{"id":7127,"date":"2018-08-30T19:50:30","date_gmt":"2018-08-30T19:50:30","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/?p=7127"},"modified":"2018-09-29T21:29:23","modified_gmt":"2018-09-29T21:29:23","slug":"der-sender-mit-dem-schorsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/uncategorized\/der-sender-mit-dem-schorsch\/","title":{"rendered":"Der Sender mit dem Schorsch"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein <a href=\"https:\/\/radiofabrik.at\/news\/radioschorsch-2018-was-soll-das\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schorsch<\/a> mit Ohren &#8211; seit zwanzig Johren. Was soll das?<\/strong> In der Radiofabrik unseres Vertrauens werden <strong>Wahlen noch mit Geschmack<\/strong> gewonnen &#8211; und deshalb k\u00f6nnen <strong>ALLE<\/strong> &#8211; <strong>ganz nach Geh\u00f6r<\/strong> &#8211; den ihrer Ansicht nach <strong>\u201cbesten\u201d Jingle w\u00e4hlen<\/strong>, und zwar hier: <a href=\"https:\/\/radiofabrik.at\/news\/waehlt-den-besten-radiojingle-was-soll-das\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Anh\u00f6rung und Online-Abstimmung<\/strong><\/a>, ein <strong>Demokratie-H\u00f6rtheater<\/strong> f\u00fcr <strong>Anf\u00e4nger<\/strong> und <strong>Insider<\/strong>. <strong>(Jeder nur ein Kreuz)<\/strong> Woselbst auch wir, <strong>die Perlentaucher<\/strong>, gleich <strong>mit 4 Beitr\u00e4gen<\/strong> quasi <strong>gegen uns selbst<\/strong> antreten. <strong>Genug kann nie gen\u00fcgen<\/strong>, <strong>auch nach 20 Jahren nicht<\/strong>, das erkannte <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nP1Zj6SqN_Y\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Konstantin Wecker<\/strong><\/a> ja schon vor vielen&#8230; Und so tauchen wir <strong>tief in unser Archiv<\/strong>, um der Fragestellung <strong>\u201cWas soll das?\u201d<\/strong> ein paar Perlen beizuf\u00fcgen, die sowohl unser <strong>Selbstverst\u00e4ndnis als Sendungsmacher<\/strong> als auch <strong>die Wesensart der Radiofabrik <\/strong>darstellen. <strong>Die Ursuppe<\/strong>,<strong> eine Anstiftung:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2018\/08\/Der-mit-dem-Schorsch-tanzt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-7133\" src=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2018\/08\/Der-mit-dem-Schorsch-tanzt-300x225.jpg\" alt=\"Der mit dem Schorsch tanzt\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2018\/08\/Der-mit-dem-Schorsch-tanzt-300x225.jpg 300w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2018\/08\/Der-mit-dem-Schorsch-tanzt-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2018\/08\/Der-mit-dem-Schorsch-tanzt-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2018\/08\/Der-mit-dem-Schorsch-tanzt-400x300.jpg 400w, https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/files\/2018\/08\/Der-mit-dem-Schorsch-tanzt.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Das <strong>Sinnbild<\/strong> oder die <strong>Grundidee<\/strong> <strong>des Perlentauchens<\/strong> ist ungemein zeitgem\u00e4\u00df: Durch immer mehr und <strong>immer noch z\u00e4heren Schlaaz<\/strong> zu tauchen, um <strong>einzelne Perlen des Besonderen<\/strong> und somit <strong>subjektiv Wertvollen<\/strong> hervor zu st\u00f6bern, auf dass wir sie in diesem <strong>\u00f6ffentlichen Raum Radio<\/strong> mit anderen kreativen <strong>Individualist_innen<\/strong> teilen k\u00f6nnen. Und passt auch wie der Topfdeckel aufs <a href=\"https:\/\/www.freie-radios.