PionierInnen der Zivilgesellschaft – Hannes Augustin vom ÖNB

In dieser Veranstaltungsreihe der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen (JBZ) über die Geschichte und Entwicklung der Salzburger Zivilgesellschaft war Hannes Augustin vom Österreichischen Naturschutzbund (Bildmitte) zu Gast. Das Interview mit ihm führten Birgit Bahtic-Kunrath (im Bild links) und Stefan Wally (im Bild rechts) von der JBZ.
Das Ergebnis des  zweiten Runden Tisches in dieser Reihe (nach Heinz Stockinger) und Musik – insgesamt zwei Stunden – sind am 19. Mai ab 21:00 Uhr auf der Frequenz der Radiofabrik (sowie im cultural broadcasting archive nach)zu hören.

Der Biologe Augustin, ein Urgestein der Salzburger Zivilgesellschaft, ist so wie Heinz Stockinger ebenfalls seit Jahrzehnten aktiv. Unter anderem für die Erhaltung der Salzachauen, die Renaturierung der Salzach, gegen Atomenergie und für die Nutzung erneuerbarer Energiequellen, für umweltverträgliche Verkehrslösungen und den Erhalt der Salzburger Stadtlandschaften, ebenso für die Stärkung direkter Demokratie.

Der Soundtrack zu dieser Sendung: Drei noch nicht in der vorigen Ausgabe gespielte Stücke von der LP „Künstler gegen Zwentendorf“ aus dem Jahr 1978, Reinhard Mey und bislang ungehörte Variationen von „Oh du lieber Augustin”.

 


Bis zum Beginn der folgenden Sendung um 23:00 Uhr folgen Ausschnitte von der 1-vor-12-Benefizplatte „Liebesgrüße aus Österreich“ gegen die Atomanlagen in Wackersdorf und Temelin aus dem Jahr 1987.

 

„Die-In“ – Zum Sterben auf die Staatsbrücke

An die 50 AktivistInnen der Fridays for Future (FFF) Bewegung in Salzburg blockierten am Samstag 11.05. kurz nach 11.00 Uhr  vormittags mit einem sog. „Die-In“ die Staatsbrücke. Unterstützung bekamen sie dabei von der noch jungen, aber bereits wegen ihrer Radikalität und ähnlichen Aktionen in London, Berlin, Wien bekannten Extinction Rebellion (XR).

Ziel der Aktion war es, erneut öffentlich auf die verheerende Klimasituation aufmerksam zu machen und Auswirkungen und Bedrohungen durch die ökologische Krise deutlich zur Schau zu stellen. Die AktivistInnen „starben“ symbolisch an auf der Brücke entlang symbolischer Thermometer-Markierungen mit jeweils 1-4 Grad Celsius Klimaerwärmung. Gleichzeitig blockierten die „Gestorbenen“ die Fahrbahn des Individualverkehrs.

Mit Parolen wie “Respect existence or expect resistance” und “Bei den Banken sind sie fix, für das Klima tun sie nix” wurden die zentralen Punkte der Fridays for Future-Bewegungen weltweit dargestellt und eine mutige Umweltpolitik in Übereinstimmung mit dem 1,5°C-Ziel gefordert.

Eine ökologische und soziale Verkehrswende ist dafür unabdingbar. Diese kann nur durch bindende politische Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen geschehen.

Hinter der Aktion stehen deshalb auch die Forderung nach einem sofortigen und umfassenden Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie der Rück- und Umbau der Automobilindustrie unter Einbindung der Beschäftigten.
Für eine Stadt der kurzen Wege, mit leistbarem Platz für Menschen, nicht für Autos!

Fridays for Future Salzburg
https://www.fridaysforfuture.at/initiatives/salzburg
https://www.facebook.com/fridaysforfuturesalzburg/

Extinction Rebellion
http://xrebellion.at/
https://www.facebook.com/groups/322229975276997/

Nachlesen:  was ist & worum gehts bei Extinction Rebellion?
http://www.taz.de/Neuer-Protest-von…/!5584839/

PionierInnen der Zivilgesellschaft – neue Sendereihe ab Mai

Wie aus Betroffenen Beteiligte wurden.

