{"id":201,"date":"2020-07-22T20:42:19","date_gmt":"2020-07-22T20:42:19","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/aussigschaut\/?p=201"},"modified":"2020-07-22T20:44:01","modified_gmt":"2020-07-22T20:44:01","slug":"folge-14-17-07-2020-geschuetzte-landschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/aussigschaut\/2020\/07\/22\/folge-14-17-07-2020-geschuetzte-landschaft\/","title":{"rendered":"Folge 14 (17.07.2020) &#8222;Gesch\u00fctzte Landschaft&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Wie ist unsere Landschaft (in Salzburg) gesch\u00fctzt?<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Aus rechtlicher Sicht gibt es unterschiedliche Bestimmungen, die die Landschaft explizit ansprechen und als zu sch\u00fctzendes Gut normieren. Den umfassendsten Schutz bietet das Salzburger Naturschutzgesetz. Aber auch im Raumordnungs- oder im Bautechnikgesetzt finden sich Vorgaben, wie mit der Landschaft umgegangen werden muss. Aber auch die Alpenkonvention, in deren Geltungsbereich \u00d6sterreich bzw. Salzburg teilweise liegt, macht Vorgaben wie die Landschaft zu Sch\u00fctzen, Pflegen und Erhalten werden soll.<\/p>\n<p><strong>Bedauerlich in diesem Zusammenhang ist, dass \u00d6sterreich zu einem der wenigen L\u00e4ndern in Europa z\u00e4hlt, welche das &#8222;Europ\u00e4ische Landschafts\u00fcbereinkommen&#8220; weder unterzeichnet noch ratifiziert haben&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Nachfolgend einzelne Auzs\u00fcge wesentlicher Bestimmungen zum Landschaftsschutz\u00a0 aus unterschiedlichen Gesetzen, die in Salzburg zur Anwendung kommen:<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Salzburger Naturschutzgesetz 1999<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\"><strong>\u00a7 1 Zielsetzung<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\">&#8222;<em>Dieses Gesetz dient dem Schutz und der Pflege der heimatlichen Natur und der vom Menschen gestalteten <strong>Kulturlandschaft<\/strong>. Durch Schutz- und Pflegema\u00dfnahmen im Sinn dieses Gesetzes sollen erhalten, nachhaltig gesichert, verbessert und nach M\u00f6glichkeit wiederhergestellt werden:<\/em><br \/>\n<em>&#8211; die <strong>Vielfalt, Eigenart und Sch\u00f6nheit und der Erholungswert der Natur<\/strong>&#8230;<\/em>&#8222;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\"><strong>\u00a7 12 Gesch\u00fctzte Landschaftsteile<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\">&#8222;<em>(1) Kleinr\u00e4umige Landschaftsteile oder Gr\u00fcnbest\u00e4nde k\u00f6nnen durch Verordnung der Bezirksverwaltungsbeh\u00f6rde zu gesch\u00fctzten Landschaftsteilen erkl\u00e4rt werden, wenn sie wenigstens eine der folgenden Voraussetzungen erf\u00fcllen:<\/em><br \/>\n<em>1. Sie sind f\u00fcr das Landschaftsbild besonders pr\u00e4gend.<\/em><br \/>\n<em>2. Sie enthalten besondere Lebensgemeinschaften von Pflanzen oder Tieren.<\/em><br \/>\n<em>3. Sie haben besondere wissenschaftliche, kulturelle oder kleinklimatische Bedeutung.<\/em><br \/>\n<em>4. Sie haben besondere Bedeutung f\u00fcr die Vernetzung einzelner Lebensr\u00e4ume untereinander.<\/em><br \/>\n<em>5. Sie sind f\u00fcr die Erholung bedeutsam.<\/em><br \/>\n<em>6. Sie sind f\u00fcr das Erscheinungsbild oder den Erhaltungszustand eines Naturdenkmals mitbestimmend.<\/em><br \/>\n<em>Die f\u00fcr den Bestand des gesch\u00fctzten Landschaftsteiles notwendigen Fl\u00e4chen k\u00f6nnen in den Schutzbereich einbezogen werden. In der Verordnung und in der Kundmachung nach \u00a7\u00a013 Abs.\u00a01 ist auf den Schutzzweck (Z 1 bis 6) hinzuweisen.<\/em><br \/>\n<em>(2) Zu gesch\u00fctzten Landschaftsteilen k\u00f6nnen insbesondere Wasserl\u00e4ufe und Gew\u00e4sserufer, Teiche, kleinfl\u00e4chige Moore, Naturwaldreservate, Fundorte von Mineralien und Fossilien, Baumgruppen, Parkanlagen, Alleen sowie Schutzpflanzungen erkl\u00e4rt werden, wenn sie in hohem Ma\u00df die Voraussetzungen des Abs. 1 erf\u00fcllen.<\/em>&#8222;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\"><strong>\u00a7 16 Landschaftsschutzgebiete<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\">&#8222;<em>Gebiete au\u00dferhalb geschlossener Ortschaften k\u00f6nnen durch Verordnung der Landesregierung zu Landschaftsschutzgebieten erkl\u00e4rt werden, wenn sie wenigstens eine der folgenden Voraussetzungen erf\u00fcllen:<\/em><br \/>\n<em>1. Sie weisen eine besondere landschaftliche Sch\u00f6nheit auf.