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Freie Radio<\/strong><\/a>, einem der letzten <strong>\u00f6ffentlichen R\u00e4ume<\/strong>, der noch nicht <strong>von kommerziellen<\/strong> und\/oder <strong>machtpolitischen Interessen verseucht<\/strong> ist. In dem genau jener <strong>Erfolgs- und Anpassungsdruck<\/strong> nicht herrscht, der sonst ja schon die meisten <strong>Lebenstr\u00e4ume molochgleich verschlungen<\/strong> hat. Jener <strong>zutiefst soziopathische Wachstumswahn<\/strong>, der <strong>sch\u00f6pferisches Arbeiten unm\u00f6glich macht<\/strong> und <strong>seelische Ausgeglichenheit zerst\u00f6rt<\/strong>. Diese <strong>Zerdepperung des Menschlichen<\/strong> durch <strong>Populismus<\/strong>,<strong> Krone<\/strong> und <strong>Fernsehblah<\/strong>. Jede Menge <strong>dicht verdichteter Schlamm<\/strong> also, <strong>Unflat und Gatsch<\/strong>, aus dem solche <strong>Kostbarkeiten<\/strong> wie etwa <strong>Eigenartiges<\/strong> oder <strong>Wesentliches<\/strong> hervorzusuchen <strong>immer anstrengender<\/strong> wird. Jedoch <strong>ein von <a href=\"https:\/\/radiofabrik.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">unbeugsamen Sender_innen<\/a><\/strong> <strong>bev\u00f6lkertes Radio<\/strong> h\u00f6rt nicht auf, <strong>all den Dringlingen<\/strong> Widerspruch zu leisten. Hier <strong>die Zutaten<\/strong> zu unserem <strong>Zaubertrank:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Schorsch 1: <\/strong><a href=\"https:\/\/cba.fro.at\/381368\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Was soll das feat. Norbert K.Hund (Kunstbiotop-Jingle) via CBA<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>Moderatorin:<\/strong> <em>\u201c\u00dcber die Alternativen einer lebendigen Salzburger Kultur machen sich nur die wenigsten Gedanken&#8230;\u201d<\/em><\/p>\n<p><strong>Norbert K. Hund:<\/strong> <em>\u201cUnd das, was wir unter Kultur verstehen w\u00fcrden, ist, dass Menschen etwas machen, das vergleichbar w\u00e4re mit einem Biotop. Das vergleichbar w\u00e4re mit einem kleinen T\u00fcmpel, einem Schlammloch, da stehen drei B\u00e4ume, da ist ein hohes Gras &#8211; und irgendwann einmal zwischen Nachmittag und Abend kommen dort zwei Verliebte vorbei oder ein Dichterling oder sonst irgendjemand, einfach Menschen. Und die genie\u00dfen das, denen sagt das was. Und das ist in keiner Statistik festzuhalten, das kann man in keinem Subventionsansuchen rechtfertigen, und das kann man in keiner Weise systematisch dingfest machen.\u201d<\/em><\/p>\n<p><strong>Schorsch 2: <\/strong><a href=\"https:\/\/cba.fro.at\/381367\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Was soll das feat. Thomas Oberender (Oberender-Jingle) via CBA<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>Interviewer:<\/strong> <em>\u201cLeidet der Schauspieldirektor der Salzburger Festspiele an so etwas wie einem Salzburg-Syndrom?\u201d<\/em><\/p>\n<p><strong>Thomas Oberender:<\/strong> <em>\u201cAlsozusagen, wenn sie \u00fcber die Identifikation oder Identifizierung &#8211; des Aggressors sprechen, der sind wir. Ab da tuts weh, ja. Dass sie sich selber sozusagen auch als T\u00e4ter erleben. Das ist die Urerfahrung des Dramas oder der Trag\u00f6die, die da eben lautet: Wir sind sterblich &#8211; und Leben hei\u00dft schuldig werden. Immer. F\u00fcr jeden einzelnen von uns. Und daf\u00fcr ein Auge zu \u00f6ffnen und sich mit dieser Erfahrung zu konfrontieren &#8211; das ist das Privileg, aber auch die Aufgabe von Kunst.