{"id":9790,"date":"2014-03-07T22:50:51","date_gmt":"2014-03-07T21:50:51","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/?p=9790"},"modified":"2023-08-27T11:13:50","modified_gmt":"2023-08-27T10:13:50","slug":"krieg-und-frieden-eine-andeutung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2014\/03\/07\/krieg-und-frieden-eine-andeutung\/","title":{"rendered":"Krieg und Frieden &#8211; Eine Andeutung"},"content":{"rendered":"<p><strong>&gt; Download: <a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/255402\">Artarium vom Sonntag, 9. M\u00e4rz<\/a> &#8211; Erste Einstimmung<\/strong> auf das heuer noch \u00f6fter wiederkehrende <strong>Schwerpunktthema \u201c100 Jahre Erster Weltkrieg\u201d<\/strong> und die damit einhergehenden Fragestellungen:<strong> Was ist eigentlich Krieg &#8211; und wenn ja, gibt es \u00fcberhaupt Frieden? <\/strong>Ist nicht gerade der <strong>erste Weltkrieg <\/strong>(die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts und zugleich die urs\u00e4chliche Wegbereitung des Nationalsozialismus) \u00f6sterreichischerseits noch um einiges <strong>gr\u00fcndlicher verdr\u00e4ngt<\/strong> als die Mitverantwortung am 3. Reich? K\u00f6nnen wir mit unserer <strong>Gegenwartssprache<\/strong> die literarischen Zeugnisse von vor 100 Jahren noch direkt verstehen &#8211; etwa <strong>\u201c<\/strong><strong>Die letzten Tage der Menschheit\u201d <\/strong>von <strong><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karl_Kraus\">Karl Kraus<\/a><\/strong> oder die depressiven Gedichte von <strong><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Georg_Trakl\">Georg Trakl?<\/a> Sein Todestag<\/strong> j\u00e4hrt sich heuer ja auch <strong>zum 100. Mal<\/strong> &#8211; und steht <strong>in unmittelbarem Zusammenhang<\/strong> mit seinen <strong>traumatischen Kriegserlebnissen<\/strong>. <strong>Eine \u00dcberdosis Grauen<\/strong> wird nach wie vor als verkraftbar angesehen, <strong>der Ausweg in den Freitod<\/strong> bleibt ebenfalls skandalisiert &#8230;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2014\/03\/profil-2014.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-9824\" src=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2014\/03\/profil-2014-219x300.jpg\" alt=\"profil 2014\" width=\"219\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2014\/03\/profil-2014-219x300.jpg 219w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/files\/2014\/03\/profil-2014.jpg 701w\" sizes=\"auto, (max-width: 219px) 100vw, 219px\" \/><\/a><strong>Das Nachrichtenmagazin<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.profil.at\/\"><strong>profil<\/strong><\/a> begann im Januar mit einer bemerkenswerten Serie: Woche f\u00fcr Woche werden unter dem speziellen Titel <strong>\u201cCountdown zum Krieg\u201d<\/strong> Zeitungsmeldungen und Dokumente von <strong>1914 <\/strong>ver\u00f6ffentlicht, so dass bis zur Berichterstattung \u00fcber jenen <strong>28. Juni (Attentat in Sarajevo)<\/strong> sowie dem daraus folgenden <strong>Beginn des ersten industriellen Kriegs im Juli\/August<\/strong> ein atmosph\u00e4risches Grundverst\u00e4ndnis f\u00fcr die vorherrschenden <strong>gesamt<\/strong><strong>gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse<\/strong> im damaligen Kaiserreich <strong>\u00d6sterreich-Ungarn<\/strong> entsteht. Eine solche <strong>Aufbereitung<\/strong> finden wir h\u00f6chst anregend, entspricht sie doch unserer eigenen <strong>Arbeitsweise<\/strong>, durch <strong>Audio<\/strong><strong>collagen<\/strong> komplexe Stimmungen hervorzurufen und sie dadurch <strong>(wieder) erlebbar<\/strong> zu machen:<\/p>\n<p>So wollen wir <strong>die Idee eines<\/strong> (wenn auch unregelm\u00e4\u00dfigen) <strong>Countdowns<\/strong> aufgreifen und in dieser Sendung eine <strong>assoziative Text- und Musiksammlung<\/strong> zum Thema <strong>&#8222;Krieg und Frieden&#8220;<\/strong> vorstellen. Wir bedienen uns dabei zweier wesentlicher <strong>Sprach- und Vortragsk\u00fcnstler<\/strong>, die in der Zeit <strong>nach dem 2. Weltkrieg<\/strong> die Schrecken und Absurdit\u00e4ten <strong>jedweder milit\u00e4rischer Konfrontation<\/strong> beispielhaft bearbeitet haben: N\u00e4mlich erstens <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ernst_Jandl\"><strong>Ernst Jandl<\/strong><\/a>, der durch seine <strong>sprachkreativen Innovationen<\/strong> den <strong>emotionalen Gehalt von kriegerischer Denk- und Sprechweise<\/strong> in unmittelbares Erleben zu \u00fcbersetzen vermochte &#8211; und zweitens <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Helmut_Qualtinger\"><strong>Helmut Qualtinger<\/strong><\/a>, der in seinem <strong>unnachahmlich lebhaften Vortragsstil<\/strong> einen der <strong>sprachm\u00e4chtigsten Kritiker des ersten Weltkriegs<\/strong> (eben den genialen Satiriker Karl Kraus) wieder <strong>in ein breiteres \u00d6sterreichbewusstsein<\/strong> bef\u00f6rderte. Zudem lesen wir selbst <strong>letzte Gedichte von Georg Trakl<\/strong> und begeben uns auf die Suche nach <strong>den \u201c<\/strong><strong>veralteten\u201d Ausdr\u00fccken<\/strong> <strong>jener Epoche<\/strong>. <strong>Alles in allem<\/strong> dient <strong>diese Andeutung<\/strong> auch <strong>zur Einstimmung<\/strong> auf unsere <strong>3-st\u00fcndige<\/strong> <a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/sendung\/krieg-und-frieden\/\"><strong>Perlentaucher-<\/strong><strong>Nachtfahrt am Freitag, 14. M\u00e4rz<\/strong>,<\/a> die gleichfalls dem Thema<a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/sendung\/krieg-und-frieden\/\"><strong> \u201cKrieg und Frieden\u201d<\/strong><\/a> gewidmet sein wird &#8230; \ud83d\ude09<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&gt; Download: Artarium vom Sonntag, 9. M\u00e4rz &#8211; Erste Einstimmung auf das heuer noch \u00f6fter wiederkehrende Schwerpunktthema \u201c100 Jahre Erster Weltkrieg\u201d und die damit einhergehenden Fragestellungen: Was ist eigentlich Krieg &#8211; und wenn ja, gibt es \u00fcberhaupt Frieden? 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