{"id":4530,"date":"2014-09-11T05:55:21","date_gmt":"2014-09-11T05:55:21","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/?p=4530"},"modified":"2014-09-19T02:43:01","modified_gmt":"2014-09-19T02:43:01","slug":"auf-der-flucht-norbert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/sendung\/auf-der-flucht-norbert\/","title":{"rendered":"Auf der Flucht (Norbert)"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00a0 &gt; Sendung anh\u00f6ren: <a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/269008\">Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 12. September<\/a><\/strong> &#8211; Flucht und Vertreibung einmal etwas anders betrachtet als aus dem Blickwinkel aktueller Berichterstattung oder engagierter <strong>Migrationsstatistik<\/strong>. Wir alle kennen die Bilder der vor Lampedusa ertrunkenen oder gerade noch so mit dem blo\u00dfen Leben davongekommenen halbverhungerten Habenichtse aus den Abendnachrichten. Oder die fast schon endlos wiederholte Darstellung von <strong>Displaced Persons<\/strong>, KZ-\u00dcberlebende wie Heimatvertriebene, etwa aus den Geschichtsdokus von Hugo Portisch bis Guido Knopp. Ganz zu schweigen vom mittlerweile zu einer medialen Ikone des 20. Jahrhunderts gewordenen Foto, das ein weinend fl\u00fcchtendes, durch <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=R88KlC26Bo4\"><strong>Napalm verbranntes <\/strong><strong>M\u00e4dchen im Vietnamkrieg<\/strong><\/a> zeigt. Was wir da jeweils zu sehen bekommen, <strong>das pr\u00e4gt unsere Erinnerung<\/strong> ans Weltgeschehen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2014\/09\/DSCN1878.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4545\" src=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2014\/09\/DSCN1878-300x224.jpg\" alt=\"Erinnern Verstehen 1\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2014\/09\/DSCN1878-300x224.jpg 300w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2014\/09\/DSCN1878-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2014\/09\/DSCN1878-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Wie aber verh\u00e4lt es sich mit unseren eigenen Geschichten? Jenen, die wir selbst bebildern, darstellen, erz\u00e4hlen k\u00f6nnen? Bei denen die <strong>Kommentare<\/strong> von uns selbst gesprochen &#8211; und die <strong>Zusammenh\u00e4nge<\/strong> von uns selbst hergestellt werden? Die weichen oft stark von <strong>allgemeiner Geschichte<\/strong> ab &#8211; und auch davon, woran wir uns so <strong>zu erinnern glauben<\/strong>. K\u00f6nnen wir etwas dazu beitragen, dass solche pers\u00f6nlichen <strong>Lebens- und Familiengeschichten<\/strong> nicht nur in der Erinnerung bewahrt bleiben, sondern dar\u00fcber hinaus <strong>als ebenb\u00fcrtige Elemente kollektiver Geschichte<\/strong> in Erscheinung treten? Dies ist die Fragestellung der dreist\u00fcndigen Sendung rund um das <strong>Thema Flucht<\/strong> und ihre jeweiligen Anl\u00e4sse und Auswirkungen &#8211; aber auch einem damit verbundenen <strong>dauernden Unterwegssein<\/strong>. Und zugleich unser Beitrag zum EU-Projekt <a href=\"http:\/\/www.radiofabrik.at\/projekte0\/aktuelleprojekte\/memory-under-construction.html\"><strong>&#8222;Memory under Construction: Giving Voice to Forgotten Memory&#8220;<\/strong><\/a>, einer 2-j\u00e4hrigen <strong>Grundtvig-Lernpartnerschaft<\/strong> unter Mitwirkung der Radiofabrik zu Salzburg. Wir finden das Konzept des <strong>emotional-assoziativen Zugangs zur Atmosph\u00e4re des Fl\u00fcchtens<\/strong> besonders geeignet, derartige <strong>Fluchtgeschichten<\/strong> m\u00f6glichst unverstellt zu erleben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2014\/09\/DSCN1787.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4567\" src=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2014\/09\/DSCN1787-300x224.jpg\" alt=\"Erinnern Verstehen 2\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2014\/09\/DSCN1787-300x224.jpg 300w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2014\/09\/DSCN1787-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2014\/09\/DSCN1787-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Daher wenden wir <strong>unseren Blick<\/strong> zun\u00e4chst von heftigen Bildern und damit verbundenen Schicksalen ab. Stattdessen sp\u00fcren wir ins Innere und Ungewisse des <strong>fremdbestimmten <\/strong>Nomadentums unserer Gesellschaft und suchen nach den <strong>Ursachen<\/strong> f\u00fcr das unfreiwillige Unstetsein inmitten von <strong>Heimat und \u00dcberfluss<\/strong>. Lassen wir dazu Autoren vom respektablen Literaturprojekt <a href=\"http:\/\/dorfzeitung.com\/archives\/9346\"><strong>Denk ich an Heimat<\/strong><\/a> der <a href=\"http:\/\/www.apropos.or.at\/\"><strong>Stra\u00dfenzeitung Apropos<\/strong><\/a> zu Wort kommen, oder <strong>Hans Rauscher<\/strong> (nein, nicht der Journalist) vom bestechenden Musiksampler <a href=\"http:\/\/bglv1.orf.at\/stories\/329690\"><strong>\u00dcber den Wolken, unter der Br\u00fccke<\/strong><\/a> der <a href=\"http:\/\/www.augustin.or.at\/\"><strong>Wiener Augustin-Redaktion<\/strong><\/a>. Erz\u00e4hlen wir selbst die <strong>Geschichte(n)<\/strong> von entwurzelten Angeh\u00f6rigen, von \u00e4u\u00dferem Druck und innerer Unruhe, von der heimlichen <strong>Brutalit\u00e4t des<\/strong> <strong>&#8222;normalen&#8220; Alltags<\/strong>, von Anpassung, Auflehnung und angema\u00dfter Autorit\u00e4t. Vom Hunger nach Gerechtigkeit, vom <strong>Verzweifeln an den Verh\u00e4ltnissen<\/strong>, vom Bedrohtwerden der eigenen Existenz, vom <strong>Auswandern in die innere Emigration<\/strong>. Von dir und von mir und von uns. Und von der Hoffnung, die bis zuletzt nicht sterben will! Denn das macht uns zu Menschengeschwistern, dass wir miteinander teilen, was wir erleben, einander mitteilen&#8230;<\/p>\n<p><em>&#8222;&#8230;bald sah er aus wie viele, die zur Wanderschaft gezwungen sind, weil sie kein Heim haben oder keines wollen. Weil sie keine Ruhe finden, oder weil sie sich ein Ziel gesetzt haben, das mehr ist und ferner als irgendein Ort auf dieser Erde, auf der sie nur unstete Wanderer sind &#8211; wie wir alle.&#8220;<\/em>\u00a0 <strong>(Joseph Roth &#8211; Tarabas. Ein Gast auf dieser Erde)<\/strong><\/p>\n<p><strong>&gt; Zu diesem Thema<\/strong> gibts auch einen <a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/sendung\/auf-der-flucht-chriss\/\"><strong>Artikel vom Chriss<\/strong><\/a> \ud83d\ude09<\/p>\n<p><strong>&gt; sowie zum Nachh\u00f6ren die <a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/269313\">einst\u00fcndige Zusammenschau<\/a><\/strong> &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 &gt; Sendung anh\u00f6ren: Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 12. September &#8211; Flucht und Vertreibung einmal etwas anders betrachtet als aus dem Blickwinkel aktueller Berichterstattung oder engagierter Migrationsstatistik. 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