{"id":1101,"date":"2012-09-13T03:53:41","date_gmt":"2012-09-13T03:53:41","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/?p=1101"},"modified":"2023-10-01T17:09:04","modified_gmt":"2023-10-01T17:09:04","slug":"the-soul-is-a-bird-norbert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/sendung\/the-soul-is-a-bird-norbert\/","title":{"rendered":"The Soul is a Bird (Norbert)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Podcast\/Download: <a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/63879\">Perlentaucher Nachtfahrt vom 14. September<\/a> (Die 48. Sendung!) &#8211; Wir erleben ein vierst\u00fcndiges Abenteuer <a href=\"http:\/\/www.elektrolurch.com\/spezial\/apocalypsenow-redux\/apocalypsenowredux.htm\">frei nach Apocalypse Now<\/a> und entwickeln eine Expedition ins Herz der Finsternis. Was erwartet uns nach der Begegnung mit unserem inneren Schatten? Und ist solch eine Selbsterfahrungsfahrt nicht auch als modernes M\u00e4rchen erz\u00e4hlbar? Wir wagen den Versuch &#8211; wie immer mit kontrastierender Musik und kontroversen Texten &#8211; doch ohne &#8222;Moral von der Geschicht&#8220;. Die ist und bleibt ein offenes Ende UND jeweils der eigenen Phantasie \u00fcberlassen. Das Sch\u00f6pferische in uns will n\u00e4mlich zur Geltung kommen &#8211; und soll dabei sch\u00f6n zweckfrei bleiben d\u00fcrfen! Die Entstehung dieser Sendung k\u00f6nnt ihr also auch in den zwei Artarien <a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2012\/08\/28\/apocalypse-solo\/\">&#8222;Apocalypse Solo&#8220;<\/a> und <a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2012\/09\/08\/apocalypse-duo\/\">&#8222;Apocalypse Duo&#8220;<\/a> nachvollziehen. Der Weg ist das Ziel&#8230;<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7091.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1102\" src=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7091-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7091-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7091-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7091.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Es beginnt alles mit einem Auftrag. Und mit einem <strong>seltsamen Gef\u00fchl,<\/strong> dass hier irgendwas nicht stimmt. Nicht stimmen kann. Noch nie gestimmt hat. Irgendwie beginnen <strong>Anspruch und Wirklichkeit<\/strong> zunehmend auseinander zu fallen. Zun\u00e4chst unmerklich, mit dem nagenden Unbehagen, das wir in <strong>Alkohol und Drogen<\/strong> aufzul\u00f6sen versuchen, das wir immer wieder beiseite schieben, nur um weiter machen zu k\u00f6nnen. Dann wird es pers\u00f6nlicher, trifft uns im Versuch, einen Menschen zu lieben und eine Gemeinschaft herzustellen. Wir stellen fest, dass wir <strong>das Wesentliche, das uns im Innersten besch\u00e4ftigt,<\/strong> nicht mehr kommunizieren k\u00f6nnen, wom\u00f6glich noch nie kommunizieren konnten. Uns fehlen die Worte, dies alles auszudr\u00fccken, wir sind wie bet\u00e4ubt, erschlagen \u2013 und wir resignieren, geben auf, lassen den Verlust zu. Noch mehr Alkohol, noch mehr Drogen, <strong>wir sehnen uns zur\u00fcck ins Abenteuer,<\/strong> zur\u00fcck in den Kampf, zur\u00fcck in den Dschungel. Doch auch der neuerliche Auftrag, der uns den Fluss hinauf schickt, ins Herz der Finsternis, jenseits der Grenzen des Vorstellbaren, erscheint seltsam ambivalent und in sich selbst unstimmig zu sein. <strong>Ja, wir wollen endlich Klarheit,<\/strong> wollen wissen, was das f\u00fcr ein Wahnsinn ist, an dem wir alle so selbstverst\u00e4ndlich teilnehmen und der uns gleicherma\u00dfen von Grund auf korrumpiert. Ja, wir versp\u00fcren <strong>eine unausweichliche Ahnung, eine fast schon \u00fcbersinnliche Gewissheit&#8230;<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7043.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1109\" src=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7043-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7043-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7043-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7043.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Das, was wir verloren haben, <strong>das, was uns fehlt,<\/strong> das, wonach wir schon immer auf der Suche sind, zumindest solange wir denken k\u00f6nnen, solange wir uns zur\u00fcck erinnern <strong>&#8211; was ist das \u00fcberhaupt?