Robert Jungk stand dafür, Betroffene zu Beteiligten zu machen. „Wie aus Betroffenen Beteiligte wurden“ – unter diesem Motto lädt die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen Pioniere und Pionierinnen der Anti-Atom, der Umwelt-, der Frauen-, der Menschenrechts- und Friedensbewegung sowie der Verkehrsinitiativen und der freien Kulturszene in Salzburg zu Gesprächen ein. Die JBZ will damit Erfahrungen sichern, die in den vergangenen Jahrzehnten im Bereich BürgerInnenengagement gesammelt wurden.

Ausschnitt aus einer Ausgabe des

In einer Reihe von runden Tischen erfragen Birgit Bathic-Kunrath und Stefan Wally unter anderem die Motivationen für das Engagement und Erfolgserlebnisse wie Misserfolge der InterviewpartnerInnen. Die Mitschnitte werden für die Ausstrahlung auf der Frequenz der Radiofabrik aufbereitet und mit passender Musik ergänzt, wenn möglich nach Musikwünschen der Gäste. Sendezeit:  immer am 1. und 3. Sonntag im Monat ab 21 Uhr

Themen und Gäste:

In der ersten Runde ist Heinz Stockinger, Mitbegründer der Salzburger Plattform gegen Atomgefahren (PLAGE) zu Gast. Der ehemalige Hochschullehrer für Französisch an der Uni Salzburg war und ist noch immer eine der treibenden Kräfte der Anti-Atomkraft-Bewegung in Salzburg und darüber hinaus.
E01/9 – Sendetermin: Sonntag 5. Mai, 21:00 Uhr
Der Soundtrack dazu: von der „1. Österreichische Anti-AKW-Platte“ und der LP „Künstler gegen Zwentendorf“ aus den Jahren 1977 und 1978 – Zeitdokumente in entsprechender Tonqualität.

Dazu noch etwas aus dem bretonischen Atomwiderstand und – bis zum Beginn der nächsten Sendung um 23:00 Uhr eine kleine Entdeckungsreise von knapp 30 Minuten durch die französische Musik.

Die ganze Sendung ist zum Nachhören auf der Website der Radiofabrik und im cultural broadcasting archive. 
Das Interview gibts auch ganz ohne Musik:
58:46 Min. netto – Heinz Stockinger – Engagement gegen die Atomkraft

Podcast abonnieren: https://cba.fro.at/seriesrss/404024
OnDemand Player

“Im Engagement für Natur- und UmweltschutzHannes Augustin vom Naturschutzbund Salzburg im Gespräch” ist der zweite Runde Tisch. Der Biologe Augustin, ein Urgestein der Salzburger Zivilgesellschaft, ist ebenfalls seit Jahrzehnten aktiv. Unter anderem für die Erhaltung der Salzachauen, die Renaturierung der Salzach, gegen Atomenergie und für die Nutzung erneuerbarer Energiequellen, für umweltverträgliche Verkehrslösungen und den Erhalt der Salzburger Stadtlandschaften, ebenso für die Stärkung direkter Demokratie.
E02/9 – Sendetermin: Sonntag 19. Mai, 21:00 Uhr
Die Musik dazu: Drei weitere Stücke von der LP „Künstler gegen Zwentendorf“ von 1978, von Reinhard Mey und bislang ungehörte Variationen von “Oh du lieber Augustin”. Bis zum Beginn der nächsten Sendung um 23:00 Uhr folgen Ausschnitte von der 1vor12-Benefizplatte „Liebesgrüße aus Österreich“ gegen die Atomanlagen in Wackersdorf und Temelin aus dem Jahr 1987.

“Salzburg – Stadt der Bürgerinitiativen. Wilfried A. Rogler über Bürgerproteste und das Engagement für Direkte Demokratie”. Der pensionierte PR- & Marketing-Manager engagiert sich seit 1981 in verschiedenen BürgerInnen-Initiativen, z.B. als Mitgründer der „Bürgerinitiative lebenswertes Schallmoos“, der Aktion “Bürger für Bürger”, in der Anti-Atombewegung und in den vergangenen Jahren vor allem in der „mehr demokratie!“-Initiative in der Stadt Salzburg.

