 02.-04.09.2016 in in D-79348 Freiamt  (Nähe Freiburg im Breisgau).  Anmeldung und Info

Beziehungswanderung gemeinsam mit Christoph Rüscher von Lexlupo wird vom 26.-29.05.2016 in Au im Bregenzerwald, Anmeldung unter www.lexlupo.com

 „Mach es auf deine Art! Feinfühlig & klar Grenzen setzen“  Workshop  11.06.2016 in D-79348 Freiamt (Nähe Freiburg im Breisgau).  Anmeldung und Info

 

Die Musik zur Sendung:

Benjamin – Dogwood Angel

Gary Floyd Band – You need a dog

Camille – Cats & Dogs

Sendung anhören:

Live auf der Radiofabrik 107,5 oder per Livestream am 2. Mittwoch im Monat um 12:08 Uhr und am 2. Donnerstag um 19:06 Uhr. Nachhören ebenfalls über die Radiofabrik oder über den Hunderunde Blog. Feedback und Kontakt: Karin Immler, www.knowwau.com

Persönlichkeit „auf den Hund gekommen“

Persönlichkeit ist eines der Schlüsselwörter, wenn es darum geht, einen Hund zu erziehen.

„Du musst deinem Hund mehr Sicherheit geben, du musst deinen Hund führen, damit er dir auch in schwierigen Situationen folgt!“

Aber wie das gehen soll, wie du schwierige Situationen meistern und auf deine Art führen kannst, das hat dir niemand sagen können?

Ich kann es dir auch nicht sagen. Aber ich kann dir zeigen, wie du dir selbst auf die Spur kommen, deine Kraft spüren und aus dir heraus führen lernst, weil du gut bist!

Anna Meissner Strukturgeberin
Anna Meissner Strukturgeberin

So lautet der Text auf der Website von Anna Meißner, Persönlichkeitsentwicklung mit Hund.

Ihr eigener Hund heißt Cosmo  und die beiden leben gemeinsam mit Annas Ehemann im deutschen Vörstetten.  Cosmos Frauchen ist ist Sozialpädagogin, Sozialarbeiterin, Mediatorin und Coach.

Anna Meißner hat ein ganz besonderes Angebot entwickelt: Sie unterstützt Menschen dabei, an schwierigen Situationen in der Arbeit mit Hund und Mensch persönlich zu wachsen, auf authentische und wertschätzende Art führen zu lernen und mutig, den eigenen Weg zu gehen.  Denn

„Das was dein Hund von dir fordert, bringt dich persönlich weiter.“

so das Credo von Anna Meißner. In der Hunderunde plaudern wir über diese spezielle Art von Coaching, wer es in Anspruch nimmt und warum es KEIN Hundetraining ist.

 

Sendung anhören:

Live auf der Radiofabrik 107,5 oder per Livestream am 13. April um 12:08 Uhr und am 14. April um 19:06 Uhr. Nachhören ebenfalls über die Radiofabrik oder über den Hunderunde Blog.

Feedback und Kontakt: Karin Immler, www.knowwau.com

 

 

 

 

Elisabeth Beck in der Hunderunde

Die in Brandenburg lebende Österreicherin, Elisabeth Beck, war im September zu einem Seminar für Hundemenschen in der Bildungswerkstatt in Telfs als Vortragende geladen. Für mich war das eine willkommene Gelegenheit, Elisabeth Beck endlich persönlich kennenzulernen und natürlich auch, sie für die Hunderunde zu einem Gespräch zu bitten.

Elisabeth Beck

ist vielen von uns als Autorin des Buches „Wer denken will, muss fühlen – mit Herz und Verstand zu einem besseren Umgang mit Hunden“ bekannt. Ein Buch, das in einer Zeit, in der es vor allem um funktionieren, konditionieren und detaillierte Übungsanleitungen geht, völlig andere Wege aufzeigt und Mut macht, Gefühle anzunehmen, die eigenen und auch die unserer Hunde.

www.pixabay.com
Minischweinchen sind äußerst intelligent aber sehr anspruchsvoll in der Haltung.

Elisabeth Becks persönliche Tierwelt ist bunt und zahlreich. Besonders Piccolino, das Minischweinchen, das die LeserInnen ihres Buches bereits  kennen, liefert Stoff für unendlich viele Geschichten und Anekdoten, hat es sich doch als echter Trickkünstler entpuppt.  Schweinchen, so Elisabeth Beck, sind derartig intelligent und schnell im Lernen, dass sie Hunde um Längen schlagen. Besonders, wenn es um das Erkennen von Konzepten geht.

Waschbären zu trainieren, ist ebenfalls eine ganz spezielle Sache. Die Waschbären, die als Belohnung gerne dicke Rosinen mögen, sind schnell und einfallsreich und für so manche Verwüstung im Hause Beck verantwortlich. Auch über das Training mit Känguruhs und die damit verbundenen Herausforderungen erzählt die humorvolle Trainerin.

Tricktraining

ist unbestreitbar Elisabeth Becks Steckenpferd. Dies ist aber keinesfalls nur als Spielerei zu verstehen.  Vielmehr schafft das Tricktraining die ideale Basis: es fördert Kreativität und Aktivität des Tieres, stärkt die Kooperations-und Lernbereitschaft und sorgt dafür, dass Lernen als lustvolle und erstrebenswerte Tätigkeit wahrgenommen wird, die man gerne ausübt.

