GÖTTERFUNK mit THE TALISMAN COLLECTION (live & unplugged, 20.06.2013)

GoeFu_TalismanEiner glücklichen Fügung verdankt es die (Salzburger) Musikwelt, dass Anthony Hill, David Binderberger, Lukas Pamminger und Klaus Brennsteiner einander im Rahmen einer Jam-Session begegnet sind und sich entschieden haben als THE TALISMAN COLLECTION gemeinsame (Musik-) Sache zu machen. Nicht minder glücklich darf sich schätzen, wer ihren eindrucksvollen Auftritt im GÖTTERFUNK, der Sendung für Bands und Musikschaffende aus Salzburg auf der Radiofabrik, am 20. Juni 2013 miterlebt hat. Ihr aktuelles, sehr hörenswertes Album „Circles“ steht im Mittelpunkt von Interview, Hörproben und vor allem einfühlsamer unplugged-Interpretationen. Da heißt es schnell Glück tanken und hier reinhören!

PW: GoeFu

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OCBoddity im Juni 2013

OCB_LondonDie Festivalsaison naht mit Riesenschritten und 2013 macht Sommerpause. Die in diesem Jahr beachtlich hohe Frequenz und Dichte an Neuerscheinungen nimmt spürbar ab. Doch nicht so bei OCBoddity: Viel zu viel gilt es noch zu spielen und aus den jüngsten Neuererscheinungen herauszuholen. Und noch dazu lagern auch in OCBs Archiven noch einige Songs, die gespielt gehören, bevor mit der 250. Ausgabe der Vorhang fällt für OCBoddity. Mit dabei im Juni u.a. Beady Eye, Camera Obscura, Editors, Primal Scream, Joseph Arthur, Beck, Eleanor Friedberger und Frank Turner. Have fun with these!

PLAYLIST OCBoddity 245
Frank Turner, Recovery
Conor Oberst & Mystic Valley Band, One of my Kind
Editors, Sugar
The National, Don’t Swallow The Cap
British Sea Power, Monsters of Sunderland
Kurt Vile, Shame Chamber
The Veils, Turn from the Rain
The Leisure Society, Everyone Understands
Iron & Wine, Lovers’ Revolution
Eleanor Friedberger, When I Knew
Laura Marling, Master Hunter
David Byrne & St. Vincent, Road to Nowhere (live)

PLAYLIST OCBoddity 246
Vampire Weekend, Worship You
Beady Eye, Second Bite of the Apple
Akron Family, Whole World Is Watching
Camera Obscura, Do It Again
Helldorado, Bones in the Closet
I Am Kloot, Let It All In
Neil Young & Crazy Horse, Twisted Road
Primal Scream, Hit Void
Ben Harper & Charlie Musselwhite, Blood Side Out
Joseph Arthur, The Ballad of Boogie Christ
Devendra Banhart, Won’t You Come Over
Beck, Defriended
Get Cape Wear Cape Fly, Offline Maps


Zum Nachhören: OCBoddity 245 (10.06.2013) PW: OCBoddity


Zum Nachhören: OCBoddity 246 (24.06.2013) PW: OCBoddity

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GÖTTERFUNK mit SOPHIJA (live & unplugged, 30.05.2013)

GoeFu_SophijaVielen Salzburger Musikfans gilt sie als Aufsteigerin des Jahres. Dabei hat SOPHIJA zunächst den Weg der klassischen Musikausbildung gewählt. Doch bald schon wurde ihr klar, dass Folk und Pop eher ihre Sache sind. Über dies und vieles mehr plaudert sie charmant und offenherzig mit Oliver Baumann im GÖTTERFUNK, der Sendung für Bands und Musikschaffende aus Salzburg auf der Radiofabrik. Zudem hatte sie Gitarre, Klavier und ihren pressfrischen Longplayer „Be Open to Feel“ im Gepäck. Und hier gibt’s die Sendung zum Nachhören: SOPHIJA, live & unplugged im GÖTTERFUNK!

