{"id":24487,"date":"2023-09-13T18:10:03","date_gmt":"2023-09-13T17:10:03","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/?p=24487"},"modified":"2023-09-17T20:59:45","modified_gmt":"2023-09-17T19:59:45","slug":"wo-die-wilden-worte-wohnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2023\/09\/13\/wo-die-wilden-worte-wohnen\/","title":{"rendered":"Wo die wilden Worte wohnen"},"content":{"rendered":"<p><strong>&gt; Sendung: <a href=\"https:\/\/cba.fro.at\/633701\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artarium vom Sonntag, 17. September<\/a><\/strong> &#8211; <em><strong>\u201cBeton und Ibuprofen\u201d<\/strong> ist auch <strong>eine Suche nach Sprache<\/strong>. Worte, Zeilen, ganze Strophen, tauchen variiert mehrmals auf. <strong>PeterLicht<\/strong> probiert immer wieder Begriffe wie \u201cWolken, Nacht, Augen, verlieren\u201d an, kontrastiert sie mit sad und happy Sounds, wie um rauszufinden, was sind \u00fcberhaupt Songs und wie passen sie am besten farblich zu keinem Sofa? Toll gelingt dieses Spiel in \u201cFreunde\u201d, wo Hank Williams mitgetextet hat (ratet wo). Damit man beim Satz \u201ckommt alle, zusammen werden wir schwarz\u201d gute Laune bekommt, braucht es nur s\u00fc\u00dfen Satzgesang und ein Achtel hackendes Honky-Tonk-Piano. Aber auch was man sich nicht traut anzuziehen, liegt in Peters Ankleidezimmer. Das Ende, die Angst davor. Er singt: <a href=\"https:\/\/www.tapeterecords.de\/artists\/peterlicht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>\u201cWenn die D\u00e4monen kommen ist jeder, der ein Mensch ist, ein Freund.\u201d<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_24491\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2023\/09\/Wo-die-wilden-Worte-wohnen-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-24491\" class=\"wp-image-24491 size-medium\" src=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2023\/09\/Wo-die-wilden-Worte-wohnen-190x300.jpg\" alt=\"Wo die wilden Worte wohnen\" width=\"190\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2023\/09\/Wo-die-wilden-Worte-wohnen-190x300.jpg 190w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2023\/09\/Wo-die-wilden-Worte-wohnen-650x1024.jpg 650w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2023\/09\/Wo-die-wilden-Worte-wohnen-768x1210.jpg 768w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2023\/09\/Wo-die-wilden-Worte-wohnen-975x1536.jpg 975w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2023\/09\/Wo-die-wilden-Worte-wohnen-1300x2048.jpg 1300w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2023\/09\/Wo-die-wilden-Worte-wohnen-scaled.jpg 1625w\" sizes=\"auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-24491\" class=\"wp-caption-text\">Christopher Schmall &#8211; <a href=\"http:\/\/www.parabuch.at\/termine.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Gesichte Gedichte<\/strong><\/a><\/p><\/div>\n<p>Das schreibt <strong>Francesco Wilking<\/strong>, der S\u00e4nger von <strong>Tele<\/strong> und au\u00dferdem\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Fc8x6KWuAt4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>in einem famosen Duett mit Judith Holofernes<\/strong><\/a> gut zu h\u00f6ren. Einer, der wie <strong>PeterLicht<\/strong> Geschichten jenseits des Erwartbaren erz\u00e4hlt, wie wir das etwa <strong><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Wj1zikWJ6Q4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">im Tele-Song \u201cFieber\u201d<\/a><\/strong> durchaus <strong>mit heftigem Vergn\u00fcgen<\/strong> erlebt haben. Warum aber begleiten uns <strong>solche Menschen<\/strong> und ihr Schaffen dergestalt durchs Leben, dass sie uns immer wieder auch zu eigenen <strong>Hervorbringungen<\/strong> inspirieren? Und k\u00f6nnten da nicht <strong>vielleicht auch noch andere Aspekte<\/strong> im Spiel sein, abgesehen von <strong>lyrischer Qualit\u00e4t<\/strong> und <strong>hand-<\/strong> (besser gesagt) <strong>mundwerklichem K\u00f6nnen?