{"id":324,"date":"2011-11-06T06:06:54","date_gmt":"2011-11-06T06:06:54","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/?p=324"},"modified":"2025-01-17T14:59:32","modified_gmt":"2025-01-17T14:59:32","slug":"emotional-overdose-norbert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/sendung\/emotional-overdose-norbert\/","title":{"rendered":"Emotional Overdose (Norbert)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Podcast\/Download: Die <a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/51925\">Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 11. November<\/a> &#8211; gscheit heftig und ordentlich tief! Als Kontrapunkt zum vorab stattfindenden Festmahl der Radiofabrik packen wir ab 22:00 gef\u00fchlsgrenzwertiges wie emotional \u00fcberforderndes Musik- und Stimmungsmaterial aus. Speziell die Untiefen des Norbert&#8217;schen Lebensarchivs wollen &#8211; passend zu einer beginnenden oder bevorstehenden Herbstdepression &#8211; wieder einmal einen Soundtrack zur Sinnkrise hervor r\u00fclpsen und euch den passenden Wandbehang zum Weltschmerz in die Existenz montieren. Existenzialismus ist Extrembergsteigen im eigenen Inneren, ist F\u00e4hrten- und Gef\u00e4hrtensuche trotz aller Gefahr, ist Abenteuer, Grenzerfahrung und Lebendigkeit im Hier und Jetzt.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2011\/11\/Norbert-K049.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-325\" src=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2011\/11\/Norbert-K049-196x300.jpg\" alt=\"\" width=\"196\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2011\/11\/Norbert-K049-196x300.jpg 196w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2011\/11\/Norbert-K049-669x1024.jpg 669w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2011\/11\/Norbert-K049.jpg 1632w\" sizes=\"auto, (max-width: 196px) 100vw, 196px\" \/><\/a>Es war auch einfach wieder mal <strong>notwendig<\/strong> nach all dem Inbetweenigen, Inklusiven und Integrativen der letzten Sendungen, das gute alte <strong>Grundbed\u00fcrfnis<\/strong> nach dem <strong>Abfeiern des Abgrunds<\/strong> und dem <strong>Zelebrieren der Zerr\u00fcttung<\/strong> auszuleben. Erstaunlicherweise dient es ja der melancholischen oder schwerm\u00fctigen und zur Depression neigenden Seele <strong>als Ritual der Reinigung und Selbstheilung<\/strong>, sich im Singen von Einsamkeits- und Verlassenheitsliedern zu versenken. Dieser in Salzburg leider weitgehend ausgeblendeten <strong>K\u00e4rntner Katharsis<\/strong> wollen wir diesmal zur Geltung verhelfen &#8211; und mit ihr all den gering gesch\u00e4tzten, verachteten und <strong>unerw\u00fcnschten Gef\u00fchlen<\/strong>, die ja ebenso <strong>Teil unseres Lebens<\/strong> sind wie seine sonnigen Seiten.<\/p>\n<p>Zudem wollten wir uns thematisch auf das ebenfalls <strong>jeden zweiten Freitag im Monat<\/strong> stattfindende <strong><a href=\"http:\/\/www.overdose.at\/\">Overdose im Club b.lack<\/a><\/strong> beziehen, das ja mit Gothic, Industrial, EBM, 80&#8217;s, Dark Wave und Neofolk ganz \u00e4hnliche <strong>Gef\u00fchlsgenres und Stimmungswelten<\/strong> bearbeitet. Allerdings ergibt sich daraus auch eine interessante <strong>stilistische Spannung<\/strong>, komme ich doch zum Beispiel noch aus jener Epoche, in der man tats\u00e4chlich zu <strong>&#8222;alternativer, progressiver und psychedelischer&#8220; Rockmusik<\/strong> tanzte, und das nicht nur bei Livekonzerten! Also werden durchaus Overdose-genretypische Musikbeispiele wie <strong>Joachim Witt, Laibach <\/strong>oder<strong> Collide<\/strong> von gitarrenlastigeren Interpreten wie <strong>New Model Army, Tagtraum, Thurston Moore (Sonic Youth)<\/strong> und<strong> Martin Konvicka (the who the what the yeah)<\/strong> kontrastiert werden. Experimentell Eigenartiges wie <strong>Tony Levin, Rachid Taha, Mutter <\/strong>sowie<strong> selbstgebraute Audiocollage<\/strong> verbindet sich schlie\u00dflich mit <strong>Peter Gabriel, Peter Licht<\/strong> &#8211; wir sind bestimmt auch beim <strong><a href=\"http:\/\/www.argekultur.at\/Ars\/Arge\/Event\/EventDetails.aspx?EventID=10434\">Konzert am Sonntag, 13. 11. in der ARGE<\/a><\/strong> &#8211; und nat\u00fcrlich<strong> Patti Smith &#8230;<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2011\/11\/V_for_Vendetta_mask_-_20071024.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-342\" src=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2011\/11\/V_for_Vendetta_mask_-_20071024-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2011\/11\/V_for_Vendetta_mask_-_20071024-225x300.jpg 225w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2011\/11\/V_for_Vendetta_mask_-_20071024-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Womit wir beim <strong>\u00dcberraschenden<\/strong> angelangt w\u00e4ren, das dieser Sendereihe wie gewohnt innewohnt. Es m\u00fcsste schon mit des <strong>Posenteufels Gro\u00dfmutter<\/strong> zugehen, wenn solches <strong>Versenken in Verzweiflung und Verdruss<\/strong> nicht auch wiederum <strong>neue Perspektiven<\/strong> hervorbr\u00e4chte, oder?<strong> &#8222;tot(punkt)leben&#8220;<\/strong> hie\u00df das in einem fr\u00fcheren Textexperiment. Dies lassen wir euch dann ebenfalls mit erleben &#8211; durch unsere <strong>Gespr\u00e4che<\/strong> und die ausgew\u00e4hlten <strong>Spoken-Word-Beitr\u00e4ge<\/strong> rund ums Thema. Und daf\u00fcr, dass die Playlist nicht vollends ins Abgr\u00fcndige abkackt, sorgt <strong>der fabelhafte Chriss<\/strong> mit der ihm eigenen <strong>jugendlichen Freundlichkeit und Frische<\/strong>.<\/p>\n<p>Wollen wir als Motto dieser Nacht also am besten den Schluss von <strong>Peter Gabriels Songtext<\/strong> zu <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ZDNr0NPFQWw\"><strong>Darkness<\/strong><\/a> w\u00e4hlen, der trefflich <strong>den Augenblick der Aufl\u00f6sung tiefster Angst<\/strong> beschreibt:<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>When I allow it to be<\/strong><br \/>\n<strong>It has no control over me<\/strong><br \/>\n<strong>I own my fear<\/strong><br \/>\n<strong>So it doesn&#8217;t own me<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Walking through the undergrowth<\/strong><br \/>\n<strong>To the house in the woods<\/strong><br \/>\n<strong>The deeper I go, the darker it gets<\/strong><br \/>\n<strong>I peer through the window<\/strong><br \/>\n<strong>Knock at the door<\/strong><br \/>\n<strong>And the monster I was so afraid of<\/strong><br \/>\n<strong>Lies curled up on the floor<\/strong><br \/>\n<strong>Is curled up on the floor just like a baby boy<\/strong><br \/>\n<strong>I cry until I laugh<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Podcast\/Download: Die Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 11. November &#8211; gscheit heftig und ordentlich tief! Als Kontrapunkt zum vorab stattfindenden Festmahl der Radiofabrik packen wir ab 22:00 gef\u00fchlsgrenzwertiges wie emotional \u00fcberforderndes Musik- und Stimmungsmaterial aus. 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