Sendetermin: Sonntag 2. Juni, 21:00 Uhr
Dazu Songs von Creedence Clearwater Revival, The Mamas & The Papas, den Querschlägern, den Beatles, Wolf Biermann und Queen. Sowie bis zum Beginn der nächsten Sendung um 23:00 Uhr einige Klassiker aus der Frühzeit der Rolling Stones von den beiden Samplern Big Hits (High Tide And Green Grass) 1966 und Through the Past, Darkly (Big Hits Vol. 2) von 1969.

“Gegen die MülllawineGünter Gorbach, Initiator der Salzburger Müllplattform.” Der Senior Banker, Mediator des Bürgerbeirates Gartenau – ein Umweltvorzeigeprojekt für Anrainer und Industrie seit 1996 – war bis zum Jahr 2000 Sprecher der Salzburger Müllplattform und Vorstandsmitglied der Müllplattform Österreich.
Sendetermin: Sonntag 16. Juni, 21:00 Uhr
Über die Musikwünsche eines Bankers werdet ihr euch wundern!
Falls sichs bis zum Beginn der nächsten Sendung um 23:00 Uhr noch ausgeht: Ein oder zwei Stücke die genau so “jung” sind wie der Interviewgast.

Mittwoch 12. Juni 17:00 Uhr in der JBZ
Die Anfänge der Alternativkultur in SalzburgBernhard Handlbauer, Mitbegründer der Bewegung für eine freie Kulturszene. Psychotherapeut, Klinische Psychologe und Gesundheitspsychologe.
Sendetermin: Sonntag 1. September, 21:00 Uhr

Mittwoch 26. Juni 17:00 Uhr in der JBZ
Frauenbewegung in Salzburg – Dagmar Stranzinger, langjährige Leiterin des Frauenbüros Salzburg.
Sendetermin: Sonntag 15. September, 21:00 Uhr

Herbsttermine:

Mittwoch 11. September 17:00 Uhr in der JBZ
Mobilität in Salzburg – Peter Haibach, Verkehrsplattform
Sendetermin: Sonntag 6. Oktober, 21:00 Uhr

Mittwoch 18. September 17:00 Uhr in der JBZ
Regionale Menschenrechtspraxis in Salzburg – Pepo Mautner von der Plattform für Menschenrechte.
Sendetermin: Sonntag 20. Oktober, 21:00 Uhr
Pepo mag Jazz und überlässt mir ein paar seiner Platten zu treuen Handen.

Mittwoch 2. Oktober 17:00 Uhr in der JBZ
Die Friedensbewegung in Salzburg – Ulrike Koushan, frühere Leiterin des Friedensbüros Salzburg.
Sendetermin: Sonntag 10. November, 21:00 Uhr

Die öffentlich zugänglichen Interviews finden in der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen im Stadtwerk in Salzburg-Lehen, Strubergasse 18/2 statt. Anmeldung unter www.jungk-bibliothek.org/anmeldung

“Wie aus Betroffenen Beteiligte wurden” gehört zur Reihe „Projekte des Wandels“im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Geschichte der Partizipation in Salzburg. In Kooperation mit der ARGE Salzburger Erwachsenenbildung und dem Netzwerk Bildungsberatung Salzburg.

RadfahrerInnen tut euch zusammen, bildet Kritische Massen!

In Salzburg jeden letzten Freitag im Monat um 17:00 Uhr im Kurgarten zwischen Kongresshaus und Schloss Mirabell. Premiere in diesem Jahr ist der Freitag nach Ostern, 26. April.

 

Wir treffen uns bei jedem Wetter. Zur Not fahren wir wenigstens ein paar Meter bis in die Academy Bar, ins Wernbacher oder ins Shakespeare.
Überdies kann’s in Salzburg auch Ende Dezember schon mal 15 Grad haben – oder nach Ostern schneien 😉

Ab Ende Mai rockt & rollt die Critical Mass auch im Radio!

Jeden letzten Freitag im Monat auf 107,5 FM (oder 97,3 im Süden der Stadt) – der Frequenz der Radiofabrik – von 17:30 bis 18:00 Uhr.

Wer mitmachen will ist herzlich eingeladen.

Alle anderen: ladet eure Handys auf und bringt Bluetooth-Boxen zur Critical Mass mit zum Live-Streamen Radiofabrik.at — oder FRApp installieren!

Es scheint mir nicht vermessen, die Überwachung zu fürchten.

