{"id":639,"date":"2012-03-27T16:12:55","date_gmt":"2012-03-27T15:12:55","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.radiofabrik.at\/radiopolonia\/?p=639"},"modified":"2012-03-27T16:12:55","modified_gmt":"2012-03-27T15:12:55","slug":"festiwal-filmowy-fakultetu-slowianszczyzny-w-salzburgu-filmfestival-des-fachbereichs-slavistik-der-uni-salzburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/radiopolonia\/2012\/03\/27\/festiwal-filmowy-fakultetu-slowianszczyzny-w-salzburgu-filmfestival-des-fachbereichs-slavistik-der-uni-salzburg\/","title":{"rendered":"Festiwal filmowy fakultetu slowianszczyzny w Salzburgu- Filmfestival des Fachbereichs Slavistik der Uni Salzburg"},"content":{"rendered":"<p>Auch in diesem Semester veranstalten Mitarbeiterinnen des Fachbereichs Slawistik der<\/p>\n<p>Universit\u00e4t Salzburg in Kooperation mit dem Neuen Mozartkino Salzburg eine polnisch-<\/p>\n<p>tschechisch-russische Filmreihe, diesmal unter dem Motto <strong>Emigration \u2013 L\u00e4nderwechsel \u2013 <\/strong><\/p>\n<p><strong>Migration?<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">Programm: <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>18.04.2012<\/p>\n<p><strong>Trzy kolory: Bia\u0142y \/ Drei Farben: Wei\u00df (Frankreich\/Polen 1993, Regie: Krzysztof Kie\u015blowski)<\/strong><\/p>\n<p>19.04.2012<\/p>\n<p><strong>Osmdes\u00e1t dopis<\/strong><strong>\u016f \/ <\/strong><strong>Achtzig Briefe (Tschechien 2010, Regie: V\u00e1clav Kadrnka)<\/strong><\/p>\n<p>23.04.2012<\/p>\n<p><strong>Szcz\u0119\u015bliwego Nowego Jorku \/ <\/strong><strong>Prosit New Jork<\/strong><strong> (Polen <\/strong><strong>1997, Regie: <\/strong><strong>Janusz Zaorski<\/strong><strong>)<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p>23.04.2012<\/p>\n<p><strong>Amerika (Tschechien 1994, Regie: Vladim\u00edr Mich\u00e1lek)<\/strong><\/p>\n<p>24.04.2012<\/p>\n<p><strong>Poltory komnaty, ili sentimenta\u013enoe pute\u0161estvie na rodinu<\/strong> <strong>\/ <\/strong><strong>Anderthalb Zimmer oder<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sentimentale Reise in die Heimat (Russland 2008, Regie: Andrej Chr\u017eanovskij)<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">Ort:<\/span> Neues Mozartkino, Kaigasse 3, 5020 Salzburg<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">Zeit:<\/span> Beginn jeweils um 18.00 Uhr<\/p>\n<p>Im Originalton mit deutschen oder englischen Untertiteln<\/p>\n<p>Programm\u00e4nderungen vorbehalten: www.uni-salzburg.at\/slaw<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf Ihr Kommen freuen sich die Organisatorinnen<\/p>\n<p>Anna Atwi\u0144ska, Anja Burghardt, Dagmar \u017d\u00eddkov\u00e1 und Olga Caspers<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">N\u00e4heres zu den Filmen:<\/span><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Trzy kolory: Bia\u0142y \/ Drei Farben: Wei\u00df <\/strong><\/p>\n<p>Die Tragikom\u00f6die Drei Farben: Wei\u00df ist der zweite Teil der <a title=\"Drei-Farben-Trilogie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Drei-Farben-Trilogie\">Drei-Farben-Trilogie<\/a> des polnischen <a title=\"Regisseur\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Regisseur\">Regisseurs<\/a> <a title=\"Krzysztof Kie\u015blowski\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krzysztof_Kie%C5%9Blowski\">Krzysztof Kie\u015blowski<\/a> \u00fcber die drei Farben der <a title=\"Flagge Frankreichs\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Flagge_Frankreichs\">franz\u00f6sischen Flagge<\/a>, die symbolisch f\u00fcr <a title=\"Freiheit\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freiheit\">Freiheit<\/a>, <a title=\"Gleichheit\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gleichheit\">Gleichheit<\/a> und <a title=\"Br\u00fcderlichkeit\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Br%C3%BCderlichkeit\">Br\u00fcderlichkeit<\/a> stehen. Drei Farben: Wei\u00df gilt als der leichteste und am\u00fcsanteste Film der Trilogie.<\/p>\n<p>Die Franz\u00f6sin Dominique l\u00e4sst sich von ihrem Mann, dem polnischen Friseur Karol, scheiden. Aufgrund seiner Sprachschwierigkeiten hat Karol vor dem Scheidungsrichter keine Chancen: Er verliert nicht nur seine Frau, sondern auch den von seinen Ersparnissen gekauften Salon. Nach einem Neuanfang in Polen bringt er es zu einem kleinen Verm\u00f6gen \u2013 das er benutzt, um sich an Dominique zu r\u00e4chen&#8230;<\/p>\n<p>Mit einer \u00fcberzeugenden Story zeigt\u00a0 Kie\u015blowski in diesem Film,\u00a0 dass die Menschen immer noch nicht gleich und die Ideale der Franz\u00f6sischen Revolution\u00a0 nicht\u00a0 wirklich verwirklicht sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Osmdes\u00e1t dopis<\/strong><strong>\u016f \/ <\/strong><strong>Achtzig Briefe <\/strong><\/p>\n<p>Grundlage f\u00fcr den Film Achtzig Briefe, der autobiographische Z\u00fcge aufweist, sind die Erinnerungen Wascheks (des Regisseurs) und die erhaltene Korrespondenz zwischen seinen Eltern. Der Vater emigrierte schon vor einiger Zeit nach Gro\u00dfbritannien, die Mutter versucht mit ihrem vierzehnj\u00e4hrigen Sohn aus der sozialistischen Tschechoslowakei ebenfalls auszureisen, denn f\u00fcr einen Mann, eine Frau und ein Kind, die in Gedanken immer zusammen sind, r\u00e4umlich aber getrennt leben m\u00fcssen, ist diese Situation kaum zu ertragen. Wie in einem Kammerspiel werden die Eint\u00f6nigkeit und die Gleichg\u00fcltigkeit, die in der Gesellschaft herrschen, mit der engen Verbundenheit von der Mutter, Waschek und seinem Vater kontrastiert. Der Film spielt in an einem einizgen Tag im M\u00e4rz 1987.