{"id":2123,"date":"2013-07-10T23:50:20","date_gmt":"2013-07-10T23:50:20","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/?p=2123"},"modified":"2013-09-29T05:04:28","modified_gmt":"2013-09-29T05:04:28","slug":"woher-wohin-chriss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/projekt\/woher-wohin-chriss\/","title":{"rendered":"Woher Wohin (Chriss)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Stream\/Download: <a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/246606\">Die Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 12. Juli<\/a> begibt sich auf die Reise. Wiedereinmal und umso mehr. Es wird Zeit aufzubrechen, wegzugehen, sich selbst kennenzulernen. Es wird Zeit sich zu fragen: &#8222;Wer bin ich und wo komme ich her?&#8220; Wir begeben uns auf die Suche nach unseren Wurzeln, unseren Urspr\u00fcngen. Und dies sicherlich nicht ohne ein Augenzwinkern \ud83d\ude09<\/strong><\/p>\n<p><strong>Meine Reise begann eigentlich mit dem Gedanken an dieselbe.<\/strong> Zun\u00e4chst war es noch der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jakobsweg\"><strong>Jakobsweg<\/strong><\/a> mit seiner <strong>Jahrhunderte alten Tradition des Pilgerns<\/strong>. Ich merkte, dass ich <strong>meinen eigenen, ganz pers\u00f6nlichen Weg<\/strong> zeichnen wollte, der auch wirklich etwas mit mir zu tun hat. Und so fing ich an eine Route zu planen, die mich <strong>zu besonderen Orten, zu <\/strong><strong>heiligen Orten der Kelten<\/strong> f\u00fchren sollte. Doch drei Wochen alleine, zu Fu\u00df? Innerlich stellten sich mir die Haare auf und ich \u00e4nderte schlie\u00dflich abermals meine Pl\u00e4ne&#8230; <strong>Eine Reise verwandelt sich in viele Besuche<\/strong>, in ein- und mehrt\u00e4gige Ausritte in die Natur und zu Pl\u00e4tzen denen seit jeher eine besondere Bedeutung innewohnt. Ich werde auf alten Pfaden wandern, sehen was Generationen vor mir sahen. <strong>Ich werde ein Wanderer sein.<\/strong> Ein Wanderer der mit <strong>neu ge\u00f6ffneten Augen<\/strong> durch die Welt schreitet und <strong>immer auf der Suche<\/strong> bleibt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2133\" alt=\"Wer?\" src=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2013\/07\/CIMG0103-a-235x300.jpg\" width=\"235\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2013\/07\/CIMG0103-a-235x300.jpg 235w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2013\/07\/CIMG0103-a-802x1024.jpg 802w\" sizes=\"auto, (max-width: 235px) 100vw, 235px\" \/>&#8222;<strong>Ich f\u00fchle mich lose. Irgendwie heimatlos.<\/strong> Ich wei\u00df nicht wirklich wer ich bin, was ich hier eigentlich zu suchen habe, wo ich hin geh\u00f6re\u2026 Ich beginne gerade mich auf die Reise zu machen\u2026 <strong>Ich will weg!<\/strong> Weg von Salzburg! Weg von Zuhause! Weg von den Stra\u00dfen, deren Namen ich kenne! Weg von den Geb\u00e4uden, deren Anblick mich anwidert! Weg von den barocken Kirchen, Lustg\u00e4rten und den <strong>ewig-gestrigen maskierten Nazis, die alles Andersdenkende versuchen auszurotten!<\/strong> Ja, mir ist schon bewusst, dass ich mich diesen Mechanismen und gesellschaftlichen Standards nicht v\u00f6llig entziehen kann, <strong>aber ich muss raus!<\/strong> Ich m\u00f6chte andere Landschaften sehen, andere Leute und Dialekte kennen lernen. Ich m\u00f6chte zumindest tempor\u00e4r fliehen. <strong>Und sei es nur f\u00fcr einen Tag&#8230;<\/strong>&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2013\/07\/CIMG9203.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2313\" alt=\"Wohin?