{"id":7309,"date":"2013-08-25T04:29:48","date_gmt":"2013-08-25T03:29:48","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/?p=7309"},"modified":"2022-07-28T15:33:11","modified_gmt":"2022-07-28T14:33:11","slug":"aufstand-des-gewissens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2013\/08\/25\/aufstand-des-gewissens\/","title":{"rendered":"Aufstand des Gewissens"},"content":{"rendered":"<p><strong>Stream\/Download: <a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/245352\">Artarium vom Sonntag, 25. August<\/a> &#8211; In einer <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=NTi9lZxggnI\">nie gehaltenen Rede<\/a> hei\u00dft es: <em>&#8222;<\/em><\/strong><em><strong>Die Musik, das Theater, die Poesie &#8211; kurz: die Kunst &#8211; transportieren die Menschen jenseits ihrer selbst. Die Kunst hat Waffen, welche der analytische Verstand nicht besitzt: Sie w\u00fchlt den Zuh\u00f6rer, Zuschauer in seinem Innersten auf, durchdringt auch die dickste Betondecke des Egoismus, der Entfremdung und der Entfernung. Sie trifft den Menschen in seinem Innersten, bewegt in ihm ungeahnte\u00a0Emotionen. Und pl\u00f6tzlich bricht die Defensiv-Mauer seiner Selbstgerechtigkeit zusammen. Der neoliberale Profitwahn zerf\u00e4llt in Staub und Asche. Ins Bewusstsein dringt die Realit\u00e4t, dringen die sterbenden Kinder. Wunder k\u00f6nnten in Salzburg geschehen: Das Erwachen der Herren der Welt. Der Aufstand des Gewissens!&#8220;<\/strong><\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2013\/08\/DSCN2860.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-7316\" src=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2013\/08\/DSCN2860-300x225.jpg\" alt=\"Das fatale Duett\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2013\/08\/DSCN2860-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2013\/08\/DSCN2860-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2013\/08\/DSCN2860.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/dokumentation-jean-ziegler-nicht-gehaltene-rede-zur-eroeffnung-der-salzburger-festspiele-1.1124001\"><strong>Eine solche Rede<\/strong><\/a> h\u00e4tte der Schweizer <strong>Soziologe<\/strong> und <strong>Globalisierungskritiker<\/strong> <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jean_Ziegler\"><strong>Jean Ziegler<\/strong><\/a> zur Er\u00f6ffnung der <strong>Salzburger Festspiele 2011<\/strong> gehalten, wenn er nicht rechtzeitig und auf die allerpeinlichste Weise <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!75056\/\"><strong>daran gehindert<\/strong><\/a> worden w\u00e4re. <strong>&#8222;Verhaften sie doch die \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen!&#8220;<\/strong> m\u00f6chte man dem Polizeichef von <strong>Kassablanca<\/strong> heute noch zurufen, doch <strong>&#8222;die h\u00f6chste Stufe des organisierten Verbrechens ist der Kapitalismus&#8220;<\/strong> wie Jean Ziegler bereits <strong>1999 in einem ORF-Interview<\/strong> feststellte. Und auch die <strong>Repressitanten und Repr\u00e4sidentinnen<\/strong> dieses h\u00f6chststaatslegalen Geldverschwindungstheaters der globalen <strong>&#8222;Bank-Halunken und Spekulations-Banditen&#8220;<\/strong> scheinen f\u00fcr das gemeine <strong>Traumvolk des Friedens<\/strong> seltsam ungreifbar zu bleiben. Gut, <strong>die eine<\/strong> hat sich ja erst k\u00fcrzlich selbst auch wieder <strong>unter die Ausgeladenen<\/strong> eingereiht. Und <strong>die andere<\/strong> outet sich seit jenem Sommer mit Spr\u00fcchen wie <strong>&#8222;das ist nicht das Theater, das wir hier in Salzburg haben wollen&#8220;<\/strong> &#8211; als eine <strong>letzte Ignoranzinstanz<\/strong> gegen\u00fcber den <strong>gesellschaftlichen Wirklichkeiten<\/strong> in der Kunst.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2013\/08\/DSCN2910.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-7366\" src=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2013\/08\/DSCN2910-300x225.jpg\" alt=\"Niveau ist keine Hautcreme\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2013\/08\/DSCN2910-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2013\/08\/DSCN2910-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2013\/08\/DSCN2910.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die von ihr dergestalt abgefertigte Performance <a href=\"http:\/\/signa.dk\/projects?pid=53952\"><strong>&#8222;Das ehemalige Haus&#8220;<\/strong><\/a> von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/SIGNA\"><strong>SIGNA<\/strong><\/a> thematisierte etwa <strong>Frauenhandel und Zwangsprostitution.<\/strong> Und Jean Ziegler wollte die <strong>Festspielprominenz<\/strong> mit dem <strong>tats\u00e4chlichen Skandal<\/strong> <strong>des Welthungers<\/strong> und der Verteilungsungerechtigkeit konfrontieren. Zudem noch mit gebotenem Realismus: <strong><em>&#8222;Aber keine Angst, dieses Wunder wird in Salzburg nicht geschehen! Ich erwache. Mein Traum k\u00f6nnte wirklichkeitsfremder nicht sein! Kapital ist immer und \u00fcberall und zu allen Zeiten st\u00e4rker als Kunst. &#8222;Unsterbliche gigantische Personen&#8220; nennt Noam Chomsky die\u00a0Konzerne. &#8211; &#8222;L&#8217;art pour l&#8217;art&#8220; hat Th\u00e9ophile Gautier Mitte des 19. Jahrhunderts geschrieben. Die These von der autonomen, von jeder sozialen Realit\u00e4t losgel\u00f6sten Kunst, sch\u00fctzt die M\u00e4chtigen vor ihren eigenen Emotionen und dem eventuell drohenden\u00a0Sinneswandel.&#8220;<\/em><\/strong><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;font-weight: normal\">So billig h\u00e4tten sie es dann von mir aber nicht bekommen: <em><strong>&#8222;Das letzte Licht ist verl\u00f6scht. Kein Raunen geht durch die Menge. Regungslos sitzen die Festspielg\u00e4ste auf ihren Polstersesseln. Sie sind in diesem einzigen, unendlich lang atmenden Augenblick endg\u00fcltig ganz und gar zu Stein geronnen. Und niemand vermisst sie. Wenn in hundert Jahren ein neugieriger Mensch die Saalt\u00fcren \u00f6ffnen wird und wenn der erste Sonnenstrahl mit einem Hauch frischer Luft ihre erstarrten K\u00f6rper ber\u00fchrt, dann werden sie zu Staub zerfallen und sich im Wesen ihres Nichts aufl\u00f6sen.&#8220;<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;font-weight: normal\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stream\/Download: Artarium vom Sonntag, 25. August &#8211; In einer nie gehaltenen Rede hei\u00dft es: &#8222;Die Musik, das Theater, die Poesie &#8211; kurz: die Kunst &#8211; transportieren die Menschen jenseits ihrer selbst. 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