Warum vermessen wir uns selbst?

Wenn wir unsere Fitness tracken und auch sonst mittels Smartphone und PC (meist ohne Absicht) 24 Stunden am Tag jede Menge Daten über uns generieren – wer hat dabei die Kontrolle über wen? Welchen Nutzen ziehen wir selbst daraus? Und was haben Krankenversicherungen, große Unternehmen oder die Politik davon?

Die Soziologin Dhenya Schwarz von der RWTH Aachen hat sich wissenschaftlich mit diesen Fragen beschäftigt. Mit ihrer spannenden Arbeit zum Thema „Digitale Selbstvermessung“ gewann sie den Nachwuchspreis des Netzwerks Zukunftsforschung. Ende März sprach sie darüber in einer JBZ-Montagsrunde vor vollem Haus.

Mehr dazu am Mittwoch, 10. April um 17:00 Uhr in Radio Bob.
Auf 107,5 — der Frequenz de Radiofabrik in Salzburg und im (Live-)Stream zum an- & nachhören.

 

 


Nicht alles, was technisch möglich ist, muss umgesetzt werden. Aber die Verführung, dass dies geschieht, ist groß. Bei der Vermessung des Selbst geht es um Fitness, Gesundheit, Wissen, Sicherheit, Produktivität und (Selbst)-Optimierung.

Die Palette reicht von der bekannten Smartwatch, die Schritte zählt und den Puls misst, bis hin zur High-Tech-Kloschüssel. Die könnte permanent den Urin der Benutzer und Benutzerinnen analysieren. Und so ganz leicht den Arbeitgeber über eine Schwangerschaft oder eine beginnende Zuckerkrankheit informieren. Damit aber auch über den rechtzeitigen Kündigungszeitpunkt — noch bevor die Angestellte davon erfährt.

Mehr und bessere Daten können Politik und Wissenschaft dienen, zum Beispiel auch der Gesundheitsvorsorge oder der Verkehrsplanung. Doch der Grat zum Missbrauch ist schmal, weiß die junge Soziologin: Es wird immer leichter präzise festzulegen, was als gesund oder krank, schön oder hässlich gilt; und ebenso festzustellen, wer sich wann wo wie bewegt und aufgehalten hat, dabei wen getroffen hat und was dabei gesprochen oder konsumiert wurde – an Nahrung, Wasser, Energie, ebenso wie an TV-Sendungen.

Die Einführung von Smart Metern und die Umrüstung des eigenen Hauses in ein Smart Home könnten Kosten sparen (dem Versorger meist mehr als dem Verbraucher) und der eigenen Bequemlichkeit dienen, aber auch zur Einschränkung unserer Freiheit führen. Spätestens dann, wenn wir damit rechnen müssen, dass diese Daten über kurz oder lang in falsche Hände geraten – in der Wirtschaft oder in der Politik.

Eine fortschreitende Ausweitung der Selbstvermessung macht es zudem immer schwerer, zwischen Freiwilligkeit und subtilem Zwang zu unterscheiden. Orwells Großer Bruder und die von Huxley beschriebene Schöne neue Welt lassen grüßen! Eva von der Radiofabrik ergänzt dazu: “Von Juli Zehs Corpus Delicti ganz zu schweigen”.

 

Arbeitet die Regierung an Totalüberwachung der Internet-Nutzung?

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Nennt mich paranoid. Aber wenn das durchgeht, dann legt uns die österreichische Bundesregierung gerade das Kukuksei des Jahrhunderts: des Gaulreiters feuchteste Träume würden damit wohl in Erfüllung gehen.

Unter dem Vorwand, damit einen (geringen) Teil der enormen Werbeeinnahmen von Internetkraken wie Google & Facebook abzuschöpfen, könnten wir künftig so bespitzelt werden wie die Bevölkerung in China, Russland oder anderen „lupenreinen Demokratien“ wie dem Iran.

Die (aus eigener Berufserfahrung) garantiert nicht linksradikale APA meldet heute:

Die von der ÖVP-FPÖ-Regierung geplante Digitalsteuer zielt bei der Einhebung auf die IP-Adresse ab.

Mit dieser Folge von alphanumerischen Zeichen können Internetnutzer eindeutig identifiziert und lokalisiert werden.