<\/em><br \/>\n<em>2. Sie sind f\u00fcr die Erholung als charakteristische Naturlandschaft oder als naturnahe Kulturlandschaft bedeutend. &#8230;<\/em>&#8222;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\"><strong>\u00a7 27 Schutz der Landschaft und des Erholungsraums<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\">&#8222;<em>(1) Im ganzen Land ist das chemische Schwenden sowie das chemische Pr\u00e4parieren von Schipisten und Langlaufloipen, ausgenommen im Zug sportlicher Veranstaltungen mit unbedenklichen Stoffen in geringf\u00fcgigen Mengen, verboten.<\/em><br \/>\n<em>(2) In der freien Landschaft sind verboten:<\/em><br \/>\n<em>a) das beh\u00f6rdlich nicht genehmigte Lagern, Ablagern oder Wegwerfen von Abf\u00e4llen;<\/em><br \/>\n<em>b) das Abbrennen der Vegetation;<\/em><br \/>\n<em>c) das Aufstellen und Anbringen von Ank\u00fcndigungen zu Reklamezwecken, ausgenommen auf bewilligten Ank\u00fcndigungsanlagen und Ausnahmen von der Anzeigepflicht nach \u00a7\u00a026 Abs\u00a06;<\/em><br \/>\n<em>d) das Fahren mit Fahrzeugen au\u00dferhalb von Fl\u00e4chen, die f\u00fcr den Fahrzeugverkehr bestimmt sind, ausgenommen f\u00fcr Bewirtschaftungszwecke, zur Erf\u00fcllung von gesetzlich angeordneten \u00dcberwachungspflichten sowie Fahrten mit Motorschlitten im Sinn des Motorschlittengesetzes;<\/em><br \/>\n<em>e) die Durchf\u00fchrung von Au\u00dfenlandungen und Au\u00dfenabfl\u00fcgen mit motorisierten Para- und H\u00e4ngegleitern;<\/em><br \/>\n<em>f) die Verwendung von Luftkissenbooten au\u00dferhalb von Wasserfl\u00e4chen.<\/em><br \/>\n<em>(3) Die Landesregierung kann dar\u00fcber hinaus durch Verordnung im Gr\u00fcnland Ruhezonen ausweisen, in denen die Aus\u00fcbung bestimmter, insbesondere das Landschaftsbild, den Erholungswert der Landschaft oder den Naturhaushalt beeintr\u00e4chtigende sportliche, touristische oder sonstige Aktivit\u00e4ten zum Schutz der Natur oder zum Schutz besonderer Erholungsr\u00e4ume ganz oder f\u00fcr bestimmte Bereiche untersagt oder nur unter gewissen Voraussetzungen zugelassen ist.<\/em>&#8222;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Salzburger Raumordnungsgesetz 2009<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\"><strong>\u00a7 2 Raumordnungsziele und -grunds\u00e4tze<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\">&#8222;<em>(1) Die Raumordnung hat folgende Ziele zu verfolgen:<\/em><br \/>\n<em>&#8230;<\/em><br \/>\n<em>2. Die nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen sind zu sch\u00fctzen und pfleglich zu nutzen, um sie f\u00fcr die Zukunft in ausreichender G\u00fcte und Menge zu erhalten. Die Vielfalt von Natur und <strong>Landschaft<\/strong> ist zu erhalten. Gleichbedeutsam sind der Schutz und die Pflege erhaltenswerter Kulturg\u00fcter, Naturgegebenheiten und des <strong>Landschaftsbildes<\/strong>. Der freie Zugang zu W\u00e4ldern, Seen, \u00f6ffentlichen Flie\u00dfgew\u00e4ssern und sonstigen landschaftlichen Sch\u00f6nheiten ist zu sichern bzw anzustreben.<\/em><br \/>\n<em>&#8230;<\/em><br \/>\n<em>6. Der Tourismus ist unter Ber\u00fccksichtigung der \u00f6kologischen Belastbarkeit und der wirtschaftlichen Tragf\u00e4higkeit des Raums, der Erfordernisse des <strong>Landschafts- und Naturschutzes<\/strong> sowie der vorrangigen Beteiligung der einheimischen Bev\u00f6lkerung an der Entwicklung und der Vielfalt der Freizeit- und Erholungsbed\u00fcrfnisse der G\u00e4ste auch durch die Sicherung geeigneter Fl\u00e4chen zu entwickeln und konkurrenzf\u00e4hig zu erhalten. &#8230;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\"><em>(2) Dabei sind folgende Grunds\u00e4tze zu beachten:<\/em><br \/>\n<em>1. haush\u00e4lterische und nachhaltige Nutzung von Grund und Boden, insbesondere der sparsame Umgang mit Bauland;<\/em><br \/>\n<em>&#8230;<\/em><br \/>\n<em>3. Vorrang f\u00fcr die Siedlungsentwicklung nach innen und Vermeidung von Zersiedelung;<\/em><br \/>\n<em>4. verst\u00e4rkte Ber\u00fccksichtigung der Umweltschutzbelange und entsprechende Wahrnehmung der Klimaschutzbelange bei der Abw\u00e4gung \u00f6kologischer und \u00f6konomischer Anspr\u00fcche an den Raum, Unterst\u00fctzung des Natur- und Landschaftsschutzes;&#8220;<\/em><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Salzburger Bautechnikgesetz 2015:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\"><strong>\u00a7 4 Gestaltung<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\">&#8222;<em>(2) Bauliche Anlagen sind mit der Umgebung derart in Einklang zu bringen, dass das gegebene oder beabsichtigte Orts-, Stra\u00dfen- und <strong>Landschaftsbild<\/strong> nicht gest\u00f6rt wird.<\/em>&#8222;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ist unsere Landschaft (in Salzburg) gesch\u00fctzt? 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