Zum Nachhören PW: GoeFu

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OCBoddity im Mai 2013

OCBlabelDer Countdown läuft und OCBoddity geht in seine letzten Sende-Wochen. Dessen ungeachtet führt Dirigent Oliver Baumann sein Radiofabrik-Orchester in bislang unerklommene musikalische Höhen von Rock, Pop und Indie. Gespielt werden neben anderen feinste Kompositionen von The National, Josh Ritter, Portugal The Man, Edwyn Collins, Suede, David Bowie und lokalen Größen à la Sophija und The Talisman Collection. Da tanzt das Schellack über den Plattenteller und Radiofabrik-Hörer entschweben in neuartige Hörgefilde. „Da capo!, Da capo!“ hört man sie rufen. Dem kommt OCB gerne nach …

PLAYLIST OCBoddity 243

Delorentos, Give It Up Now
Primal Scream, It’s Alright It’s Okay
Noah & The Whale, Lifetime
The National, Sea of Love
Vampire Weekend, Unbelievers
Black Rebel Motorcycle Club, Lullaby
Giantree, Cascade
Effi, Bloom
Sophija, Atonement
David Wax Museum, The Rumours Are True
Josh Rouse, Simple Pleasure
Josh Ritter, Hopeful

PLAYLIST OCBoddity 244

Edwyn Collins, 31 Years
The Sea & Cake, On and On
Portugal The Man, Purple Yellow Red & Blue
Suede, For The Strangers
Dale Earnhardt Jr. Jr., If You Didn’t See Me
Stereophonics, Graffiti on the Train
She & Him, I’ve Got Your Number
Sophija, Breathless
The Talisman Collection, Seen The Like
David Bowie, You Will Set The World On Fire
John Vanderslice, Be Elusive But Don’t Walk Far
Naked Lunch, At The Lovecourt


Zum Nachhören: OCBoddity 243 (13.05.2013) PW: OCBoddity


Zum Nachhören: OCBoddity 241 (27.05.2013) PW: OCBoddity

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OCBoddity im April 2013

OCBinsaneIch bleib‘ dabei, 2013 ist ein gutes, ein starkes, ein supergeiles Rockjahr. Davon künden auch die drei April-Ausgaben von OCBoddity. Mit dabei – gepaart mit Tournee-Daten, aktuellem Tratsch und Top-News – Newcomer, unbedingt Hörenswerte und natürlich auch die klingendsten Namen des (Indie-)Rock wie Suede, Nick Cave, David Byrne, Eels, The National und natürlich der göttliche David Bowie! Das bringt wie gewohnt OCBoddity, Rock, Pop und Indie at its Best, von und mit OCB „A Lad“ Insane. Und hier auch noch zum Nachhören!

PLAYLIST OCBoddity 240
Suede, Hit Me
Stereophonics, Catacomb
Delorentos, Did We Ever Really Try
The House of Love, A Baby Got Back On its Feet
David Bowie, Love Is Lost
Nick Cave & The Bad Seeds, Jubilee Street
Lana Del Rey, Diet Mountain Dew
David Byrne & St. Vincent, Lazarus
Adam Green & Binki Shapiro,
Eels, Kinda Fuzzy
Billy Bragg, No One Knows Nothing Anymore
British Sea Power, Machineries of Joy

PLAYLIST OCBoddity 241
Morning Parade, Under The Stars
The Vaccines, I Always Knew
Yeah Yeah Yeahs, Sacrilege
Harper Simon, Division Street
Foals, Everytime
Ivan & Alyosha, Running For Cover
The Leisure Society, Fight For Everyone
Band of Horses, A Little Biblical
Iron & Wine, Graces for Saints & Ramblers
RNDM, The Disappearing Ones
The National, Demons
Kurt Vile, Was All Talk

PLAYLIST OCBoddity 242
Frank Turner, Losing Days
Madness, My Girl 2
The Veils, Train with No Name
Red Hot Chili Peppers, In Love Dying
Bill Ryder-Jones, You Are Getting Like Your Sister
Harry Ahamer, Hoi Me
Richie Havens, High Flyin’ Bird
Low, Just Make It Stop
Joshua James, Wolves
Junip, Your Life Your Call
Jason Collett, King James’ Rag
David Bowie, Panic in Detroit


Zum Nachhören: OCBoddity 240 (08.04.2013) PW: OCBoddity


Zum Nachhören: OCBoddity 241 (22.04.2013) PW: OCBoddity


Zum Nachhören: OCBoddity 242 (29.04.2013) PW: OCBoddity

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GÖTTERFUNK mit HARRY AHAMER (live & unplugged, 02.05.2013)

GoeFu_AhamerZuwa“ heißt das jüngste Album von HARRY AHAMER und ganz zuwa ans Mikro begeben hat sich der Mundart-Blueser – nebenher auch Gitarrist des Hot Pants Road Club – im GÖTTERFUNK, der Sendung für Bands und Musikschaffende aus Salzburg (und Umgebung) bei Oliver Baumann. Mit dabei seine akustische Gitarre, sein Tasten-Partner Markus Marageter und jede Menge (live dargebotener) Songs und Geschichten, die Ahamer über das Leben schrieb. Ohne Übertreibung: GÖTTERFUNK at its Best! Gehört gehört!!