\" src=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2013\/07\/CIMG9203-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2013\/07\/CIMG9203-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2013\/07\/CIMG9203-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Also, <strong>wohin geht die Reise<\/strong>? Jetzt, da sich mir ein ungeahntes Zeitfenster anbietet, in dem ich <strong>unabh\u00e4nging sein und frei gestalten<\/strong> kann. In dem <strong>keine Pflicht<\/strong> ruft und niemand sich die Chef-Krone aufsetzt und anschaffen l\u00e4sst. <strong>Keine tagt\u00e4gliche\u00a0 Selbstvergewaltigung in die lohnb\u00fcroarbeitsabsterbenden R\u00e4ume einer unmenschlichen Welt<\/strong>, sondern <strong>befreit atmen<\/strong> und Gedanken verdichten zu leuchtenden Farben, die mich in das Jetzt des n\u00e4chsten Augenblicks rufen! Doch wohin werde ich gehen? Eigentlich egal&#8230; <strong>Der Weg ist das Ziel.<\/strong> Oder wie der chinesische Philosoph <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Laozi\">Lao-Tse<\/a>\u00a0sagte: <strong>&#8222;A good traveller has no fixed plans, and is not intent on arriving.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2324\" alt=\"woher\" src=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2013\/07\/forest-walk-181x300.jpg\" width=\"181\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2013\/07\/forest-walk-181x300.jpg 181w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2013\/07\/forest-walk-618x1024.jpg 618w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2013\/07\/forest-walk.jpg 1953w\" sizes=\"auto, (max-width: 181px) 100vw, 181px\" \/><strong>Denn Pl\u00e4ne m\u00fcssen sich \u00e4ndern d\u00fcrfen!<\/strong> Wenn man zu sehr an einer Vorstellung oder einem Konzept festh\u00e4lt, erstarrt man und wird <strong>unflexibel, unbeweglich, unvorbereitet<\/strong> auf Dinge die man nicht beeinflussen kann! Und im Endeffekt bleibt man <strong>entt\u00e4uscht auf dem kalten, nassen Boden der Erkenntnis<\/strong> sitzen&#8230; Wenn man allerdings die Planung etwas lockerer und offener angeht, sich einl\u00e4sst auf Neues und <strong>vielleicht alles Bisherige auf den Kopf stellt<\/strong>, k\u00f6nnen sich einem <strong>Bilder, Begegnungen und Abenteuer<\/strong> er\u00f6ffnen, die man <strong>niemals erahnt<\/strong> h\u00e4tte.<strong> Ich halte die Naivit\u00e4t des Kindes sehr hoch<\/strong> und wenn ich durch eine Stadt gehe, \u00f6ffne ich Augen, Ohren und H\u00e4nde f\u00fcr die kleinen Details, die unbeachteten Facetten, die schwer wahrnehmbaren Zwischent\u00f6ne, die Energie der Bewegung, <strong>das Unerwartete<\/strong>. Ich bleibe im Fluss, der sich stetig wandelt, der sich immer ver\u00e4ndert. <strong><a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/sendung\/inzwischen-unterwegs\/\">Ich bleibe unterwegs.<\/a> Ich h\u00f6re nie auf zu wandern. Ich h\u00f6re nie auf zu entdecken. Ich h\u00f6re nie auf zu suchen.<\/strong><\/p>\n<p>Meine Reise begann eigentlich mit dem Gedanken an dieselbe. Und mit meiner <strong>Auseinandersetzung mit mir selbst und meinem Leben, meiner Herkunft, meiner Zukunft<\/strong>. Ich schrieb einen Text und erkannte etwas sehr wesentliches: <strong>Je weniger ich wei\u00df woher ich komme, desto weniger wei\u00df ich wohin ich gehen m\u00f6chte. Und dadurch bleibt mein &#8222;Eigentliches Ich&#8220;, der Mensch in mir, der nur darauf wartet geweckt zu werden, weiterhin im Dunkeln.<\/strong> Ich mache mich also auf die Suche nach meinen Wurzeln, meinem Stamm, meinen \u00c4sten und Bl\u00e4ttern, und folge unsichtbaren Wegen, die mir ein <strong>tieferes Verst\u00e4ndnis<\/strong> f\u00fcr Mutter Erde lehren, eine <strong>tiefere Verbundenheit<\/strong> zur Natur zeigen, eine <strong>tiefe Bejahung<\/strong> meiner Selbst bef\u00f6rdern und mich erkennen lassen, dass ich lebe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stream\/Download: Die Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 12. Juli begibt sich auf die Reise. Wiedereinmal und umso mehr. Es wird Zeit aufzubrechen, wegzugehen, sich selbst kennenzulernen. 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