Kritiker warnten daher am Freitag vor einer Totalüberwachung. Der Internetprovider-Verband ISPA verglich Österreich mit Ländern wie Russland, China oder dem Iran.

Im Gesetzesentwurf, der am Donnerstag von Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) in Begutachtung geschickt wurde, heißt es: “Eine Onlinewerbeleistung gilt als im Inland erbracht, wenn sie auf dem Gerät eines Nutzers mit inländischer IP-Adresse erscheint und sich ihrem Inhalt und ihrer Gestaltung nach (auch) an inländische Nutzer richtet.” Laut den Erläuterungen ist das nötig, “um rein ausländische Onlinewerbeleistungen vom Anwendungsbereich auszunehmen”.

Dass die Werbeanbieter die Internet-Protokoll-Adresse speichern sollen oder gar müssen, geht aus dem Gesetzesentwurf nicht explizit hervor.

In den Erläuterungen ist jedoch von einer “siebenjährigen Aufbewahrungspflicht nach §132 Bundesabgabenordung” die Rede. Im Umkehrschluss würde die Regelung bedeuten, dass Google, Facebook und Co. auch ausländische IP-Adressen ablegen müssen, um bei Kontrollen der österreichischen Steuerbehörden darlegen zu können, dass die Werbung an Zielgruppen außerhalb Österreichs gerichtet war.

Das Finanzministerium bestätigte in einer der APA übermittelten Stellungnahme die Speicherpflicht. “Die Bundesabgabenordnung sieht schon seit 60 Jahren vor, dass Unternehmen ihre Belege sieben Jahre lang aufbewahren müssen.” Die Aufzeichnungspflichten würden sich nicht auf konkrete Personen, sondern auf die erzielten Umsätze beziehen. “Das BMF (Finanzministerium, Anm.) hat kein Interesse an personenbezogenen Daten und wird sie daher auch nicht abfragen”, wird in dem schriftlichen Statement betont. Ohne Speicherung der IP-Adressen sei eine Kontrolle der Steuereingaben nicht möglich.

Harte Kritik kommt von den Internetanbietern. “Die Bundesregierung hebelt unter dem Vorwand, eine Digitalsteuer einzuführen, um sogenannte Internetgiganten stärker zu besteuern, die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger aus. Sie schafft hiermit gigantische Datensilos für Werbefirmen und ebnet gleichzeitig der Totalüberwachung und der Bespitzelung der österreichischen Bevölkerung den Weg”, kritisierte ISPA-Generalsekretär Maximilian Schubert in einer Aussendung. Er bezeichnete das Gesetz als “Totalüberwachungsgesetz“.

SPÖ und NEOS schlossen sich am Freitagnachmittag der Kritik der ISPA an. […] NEOS-Klubobmann Nikolaus Scherak zweifelte, ob die Digitalsteuer, die jährlich rund 25 Mio. Euro einbringen soll, das wert ist. “Ich halte es für massiv gefährlich, jene Informationen zu sammeln, nur um die ohnehin äußerst fragwürdige Digitalsteuer durchzuboxen”, so Scherak.

Aus den Erläuterungen geht [..] hervor, dass 2020 erst mit 55 Mio. Euro an Steuereinnahmen gerechnet wird – 25 Mio. aus der Digitalsteuer, 30 Mio. Euro aus der Meldepflicht für Online-Plattformen. 2021 sollen die Steuererträge auf 208 Mio. Euro steigen – 28 Mio. Euro aus der Digitalsteuer, 30 Mio. Euro aus der Meldepflicht und 150 Mio. Euro aus der Ausdehnung der Einfuhrumsatzsteuer.

https://a.msn.com/r/2/BBVEw1O?

Das Streikende Klassenzimmer

Fridays for Future – am 5. April. Ein bestens recherchierter Freiluftvortrag des Autors Winfried Wolf zu Mobilität in der Stadt und E-Auto-Beschiss. IMHO lehrreicher als manche Unterrichtsstunde.

