{"id":471,"date":"2012-01-11T08:18:49","date_gmt":"2012-01-11T08:18:49","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/?p=471"},"modified":"2012-01-16T13:57:36","modified_gmt":"2012-01-16T13:57:36","slug":"beidseitig-gleichzeitig-zweischneidig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/sendung\/beidseitig-gleichzeitig-zweischneidig\/","title":{"rendered":"Beidseitig, gleichzeitig, zweischneidig&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Podcast\/Download: <a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/54079\">Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 13. Januar<\/a> \u00fcber <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ambivalenz\">EMOTIONALE AMBIVALENZ<\/a> &#8211; passend zum gef\u00fchlsabgr\u00fcndigen Jahreswechsel wie auch zur perspektivischen Janusk\u00f6pfigkeit unserer heurigen Winterschlafwandlerei! Jenseits der seltsamen, jedoch weit verbreiteten Vorstellung von klar unterscheidbaren oder sozusagen &#8222;reinen&#8220; Empfindungen und einer m\u00f6glichen Einteilung in positive oder negative, &#8222;gute&#8220; oder &#8222;schlechte&#8220; Gef\u00fchlszust\u00e4nde &#8211; da beginnt n\u00e4mlich die Grauzone, das Schattenreich, die Traumwelt &#8211; oder aber das eigentliche Leben. Wir bereisen drei Stunden lang das weite Land der Indifferenz &#8211; zwischen Irritation und Verwirrung&#8230;<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/01\/DSCN3691.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-473\" src=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/01\/DSCN3691-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/01\/DSCN3691-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/01\/DSCN3691-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/01\/DSCN3691.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Abgesehen davon, dass wir beide uns ganz gern in diese <strong>Grau- und Grenzbereiche<\/strong> des Erlebens begeben, um das vorgeblich <strong>&#8222;Normale&#8220;<\/strong> zu <strong>hinterfragen,<\/strong> entsprang die Idee zu dieser Sendung der scheinbar harmlosen Frage <strong>&#8222;Wie gehts dir so?&#8220;<\/strong> Gerade zur Weihnachtszeit konnte eine ehrliche Antwort nur ambivalent\u00a0 ausfallen: <strong>&#8222;Beidseitig gleichzeitig&#8230;&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Eine h\u00f6chst <strong>zweischneidige Angelegenheit,<\/strong> denn einerseits sind wohl alle tiefen zwischenmenschlichen Selbsterfahrungen von der <strong>gleichzeitigen Vorhandenheit lichter wie dunkler Gef\u00fchlsanteile<\/strong> gepr\u00e4gt, andererseits aber w\u00fcnschen wir uns oft nichts sehnlicher als <strong>emotionale Ausgeglichenheit<\/strong> &#8211; \u00fcberschaubare Zeitr\u00e4ume von <strong>empfundener Eindeutigkeit, Geborgenheit, Sicherheit.<\/strong> <strong>Ein Widerspruch<\/strong> in sich selbst also, der <strong>nur verdr\u00e4ngt, nie jedoch aufgel\u00f6st<\/strong> werden kann? Ein schicksalhaftes <strong>Dilemma, dem zu entrinnen<\/strong> wir die <strong>erw\u00fcnschten Gef\u00fchle<\/strong> hervor kitzeln und <strong>die Unerw\u00fcnschten unerdr\u00fccken<\/strong> m\u00fcssen?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/01\/DSCN4186.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-480\" src=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/01\/DSCN4186-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/01\/DSCN4186-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/01\/DSCN4186-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/01\/DSCN4186.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Zudem ist ja die <strong>Vorstellung von Normalit\u00e4t<\/strong> gerade im Gef\u00fchlsbereich <strong>(gesundes Volksempfinden)<\/strong> oft etwas Vorgegebenes, mit dem <strong>man (!)<\/strong> immer schon Menschen zu<strong> manipulierbaren Massen machen<\/strong> konnte, also in h\u00f6chstem Ma\u00dfe verd\u00e4chtig. Die <strong>eigene Wahrnehmung<\/strong> von innerer Ausgeglichenheit muss dann wohl auch <strong>etwas ganz anderes<\/strong> sein&#8230;<\/p>\n<p>Eine gewisse Portion an <strong>emotionaler Vermischung und Zwiesp\u00e4ltigkeit<\/strong> scheint durchaus so etwas wie eine <strong>nat\u00fcrliche Gegebenheit<\/strong> zu sein. Was ich mir heute <strong>zutiefst ersehne<\/strong>, das kann mir schon morgen &#8211; sogar schon im selben Moment ebenso <strong>zutiefst zuviel<\/strong> sein. Was mich \u00fcber alle Ma\u00dfen <strong>belebt, beseelt und erf\u00fcllt,<\/strong> das kann mich im selben Augenblick ebenso heftig <strong>vereinsamen, erschrecken und ausbrennen.<\/strong> <strong>Das Gegenteil seiner selbst<\/strong> scheint <strong>in unserer Gef\u00fchlswelt<\/strong> geradezu <strong>angelegt<\/strong> zu sein. <strong>Inwieweit dies einen Sinn ergibt &#8211; und wenn ja, welchen &#8211; das bleibe hier zun\u00e4chst einmal auch dahin gestellt.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/01\/DSCN4178.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-494\" src=\"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/01\/DSCN4178-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/01\/DSCN4178-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/01\/DSCN4178-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2012\/01\/DSCN4178.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Bevor die <strong>Reiz\u00fcberflutung<\/strong> mit <strong>Doppelbotschaften<\/strong> uns endg\u00fcltig <strong>propagandistisch &#8211; pardon, werbetechnisch<\/strong> zur Strecke bringt und wir dringend zum <strong>Apotheker unseres Arztes<\/strong> m\u00fcssen, bleibt uns schon noch ein <strong>ziemlicher Spielraum<\/strong> an <strong>eigener Interpretation,<\/strong> den wir <strong>uns bewahren<\/strong> &#8211; und zu dem wir <strong>einander auch ermutigen sollten!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ein Koffer voller Fragen &#8211; doch wer kennt die Antworten?<\/strong> Ist der <strong>Buddhismus<\/strong> wom\u00f6glich \u00fcberlebenstechnisch betrachtet eine geeignetere <strong>Philosophie<\/strong> als der <strong>Manich\u00e4ismus<\/strong> des <strong>Christentums?<\/strong> Wem k\u00f6nnen wir \u00fcberhaupt noch vertrauen, wo doch <strong>sogar wir selbst<\/strong> fortw\u00e4hrend <strong>hohe Wellen<\/strong> schlagen, somit allem Anschein nach <strong>h\u00f6chst unberechenbar<\/strong> sind? <strong>Und<\/strong> &#8211; um es <strong>in den Worten der Bibel<\/strong> auszudr\u00fccken &#8211; ist nicht eigentlich \u00fcberhaupt <strong>&#8222;alles eitel und Haschen nach dem Wind?&#8220;<\/strong> Mit <strong>Peter Licht<\/strong> immerhin k\u00f6nnte man es auf einen einstweiligen, also <strong>springenden Punkt<\/strong> bringen: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pgbNhJ5DF6o\"><strong>&#8222;Was du hast ist ein offenes Ende.&#8220;<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>Bis dahin bleibt alles ambivalent.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Podcast\/Download: Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 13. 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