{"id":26334,"date":"2025-05-23T16:31:19","date_gmt":"2025-05-23T15:31:19","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/?p=26334"},"modified":"2025-05-25T18:37:39","modified_gmt":"2025-05-25T17:37:39","slug":"eine-besichtigung-des-wahns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2025\/05\/23\/eine-besichtigung-des-wahns\/","title":{"rendered":"Eine Besichtigung des Wahns"},"content":{"rendered":"<p><strong>&gt; Sendung: <a href=\"https:\/\/cba.media\/711439\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artarium vom Sonntag, 25. Mai<\/a><\/strong> &#8211; Gestern waren wir dann also leibhaftig im <strong>Salzburger Literaturhaus<\/strong>, um dem <strong>entschieden <em>\u201cunsalzburgischen\u201d<\/em> Programm<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.vernunftwahn.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>NORMAL &#8211; Eine Besichtigung des Wahns<\/strong><\/a> beizuwohnen. Wir wollten wissen, wie sich so ein <em><strong>\u201cAbend gegen Irrationalismus und instrumentelle Vernunft\u201d<\/strong><\/em> anf\u00fchlen w\u00fcrde, wenn wir ihn <strong>livehaftig erleben<\/strong>. Und nat\u00fcrlich auch, wie sich <strong>diese dichte Darbietung<\/strong> von <strong>Erlesenem<\/strong>, <strong>Empfundenem<\/strong> und <strong>Selbstweitergedachtem<\/strong> im nachhinein auf unser <strong>Selbst- und Weltverst\u00e4ndnis<\/strong> auswirkt. Waren unsere beschwingten <strong>Erwartungen<\/strong> aus der <a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2025\/05\/15\/rings-und-lechz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Sendung vom letzten Sonntag<\/strong><\/a> doch <strong>\u00fcbertrieben begeistert ausgefallen?<\/strong> Diese Frage beantwortet am besten <strong>ein anderer Besucher<\/strong>, der zum Abschied anmerkte: <em>\u00ad\u201cDa f\u00fchlt man sich auf ein Mal nicht mehr so allein auf der Welt.\u201d<\/em> <strong>Ja<\/strong>, <strong>es hat uns ber\u00fchrt<\/strong> &#8230;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2025\/05\/Eine-Besichtigung-des-Wahns-Christopher-Schmall-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-26339\" src=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2025\/05\/Eine-Besichtigung-des-Wahns-Christopher-Schmall-225x300.jpg\" alt=\"Eine Besichtigung des Wahns (Christopher Schmall)\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2025\/05\/Eine-Besichtigung-des-Wahns-Christopher-Schmall-225x300.jpg 225w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2025\/05\/Eine-Besichtigung-des-Wahns-Christopher-Schmall-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2025\/05\/Eine-Besichtigung-des-Wahns-Christopher-Schmall-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2025\/05\/Eine-Besichtigung-des-Wahns-Christopher-Schmall-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2025\/05\/Eine-Besichtigung-des-Wahns-Christopher-Schmall-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/www.partei-sachsen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/MANIFEST_online.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em><strong>\u201cWirklichkeit zur Kenntlichkeit entstellen &#8211; das ist Satire<\/strong>.