{"id":187,"date":"2011-08-31T12:03:54","date_gmt":"2011-08-31T12:03:54","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/?p=187"},"modified":"2025-09-18T13:31:05","modified_gmt":"2025-09-18T13:31:05","slug":"female-feel-male-norbert-1-0","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/sendung\/female-feel-male-norbert-1-0\/","title":{"rendered":"female. feel male. (Norbert 1.0)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ich m\u00f6chte euch jetzt einmal einen kleinen Einblick in unsere Produktionsweise erm\u00f6glichen &#8211; am Beispiel des Entstehens unserer aktuellen Sendung. Es begann alles damit, dass der gute Chriss vor einigen Wochen die doch recht spontane Idee gebar, eine ganze Sendung nur mit den unterschiedlichsten Frauenstimmen zu machen. Meine erste Reaktion war: <em>\u201cDas halt ich nicht aus!\u201d<\/em> Doch dann br\u00fctete ich ein paar Tage daran herum und fiel noch einmal \u00fcber das legend\u00e4re Gedicht von Patti Smith <a href=\"http:\/\/skyeyeliner.endorphin.ch\/blumfeld_gedichte.html#13\">\u201cfemale. feel male.\u201d,<\/a> das bereits bei der <a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2011\/07\/30\/kt-tunstall-from-d-i-y-to-emi\/\">KT Tunstall Sendung<\/a> (wieder) auftauchte. <a href=\"http:\/\/www.nomorelyrics.net\/de\/blumfeld\/1224-lass_uns_nicht_von_sex_reden-songtexte.html\">Danke, Jochen Distelmeyer!<\/a><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2011\/08\/DSCN0766.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-188\" src=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2011\/08\/DSCN0766-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2011\/08\/DSCN0766-225x300.jpg 225w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2011\/08\/DSCN0766-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2011\/08\/DSCN0766.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Also fragte ich, ob es denn okay w\u00e4re, wenn wir den Grundgedanken, <strong>Frauen<\/strong> in verschiedenen Musikstilen und Sing- oder Sprechweisen <strong>zu spiegeln<\/strong>, noch einmal <strong>durch irgendwie sehr \u201cweiblich\u201d interpretierende M\u00e4nner kontrastieren<\/strong> k\u00f6nnten. Und auf einmal war da dieses Konzept des <strong>Weiblichen im M\u00e4nnlichen und umgekehrt<\/strong>. Denn eigentlich beschreibt Patti Smith ja den fr\u00fchpubert\u00e4ren Ekel mit der Entwicklung ihrer <strong>k\u00f6rperlichen Geschlechtseindeutigkeit<\/strong> und den ihr damit einhergehend auferlegten Zw\u00e4ngen zu <strong>typisch weiblichen Kost\u00fcmierungen und Verhaltensweisen<\/strong>. Und im Nachwirken einiger <strong>sehr intensiver Festspiel-Erlebnisse<\/strong>, unter anderem mit <a href=\"http:\/\/www.salzburgerfestspiele.at\/schauspiel\/ydp\/signa-das-ehemalige-haus\"><strong>Signa &#8211; Das ehemalige Haus<\/strong><\/a> &#8211; n\u00e4heres dazu in der <a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/artarium\/2011\/08\/25\/das-salzburg-syndrom\/\"><strong>Festspiel-Sendung<\/strong>,<\/a> festigt sich f\u00fcr uns die <strong>Erkenntnis, dass die Eindeutigkeit der weiblichen wie der m\u00e4nnlichen Posen &#8211; gerade auch in der Kunst &#8211; ohnehin zum Einschlafen todlangweilig ist. Ambivalence Rocks! &#8211; und Orgel !!!