Zum Nachhören PW: GoeFu

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GÖTTERFUNK mit THE SELLOUT (livge & unplugged, 04.04.2013)

goefu_selloutWieder ein Highlight im GÖTTERFUNK: Mit ihrem druckvollen Punk-Rock haben sich THE SELLOUT in den letzten Jahren einen Namen als spannende Live-Band gemacht. Nach Auftritten u.a. am Donauinselfest, am Homegrown Festival, im Gasometer und in etlichen Venues hier in Salzburg ist im April ihre Debut-EP 1st Strike erschienen. Im GÖTTERFUNK bei Moderator Oliver Baumann berichten sie über die Arbeiten am Silberling, ihre bisherige (und zukünftige) Bandkarriere und bieten – als Premiere – zwei ihrer im Original überaus kraftvollen Kracher reduziert auf unplugged-Niveau. Wer möchte das versäumen?

Zum Nachhören PW: GoeFu

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OCBoddity im März 2013 (Nr. 238 & Nr. 239)

march2013Die Welle rollt weiter und bahnt sich ihren Weg durchs Popödland … klingt dramatisch, aber tatsächlich ist 2013 ein naturgewaltiges Rockjahr, das in unheimlicher Dichte hörenswerte Neuigkeiten mit sich schleppt. Bei Oliver Baumann schwammen im März keine Geringeren als David Bowie – ihm war das erste III from One seit Jahren gewidmet – Suede, Stereophonics, BRMC, I Am Kloot, Crime & The City Solution, The Veils, Portugal The Man, Vampire Weekend und viel mehr oben auf. Und das ist noch lange nicht alles … da heißt’s über Wasser bleiben und Luft holen mit OCBoddity lauschen!

PLAYLIST OCBoddity 238
Suede, It Starts And Ends With You
Stereophonics, We Share The Same Sun
BRMC, Hate The Taste
III from One
David Bowie, The Stars (Are Out Tonight)
David Bowie, The Next Day
David Bowie, You Feel So Lonely You Could Die
The Boys You Know, All The Other Kids
Steaming Satellites, No Sleep for the Damned
Naked Lunch, 41
Shout Out Louds, Sugar
Get Well Soon, The Last Days Of Rome
I Am Kloot, Even The Stars

PLAYLIST OCBoddity 239
Crime & The City Solution, Goddess
The Veils, Dancing With The Tornado
Portugal The Man, Evil Friends
Vampire Weekend, Diane Young
The Strokes, Welcome to Japan
Depeche Mode, Secret To The End
Ivan & Alyosha, Be Your Man
Josh Rouse, It’s Good To Have You
Josh Ritter, New Lover
John Grant, GMF
Devendra Banhart, Never Seen Such Good Things
Youth Lagoon, Mute

Zum Nachhören: OCBoddity 238 (11.03.2013) PW: OCBoddity
Zum Nachhören: OCBoddity 239 (25.03.2013) PW: OCBoddity

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DAVID BOWIE, The Next Day – OCBs Radiofabrik-Album-der-Woche

Where Are We Now? oder Bekenntnisse des David-Bowie-Fans Oliver Baumann

db_TheNextDayDie Situation könnte seltsamer kaum sein. Wie so viele da draußen, warte ich seit Jahren auf nichts anderes: Endlich ein neues Bowie-Album in Händen zu halten! Und jetzt, wo es so weit ist, nach fast 10 Jahren Wartezeit, weiß ich nicht, wie ich diesen Text anfangen soll. Es schlichtweg sein zu lassen, wäre ein einfacher Ausweg. Doch nicht in meinem Fall. Denn ich bin Bowie-Fan. Nein da ist eigentlich zu wenig. Es muss Fanatiker heißen! Und dabei bin ich arrogant genug zu behaupten, der größte und glühendste Fanatiker und Kenner in Salzburg zu sein, und ich nehm’s auch mit Vertretern aus anderen Bundesländern auf.