Schema-F-Anleitungen findet man bei Elisabeth Beck keine.  Anregungen für das eigene Training dafür jede Menge. Das Viele-Dinge-Spiel zum Beispiel ist eine ganz einfache Möglichkeit, auch Tiere, die von sich aus kaum Aktivität anbieten, aus der Reserve zu locken.

Insgesamt spürt man die Erfahrung und das Herz, das Elisabeth Beck an die Tiere verloren hat ohne die Menschen darüber zu vergessen.

Servicebox:

Elisabeth Beck

Buchempfehlungen

Wissen Hunde, dass sie Hunde sind?: Wie Hunde denken und fühlen von Kate Kitchenham

Das andere Ende der Leine: Was unseren Umgang mit Hunden bestimmt und Liebst du mich auch?: Die Gefühlswelt bei Mensch und Hund von Patricia B. McConnell

Warum ich fühle, was du fühlst: Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone von Joachim Bauer (auch als Hörbuch)

Wer denken will, muss fühlen – mit Herz und Verstand zu einem besseren Umgang mit Hunden von Elisabeth Beck

Die Musik zur Sendung:

Wiener Symphoniker Japan Tour 2006 – Die Entführung aus dem Serail, Ouverture, Leitung Fabio Luisi
Manhattan Transfer – Skyliner
King’s Singers – I’m a train

Vorschau auf die nächste Sendung:

11.November: Beschäftigung – Was und wie ist gut für Hunde

Sendung anhören:

Live auf der Radiofabrik 107,5 oder per Livestream immer am 2. Mittwoch im Monat um 12:08 Uhr und am 2. Donnerstag im Monat um 19:06 Uhr. Nachhören ebenfalls über die Radiofabrik oder über den Hunderunde Blog.

Feedback und Kontakt: Karin Immler, www.knowwau.com

Haben Hunde Gefühle?!

Was für eine Frage! Natürlich haben Hunde Gefühle. Hundehalter-Innen wissen doch schon lange, dass unsere Hunde sich freuen , übermütig sind oder Angst haben. Wissenschaftlich schaut es etwas anders aus: Da war es ein beschwerlicher Weg von der Kreatur ohne Schmerzempfinden und jegliches Fühlen bis zum empathischen Gegenüber. Eine, die sich besonders gut auskennt, mit dem Gefühlsleben unserer Haushunde ist Elisabeth Beck. Sie hat  Pädagogik, Musik, Psychologie und Tierpsychologie studiert und arbeitet als Therapeutin. Sie lebt mit ihrem Mann und vielen Tieren in Brandenburg und reist als gefragte Dozentin unter anderem auch in ihr Heimatland Österreich. So geschehen im September zu einem Seminar in Telfs.  Veranstalter dieser ungewöhnlichen Fortbildung für Hundemenschen war die Bildungswerkstatt für Mensch und Hund, zu der gleich 2 VÖHT-KollegInnen gehören: Verena Pöhli und Paul Ferstl. Natürlich habe ich Elisabeth Beck  bei dieser Gelegenheit für die Hunderunde ans Mikrofon gebeten.

Waschbären sind Naschkatzen und lieben Süßes
Waschbären sind Naschkatzen und lieben Süßes

Herausgekommen ist ein interessantes Gespräch über kreatives Training mit den Elementen Führen und Folgen, über die Bedeutung der Intuition – vor allem für TrainerInnen – und warum es so  „furchtbar“ ist, seinen Hund zu vermenschlichen.

Gefühle haben auch bei Schweinchen, Känguruh und Waschbär

Abgesehen von „viel Hund“ war beispielsweise auch zu erfahren, dass Känguruhs sehr schwierig zu trainieren und Waschbären große Naschkatzen sind.  Ein besonderes Exemplar in Elisabeth Becks privatem Zirkus war Piccolino, das Minischweinchen, von dem es viele, viele Anekdoten gibt. Tricktraining ist in jedem Fall die Passion von Elisabeth Beck, wobei sie ganz und gar nicht damit einverstanden ist, das einfach so geringschätzig abzutun. Im Gegenteil, gut gemachtes Tricktraining schafft die idealen Grundlagen, um an sogenannten „wichtigen“ Verhaltensweisen zu arbeiten.

HundefreundInnen ist Elisabeth Beck durch ihr Buch „Wer denken will, muss fühlen – mit Herz und Verstand zu einem besseren Umgang mit Hunden“ bekannt, das eine absolute Bereicherung für jede Hundianer-Bibliothek darstellt und Mut macht, im eigenen Hund ein Wesen mit komplexen Gefühlen wahr- und ernstzunehmen.

Sendung anhören:

Live auf der Radiofabrik 107,5 oder per Livestream immer am 14. Oktober 2015 um 12:08 Uhr und am 15. Oktober 2015 um 19:06 Uhr. Nachhören ebenfalls über die Radiofabrik oder über den Hunderunde Blog.

Feedback und Kontakt: Karin Immler, www.knowwau.com