<\/strong> Es hat etwas mit dem Entdecken von sexueller Lust zu tun, damals als der Blitz einschlug bei der ersten intimen Ber\u00fchrung durch jemand anderen. Es ist nah verwandt mit den ersten Erfahrungen des Rauschzustands, mit jener <strong>euphorischen Entgrenzung<\/strong> im gemeinsamen Taumel von Trinken und Tanzen. Mit Verliebtheit und mit K\u00fcssen und mit dem ersten Joint im jungfr\u00e4ulichen Bewusstsein. Mit einem <strong>Sonnenaufgang in den Bergen<\/strong> nach einer durchwachten Nacht. Mit Motorradfahrten in unbekannte Landschaften, mit Sonnenunterg\u00e4ngen am Meer und unglaublich wohlschmeckenden exotischen Speisen in fremden L\u00e4ndern &#8211; und mit dem Gef\u00fchl, <strong>ganz wo anders &#8211; unvermutet &#8211; eine neue Heimat zu finden<\/strong>. Diese feinen Funken beim Entdecken von etwas Neuem, dieses unvoreingenommen unschuldige Staunen in elementarer Begeisterung, <strong>sprachlos machende Naturgewalten,<\/strong> die \u00fcber uns herein brechen und unser Bewusstsein nachhaltig ver\u00e4ndern. Sex, LSD, ewiges Kind sein im Hier und Jetzt. Der multiple Orgasmus der Verschmelzung mit sich selbst und dem Weltall. <strong>Reine Natur. Das Sein an sich. Gott. Mensch. Leben&#8230;<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7060.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1112\" src=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7060-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7060-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7060-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7060.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><strong>Gibt es das \u00fcberhaupt?<\/strong> Da war einmal was &#8211; und wir f\u00fchlen, dass es uns entgleitet, dass wir es eigentlich schon l\u00e4ngst nicht mehr wiederfinden k\u00f6nnen <strong>&#8211; egal, wie viel wir trinken<\/strong> und wie sehr wir uns mit dem &#8222;immer mehr nehmen, haben, wollen, tun&#8220; abm\u00fchen. Sex, Sex, Sex &#8211; langweilig. <strong>War das schon alles?<\/strong> Da muss doch noch &#8211; etwas? &#8211; jemand? &#8211; gewesen? &#8211; sein! &#8211; Ich? &#8211; Es? &#8211; Wir? &#8211; Wollen wir dorthin zur\u00fcck, wo alles zugrunde ging, um zu verstehen, weshalb? <strong>Wollen wir begreifen, was &#8211; und warum uns das fehlt,<\/strong> um zu akzeptieren, dass es nun einmal so ist, und um uns damit abzufinden, uns einzurichten im Unvermeidlichen &#8211; das ist nun mal der Lauf der Dinge, unsere Verg\u00e4nglichkeit? Oder wollen wir dorthin, weil wir <strong>&#8222;es&#8220;<\/strong> zur\u00fcck haben wollen? M\u00fcssen? <strong>Das Verlorene &#8211; ohne das wir nicht leben k\u00f6nnen<\/strong> &#8211; im eigentlichen Sinn. Nur vegetieren, funktionieren, als angestellte Auftragskiller einer Kolonialwarenwelt, die aus dem angeblichen Nicht(mehr)vorhandensein des urspr\u00fcnglich Essenziellen gute Gesch\u00e4fte macht &#8211; mit den Ersatzdrogen der Lust? Ist es nicht der blanke Wahnsinn, dass wir <strong>genau dasjenige<\/strong> nich mehr antreffen, nicht mehr wiederfinden k\u00f6nnen in dieser sch\u00f6nen neuen Welt des Fortschritts, des Wohlstands und der verwalteten Bed\u00fcrfnisse, <strong>das uns zu Menschen macht, die sich auch lebendig f\u00fchlen?<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7133.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1115\" src=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7133-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7133-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7133-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/09\/DSCN7133.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Ist es nicht gerade <strong>das wesentlichste<\/strong> aller menschlichen Bed\u00fcrfnisse, dass wir nicht nur versuchen, zu verstehen, warum und wie wir <strong>dieses Lebendigmachende<\/strong> \u00fcberhaupt verloren haben, sondern auch mit aller Kraft versuchen, es wieder zu finden, es wieder herzustellen und es dann wieder und wieder anzuwenden? In einem solchen Augenblick umfassender Klarheit <strong>haben wir mit dem etablierten Wahnsinn gebrochen, sind ausgestiegen<\/strong> &#8211; und haben uns von den Betreibern dieser betr\u00fcgerischen, psychopathischen, verbrecherischen Weltkonstruktion losgesagt. Wir sind aufgebrochen in dem Versuch, uns so weit als nur irgendwie m\u00f6glich davon zu entfernen. Seither verfolgt uns ihr &#8222;moralischer Terror&#8220; als unser schlimmster Feind. <strong>Gibt es noch eine andere L\u00f6sung,<\/strong> als deren Wahnsinn verinnerlicht widerspiegelnd im Untergang zu versinken &#8211; von sich selbst und \u00fcberhaupt allem?<\/p>\n<p><strong>Eine m\u00f6gliche Verwandlung &#8211; einen \u00dcbergang &#8211; eine neue Sinn-Stiftung?<\/strong><\/p>\n<p>Die Selbst-Erfahrung ist eine Fahrt nach innen, eine Reise zu sich selbst, hinter die Ideale und Vorstellungen, wo Schicht um Schicht alles von einem abf\u00e4llt &#8211; bis man auch dem eigenen Grauen ins Gesicht sieht. <strong>Zur\u00fcck kommst du von dort immer allein!<\/strong> Ist nicht hinter der gr\u00f6\u00dften Angst und inmitten der tiefsten Verst\u00f6rung, dort, wo nichts mehr anderes ist als Leere, Schicksalsergebenheit, das Ende von allem &#8211; ein neuer Anfang, eine Grenz\u00fcberschreitung <strong>&#8211; der Dreh- und Angelpunkt wirklichen Lebens?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Podcast\/Download: Perlentaucher Nachtfahrt vom 14. 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