Als ich 2004 in der Radiofabrik anfing auf Sendung zu gehen, sollte dabei nicht nur irgendeine Musiksendung entstehen, sondern eine, bei der in jeder Sendung ein Bowie-Song gespielt würde. Selbst der bis heute nur schwer nachvollziehbare und oftmals falsch ausgesprochene Titel meiner Sendung OCBoddity (sprich OCBoddity, nicht OCBoddity und schon garnicht ozboddity) sollte dem Hörer meine Faszination für mein Idol mehr oder weniger vordergründig verdeutlichen. Zur Erklärung: OCB sind meine Initialen und oddity kommt von Bowies erstem nennenswerten Hitparadenerfolg Space Oddity (1968 bzw. 1969), das ich für einen der großartigsten Popsongs aller Zeiten halte. Bei richtiger Aussprache reimt sich der Sendungstitel sogar!

OCB_diamond_dogAngefangen hatte alles 1983, als Udo Huber „Die Großen Zehn“ live aus irgendwelchen Provinzdiscos präsentierte und wir vor dem Fernseher saßen und hofften, dass nicht ausgerechnet jetzt, wo Bowies China Girl-Video mit der ominösen Nacktszene lief, die gastgebende Mutter hereinkäme. Wenige Zeit später lernten wir die nötigen Instrumente zu spielen um unser eigenes Best-of-Bowie selbst darbieten zu können und wurden dafür in den Spät-80ern Gott-sei-Dank wohlwollend belächelt. Dass ich den Part des charismatischen Frontmanns mim(t)e, versteht sich von selbst, oder? Immerhin war ich doch als einziger in der Band bereit bei Bowie 87-er Konzert in Wien mich als Diamond Dog im Publikum zu inszenieren.

2004 bastelte ich als stolzer Sendungsmacher der Radiofabrik schon nach wenigen OCBoddity-Sendungen mit großer Euphorie an zwei „Special-Editions“ ausschließlich über David Bowie, der sich für Anfang Juli nach Wien und Salzburg zu Konzerten im Rahmen seiner Reality-Tour ankündigte. Bowie in Salzburg – das sollte mein Fan-Karriere-Höhepunkt werden! Doch es kam bekanntermaßen anders. Zuerst der Lolli im Auge, dann die Schulterschmerzen, dann der Krankenhausaufenthalt und dann die Gewissheit: Mein Idol ist schwerer angeschlagen. Und die Konzerte in Österreich wurden abgesagt. Der über die offizielle Website verbreiteten Nachricht, Bowie werde bald wieder fit sein und freue sich schon darauf seine Fans bald wieder zu besuchen, misstraute ich instinktiv.

Dabei hatten wir gerade so eine gute Zeit. Bowie war nach den lauen Früh-90er-Jahren mit 1. Outside fulminant zurückgekehrt. Für mich eines seiner aller besten Alben bis heute. Dass ich ihn damals – gerade zufällig in New York – beim Album-Signieren auf der 5th Avenue nicht persönlich kennen gelernt habe, verzeih‘ ich mir übrigens bis dato nicht wirklich. Dass er bei seinem Konzert Anfang Februar 1996 in Wien Moonage Daydream, einen weiteren meiner Favoriten, als Zugabe spielte, machte mich dagegen sehr glücklich. Und auch die Jahre danach liefen gut. Regelmäßige Alben, regelmäßige Live-Konzerte und OCB mitten drin und voll dabei. Daneben stapelten sich zu Hause Bootlegs, Special Editions, Picture Discs und unzählige T-Shirts. Und der Email-Account auf davidbowie.com war sowieso Ehrensache.

2005 aber erfolgte schon bald die Mitteilung, es werde kein neues Bowie-Album in diesem Jahr geben. Stattdessen folgten diverse Gast-Auftritte u.a. bei Arcade Fire, David Gilmour und 2008 auf Scarlett Johansson’s Pop-Debut als Interpretin von Tom Waits-Songs. Doch dann wurde es immer stiller um Bowie. Für mich als Fan galt es die Gerüchte über seinen schlechten Gesundheitszustand, über unbestätigte Aufnahmesessions (in Berlin), bis hin zu angeblichen Plänen, er werde New York in Richtung Burgenland verlassen, abzuwägen und auf ihren Wahrheitsgrad hin zu untersuchen. Die regelmäßige Frage eines guten Freundes „Und was Neues vom Bowiedl?“ stieß vom anmaßend despektierlichen Wortspiel abgesehen auf eine langsam verheilte Wunde. Die Antwort „Der ist in Pension“ tat dennoch weh.

