{"id":27438,"date":"2026-05-25T16:33:55","date_gmt":"2026-05-25T15:33:55","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/?p=27438"},"modified":"2026-05-25T17:30:45","modified_gmt":"2026-05-25T16:30:45","slug":"voellig-schwerelos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2026\/05\/25\/voellig-schwerelos\/","title":{"rendered":"V\u00d6LLIG SCHWERELOS"},"content":{"rendered":"<p><strong>Artarium am Sonntag, 31. Mai um 17:00 Uhr<\/strong> &#8211; Bei unserer Besprechung des Buches <a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2026\/04\/23\/die-guten-kraefte-eine-rezension\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>\u201cDie guten Kr\u00e4fte\u201d<\/strong><\/a> hat mein Kollege <a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/battleandhum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Andreas Woldrich aka MC Randy Andy<\/strong><\/a> von der Sendereihe <a href=\"https:\/\/www.battleandhum.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>\u201cBattle and Hum\u201d<\/strong><\/a> noch ein weiteres Kompendium <strong>\u00e4hnlichen Aufbaus<\/strong> mit einbezogen, und zwar <a href=\"https:\/\/www.rupertusbuch.at\/item\/Voellig_schwerelos\/Wolfgang_Zechner\/73331750?back=7d15a56b70dd4c03de4161446b5dbaaf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>\u201cV\u00d6LLIG SCHWERELOS\u201d<\/strong><\/a> von <a href=\"https:\/\/hannibal-verlag.de\/autorinnen\/wolfgang-zechner\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Wolfgang Zechner<\/strong>,<\/a> welches wir euch diesmal <strong>aus guten Gr\u00fcnden<\/strong> vorstellen wollen. W\u00e4hrend das erstgenannte Werk <em><strong>\u201cDie Geschichte der \u00f6sterreichischen Popmusik in 100 Songs\u201d<\/strong><\/em> erz\u00e4hlt, beleuchtet zweiteres <em><strong>\u201cGlanz und Elend der deutschsprachigen Popmusik in 99 Songs\u201d<\/strong><\/em>. Und dabei <strong>\u00fcberschneiden sich die Themen und ihre Beispiele<\/strong> naturgem\u00e4\u00df an der einen oder anderen Stelle. <strong>Ganz besonders dicht<\/strong> wird das <strong>in den jeweiligen Beitr\u00e4gen<\/strong> zu <a href=\"https:\/\/genius.com\/Freddy-quinn-wir-lyrics\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Freddy Quinns \u201cWir\u201d<\/strong><\/a>&#8211; da hat <strong>Wolfgang Zechner<\/strong> n\u00e4mlich <strong>Entscheidendes<\/strong> bemerkt:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2026\/05\/Wolfgang-Zechner-Voellig-Schwerelos.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-27440\" src=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2026\/05\/Wolfgang-Zechner-Voellig-Schwerelos-195x300.jpeg\" alt=\"Wolfgang Zechner - V\u00f6llig Schwerelos\" width=\"195\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2026\/05\/Wolfgang-Zechner-Voellig-Schwerelos-195x300.jpeg 195w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2026\/05\/Wolfgang-Zechner-Voellig-Schwerelos-667x1024.jpeg 667w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2026\/05\/Wolfgang-Zechner-Voellig-Schwerelos-768x1179.jpeg 768w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2026\/05\/Wolfgang-Zechner-Voellig-Schwerelos-1001x1536.jpeg 1001w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2026\/05\/Wolfgang-Zechner-Voellig-Schwerelos.jpeg 1303w\" sizes=\"auto, (max-width: 195px) 100vw, 195px\" \/><\/a><strong>Textautor<\/strong> der <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=eUdR9OP9mW4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Biedermann-Polemik von 1966<\/strong><\/a> ist der j\u00fcdische <strong>Holocaust\u00fcberlebende<\/strong> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fritz_Rotter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Fritz Rotter<\/strong>&#8230;<\/a> so weit, so bekannt. Dass er aber Zeilen wie <em>\u201cDenn jemand mu\u00df da s\u0435in, der nicht nur <strong>vernichtet<\/strong>.\u201d<\/em> oder <em>\u201cDoch manchmal in guten, in stillen Minuten, <strong>da tut uns<\/strong> verschiedenes <strong>leid<\/strong>.