{"id":25016,"date":"2024-02-22T18:00:39","date_gmt":"2024-02-22T17:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/?p=25016"},"modified":"2024-02-25T19:41:46","modified_gmt":"2024-02-25T18:41:46","slug":"frieden-ohne-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2024\/02\/22\/frieden-ohne-krieg\/","title":{"rendered":"Frieden ohne Krieg"},"content":{"rendered":"<p><strong>&gt; Sendung: <a href=\"https:\/\/cba.media\/652515\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artarium vom Sonntag, 25. Februar<\/a><\/strong> &#8212; In unserer letzten <a href=\"https:\/\/cba.media\/650713\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Nachtfahrt \u00fcber Verdr\u00e4ngungen<\/strong><\/a> (etwa bei 1:25:35) stellt Christopher <strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Yevgeniy_Breyger\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Yevgeniy Breygers<\/a><\/strong> neues Buch <a href=\"https:\/\/www.republik.ch\/2023\/05\/31\/in-diesen-zeilen-bricht-der-krieg-aus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>\u201cFrieden ohne Krieg\u201d<\/strong><\/a> vor &#8211; und mir f\u00e4hrt die ganze seit zwei Jahren angestaute Wut \u00fcber <strong>dieses tagt\u00e4gliche Verbrechen namens \u201cUkrainekrieg\u201d<\/strong> aus dem Gesicht. Kurze Zeit sp\u00e4ter ist auch mir klar, dass ich diesen Autor, der <strong>etwas in Worte gefasst<\/strong> hat, das ich <strong>so lange Zeit in mir gesp\u00fcrt<\/strong> habe und dabei <strong>nie sprachgedanklich zum Ausdruck bringen<\/strong> konnte, unbedingt <strong>livehaftig<\/strong> erleben will. Und so besuchten wir am Montag seinen feinerweise von <a href=\"https:\/\/www.prolit.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>prolit<\/strong><\/a> organisierten <a href=\"https:\/\/www.literaturhaus-salzburg.at\/veranstaltungen\/frieden-ohne-krieg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Auftritt im Literaturhaus<\/strong>,<\/a> um <strong>den Menschen hinter den Gedichten<\/strong> kennen zu lernen. Was wir dabei erlebt haben &#8211; und wozu uns <strong>diese Begegnung<\/strong> inspiriert &#8211; davon <strong>erz\u00e4hlen<\/strong>, <strong>spielen<\/strong> und <strong>lesen<\/strong> wir heute.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2024\/02\/Yevgeniy-Breyger-Frieden-ohne-Krieg-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-25018\" src=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2024\/02\/Yevgeniy-Breyger-Frieden-ohne-Krieg-213x300.jpg\" alt=\"Yevgeniy Breyger - Frieden ohne Krieg\" width=\"213\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2024\/02\/Yevgeniy-Breyger-Frieden-ohne-Krieg-213x300.jpg 213w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2024\/02\/Yevgeniy-Breyger-Frieden-ohne-Krieg-726x1024.jpg 726w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2024\/02\/Yevgeniy-Breyger-Frieden-ohne-Krieg-768x1084.jpg 768w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2024\/02\/Yevgeniy-Breyger-Frieden-ohne-Krieg-1089x1536.jpg 1089w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2024\/02\/Yevgeniy-Breyger-Frieden-ohne-Krieg-1451x2048.jpg 1451w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2024\/02\/Yevgeniy-Breyger-Frieden-ohne-Krieg-scaled.jpg 1814w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/a>Die doch recht pl\u00f6tzliche <strong>Bewusstwerdung<\/strong> der Tatsache, dass <strong>es nun schon zwei Jahre sind<\/strong>, seit wir erstmals vom ungez\u00fcgelten Ausbruch der <strong>russischen Gewalt<\/strong> gegen die Ukraine sprachlos geworden sind, n\u00f6tigt uns nachgerade <strong>zu einer neuerlichen Betrachtung <a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/tag\/ukraine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">unserer damaligen Reaktionen<\/a><\/strong><a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/tag\/ukraine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">.