Dass ich am 8. Jänner 2013 aber nicht auf den Kalender sehen musste, um zu wissen, wer denn an diesem Tag Geburtstag haben könnte (Elvis Presley und Ron Sexsmith), muss aber gesagt sein. „66 Jahre sind eh okay für Pension“, dachte ich mir. Was dann, so gegen 9h20 über mich hereinprasselte, war einfach nur mehr schön!bowie02

Daher ist diese meine Situation so … seltsam. Denn ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Das Sprichwort „Vor lauter Bäumen keinen Wald sehen“ trifft’s am besten. Oder „Wer zu viel weiß, weiß gar nichts“. Aber vielleicht halte ich mich einfach an mein Idol, mach’s wie er und schweige zu diesem Album. Das wäre auch am ehrlichsten. Denn neben all‘ den gesammelten Informationen zu The Next Day, den unzähligen Magazinen, die Bowie in ihrer März-Ausgabe von vorne bis hinten beleuchten, dem unergiebigen small talk in den Gazetten, meinem geschulten Fachohr, das bei jedem Track auf The Next Day Ankerpunkte zu hören meint, den Hintergrundinfos, die ich zur eitlen Selbstdarstellung vollmundig auspacken könnte und den Gerüchten über mögliche oder doch wieder undenkbare Konzerte des Meisters überwiegt bei mir einfach nur die Freude über die Gewissheit: Er ist wieder da! „ … and the next, and the next day and another day!“

Und wer jetzt das Radiofabrik-Album-der-Woche hören will, der ist hier richtig. PW: OCP

Playlist (des Albums)
The Next Day
Dirty Boys
The Stars (Are Out Tonight)
Love Is Lost
Where Are We Now?
Valentine’s Day
If You Can See Me
I’d Rather Be High
Boss Of Me
Dancing Out In Space
How Does The Grass Grow?
(You Will) Set The World On Fire
You Feel So Lonely You Could Die
Heat

Bonustracks (des Albums & der Sendung)
So She
Plan
I’ll Take You There

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OCBoddity im Februar 2013 (Nr. 236 & Nr. 237)

OCB_Feb132013 gibt Gas und hat schon eine beträchtliche Liste an bemerkenswerten Neuerscheinungen. Im (Wind-) Schatten Bowies haben sich auch im Februar zahlreiche lokale und internationale Größen mit Neuerscheinungen nach vorne gewagt: u.a. Black Rebel Motorcycle Club, Nick Cave & The Bad Seeds, The Strokes, Depeche Mode und The Veils. Unter den heimischen Größen strahlen Naked Lunch und Steaming Satellites am hellsten! Und sie alle tummelten sich bei OCBoddity, Rock, Pop und Indie at its Best, von und mit Oliver Baumann. Ja, das kann nur er …. 😉 Und hier auch noch zum Nachhören!

PLAYLIST OCBoddity 236
Black Rebel Motorcycle Club, Let The Day Begin
Morning Parade, Close To Your Heart
Biffy Clyro, Biblical
The Strokes, One Way Trigger
Two Door Cinema, Wake Up
Depeche Mode, Heaven
Foals, My Number
Ron Sexsmith, Snake Road
Jim James, A New Life
Nick Cave & The Bad Seeds, Water’s Edge
Jimi Hendrix, Somewhere
Naked Lunch, Keep It Hardcore

PLAYLIST OCBoddity 237
The Veils, Through The Deep Dark Wood
Shout Out Louds, Illusion
Pulp, After You
The Helmut Bergers, Bitch Of A Company
Steaming Satellites, Notice
Roia, Sign of Rain
Mumford & Sons, Babel
Eels, New Alphabet
Lovestreams, Shock Corridor
Kaizers Orchestra, Siste Dans
Junip, Line of Fire
Youth Lagoon, Dropla

