{"id":15733,"date":"2016-04-07T03:00:28","date_gmt":"2016-04-07T02:00:28","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/?p=15733"},"modified":"2016-04-14T07:03:21","modified_gmt":"2016-04-14T06:03:21","slug":"philip-glass-etudes-for-piano","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2016\/04\/07\/philip-glass-etudes-for-piano\/","title":{"rendered":"Philip Glass &#8211; Etudes for Piano"},"content":{"rendered":"<p><strong>&gt; Sendung: <a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/313091\" target=\"_blank\">Artarium vom Sonntag, 11. April<\/a><\/strong> &#8211; Der inzwischen fast 80-j\u00e4hrige Musiker und Komponist <strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Philip_Glass\" target=\"_blank\">Philip Glass<\/a><\/strong> hat wie kaum ein anderer <strong>unsere H\u00f6rgewohnheiten<\/strong> mit seinem eigenwilligen Stil durchdrungen: <em>\u201c<\/em><i>Tabus \u2013 also Dinge, die eigentlich verboten sein sollten \u2013 sind oft am interessantesten. In meinem Fall sind das musikalische Materialien, die im Allt\u00e4glichen zu finden sind.\u201d <\/i>Neben vielen <strong>Opern<\/strong> und <strong>Symphonien<\/strong> haben speziell <strong>seine Filmsoundtracks<\/strong> eine ganze <strong>Generation von Zuschauer_innen<\/strong> beeindruckt &#8211; und ihn <strong>weit \u00fcber den Liebhaberkreis moderner Musik hinaus<\/strong> bekannt gemacht. So etwa <strong>Koyaanisqatsi<\/strong> (1983), <strong>Kundun<\/strong> (1997), <strong>The Fog of War<\/strong> (2003), <strong>Tagebuch eines Skandals<\/strong> (2006) oder <strong>Leviathan<\/strong> (2014). Am dichtesten spiegelt sich <strong>seine Erfahrung<\/strong>, <strong>die Essenz seiner sch\u00f6pferischen Phantasie<\/strong>, allerdings in den<a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/music\/2014\/dec\/08\/philip-glasss-etudes-the-sound-of-a-lifetime\" target=\"_blank\"><strong> Etuden f\u00fcr Klavier<\/strong><\/a>:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2016\/04\/etudes-booklet.jpg\" rel=\"attachment wp-att-15741\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-15741\" src=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2016\/04\/etudes-booklet-300x148.jpg\" alt=\"etudes booklet\" width=\"300\" height=\"148\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2016\/04\/etudes-booklet-300x148.jpg 300w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2016\/04\/etudes-booklet-768x378.jpg 768w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2016\/04\/etudes-booklet-1024x504.jpg 1024w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2016\/04\/etudes-booklet-500x246.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Da f\u00e4ngt es an, flie\u00dft und str\u00f6mt; ein m\u00e4andernder Tonfluss im H\u00f6rbett seiner Wahl. So streift mich Aprilwind, erdbeerblond, Erinnerungen an Amsterdam und die Zugfahrt dorthin, Bilder von einem Mann ziehen durch mich, ein einsamer Mann auf einem lichten Balkon, welcher das Meer \u00fcberblickt, w\u00e4hrend er versucht sein F\u00fchlen in Worte zu kleiden. Was da so aus meinem Kopf hervorkommt, an diesem k\u00fchlfeuchten Morgen, diesem wolkengef\u00e4cherten Tag, was da so herumspukt zwischen dem Pianodonnern. Seifenblasenber\u00fchrung, Rauchf\u00e4den als Ufer oder aufgeblasene Kondomzeppeline in der weltenschwangeren Luft, auch zeigt sich das Glitzern zwischen den Fingerkuppen, vielleicht entzieht es mich der \u00e4u\u00dferen Wahrnehmbarkeit, ein wankendes Verlangen, doch noch in Decken geschlungen und hungrig, verwehrt sich mir zu Teilen das Eintauchen in die Zerrissenheit, die Ambivalenz, und dennoch erahne ich dieses Splitterland, ein Universum universeller Gleichzeitigkeit.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2016\/04\/etudes-cover.jpg\" rel=\"attachment wp-att-15742\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-15742\" src=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2016\/04\/etudes-cover-300x148.jpg\" alt=\"etudes cover\" width=\"300\" height=\"148\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2016\/04\/etudes-cover-300x148.jpg 300w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2016\/04\/etudes-cover-768x379.jpg 768w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2016\/04\/etudes-cover-1024x506.jpg 1024w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2016\/04\/etudes-cover-500x247.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Oft zeigt sie sich eigenwillig, verwegen, dann eruptiv, gewaltig, heimlich oder hereinbrechend, vertr\u00e4umt, traurig, \u00fcberlebendig, todessehns\u00fcchtig. Unzul\u00e4nglich all die Beschreibungen, unzufrieden ob der Grenzen der Sprache; Musik spricht einfacher und bedarf keiner \u00dcbersetzung. So frage ich mich, wie k\u00f6nnte man \u00fcber Musik schreiben ohne zu be-schreiben? Ich ersp\u00e4he die imaginierte Weite hinter den Mondbl\u00fcten, stelle mir vor, was B\u00e4ume sich zufl\u00fcstern wenn sich ihre Wurzeln ber\u00fchren oder frage mich, ob das Meer die brechenden Wellen beweint. Vielleicht nimmt mich der Sturm als Segel und tr\u00e4gt mich \u00fcber das unergr\u00fcndliche Blau an die Grenzen der Welt oder ich werde der Blick meines Fensters; ein flammender Handknospenkuss.<\/p>\n<p>Es sind wohl nicht die Et\u00fcden selbst, sondern deren innere Zusammenh\u00e4nge und Ver\u00e4stelungen miteinander; sie erz\u00e4hlen Geschichten, die man nicht aufschreiben kann. Man muss schon hinsp\u00fcren und \u2013h\u00f6ren, um Philip Glass\u2019 Poesie zu erkennen, sein Worte zu verstehen, seine Bilder zu schauen. Es ist eine Reise, eine Fahrt durch wundersam surreale Traumlandschaften.<\/p>\n<p><strong>Ein H\u00f6rbericht von Christopher Schmall<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&gt; Sendung: Artarium vom Sonntag, 11. 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