{"id":13532,"date":"2015-01-23T17:23:15","date_gmt":"2015-01-23T16:23:15","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/?p=13532"},"modified":"2015-01-25T21:35:31","modified_gmt":"2015-01-25T20:35:31","slug":"nach-dem-untergang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2015\/01\/23\/nach-dem-untergang\/","title":{"rendered":"Nach dem Untergang"},"content":{"rendered":"<p><strong>&gt; Sendung: <a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/278734\">Artarium vom Sonntag, 25. Januar<\/a><\/strong> &#8211; Sollen wir uns <strong>gleich in den Kopf schie\u00dfen<\/strong> &#8211; oder doch erst <strong>etwas sp\u00e4ter?<\/strong> Am besten \u00fcberhaupt <strong>nach dem Tod<\/strong>, sofern sich das terminlich noch ausgeht heutzutage. Es ist ja auch gar nicht so leicht, den <strong>Sinn f\u00fcr das eigene Weitertun<\/strong> zu entdecken, wenn man sich <strong>in der Weltpolitik<\/strong> umschaut und <strong>in der Nachbarschaft<\/strong>, wo sich diese Weltpolitik oft gerade <strong>am Widerlichsten<\/strong> zeigt. <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/1992\/14\/die-stimme-bleibt\"><strong>&#8222;Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch&#8230;&#8220;<\/strong><\/a>, also sprach <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Theodor_W._Adorno\"><strong>Theodor W. Adorno<\/strong><\/a> einst zu seinen Mitdeutschen, und legte mit <strong>&#8222;Alle Kultur nach Auschwitz ist M\u00fcll.&#8220;<\/strong> pointiert und provokativ nach. Vor allem <strong>mit seiner<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.lyrikline.org\/de\/gedichte\/todesfuge-66#.VMJbgix9TKE\"><strong>&#8222;Todesfuge&#8220;<\/strong><\/a> <strong>belehrte ihn<\/strong> der <strong>deutsch-j\u00fcdische Dichter<\/strong> <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paul_Celan\"><strong>Paul Celan<\/strong><\/a> \u00fcber viele Jahre hinweg <a href=\"http:\/\/www.hagalil.com\/archiv\/2000\/11\/celan.htm\"><strong>eines Lebendigeren<\/strong><\/a>. Zumindest solange, bis sein <strong>Davonkommen<\/strong> auch an der <strong>Unweigerlichkeit<\/strong> zerschellte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2015\/01\/Tarock-22.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-13534\" src=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2015\/01\/Tarock-22-166x300.jpg\" alt=\"Sticht Alles!\" width=\"166\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2015\/01\/Tarock-22-166x300.jpg 166w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2015\/01\/Tarock-22-567x1024.jpg 567w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2015\/01\/Tarock-22.jpg 738w\" sizes=\"auto, (max-width: 166px) 100vw, 166px\" \/><\/a>Und <strong>in diesem Zwischen<\/strong> stehen auch wir und <strong>ringen<\/strong>, nicht selten ratlos, <strong>nach den richtigen Worten<\/strong>. Dabei begleiten uns <strong>zum Gl\u00fcck die Gedanken<\/strong> der selbst in ihrem <strong>\u00dcberleben so Gef\u00e4hrdeten<\/strong> wie <strong>schwimmende Rettungsinseln<\/strong> auf den <strong>entseelten <\/strong><strong>Weltmeeren<\/strong>, wo ringsumher <strong>l\u00e4ngst ganze Gesellschaften<\/strong> untergehen. Und <strong>wir danken es ihnen<\/strong> &#8211; meist atemlos, aber immer berauscht &#8211; und verzaubert! \ud83d\ude42 <em><strong>&#8222;Wir m\u00fcssen uns die vergewaltigten Begriffe zur\u00fcck erobern.&#8220;<\/strong><\/em> So in etwa formulierte es <a href=\"http:\/\/www.wecker.de\/\"><strong>Konstantin Wecker<\/strong><\/a> schon in den 90ern. <em><strong>&#8222;Mit Geschichte umgehen bedeutet, sie zugleich anzunehmen wie auch abzulehnen, und aus dieser Ambivalenz heraus wieder etwas Eigenes, Neues auszusagen.&#8220; <\/strong><\/em>So \u00fcbersetzten wir <strong>ein Statement<\/strong> von <a href=\"http:\/\/www.pattismith.net\/intro.html\"><strong>Patti Smith<\/strong><\/a>, welches sie im <strong>Dokumentarfilm<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=EpKZ2H7CC3s\"><strong>Dream Of Life<\/strong><\/a> vor nicht allzulanger Zeit dazu abgab. <em><strong>&#8222;Manchmal h\u00e4lt sich ein Wort, das in der \u00d6ffentlichkeit missbr\u00e4uchlich verwendet wird, vor Schreck die Hand vor den Mund. Unsere Sprache hat sich wom\u00f6glich von etwas blenden lassen, sich zu sehr in den Dienst nehmen lassen, und leidet wie die Menschen an Sinnentleerung, an M\u00fcdigkeit und Ersch\u00f6pfung.&#8220;<\/strong><\/em> Das konstatiert <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maja_Haderlap\"><strong>Maja Haderlap<\/strong><\/a> in ihrer <strong>Er\u00f6ffnungsrede<\/strong> zum diesj\u00e4hrigen <a href=\"http:\/\/adulteducation.at\/de\/medienpreise\/radiopreis\/preis\/17\"><strong>Radiopreis der Erwachsenenbildung<\/strong><\/a>, den \u00fcbrigens unser lieber <a href=\"http:\/\/www.radiofabrik.at\/aboutus\/team\/programm\/matteo-coletta.html\"><strong>Kollege Matteo Coletta<\/strong><\/a> f\u00fcr seine <a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/stimmen\/\"><strong>&#8222;Stimmen aus den Sch\u00fctzengr\u00e4ben&#8220;<\/strong><\/a> gewonnen hat \ud83d\ude09 Wir gratulieren also inmitten der <strong>sich aufdr\u00e4ngenden Lebensm\u00fcdigkeit<\/strong> recht absichtsvoll &#8211; <strong>und ganz herzlich! <\/strong>Zudem h\u00f6ren wir Ausz\u00fcge der ziterten Rede sowie <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8b_R6atyrIk\"><strong>zu diesem Wahlsonntag<\/strong><\/a> griechische Musik.<\/p>\n<p><em><strong>&#8222;Ich hegte die Hoffnung, dass es Hoffnung gibt. Das h\u00e4lt einen Mann am Leben.&#8220;<\/strong> <\/em>(Sean Connery in &#8222;The Rock&#8220;)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&gt; Sendung: Artarium vom Sonntag, 25. Januar &#8211; Sollen wir uns gleich in den Kopf schie\u00dfen &#8211; oder doch erst etwas sp\u00e4ter? Am besten \u00fcberhaupt nach dem Tod, sofern sich das terminlich noch ausgeht heutzutage. Es ist ja auch gar &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2015\/01\/23\/nach-dem-untergang\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[67,68,1,69,15],"tags":[91,83,84,4008,7591],"class_list":["post-13532","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-konzept-entwicklung","category-artarium-news","category-uncategorized","category-neue-projekte","category-sendungen","tag-die-ursache","tag-inteam","tag-kunnst","tag-textase","tag-zeit-geschichte"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13532","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13532"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13532\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13532"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13532"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13532"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}