Zum Nachhören: OCBoddity 236 (11.02.2013) PW: OCBoddity
Zum Nachhören: OCBoddity 237 (25.02.2013) PW: OCBoddity

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GÖTTERFUNK mit ROIA (live & plugged, 21.02.2013)

GoeFu_ROIAGÖTTERFUNK, die Sendung für Bands und Musikschaffende aus Salzburg auf der Radiofabrik, präsentiert das nächste Salzburger Pop-Highlight dieses Jahres: Mit ihrem sphärisch entrückten Popsound, zarten Stimmen und berührend introspektiven Texten zählt ROIA zweifellos zu den spannendsten Formationen in Salzburg. Nach sechsjähriger Pause hat das Trio (Nina Hochrainer, Dorian Wimmer und Paul Hochrainer) vor wenigen Tagen sein neues Album „Suitcase Affair“ veröffentlicht. Das und eine (E-)Gitarre hatten sie im Gepäck, um sich im GÖTTERFUNK den Fragen Oliver Baumanns zu stellen und zu beweisen, dass ihre vielschichtig arrangierten Songs auch aufs Minimum reduziert nichts an Magie und Tiefe verlieren! Das darf sich kein Popliebhaber entgehen lassen!

Zum Nachhören PW: GoeFu

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OCBoddity im JÄNNER 2013 (Nr. 234 & Nr. 235)

TheNextOCBoddityDas neue Jahr hatte kaum angefangen, da meldeten sich Suede nach zehnjähriger Pause mit einem Album zurück, um tags darauf just an dessen 66. Geburtstag von Popgott David Bowie überflügelt zu werden! Und kaum hatte sich die aufgescheuchte Popwelt davon wieder erholt, platzten I Am Kloot, Eels, Josh Ritter, Ben Harper u.v.m. mit musikalischen Neuigkeiten herein. Von dieser Jänner-Flutwelle wurde auch OCBoddity nicht verschont. Dazu kommen noch bemerkenswerte Neuerscheinungen aus Salzburg, u.a. mit The Steaming Satellites, ROIA, Briggman …  Dazu gab’s wie gewohnt Stories und aktuelle Konzerthinweise.
OCBoddity, Rock, Pop und Indie at its Best, von und mit Oliver Baumann,  für jene die die Orientierung im Popdickicht verloren haben! Hier auch noch zum Nachhören!

PLAYLIST OCBoddity 234
Suede, Barriers
Madness, Never Knew Your Name
Delorentos, Little Sparks
Desaparecidos, Backsell
Eagle-Eye Cherry, Can’t Get Enough
Josh Ritter, Joy To You Baby
Dr. John, Revolution
Ben Harper & Charlie Musselwhite, I Don’t believe A Word You Say
Yo La Tengo, Is That Enough?
Bill Fay, This World
High & Low, She’s Gone
David Bowie, Where Are We Now?

PLAYLIST OCBoddity 235
Eels, Bombs Away
Paul Banks, The Base
Steaming Satellites, Another Love
Briggman, On The Hill
Kings & Slaves, Loose Myself
Roia, The Edge
Soul Asylum, The Juice
Train, This’ll Be My Year
I Am Kloot, These Days Are Mine
Junip, In Every Direction
Laura Gibson, Skin Warming Skin
Joshua James, Willamette Mountain

Zum Nachhören: OCBoddity 234 (14.01.2013) PW: OCBoddity
Zum Nachhören: OCBoddity 235 (28.01.2013) PW: OCBoddity

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GÖTTERFUNK mit HIGH & LOW (live & unplugged, 17.01.2013)

GoeFu_HighLowHIGH & LOW ist ein isländisch/österreichisches Bandprojekt rund um Singer/Songwriter Thorvaldur Thorvaldsson. 2010 in Salzburg gegründet hat die sechsköpfige Band im Herbst 2012 ihr Debutalum „Narrow Road“ veröffentlicht, das sich schnell guter Kritiken erfreute durfte. Dieses Frühjahr wollen Thorvaldsson und co. nachlegen und eröffneten ihr Musik-Jahr mit einer bemerkenswerten live & unpluggedGÖTTERFUNK-Session! Das sollte man nicht versäumt haben – aber falls doch, kann man ja noch nachhören!