\u201d<\/em> wom\u00f6glich gar absichtlich <em><strong>\u201cmitten in die deutsche Nachkriegsverdr\u00e4ngung eingetr\u00e4ufelt\u201d<\/strong><\/em> hat, und dass er <strong>als Tr\u00e4germedium<\/strong> daf\u00fcr ausgerechnet <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/play\/dokus\/terra-x-history-102\/freddy-quinn-eine-deutsche-legende-terra-x-history-100\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>den fraglosen Fixstern<\/strong><\/a> des seit dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schlager#Wirtschaftswunder_(circa_1950_bis_etwa_1962)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Wirtschaftswunders<\/strong><\/a> geradezu explodierenden <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schlager#Wirtschaftswunder_(circa_1950_bis_etwa_1962)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Heile-Welt-Sehnsuchts-Schlagergesch\u00e4fts<\/strong><\/a> nutzt &#8211; das ist f\u00fcrwahr <em><strong>\u201ceine steile These\u201d<\/strong><\/em>, die allerdings, sobald sie <strong>ins Selbstweiterdenken \u00fcbergeht<\/strong>, so einiges an <strong>weiterf\u00fchrenden \u00dcberlegungen<\/strong> zeitigt. Denn ist die <strong>damals in den 60ern<\/strong> aufkommende <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/27305\/trau-keinem-ueber-30\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Auseinandersetzung<\/strong><\/a><a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/27305\/trau-keinem-ueber-30\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> <strong>zwischen den Generationen<\/strong>,<\/a> die auch immer <strong>um die Fragen<\/strong> <em>\u201cWas habt ihr im Krieg gemacht? Seid ihr mitschuldig geworden? Warum habt ihr zu all dem geschwiegen?\u201d<\/em> kreiste, nicht irgendwie l\u00e4ngst in der <strong>n\u00e4chsten Lagerbildung<\/strong> nach dem <strong>2. Weltkrieg<\/strong>, n\u00e4mlich <strong>der Milit\u00e4rbl\u00f6cke\u00a0des Kalten Kriegs<\/strong>, stecken geblieben? Und ehrlich, die zugegeben <strong>uns\u00e4glich arrogant<\/strong> und <strong>oberlehrerhaft<\/strong> daherkommenden <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wir_(Lied)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Vorhaltungen des Herrn Quinn<\/strong><\/a> lediglich durch die <strong>links\/rechts<\/strong>-, <strong>schwarz\/wei\u00df-<\/strong> oder <strong>progressiv\/konservativ-Brille<\/strong> zu sehen, ist mir <strong>doch zu dogmatisch<\/strong>, <strong>also zu dumm<\/strong>.<\/p>\n<p>Wenden wir uns aber jetzt <strong>vom Elend ab<\/strong> &#8230; widmen wir uns ganz und gar <strong>dem Glanz:<\/strong> Eine meiner <strong>Leib- und Magenbands<\/strong> (meine <strong>slowenische Familiengeschichte<\/strong> spielt hierbei gewiss eine Rolle), die aus der <strong>NSK (Neue Slowenische Kunst)<\/strong> entsprungene Formation <strong>Laibach<\/strong>, wird in <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/3000000281309\/auch-boese-menschen-haben-ihre-lieder-die-deutsche-popmusik-in-99-songs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>V\u00d6LLIG SCHWERELOS<\/strong><\/a> unter der \u00dcberschrift <a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2026\/05\/Voellig-Schwerelos-Die-totale-Anwesenheit-von-Pop.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>\u201cDie totale Anwesenheit von Pop im Werk Gottes\u201d<\/strong><\/a> &#8211; nein, nicht erw\u00e4hnt oder beschrieben, nicht einmal gew\u00fcrdigt, sondern <strong>regelrecht besungen<\/strong>, <strong>Gegenstand der Betrachtung ist n\u00e4mlich das in jeder Hinsicht hervorragende Opus-Cover <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=WVB-pye8OXc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201cLeben hei\u00dft Leben\u201d<\/a><\/strong><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=WVB-pye8OXc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">.<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u201cEine slowenische Band hatte den englisch klingenden Pop-Song einer \u00f6sterreichischen Band genommen, den Nonsens-Text wortw\u00f6rtlich ins Deutsche \u00fcbertragen, um ihn sodann mit starkem Akzent zu singen. Die mehrfache Brechung brach den Bann. Der gordische Knoten wurde durchschlagen. Das gute, alte deutsche Pop-missverst\u00e4ndnis wurde aufgel\u00f6st, das Ende der Geschichte erreicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Sch\u00f6n w\u00e4r&#8217;s. Leider ging die Geschichte weiter. Eine Handvoll Punk-Musiker aus der ehemaligen DDR bekam Wind von &#8222;Leben hei\u00dft Leben&#8220;. Nach dem Mauerfall befreiten sie das Laibach-Konzept von allem, was daran intelligent und interessant war, und ersetzten die orchestrale Instrumentierung durch kreuzbrave Metal-Riffs. Mit rollendem R, Malen-nach-Zahlen-Texten und einem brachial-dr\u00f6gen Sound machten sie sich daran, die Rock-Welt zu erobern. Doch das ist eine andere Geschichte, die ich sp\u00e4ter in der gebotenen Ausf\u00fchrlichkeit erz\u00e4hlen werde.\u201d<\/em> <strong>aus V\u00d6LLIG SCHWERELOS (S. 252)<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/psychologie.sfu.ac.at\/de\/event\/buchpraesentation-vollig-schwerelos\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Apropos Steile Thesen &#8211; am 17. Juni gibts die auch live in der SFU Wien<\/strong><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Artarium am Sonntag, 31. 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