{"id":38,"date":"2007-05-29T11:31:08","date_gmt":"2007-05-29T09:31:08","guid":{"rendered":"http:\/\/talkaboutit.eu\/?p=38"},"modified":"2007-05-29T11:31:08","modified_gmt":"2007-05-29T09:31:08","slug":"artikel-uber-ko-tropfen-im-standard","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.radiofabrik.at\/talkaboutit\/2007\/05\/29\/artikel-uber-ko-tropfen-im-standard\/","title":{"rendered":"Artikel \u00fcber K.O.-Tropfen im Standard"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Artikel fand sich letzten Donnerstag (24. Mai 07) in der \u00d6sterreichischen Tageszeitung &#8222;Der Standard&#8220; und passt thematisch gut zu unserer letzten Sendung:<\/p>\n<p><strong>Tirol: Immer mehr Vergewaltigungen unter Einsatz von K.O.-Tropfen<br \/>\n2007 schon zw\u00f6lf bis 15 F\u00e4lle verzeichnet:<br \/>\nOpfer werden handlungsunf\u00e4hig &#8211; und sie k\u00f6nnen sich an nichts erinnern<\/strong><\/p>\n<p>Innsbruck &#8211; Eine H\u00e4ufung von F\u00e4llen, in denen Frauen mit  K.O.-Tropfen wehrlos gemacht und anschlie\u00dfend vergewaltigt wurden, ist in Tirol festgestellt worden. Seit Jahresbeginn habe es zwischen zw\u00f6lf und 15 solcher Vorf\u00e4lle gegeben. Diese Droge werde Frauen unbemerkt ins Getr\u00e4nk gemischt. Die Folge ist, dass die Betroffenen mehrere Stunden lang willenlos werden, sagte Univ.-Prof. Walter Rabl, stellvertretender Leiter der Gerichtsmedizin Innsbruck am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.<\/p>\n<p><strong>Erinnerungsl\u00fccken<\/strong><\/p>\n<p>Ein Problem sei, dass die Beeintr\u00e4chtigung von au\u00dfen nicht immer erkennbar sei. Die K.O.-Tropfen w\u00fcrden h\u00e4ufig bereits alkoholisierten Frauen verabreicht und versetzten sie in einen Zustand der Willenlosigkeit und Handlungsunf\u00e4higkeit. Diese Phase dauere mehrere Stunden an. Danach k\u00f6nnen sich die Opfer an nichts mehr erinnern. &#8222;Wenn solche Erinnerungsl\u00fccken auftreten, ist Feuer am Dach&#8220;, meinte Rabl. Vor allem dann, wenn der Alkoholkonsum des Vorabends nicht dazu passe.<strong \/><\/p>\n<p><strong>Gl\u00e4ser nicht unbeaufsichtigt lassen<\/strong><\/p>\n<p>Erste Symptome seien Schwindelgef\u00fchl, \u00dcbelkeit und eine Art D\u00e4mmerzustand. Treten solche Anzeichen auf, sollte man sich sofort an Begleitpersonen oder das Lokalpersonal wenden. Univ.-Prof. Christoph Brezinka, Gyn\u00e4kologe der Klinik Innsbruck, warnte eindringlich davor, Gl\u00e4ser unbeaufsichtigt stehen zu lassen und appellierte auch an die Zivilcourage der Lokalbesucher. Wenn man beobachte, dass jemandem etwas ins Getr\u00e4nk gesch\u00fcttet wird, solle man sofort eingreifen.<\/p>\n<p><strong>Aus Scham keine Anzeige<\/strong><\/p>\n<p>Die T\u00e4ter seien in vielen F\u00e4llen Zufallsbekanntschaften. Aber es komme auch vor, dass sie aus dem n\u00e4heren Umkreis des Opfers stammen, und ein Ex-Freund oder ein Mitglied des Freundeskreises die Tat begeht. Rabl berichtete von einem Fall, wo in der Wohnung eines Verd\u00e4chtigen bereits pr\u00e4parierte Gl\u00e4ser gefunden wurden. &#8222;In den Gl\u00e4sern war ein Bodensatz der Substanz&#8220;, erkl\u00e4rte Rabl. Der T\u00e4ter habe den M\u00e4dchen, die er zu sich eingeladen hatte, dann nur noch einzuschenken brauchen.<\/p>\n<p>Viele Frauen w\u00fcrden aus Scham von einer Anzeige absehen, sagte Brezinka. Dies sei aber \u00e4u\u00dferst wichtig, da man sonst keine Chance habe, die Schuldigen aus dem Verkehr zu ziehen. Im Fall einer Verurteilung drohen den T\u00e4tern Haftstrafen bis zu zehn Jahren. (APA)<\/p>\n<p><!-- google_ad_section_end --><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel fand sich letzten Donnerstag (24. 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