{"id":13,"date":"2009-01-07T14:38:55","date_gmt":"2009-01-07T13:38:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hoermahnmal.eu\/?page_id=13"},"modified":"2019-04-16T08:15:19","modified_gmt":"2019-04-16T08:15:19","slug":"horsaule","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/hoermahnmal\/horsaule\/","title":{"rendered":"H\u00d6RMAHNMAL"},"content":{"rendered":"<p style=\"margin-bottom: 0.5cm;\">Etwa 300 Roma und Sinti fielen in Salzburg dem Rassenwahn der Nationalsozialisten zum Opfer, \u00fcber Jahre inhaftiert im Sammellager Maxglan, 1943 deportiert und in Konzentrations\u00adlagern ermordet.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.5cm;\">Im Gedenken an diese Opfer realisiert die Radiofabrik mit dem bildenden K\u00fcnstler Zoltan Pap ein H\u00f6rmahnmal: Skulptur und Radiofeature verschmelzen nach einer Idee von Georg Wimmer, Erich Themmel und Marcus C. Diess zum H\u00f6rmahnmal und machen so Erinnerungskultur im \u00f6ffentlichen Raum seh- und h\u00f6rbar. <span lang=\"de-AT\">Zentraler Bestandteil des Projektes ist die Errichtung einer Klanginstallation im \u00f6ffentlichen Raum.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.5cm;\">So wie die Assoziation eines Fuhrwerkes den Bewegungswillen der fahrenden V\u00f6lker repr\u00e4sentiert, wird sich auch das H\u00f6rmahnmal durch Salzburg bewegen. Ab 9. Juni 2009 ist das H\u00f6rmahnmal im Rahmen des <a title=\"Videodrom Studio West\" href=\"http:\/\/www.romavideodrom.net\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Videodrom-Filmfestivals<\/a> (<a href=\"http:\/\/www.studio-west.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Studio West<\/a>) am Gel\u00e4nde der <a href=\"http:\/\/www.argekultur.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ARGEkultur<\/a> zu Gast.<\/p>\n<p>Der Klang ist nur bei Ann\u00e4herung h\u00f6rbar. Bewegt man sich um die Skulptur herum,\u00a0 folgt der Klang. N\u00e4hern sich mehrere Menschen gleichzeitig,\u00a0 werden mehrere Lautsprecher aktiviert. Die Lautst\u00e4rke kann an die \u00f6rtlichen Begebenheiten angepasst werden, wird dadurch nicht als st\u00f6rend empfunden und ist bis zu einer Entfernung von ca. 2 m h\u00f6rbar.<\/p>\n<p>In Salzburg wurden ab dem Jahre 1939 durchziehende \u201eZigeuner\u201c auf einem schon bestehenden Sammelplatz zusammengefasst und durften sich nur noch mit beh\u00f6rdlicher Erlaubnis entfernen. 1940 wurden diese Roma und Sinti in die St\u00e4lle der Rennbahn in Salzburg-Aigen einquartiert. Gleichzeitig mussten sie an der Errichtung eines gr\u00f6\u00dferen und besser eingez\u00e4unten Lagers in Leopoldskron-Moos arbeiten.<\/p>\n<p>Das Lager in Salzburg wurde KZ-\u00e4hnlich gef\u00fchrt, ca. 300 Eingesperrte wurden zur Zwangsarbeit gezwungen. Ende M\u00e4rz\/Anfang April 1943 erfolgte die R\u00e4umung des Lagers, der Gro\u00dfteil der Insassen wurde nach Auschwitz-Birkenau transportiert. Ein kleinerer Teil kam in das Sammellager Lackenbach, einer Durchgangsstation der nationalsozialistischen Vernichtungs-Maschinerie.<\/p>\n<p>Die Namen von 230 der vom Lager Maxglan aus deportieren Roma und Sinti konnte der Salzburger Historiker Gert Kerschbaumer ermitteln. Namen wie den der kleinen Juliana Krems.<\/p>\n<p>Denn tausende Ermordete sind eine abstrakte, kaum begreifbare Zahl. Die dreij\u00e4hrige Juliana Krems ist ein konkreter Mensch. Ihr Ungl\u00fcck war es, ein \u201eZigeunerkind\u201c gewesen zu sein. Geboren am 26. April 1940 im so genannten \u201eZigeunerlager\u201c in Salzburg-Maxglan, deportiert und ermordet im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau am 3. September 1943.<\/p>\n<p>An Menschen wie die kleine Juliana Krems soll nun mit dem Projekt \u201eNiemals Vergessen &#8211; Ein H\u00f6rmahnmal\u201c erinnert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Etwa 300 Roma und Sinti fielen in Salzburg dem Rassenwahn der Nationalsozialisten zum Opfer, \u00fcber Jahre inhaftiert im Sammellager Maxglan, 1943 deportiert und in Konzentrations\u00adlagern ermordet. 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