<strong>\u201d<\/strong><\/em><\/a> Von wem auch immer <strong>dieses Zitat<\/strong> erstmalig stammt, es ist ebenso wahr wie <strong>auf diesen Abend<\/strong>, der sich <em><strong>\u201cBesichtigung\u201d<\/strong><\/em> nennt, <strong>zutreffend<\/strong>. Zumal wir <strong>im Zuge unserer Teilnahme<\/strong> die uns tagt\u00e4glich <strong>aufs Grausigste<\/strong> umbrausenden <em><strong>\u201cRealit\u00e4ten\u201d<\/strong><\/em> nicht nur durch die Brille der kritischen Theorie sondern auch durch die <strong>Sichtweisen<\/strong> der Herren <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1188714.bunter-abend-das-grauen-in-der-ordnung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Ebermann<\/strong>, <strong>Mense<\/strong> <strong>und Thamer<\/strong><\/a> besichtigen durften, was eine sehr angenehme <em><strong>\u201cironische Distanz\u201d<\/strong><\/em> zu den doch <strong>einigerma\u00dfen verst\u00f6renden Schrecknissen<\/strong> <strong>des Weltgeschehens<\/strong> bewirkte, auf dass sich ganz neue <strong>Freir\u00e4ume<\/strong> im <strong>Denken<\/strong>, <strong>F\u00fchlen<\/strong> und <strong>Handeln<\/strong> \u00f6ffneten, ein zugleich <strong>poetischer<\/strong> wie auch <strong>therapeutischer Akt!<\/strong> Auf die Art und Weise m\u00f6chte man <em><strong>\u201cdie Realit\u00e4t\u201d<\/strong><\/em> (ein von den <em><strong>Realit\u00e4tern<\/strong><\/em> dieser Welt <strong>gekaperter<\/strong> und f\u00fcr ihre Interessen <strong>uminterpretierter<\/strong> und somit <strong>missbrauchter<\/strong> Begriff), m\u00f6chte man <em><strong>\u201cdie Realit\u00e4t\u201d<\/strong><\/em> also noch viel \u00f6fter als <em><strong>das<\/strong> <\/em>wahrnehmen, was sie ihrem Wesen nach eigentlich ist: <em><strong>\u201cunsere Wirklichkeit<\/strong><\/em>, <em><strong>die wir selbst bestimmen und gestalten k\u00f6nnen<\/strong>.<strong>\u201d<\/strong><\/em> <strong>Und weil der Mensch ein Mensch ist<\/strong>, braucht er dazu <strong>was zum Fressen<\/strong> &#8211; <strong>aber keine Moral<\/strong>. Die Richtschnur menschlichen Handelns kam im Programm <strong>kurz vor der Pause<\/strong> zum Ausdruck, und zwar w\u00f6rtlich so:<\/p>\n<p><em><strong><a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2020\/09\/17\/passagen-werk-fuer-walter-benjamin-zum-80-todestag\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201cNur um der Hoffnungslosen willen ist uns die Hoffnung gegeben.\u201d<\/a><br \/>\n<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Sie wollten die Aufkl\u00e4rung vor sich selbst retten. Sie wollten eine Idee von Vernunft entwerfen, die Auschwitz unm\u00f6glich machen w\u00fcrde.<\/em><\/p>\n<p><em>Ja, ich wei\u00df &#8230; aber ich glaube, das funktioniert nicht oder es funktioniert nicht mehr. Die Vernunft ist nicht mehr zu retten.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Aufkl\u00e4rung?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Was bleibt uns denn sonst &#8230; aber auch die st\u00f6\u00dft hier \u00fcberall jeden Tag an ihre Grenzen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Was brauchts dann?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Empathie<\/em><\/p>\n<p><em>Solidarit\u00e4t<\/em><\/p>\n<p><em>Z\u00e4rtlichkeit<\/em><\/p>\n<p><em>Natursch\u00f6nheit genie\u00dfen k\u00f6nnen<\/em><\/p>\n<p><em>Die F\u00e4higkeit, sich und andere zu lieben<\/em><\/p>\n<p><em>Die F\u00e4higkeit, selbst zu denken<\/em><\/p>\n<p><em>Gesellschaftlichen Reichtum ganz anders denken<\/em><\/p>\n<p><em>Verweigerung &#8211; die F\u00e4higkeit zum Widerspruch<\/em><\/p>\n<p><em>Widerst\u00e4ndigkeit<\/em><\/p>\n<p><em>Ungehorsam<\/em><\/p>\n<p><em>Unangepasstheit<\/em><\/p>\n<p><em>Unanst\u00e4ndigkeit<\/em><\/p>\n<p><em>Unvernunft<\/em><\/p>\n<p><em>Unvernunft im Dienste der Vernunft<\/em><\/p>\n<p><em><strong>&#8230;..<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&gt; Sendung: Artarium vom Sonntag, 25. Mai &#8211; Gestern waren wir dann also leibhaftig im Salzburger Literaturhaus, um dem entschieden \u201cunsalzburgischen\u201d Programm NORMAL &#8211; Eine Besichtigung des Wahns beizuwohnen. 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