Zum Nachhören PW: GoeFu

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LOU REED, Transformer – OCB’s Radiofabrik-Album-der-Woche

AdW_LRT_CoverIm Sommer 1970 stieg Lou Reed bei The Velvet Underground aus. Trotz dreier – heute als Meilensteine gefeierter, damals weittestgehend ignorierter – Alben und einer ausführlichen Tour, die den größten Teil des Jahres 1969 ausfüllte, sah sich das Mastermind der Velvets in einer Sackgasse. Dass er der verbleibenden Band, die bald kein Originalmitglied mehr aufweisen sollte, mit Sweet Jane und Rock’n’Roll erste Hitnummern hinterließ, war zum Zeitpunkt des Ausstiegs nicht absehbar, doch Reed sollte die Songs sehr bald in sein Repertoire übernehmen.

Der Rückzug Lou Reeds aus dem Musikgeschäft in den Familienbetrieb seines Vaters sollte nicht lange dauern. Bereits im Herbst 1971 brach der New Yorker Musiker, nunmehr ohne fixe Band an seiner Seite, nach London auf, um dort für RCA sein erstes Soloalbum einzuspielen. Trotz namhafter Unterstützung (u. a. durch Tastengenie Rick Wakeman) und zahlreicher in VU-Zeiten bereits erprobter Songs geriet das Debüt zum kommerziellen und künstlerisch Fehlstart.

Doch anstelle dem Album nun durch eine Tour auf die Sprünge zu helfen, entschied sich Reed durchaus überraschend dafür schnellst möglich einen neuen Longplayer aufzunehmen. Unterstützt wurde diese eigenwillige Entscheidung durch den Umstand, dass sich ihm der im Sommer 1972 als „Ziggy Stardust“ zum Superhype aufsteigende David Bowie, seinerseits glühender Verehrer von Reeds Songwriting, als Produzent antrug.

AdW_LRT_Bowie_Reed_Dorchester_Hotel_16_07_72Und so saß Reed im August 1972 wieder in einem Londoner Aufnahmestudio, dieses Mal umgeben von Studiomusikern, die Bowie eiligst zusammengetrommelt hatte. Mit dabei war auch Mick Ronson, der geniale Arrangeur und Gitarrist, an Bowies Seite. Im Gegensatz zum Vorgänger verzichtete Reed dieses Mal auf altes Songmaterial und ließ sich vom Duo Bowie/Ronson auch bei den Arrangements weitestgehend leiten. Die Brücke zu seinem bisherigen Schaffensumfeld wollte Reed wohlweislich aber nicht abbrechen und so wurde Transformer zum eigentlichen Anschlussstück an VU-Zeiten. In etlichen Songs tummeln sich schrille, der New Yorker Szene und speziell dem Umfeld Andy Warhols entnommene Charaktere. Andy’s Chest – ein Track, der dem in VU-Kreisen als „Lost Album“ bezeichneten Werk entnommen ist – bringt Reeds Mentor direkt ins Gespräch. Vicious soll auf einen Wunsch Warhols hin entstanden sein und enthält die grell-homoerotische Zeile „You hit me with a flower!“. New York Telephone Conversation widmet sich der Szene-Sucht nach Small Talk und Oberflächlichem. Eine farbenkräftige Portion an schwulem Kitsch und Glamour serviert Make Up.

Das größte Denkmal für Warhol’s Clique setzte Reed allerdings mit seinem ersten echten Single-Durchbruch: Walk on the Wild Side. Ohne Umschweife und Worthülsen gewährt  Reed Einblicke in das bunte Treiben in und um Warhols „Factory“: Transsexualität, Drogenmissbrauch und Oralverkehr. Musikalisch unverwechselbar wurde Walk on the Wild Side vor allem durch Herbie Flowers‘ doppelten Bass – Kontra- und E-Bass, wodurch Flowers auch seine Studiogage verdoppeln konnte – und das abschließende Saxophon-Solo, das gerne fälschlicherweise David Bowie zugeschrieben wird, tatsächlich aber von dessen Sax-Lehrer Ronnie Ross eingespielt wurde.