<\/a> Und zur <strong>\u00dcberlegung<\/strong>, <strong>auf welchen Weg<\/strong> wir uns seitdem gemacht haben, <strong>ja<\/strong>, <strong>wohin<\/strong> uns das alles inzwischen f\u00fchrt. Ich erinnere mich an unser fast schon verzweifeltes <strong>Festhalten<\/strong> am Werk einzelner <strong>K\u00fcnstler aus den \u201cbetroffenen\u201d L\u00e4ndern<\/strong>, an das Herbeizitieren <strong>exemplarischer Reaktionen<\/strong> aus aller Welt, die wir als irgendwie <strong>\u201cgegen den Strom\u201d<\/strong> empfanden &#8211; und an einige Ausblicke hinter den <a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2022\/03\/03\/lyapis-trubetskoy\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>\u201ckyrillischen Vorhang\u201d<\/strong>,<\/a> die uns <strong>mit der Gef\u00fchlswelt der Menschen in Verbindung<\/strong> bringen sollten, von denen wir <strong>so viel h\u00f6rten<\/strong> &#8211; und die wir doch <strong>so wenig verstehen<\/strong>. Da f\u00e4llt mir die unl\u00e4ngst erst in einem Dokumentarfilm erl\u00e4uterte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dedowschtschina\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>\u0434\u0435\u0434\u043e\u0432\u0449\u0438\u043d\u0430<\/strong><\/a> ein. <strong>Die russische Gesellschaft<\/strong> ist von dieser <strong>\u201cH\u00e4fenhierarchie\u201d<\/strong> schon so durchsetzt <strong>wie ein Brot von einem Schimmelpilz<\/strong>. <strong>Die Begrifflichkeit dieses Gewaltsystems<\/strong> kommt in deutschsprachigen Medien kaum jemals zur Erw\u00e4hnung. Ob das vielleicht damit zusammen h\u00e4ngt, dass die allermeisten von uns <strong>nicht sehen<\/strong>, <strong>nicht sp\u00fcren<\/strong> und auch <strong>lieber gar nicht wahrhaben wollen<\/strong>, von was f\u00fcr <strong>sch\u00e4dlichen Myzelen<\/strong> unsere eigenen Gesellschaften <strong>durchwuchert<\/strong> sind? Um bei der <strong>Pilzmetapher<\/strong> zu bleiben &#8211; <strong>wir sitzen alle im selben Brot<\/strong>. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-yuEv-r_AFQ\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Das Brot ist voll<\/strong>.<\/a><\/p>\n<p>Von <strong>Yevgeniy Breyger<\/strong> hei\u00dft es, <strong>in ihm seien zwei Pers\u00f6nlichkeiten zugange<\/strong>, <strong>eine traumatisierte<\/strong> und <strong>eine kindlich verspielte<\/strong>. Diese <strong>beiden Seiten<\/strong> seiner selbst derart <strong>in Balance<\/strong> zu bringen und auch zu halten, das macht <strong>die Faszination seiner Sprache als ein Unterwegssein zu sich selbst<\/strong> aus, dem man ohne abspaltende Verrenkungen des Geistes <strong>begleitend beiwohnen kann<\/strong>. In <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swr2\/literatur\/yevgeniy-breyger-frieden-ohne-krieg-gedichte-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Frieden ohne Krieg<\/strong><\/a> tritt uns <strong>der Mensch hinter dieser Sprache<\/strong> als jemand entgegen, der sich entschlossen hat, <strong>auf dem Weg zu sich selbst<\/strong> zu bleiben, <strong>ohne Maskierung und k\u00fcnsltiche Pose<\/strong>, <strong>einfach offen &#8230;<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.rupertusbuch.at\/item\/Frieden_ohne_Krieg\/Breyger_Yevgeniy\/62938062?back=6905d09329b43b38028436e30bf3e32f\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201cFrieden ohne Krieg\u201d<\/a> &#8211; das ist ein richtiger Denksprengstoff f\u00fcr die Gegenwart.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Danke<\/strong>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&gt; Sendung: Artarium vom Sonntag, 25. 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