\u201d<\/em><\/p>\n<p><strong>Schorsch 3: <\/strong><a href=\"https:\/\/cba.fro.at\/381366\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Was soll das feat. Perlentaucher (Perlentaucher-Jingle) via CBA<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>Christopher Schmall:<\/strong> <em>\u201cVor allem, wenn man jetzt Romane schreibt und da wirklich sehr viele Personen irgendwie in sich hat, und \u00fcber die Bescheid wei\u00df und ihr ganzes Leben teilt &#8211; die lassen einen auch nicht los. Deswegen hat die Joanne K. Rowling, die ja Harry Potter geschrieben hat, jetzt wieder neue B\u00fccher geschrieben, weil sie einfach nicht aus dieser Welt raus kann. Sie hat diese Welt f\u00fcr sich erschaffen und ist einfach so in dieser Welt drinnen&#8230;\u201d<\/em><\/p>\n<p><strong>Norbert K.Hund:<\/strong> <em>\u201cAh, du meinst, w\u00fcrde sie jetzt zuhause sitzen und mit diesen ganzen Charakt\u00e4ren schw\u00e4tzen, dann w\u00fcrd man sie bald einmal holen&#8230;\u201d<\/em><\/p>\n<p><strong>Christopher Schmall:<\/strong> <em>\u201cJa, aber nachdem sie das in B\u00fcchern verpackt&#8230;\u201d<\/em><\/p>\n<p><strong>Norbert K.Hund:<\/strong> <em>\u201cGenau. Um das zu vermeiden, schreibt sie immer weiter&#8230;\u201d<\/em><\/p>\n<p><strong>Christopher Schmall:<\/strong> <em>\u201cJa, voll. Also, ich glaub schon, dass Kunst einen vor psyschischen Krankheiten auch retten kann.\u201d<\/em><\/p>\n<p><strong>Schorsch 4: <\/strong><a href=\"https:\/\/cba.fro.at\/381365\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Was soll das feat. G\u00fcnther Paal aka Gunkl (Gunkl-Jingle) via CBA<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>G\u00fcnther Paal (Gunkl):<\/strong> <em>\u201cEs muss die M\u00f6glichkeit bestehen. Eine Gesellschaft ist dann stark, wenn sie sich etwas leisten kann. Eine Gesellschaft, die sich Querdenker oder lautradikal Nichtdenker nicht leisten kann &#8211; also, wenn man das nicht abfedern kann, dann ist das ein Armutszeugnis f\u00fcr die Gesellschaft. Davon abgesehen passiert in diesen Freien Radios auch etwas, was ich sehr sch\u00e4tze, n\u00e4mlich: <strong>Das machen Menschen, weil die das machen wollen<\/strong>.\u201d<\/em><\/p>\n<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n<p><strong>Nicht zuletzt<\/strong> und <strong>nicht umsonst<\/strong> endet jedes der hier transkribierten <strong>Statements<\/strong> mit dem selben Dialog: <strong>\u201cDie Radiofabrik &#8211; was soll das? &#8211; Freies Radio f\u00fcr Salzburg!\u201d <\/strong>Ebenso absichtsvoll hei\u00dft der Titel des zitierten Musikst\u00fccks <strong>\u201cNothing else matters!\u201d <\/strong>Und jetzt nehmt <strong>euer demokratisches Wahlrecht<\/strong> (oder wie das Ding hei\u00dft) endlich in den Mund &#8211; und <strong>gebt uns eure Stimme!<\/strong> Wir machen h\u00f6chstens<strong> einen Jingle<\/strong> draus&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Schorsch mit Ohren &#8211; seit zwanzig Johren. Was soll das? In der Radiofabrik unseres Vertrauens werden Wahlen noch mit Geschmack gewonnen &#8211; und deshalb k\u00f6nnen ALLE &#8211; ganz nach Geh\u00f6r &#8211; den ihrer Ansicht nach \u201cbesten\u201d Jingle w\u00e4hlen, und &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/uncategorized\/der-sender-mit-dem-schorsch\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[85,1,77],"tags":[4046,4029,83,4034,4027,4039],"class_list":["post-7127","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-konzept","category-uncategorized","category-projekt","tag-das-kreative-vakuum","tag-experiment","tag-inteam","tag-liebe","tag-verwandeln","tag-zusammen"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7127","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7127"}],"version-history":[{"count":26,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7127\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7185,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7127\/revisions\/7185"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7127"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7127"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/nachtfahrt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7127"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}