<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Schaut euch zum Beispiel dieses Video von <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=WqNRazJ4z_A\"><strong>Heather Nova &#8211; Sugar (Live)<\/strong><\/a> mit der wunderbaren <strong><a href=\"http:\/\/www.beritfridahl.dk\/BeritFridahl\/Welcome.html\">Berit Fridahl<\/a><a href=\"http:\/\/www.beritfridahl.dk\/BeritFridahl\/Welcome.html\"> (Gitarre)<\/a><\/strong> an. Nicht nur die Stimmf\u00fchrung vom <strong>schmetterlingsz\u00e4rtlichen Spoken-Word<\/strong> bis hin zum <strong>orgiastischen Stakkato von \u201cSugar\u201d<\/strong> im Refrain widerspiegelt beide Welten &#8211; die wir eben als <strong>typisch weiblich (zart) und typisch m\u00e4nnlich (hart) verinnerlicht<\/strong> haben. Nein, die gesamte Band verteilt hier die <strong>m\u00e4nnlich\/weiblichen Pers\u00f6nlichkeitsaspekte<\/strong> h\u00f6chst originell gebrochen auf ihre Protagonisten: Den mehr <strong>feminin-fragil<\/strong> herum hupfenden <strong>Bastian Juel<\/strong> am Bass m\u00f6chte man eigentlich <strong>nicht allzu sehr erschrecken<\/strong>, die <strong>hemds\u00e4rmelig kraftwerkende Berit Fridahl<\/strong> w\u00fcrde man jedoch jederzeit gern anrufen, wenn mal <strong>der Dachstuhl zu reparieren<\/strong> ist. Ihr seht also, worauf es hinaus l\u00e4uft? Schon wieder ist es <strong>ein Inbetween, ein Inzwischen, das uns interessiert &#8230;<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2011\/08\/DSCN0767.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-194\" src=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2011\/08\/DSCN0767-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2011\/08\/DSCN0767-225x300.jpg 225w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2011\/08\/DSCN0767-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2011\/08\/DSCN0767.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Bis n\u00e4chste Woche finalisieren wir also noch die entsprechende Musikauswahl &#8211; danke an <strong>MarLou<\/strong> f\u00fcr die Widererweckung des alten Ohrwurms <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6NXnxTNIWkc\"><strong>What&#8217;s Up<\/strong>.<\/a> Richtig spannend wird diesmal allerdings die <strong>Auswahl der eigenen Texte<\/strong>, die wir wieder mit <strong>Spoken-Word Beitr\u00e4gen<\/strong> (diesmal von Joolz Denby, Annie Lennox, Laurie Anderson und Heather Nova) mischen werden. Denn welche unserer <strong>Spiegelscherben, Fragmente und Gedichte<\/strong> repr\u00e4sentieren unsere abgr\u00fcndig verschleierten wie auch \u00f6ffentlich dargelebten <strong>inneren Weiblichkeiten<\/strong> am besten? Wir bestehen zwar alle jeweils<strong> zur H\u00e4lfte aus weiblichem<\/strong> Material (nein, nicht nur seelisch, durchaus <strong>biologisch, genetisch&#8230;<\/strong>) allerdings ist man(n) nicht so gewohnt, dies auch <strong>entsprechend<\/strong> <strong>wahrzunehmen, geschweige denn auszudr\u00fccken<\/strong>.<\/p>\n<p>Es ist, bleibt und wird also spannend. <strong>Erwartet euch<\/strong> am besten gar nichts &#8211; oder zumindest gemeinsam mit uns &#8211; <strong>das Unerwartete!<\/strong> Denn wir wissen ja &#8211; wie immer &#8211; auch noch nicht, was uns <strong>auf dieser Seelen-Expedition<\/strong> erwartet. Man h\u00f6rt sich jedenfalls &#8211; am <strong>Freitag, 9. September von 22:00 bis 01:00 Uhr<\/strong> auf den <a href=\"http:\/\/radiofabrik.at\/\"><strong>Radiofabrik Frequenzen<\/strong><\/a>, per <strong>Livestream im Internet<\/strong> oder danach als <strong>Stream\/Download<\/strong> im <a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/series\/616\"><strong>Cultural Broadcast Archive CBA<\/strong>.<\/a> <strong>Wir sind ein geiles Institut &#8230;<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich m\u00f6chte euch jetzt einmal einen kleinen Einblick in unsere Produktionsweise erm\u00f6glichen &#8211; am Beispiel des Entstehens unserer aktuellen Sendung. 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