{"id":7090,"date":"2013-07-18T04:18:25","date_gmt":"2013-07-18T03:18:25","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/?p=7090"},"modified":"2013-07-22T03:17:49","modified_gmt":"2013-07-22T02:17:49","slug":"deutsch-fur-deutsche-auslander","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2013\/07\/18\/deutsch-fur-deutsche-auslander\/","title":{"rendered":"Deutsch f\u00fcr deutsche Ausl\u00e4nder"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zum Download: <a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/243753\">Artarium vom Sonntag, 21. Juli<\/a> &#8211; Unser sommerliches Sonderservice zur Festspieler\u00f6ffnung! Das Zitat &#8222;Was Deutschland und \u00d6sterreich trennt, ist die gemeinsame Sprache&#8220; wird nicht nur hierzulande meist Karl Kraus zugeschrieben, d\u00fcrfte allerdings doch nicht von ihm stammen, wie <a href=\"http:\/\/de.wikiquote.org\/wiki\/Diskussion:%C3%96sterreich\">neuere Forschungen<\/a> nahelegen. Ob die Feststellung allerdings erst in den 50er Jahren vom Kabarettisten Karl Farkas gepr\u00e4gt wurde, der sie als Abwandlung von George Bernhard Shaws &#8222;England and America are two countries divided by a common language&#8220; aus den USA importiert haben soll, das bleibt noch zu \u00fcberpr\u00fcfen. Jedenfalls ist es nicht Jedermanns Sache, das jenseits der Hochsprachb\u00fchnen hierzulande jeweils gepflogene Idiom zu entr\u00e4tseln, wiewohl es sich doch jeweiligenfalls um, sagen wir wohlwollend, &#8222;Deutsch&#8220; handelt.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2013\/07\/Wappler.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-7102\" alt=\"Der kleine Wappler\" src=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2013\/07\/Wappler-206x300.jpg\" width=\"206\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2013\/07\/Wappler-206x300.jpg 206w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2013\/07\/Wappler-703x1024.jpg 703w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2013\/07\/Wappler.jpg 811w\" sizes=\"auto, (max-width: 206px) 100vw, 206px\" \/><\/a><strong>&#8222;S\u00e4ckelwart<\/strong> unseres mehr oder weniger schon seit Jahren unter <strong>pseudosozialistischer Pr\u00e4potenz<\/strong> in sich selbst delirierenden Kleinstaates: <strong>Thomas Bernhard<\/strong> \u00fcber <strong>Franz Vranitzky,<\/strong> damals (1985) Finanzminister. Vranitzky hatte zuvor die Auff\u00fchrung von Bernhards <strong>Theatermacher<\/strong> bei den Salzburger Festspielen <strong>als Skandal<\/strong> bezeichnet.&#8220; Derlei wundersame Perlen <strong>gepflegten Geschimpfes<\/strong> typisch <strong>\u00f6sterreichischer Gestalt<\/strong> versammelt dieses B\u00e4ndchen im Taschenw\u00f6rterbuch-Format zwischen g\u00e4ngigeren Derb- und Direktheiten wie etwa <strong>Arsch vulgo Oasch, Beidl<\/strong> oder <strong>Fut.<\/strong> Wobei die St\u00e4rke des Kompendiums eindeutig in seinen sprachl\u00fcsternen <strong>Worterkl\u00e4rungen<\/strong> und bildgewaltigen <strong>Beispielwendungen<\/strong> liegt&#8230;<\/p>\n<p>So unter anderem: <strong>&#8222;Wenn mei Tant an Beidl h\u00e4tt, warads mei Onkel,<\/strong> sagt man hierzulande statt eines schlichten <strong>Wenn das W\u00f6rtchen wenn nicht w\u00e4r&#8220; &#8211; <\/strong>oder auch: <strong>&#8222;Wann i so an Oasch h\u00e4tt wia du a Gsicht, t\u00e4t i hintern Schleier schei\u00dfen!<\/strong> ist eine geradezu pittoreske Variante wesentlich simplerer Beschimpfungen mit analoger Aussage wie etwa <strong>Arschgesicht<\/strong> oder <strong>Arsch mit Ohren&#8220;<\/strong> &#8211; Man merkt also schon, es geht hier weniger um <strong>dialektologisches Fachwissen<\/strong> oder <strong>enzyklop\u00e4dische Umfassendheit,<\/strong> sondern wohl eher um die freundliche Einladung zur <strong>kreativen Selbstanwendung und Weiterentwicklung<\/strong> von dergestalt <strong>vielsagenden Wortsch\u00f6pfungen<\/strong> wie zum Beispiel <strong>Kniaschussduttl, \u00d6lbergindianer<\/strong> und <strong>Wischerlwasser.<\/strong> Letzteres wird folgenderma\u00dfen erl\u00e4utert: <strong>&#8222;Alkoholfreies Getr\u00e4nk der unbek\u00f6mmlicheren Art<\/strong> <strong>(wischerln bedeutet urinieren)&#8220; <\/strong>Soviel vorab zum <strong>Inhalt<\/strong> \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Der nunmehr seit geraumer Zeit <strong>im sch\u00f6nen St. P\u00f6lten<\/strong> residierende <a href=\"http:\/\/www.residenzverlag.at\/?m=1\"><strong>Residenz Verlag<\/strong><\/a> hat uns auch freundlicherweise <strong>einen kleinen Wappler<\/strong> zum Vorlesen und Besprechen \u00fcberlassen. <a href=\"http:\/\/www.residenzverlag.at\/?m=30&amp;o=2&amp;id_title=1544\"><strong>Dortselbst ist Selbiger \u00fcberdies wohlfeil zu erwerben!<\/strong><\/a> Und in der Sendung werden wir ihn <strong>mit geeigneten Spa\u00dfetteln<\/strong> artverwandter <strong>deutsch- oder \u00e4hnlichsprachiger Mundartisten<\/strong> garniert servieren. <strong>Die Festspiele<\/strong> sind also <strong>hiermit<\/strong> er\u00f6ffnet: <strong>&#8222;Jeeedeeermaaaaann!!!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Download: Artarium vom Sonntag, 21. 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