{"id":10865,"date":"2014-05-17T05:08:48","date_gmt":"2014-05-17T04:08:48","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/?p=10865"},"modified":"2016-08-05T15:50:54","modified_gmt":"2016-08-05T14:50:54","slug":"die-sendung-mit-der-wurst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2014\/05\/17\/die-sendung-mit-der-wurst\/","title":{"rendered":"Die Sendung mit der Wurst"},"content":{"rendered":"<p><strong>-&gt; Download: <a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/259750\">Artarium vom Sonntag, 18. Mai<\/a> &#8211; Da haben wir jetzt also den Wurstsalat: Mal ganz abgesehen vom Neurovisions-Songcontest mit seinem musikindustriellen Massenmulm, sitzen wir auf einmal doch mit dieser verst\u00f6rend bet\u00f6renden <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Conchita_Wurst\">Kunstfigur namens Conchita<\/a> in einem Topf &#8211; und wundern uns. Nicht etwa dar\u00fcber, dass wirklich jeder Unjedermann (und sei sie noch so Frau) seinihren Senf dazu quatscht. Das sind wir als gelernte \u00d6sterreicher ja inzwischen gewohnt! Auch nicht so sehr \u00fcber die interessante Polarisierung, die sich &#8211; von frenetischer Feude bis zu hochkochendem Hass &#8211; sogar in den Gespr\u00e4chen von sonst zumeist schweigenden Mehrminderheiten auszubreiten scheint. Nein, eigentlich erstaunt uns das von <a href=\"http:\/\/www.salzburg.com\/nachrichten\/dossier\/songcontest2014\/sn\/artikel\/thomas-neuwirth-der-mann-in-conchita-wurst-106056\/\">Tom Neuwirth<\/a> intelligent ausgedachte Irritationskonzept, mit dem die Vorstellung von gleichrangig vielf\u00e4ltigen Daseinsformen offenbar gerade bis in die allerhintersten Bewusstseinswinkel dringt.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2014\/05\/Conchita_Wurst.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-10921\" src=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2014\/05\/Conchita_Wurst-300x300.jpg\" alt=\"Conchita Wurst\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2014\/05\/Conchita_Wurst-300x300.jpg 300w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2014\/05\/Conchita_Wurst-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2014\/05\/Conchita_Wurst-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2014\/05\/Conchita_Wurst.jpg 1760w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Da wollen wir diesmal (bei aller sonst gern ge\u00fcbten Kritik am konsumistischen Mainstream) in den Chor der Gl\u00fcckw\u00fcnsche einstimmen und <strong>ein Lied<\/strong> <strong>f\u00fcr<\/strong> (nicht von) <strong>Conchita Wurst<\/strong> spielen. Wir sind das <strong>freie Radio<\/strong> \ud83d\ude09 Von einem der zahlreichen Gratulanten distanzieren wir uns aber gern und gr\u00fcndlich, denn der hat offensichtlich nichts von dem kapiert, was die <strong>Wurst vom W\u00fcrstl<\/strong> gar so angenehm unterscheidet! Der selbstgebackene Retter des gottgef\u00e4lligen Abendlandes und diensttuende Patriarch der wenig erfreuheitlichen Partei verfolgt ja ganz andere Ziele, wie <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1399507336722\/Strache-vs-Conchita-Wurst-statt-falscher-Normen\"><strong>Alexander Pollak auf derStandard.at<\/strong><\/a> genial ausf\u00fchrt: <em>&#8222;Strache braucht Nationalismus und viel Opportunismus, um ausnahmsweise die Abweichung von Normen zu goutieren oder zumindest, wie im Falle von Conchita, schweren Herzens und wohl auch nur tempor\u00e4r, zu tolerieren. <strong>Doch die Abweichung von althergebrachten Normen ist nicht das, wozu Strache sie macht, sie ist nicht die seltene Ausnahme, sondern sie ist die Regel. <\/strong><\/em><em>Wer mit offenen Augen durchs Leben geht, sieht eine Realit\u00e4t, die mit den Normvorstellungen, die in unseren K\u00f6pfen verankert wurden, vielfach nichts gemein hat. Das mag Herausforderungen mit sich bringen. Das mag f\u00fcr manche verwirrend sein. <strong>In erster Linie sollte es aber etwas ganz anderes sein, n\u00e4mlich selbstverst\u00e4ndlich, oder, wie es Conchita sagen w\u00fcrde, richtig, wurst.&#8220;<\/strong><\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2014\/05\/blaufilm.