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Gaaanz andere Reaktionen darauf von außerhalb meiner eigenen Facebook-Blase – auf mein Posting in der Facebook-Gruppe “Du bist aus Salzburg, wenn …”

… du das Engagement der jungen Menschen bewundernswert findest. Selbst Wolferl hätt wohl seine Freud daran gehabt. Fridays for Future — das erste “Streikende Klassenzimmer“ mit dem Autor Winfried Wolf am Salzburger Mozartplatz …

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R.O.

sehr bewundernswert…. und vor allem die üblichen Müllberge die für die “future” .. Freitagabend dann überbleiben. oder für – gegen was wird da “protestiert”

Ich

nicht wissen (wollen) worums geht (FFF lässt sich googeln) aber Unterstellungen verbreiten („Müllberge hinterlassen“). Auch das ist Salzburg.

R.O.

naja. ich hab die letze, sprich “kick off demo” verfolgt und was geblieben ist sind endlose Müllberge. worum es geht? um konditionierte minderjährige, die nach dem Vorbild “Greta Langstrumpf”, oder so ähnlich, zum demonstrieren verführt werden, wenngleich jegliche Authentizität fehlt.positiv ist sicher der Aufenthalt in der frischen Luft.

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R.L.

Gute Idee aber gaaaanz schlechte Umsetzung, eigentlich eher peinlich als lobenswert, ein Strohfeuer brennt länger! 90% der Schüler waren Schwänzer mit vielleicht guten Ansatz.

M.A.

Kann Mir wer sagen warum Freitags Demonstriert wird???

“ICH” finde es sollten die Schüler ihn ihrer Freizeit (Sa oder So) die Demo machen denn dann wird es Ernst genommen und es gibt keine Diskussionen zwecks Stunden fehlen usw.????

P.s is aber nur meine Meinung

F.M.

Also so traurig 😞 ich bin leider nicht in dem Alter, wo man in die Schule gehen kann !

Hätte aber einen Vorschlag: Montag streiken gegen die ÖVP Dienstag gegen die FPÖ Mittwoch gegen die SPÖ Donnerstag gegen die Liste Pils ! Freitag wäre dann doch ein Schultag möglich, weil nur 4 Stunden Unterricht wäre ! Übrigens gegen die Grünen kann man im Moment ☝️ nicht streicken, weil sie nicht im Parlament sind ! In 20 Jahren gibt es sowieso keine Streickende mehr, warum ? Weil in der Slowakei 🇸🇰……….🤔

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R.L.

Mal grundsätzlich, das sind Demos und kein Streik! Und somit auch nicht von der Verfassung geschützt! Es ist einfach lächerlich, ein Arbeiter/ Angestellter würde nach 2-3 freie Freitag gekündigt werden und hätte so und so dafür Urlaub verwenden müssen. Was haben die Schüler dafür aufwenden müssen? Nix außer Schule frei was kein Aufwand sondern eher Freizeit ist

M.T.

Diese Aktionen sind ziemlich unglaubwürdig. Habe mal einer Klasse einen Film über die Entsorgung des elektronischen Mülls in Ghana gezeigt und die Reaktion war “So laaaangweilig, interessiert uns nicht”. Sie sollten lieber Taten setzen.

Fridays for Future

Im strömenden Regen heute tausende SchülerInnen, Omas gegen Rechts, alte Säcke wie ich und eine junge Frau, die ein riesiges Lastenrad schiebt. Sie sagt mir, dass die schon als 1jährige bei ihrer ersten Tschernobyl-Demo dabei war.

Find ich fein, wenn Zivilcourage bereits im Kindesalter eingeübt wird 🙂

So viele (1.000? 4.000?) kamen vom Unipark Nonntal und vom Hauptbahnhof zum Residenzplatz, dass den gscheiteren unter den Politikern gar nix anderes überbleibt, als Wohlwollen zu zeigen.


Demokratie retten oder „deppert reden“ ?

Die Entwicklung unserer Demokratie ist eines der Themen für Gegenwart und Zukunft. Demokratie in Frage zu stellen und Versuche, sie teilweise außer Kraft zu setzen, werden in der Mitte Europas in diesem Jahrtausend leider wieder salonfähig. Zumindest in einigen Nachbarländern sind sie sogar schon erfolgreich.