<\/strong> Es gibt Menschen, die ein Gesp\u00fcr daf\u00fcr haben, ob es <strong>dem K\u00fcnstler<\/strong> oder <strong>der K\u00fcnstlerin<\/strong> oder <strong>&#8230;..<\/strong> <strong>in erster Linie<\/strong> um <strong>eine eigene Aussage<\/strong> geht und erst danach ums <strong>Geld<\/strong>, ums <strong>Bedeutsamsein<\/strong> und um <strong>die Wirkung auf eine bestimmte Szene<\/strong>. Oder ob es <strong>genau andersrum<\/strong> ist. <strong>Wohlgemerkt<\/strong>, das ist kein <a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/uncategorized\/sowohl-als-auch-mitunter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em><strong>\u201centweder oder<\/strong>\u201d,<\/em><\/a> womit <strong>das eine gegen das andere ausgespielt<\/strong>, <strong>in Stellung gebracht<\/strong> und <strong>sodann in den Krieg geschickt<\/strong> werden soll. Es geht vielmehr um <strong>die feinen Nuancen im Verh\u00e4ltnis dieser beiden Bed\u00fcrfnisse<\/strong>, die wohl auch <strong>beide berechtigt<\/strong> sind. Die Wirklichkeit wahrnehmen und daraus Kunst erzeugen, um <strong>f\u00fcr sich selbst neue Sichtweisen aufs Altbekannte<\/strong> zu erschlie\u00dfen und dies dadurch <strong>auch anderen Menschen zu erm\u00f6glichen<\/strong>, das ist die eine Strebung. Daf\u00fcr <strong>Anerkennung<\/strong> zu erfahren, <strong>auch in Gestalt von Geld<\/strong>, in seiner Arbeit <strong>wahr- und ernstgenommen<\/strong> zu werden, also in jeglicher Hinsicht <strong>\u201cdavon leben zu k\u00f6nnen\u201d<\/strong>, das ist die andere. Wenn letztere <strong>im Gesamtbild<\/strong> auch nur ein ganz klein wenig <strong>vorschmeckt<\/strong>, <em><strong>\u201cmerkt man die Absicht und man ist verstimmt\u201d<\/strong><\/em>. Sofern man, wie bereits erw\u00e4hnt, <em><strong>\u201cein Gesp\u00fcr daf\u00fcr\u201d<\/strong><\/em> hat. <strong>Manchanderen<\/strong> ist derlei <strong>ganz egal<\/strong> &#8230;<\/p>\n<p><strong>Der Worte<\/strong> sind genug gewechselt, nun lasst uns <strong>eine Sendung h\u00f6ren<\/strong>. Oder eben in die wundersame Werkwelt des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/PeterLicht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>PeterLicht<\/strong><\/a> eintauchen, denn hier halten sich auch die genannten <strong>Grundstr\u00f6mungen des Kunstschaffens<\/strong> auf wohlverdauliche Weise die Waage. <strong>Well balanced<\/strong>, wie der Franzose (oder wars die Franz\u00f6sin?) sagt, oder auf dem Deutsch: <strong>Gut im Gleichgewicht<\/strong>. Was w\u00e4re bek\u00f6mmlicher in so schlagseitigen Zeiten wie den interessanten (chinesisch verflucht), in denen wir <strong>beanstrengt leben?<\/strong> M\u00f6ge uns der lyrische (und musikalische) <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/PeterLicht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Kosmos von Meinrad Jungblut<\/strong><\/a> <strong>wohltun!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&gt; Sendung: Artarium vom Sonntag, 17. 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