Hangin‘ ‚Round erinnert an Wild Child aus dem Vorgängeralbum und etabliert Reed als „New Dylan“, verdankt seinen locker treibenden Groove Mick Ronson’s Gitarre, ähnlich wie I’m So Free und Wagon Wheel, das Bowie zugeschrieben wird. Stimmlich hörbar wird das Produzentenduo in der Coda zu Satellite of Love, einem eigentlich für das letzte VU-Album Loaded aufgenommenen Song. Als Arrangement-Meisterstück bezeichnet Reed selbst Ronsons Streichersatz zu Perfect Day, einem romantischen Kleinod in ¾-Takt, das 25 Jahre später mit einem veritablen Who’s-Who der Rockbranche als Line-Up dem Wohltätigkeitsfonds BBC Children in Need über 2 Mio. £ einspielte.

Als perfekte Sperrstunden- bzw. Schlussnummer erweist sich Goodnight Ladies. Herbie Flowers (an der Tuba) hatte auf Bowies Geheiß kurzerhand eine Dixieland-Band zusammengetrommelt, die der traurigen Schilderung eines einsamen Fernsehabends einen bizarr amüsanten Kontrapunkt schenkt.

AdW_LRT_Bowie_Reed_Ronson_live_Royal_Festival_Hall_08_07_72Transformer und Walk on the Wild Side verschafften Lou Reed auf beiden Seiten des Kontinents Top-20-Platzierungen in den Hitparaden und so heuerte er The Tots, eine weitestgehend unbekannte Bar-Rock-Kombo an, um ihn durch die USA und nach Europa zu begleiten. Auch wenn etliche aufwendig und facettenreich arrangierten Songs von Transformer nicht ins live-Repertoire passten, stellten Satellite of Love, Vicious, später auch Perfect Day und vor allem Walk on the Wild Side jahr(zehnt)elang Show-Höhepunkte dar. Reed selbst erläuterte in einem 11-minütigen Monolog auf dem Live-Album Take No Prisoners Herkunft und Entstehung des Songs.

Selbst wenn Transformer nach wie vor als Reeds bestes Album gilt und von zahlreichen Rockmagazinen zu den Top-Rock-Alben aller Zeiten gewählt wurde, fällt das Urteil des Künstlers selbst zurückhaltend aus und schon damals war Lou Reed offenbar mit dem Ergebnis, nicht restlos zufrieden. Auch der Umstand, dass Bowies Namen allzu stark mit Transformer verknüpft wurde, schmeckte dem egozentrischen Songwriter nicht. So fand sich, als Reed schon ein Jahr nach der Veröffentlichung von Transformer wieder im Aufnahmestudio stand, niemand aus dem „Erfolgsteam“ wieder.

„Hörenswert – das Radiofabrik-Album der Woche“ präsentiert anlässlich seines 40. Geburtstags Lou Reeds Transformer und bringt als Bonus-Tracks zwei Demo-Versionen, drei live-Nummern, die wenige Tage nach der Veröffentlichung in New York entstanden sind, und die Radio-Werbung zu Transformer.

OCB wünscht viel Spaß mit einem Albumklassiker aus dem Jahre 1972.

PLAYLIST (des Albums)
Vicious
Andy’s Chest
Perfect Day
Hangin‘ ‚Round
Walk on the Wild Side
Make Up
Satellite of Love
Wagon Wheel
New York Telephone Conversation
I’m So Free
Goodnight Ladies
Bonustracks (der Sendung)AdW_LRT_back
Radio-Ad
Hangin‘ ‚Round (Acoustic demo)
Perfect Day (Acoustic demo)
Vicious
Satellite of Love
Walk On The Wild Side (alle live NYC, December 1972)

Zum Nachhören PW: OCP

Veröffentlicht unter 1972, Album der Woche, Hörenswert by OCB, Lou Reed, OCB presents | Hinterlasse einen Kommentar

GÖTTERFUNK mit BLUESBRAUSER (live & unplugged, 06.12.2012)

Auch wenn der Titel ihres dritten Albums („Koa Zeit“) nicht viel versprechend klingt, haben sich die BLUESBRAUSER, ein aufstrebende Salzburger Mundart-Band, am 06.12.2012 doch so weit freischaufeln können, dass sie im GÖTTERFUNK, der Sendung für Bands und Musikschaffende aus Salzburg, auftraten. Live und unplugged gab‘s Songs zwischen Humor und Ernst, Ironie und Sarkasmus, Kabarett und Wahrheit. Und dazu noch launige Einblicke in die Bandgeschichte und (Hintergrund-) Stories aus ihrem (musikalischen) Leben. Moderator ist Oliver Baumann und hier gibt’s die Chance zum Nachhören! (PW: GoeFu)

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