Ein lesenswerter Kommentar Haftgrund “deppert reden” von Peter Pilz* im Online-Standard vom 12. März 2019 und eine Headline im gleichen Medium zum tagesaktuellen BVT-U-Ausschuss:  Ermittlerin hielt Aufwand im Tierschützerprozess für übertrieben sind für mich Anlass, am Tag der Ausstrahlung der Radio Bob-Sendung zum Gender Gap (17:00 Uhr, Radiofabrik) — mehr dazu zuvor schon am 11. März  in diesem Blog — bereits die nächste Sendung am 27. März anzukündigen: da geht’s um „Gemeinsam die Demokratie retten“.

*Zitat Pilz: Den Haftgrund “Gefährdung der öffentlichen Ordnung” durch Asylwerber gibt es längst. Trotzdem will ihn der Innenminister in der Verfassung verankern. Etwa um ihn auf andere Personengruppen auszuweiten?

… Einfache Regierungsmehrheiten beschließen, wer in Schutzhaft genommen werden kann: heute einzelne Asylwerber, morgen Fußballfans, übermorgen Tierschützer, und bald darauf die, die gegen die Regierung auf die Straße gehen und die öffentliche Regierungsordnung stören…

… Aber was ist die “öffentliche Ordnung”, und wer stört sie? Ein Haftgrund dürfte Kickls ÖVP-Staatssekretärin in der ORF-Pressestunde einfach herausgerutscht sein: “wenn jemand durch besondere Gewaltbereitschaft auch in der Kommunikation mit Behörden auftritt”. Anderer Meinung sein und die lautstark und vielleicht sogar auf unhöfliche Art vertreten. Schutzhaft für “deppert reden”.


Am 27. März auf Radio Bob:
„Eine freundliche Revolution – Gemeinsam die Demokratie retten“



Dieses Anliegen vertritt Philippe Narval in seinem 2018 erschienen gleichnamigen
Buch. Darin berichtet er über gelungene Bürgerbeteiligung und konkrete Lösungswegen aus der Demokratiekrise: vom demokratischen Kindergarten über das Büro für Zukunftsfragen in Vorarlberg bis zur irischen Bürgerversammlung.

Stefan Wally hat Narval in die Robert Jungk Bibliothek für Zukunftsfragen eingeladen. Beim Europäischen Forum Alpbach, bei dem er seit 2012 Geschäftsführer ist, werden [nebst dem legendären peinlichen Auftritt von Peter Pilz. SCNR ;)] wichtige Zukunftsthemen wie eine Bürgerbeteiligung zusätzlich zu den periodischen Wahlen diskutiert, genauso wie in der JBZ.


Radio Bob ist live jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat um 17:00 Uhr live auf der Frequenz der Radiofabrik in Salzburg hören, als Wiederholung jeweils am Samstag darauf um 9 Uhr. Auf Radio Proton in Vorarlberg jeden zweiten Samstag mittags um 12:30.

Und im Internet jederzeit auf radiofabrik.at und auf der Website der JBZ.


Frankenstein Capitalism Is Stalking Europe

Eine Dissenting Opinion zu Stephan Schulmeisters Standpunkt, Europa möge sich ein Vorbild an der einst (von Konservativen wie Franz Josef Strauß) getroffenen Entscheidung nehmen, der US-Dominanz im Flugzeugbau mit der Gründung und staatlichen Unterstützung des Airbus Konsortiums zu begegnen:

After getting knocked back on Alstom-Siemens, France and Germany are eager to back the cobbling together of European champions. It’s a recipe for disaster.

France and Germany want to make more Airbus-style European industrial champions. But what happens when they start fighting over jobs and strategy?

https://www.bloomberg.com/opinion/articles/2019-03-05/after-alstom-siemens-frankenstein-capitalism-is-stalking-europe


Einige Links zum Thema Airbus, insbesondere dem möglichen Aus für den A380 und den Folgen für SteuerzahlerInnen wie Umwelt. Die entstanden allerdings großteils bereits vor dem und durch den Bau des Supervogels durch massive Eingriffe in die Natur rund Hamburg.

https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2019-03/a380-airbus-staatskredit-rueckzahlung-flugzeug

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/airbus-269.html

https://www.nabu.de/news/2005/04283.html

http://www.taz.de/!5570388/

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/airbus-produktion-aus-muehlenberger-loch-wird-muehlenberger-plateau-1178964.html

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-21662460.html

https://rp-online.de/politik/hamburg-und-der-super-airbus_aid-8457181