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-10965\" src=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2014\/05\/blaufilm-225x300.jpg\" alt=\"Blau ist eine warme Farbe\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2014\/05\/blaufilm-225x300.jpg 225w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2014\/05\/blaufilm-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2014\/05\/blaufilm.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Was l\u00e4ge also in dem Zusammenhang n\u00e4her, als noch <strong>ein paar weitere<\/strong> sch\u00f6ne M\u00f6glichkeiten auszupacken, mit denen sich <strong>die eigenen Normvorstellungen<\/strong> anregend auf den Kopf stellen lassen. Wir wollen euch also von zwei Filmen erz\u00e4hlen und von den B\u00fcchern, aus denen heraus sie entwickelt wurden. <strong>Zwei verschiedene Geschichten<\/strong>, die aber beide dazu geeignet sind, die Welt des Gewohnten wieder mal <strong>anders<\/strong> zu erleben &#8211; \u00fcberraschend, ver\u00e4nderbar, zuversichtlich. Zum einen ist hier die Rede von <strong>Jonas Jonassons <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Der_Hundertj%C3%A4hrige,_der_aus_dem_Fenster_stieg_und_verschwand\">&#8222;Der Hundertj\u00e4hrige, der aus dem Fenster stieg und verschwand&#8220;<\/a>,\u00a0<\/strong>der j\u00fcngst stark gek\u00fcrzt, doch durchaus sehr unterhaltsam verfilmt wurde. <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oZPBlPyI8ac\"><strong>(-&gt; Trailer)<\/strong><\/a> Zum anderen vom epischen Liebesfilm <strong><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=QkmX_11BJqA\">&#8222;Blau ist eine warme Farbe&#8220;<\/a>, <\/strong>einer dreist\u00fcndigen Bilderflut frei nach der <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/der-comic-zum-film-blau-ist-eine-warme-farbe-clementine-alias-adele\/9245066.html\"><strong>Graphic Novel von Julie Maroh<\/strong><\/a>. W\u00e4hrend das Vorstellungswelten sprengende Element in der ersten Erz\u00e4hlung die <strong>Aneinanderreihung der aberwitzigsten Wendungen<\/strong> in Geschichte wie Gegenwart des Protagonisten ist, so wird der entsprechende Erfrischungseffekt in der zweiten Story haupts\u00e4chlich durch die <strong>Darstellung von Sexualit\u00e4t<\/strong> erreicht. Ein Umstand, der bei aller \u00c4sthetik und Intimit\u00e4t nicht unumstritten bleibt, wie <a href=\"http:\/\/deepread.wordpress.com\/2013\/12\/05\/blau-ist-eine-warme-farbe-von-julie-maroh\/\"><strong>dieser Artikel<\/strong><\/a> eindr\u00fccklich zeigt:<em><strong> \u201cClem h\u00e4tte sich auch in mich verliebt, wenn ich ein Junge gewesen w\u00e4re.\u201d Und darum scheint es Maroh auch in der Hauptsache zu gehen: Dass Liebe keine Geschlechtergrenzen oder sexuelle Orientierung kennt.<\/strong> <strong>\u201cDie Liebe ist etwas so Abstraktes und Unergr\u00fcndliches. Sie h\u00e4ngt von unserer Wahrnehmung und unseren Erfahrungen ab\u201d.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>-&gt; Download: Artarium vom Sonntag, 18. Mai &#8211; Da haben wir jetzt also den Wurstsalat: Mal ganz abgesehen vom Neurovisions-Songcontest mit seinem musikindustriellen Massenmulm, sitzen wir auf einmal doch mit dieser verst\u00f6rend bet\u00f6renden Kunstfigur namens Conchita in einem Topf &#8211; &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2014\/05\/17\/die-sendung-mit-der-wurst\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[68,1,15],"tags":[7590,82,83,81,80],"class_list":["post-10865","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-artarium-news","category-uncategorized","category-sendungen","tag-achtung-satire","tag-filmvideo","tag-inteam","tag-review","tag-sexperience"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10865","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10865"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10865\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10865"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10865"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10865"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}