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Szcz\u0119\u015bliwego Nowego Jorku \/ <\/strong><strong>Prosit New Jork<\/strong><strong> <\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p>Dieser Film ist eine Adaptation des Buches Szczuropolacy (dt. Ratten-Polen) von Edward Redli\u0144ski. Wie in der literarischen Vorlage geht es in dem Film um eine Auseinandersetzung mit den Mythen und Mustern der polnischen Emigration in den USA. Am Beispiel von sechs Schicksalen zeigt Zaorski das langsame Scheitern polnischer Emigranten, die versuchen, in Amerika ein neues, besseres Leben zu beginnen und um jeden Preis den eigenen Familien und den Freunden ihren (nicht nur finanziellen) Erfolg beweisen m\u00fcssen. Der american dream geht aber leider nicht so einfach in Erf\u00fcllung und die Protagonisten bleiben isoliert, einsam und in der eigenen Kultur und Sprache gefangen. Das Zusammenspiel zwischen dem Eigenen und dem Fremden wird hier anhand von pr\u00e4gnanten Szenen aus New York City pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Amerika <\/strong><\/p>\n<p>Der erste Spielfilm von Vladim\u00edr Mich\u00e1lek ist von Franz Kafkas unvollendetem Werk Der Verscholle inspiriert. Der junge Karl Rossmann verl\u00e4sst Prag, um bei seinem Onkel Jakob in Amerika zu arbeiten. Jakob ist Multimillion\u00e4r, der seine gesellschaftliche Stellung und seinen Reichtum der Bef\u00f6rderung von Wasser verdankt. Karl arbeitet sich zwar schnell ein und geh\u00f6rt bald zu dem Wasser-Imperium, seine vielversprechende Karriere endet jedoch pl\u00f6tzlich nach einer schicksalhaften Begegnung. Er landet regelrecht in der Gosse und erf\u00e4hrt schmerzlich die Schattenseiten Amerikas.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Poltory komnaty, ili sentimenta\u013enoe pute\u0161estvie na rodinu<\/strong> <strong>\/ <\/strong><strong>Anderthalb Zimmer oder Sentimentale Reise in die Heimat <\/strong><\/p>\n<p>Anderthalb Zimmer ist der Titel einer autobiographischen Erz\u00e4hlung des Literaturnobelpreistr\u00e4gers Iosif Brodskij (1940-1996). Anderthalb Zimmer: das war die durchaus typische Wohnsituation in der Kommunalka, der sowjetischen \u201eZwangs-Wohngemeinschaft\u201c, die die Lebenshaltung mehrerer Generationen mit pr\u00e4gte. Diesen Text nimmt der au\u00dfergew\u00f6hnliche Film Andrej Chr\u017eanovskijs zum Ausgangspunkt. Au\u00dfergew\u00f6hnlich nicht nur, weil er eine ganz eigene Verbindung von Brodksijs Leben und Werk mit einem Bild des damaligen Leningrads schafft, mit dem Exil in Amerika (1972 Brodskij wurde ausgeb\u00fcrgert und kam \u00fcber Wien in die USA) und Bildern des heutigen St. Petersburg. Der Regisseur flicht in seinen Spielfilm dokumentarisches Material ein, das die Sowjetunion in den 1950er und 1960er Jahren aufleben l\u00e4sst. In animierten Sequenzen wird der Kater, der Lebensbegleiter des Dichters, zur Hauptfigur. Dazwischen erklingen Originalaufnahmen von Brodskijs Rezitationen der eigenen Gedichte, ein wahres H\u00f6rerlebnis. Der Regisseur entf\u00fchrt die Zuschauer so in eine Bilder- und Geschichtenwelt, in der sich spielerisch L\u00e4nder, Zeiten und nat\u00fcrlich Sprachen und Lebensl\u00e4ufe kreuzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch in diesem Semester veranstalten Mitarbeiterinnen des Fachbereichs Slawistik der Universit\u00e4t Salzburg in Kooperation mit dem Neuen Mozartkino Salzburg eine polnisch- tschechisch-russische Filmreihe, diesmal unter dem Motto Emigration \u2013 L\u00e4nderwechsel \u2013 Migration? \u00a0 Programm: &nbsp; 18.04.2012 Trzy kolory: Bia\u0142y \/ &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/radiopolonia\/2012\/03\/27\/festiwal-filmowy-fakultetu-slowianszczyzny-w-salzburgu-filmfestival-des-fachbereichs-slavistik-der-uni-salzburg\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":84,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-639","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/radiopolonia\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/639","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/radiopolonia\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/radiopolonia\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/radiopolonia\/wp-json\/wp\/v2\/users\/84"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/radiopolonia\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=639"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/radiopolonia\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/639\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":641,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/radiopolonia\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/639\/revisions\/641"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/radiopolonia\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=639"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/radiopolonia\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=639"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/radiopolonia\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=639"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}