Von Monchhichi bis Louis Vuitton!

Herr König (Lukas) und Herr Leopold (Riegler) gaben sich und uns im Rahmen des Open Mind Festivals am 23.11. in der Arge zu Salzburg die letzte Ölung. Ganz im Stile einer heiligen Messe dauerte ihr Hochamt auch keine 5 viertel Stunden. Der Heiland wurde mit Bier, singender Säge und Becken am Haupt, Dornenkranz war gestern, gekreuzigt. Die Harfen der himmlischen Heerscharen werden mittels Moog und sonstigen Electronics zerhackt. Das ist mehr jenseitig als DaDa!

Moment, am Anfang war ja ganz was anderes und zwar das Monchhichi, es ward Mammon und mitten unter uns (auch auf der Videowall der Konzertbühne.)! Das Monchhichi war wahrscheinlich der Anfang des Konsumwahns, der Inbegriff des beginnenden Merchandising für Serien- und Filmartikel. Das Grauen hat den Daumen im Mund.

Gnadenlos wird dahingeknüppelt als gilt es uns tatsächlich den Teufel per Lärm auszutreiben. Lieber Gott ich schwöre, ich werden nie wieder etwas kaufen. Auch ein Saxofon wird bemüht um das Treiben des Leibhaftigen mit Freejazz zu verjagen. Als Weihwasser fungiert halt in der Kirche der säkularen Bierbauchigkeit nach wie vor eben jener Erhebungen produzierende Gerstensaft. Einem volltrunkenen mongolischem Khoomei Meister gleich versucht sich der Herr Riegler mit Bier gefülltem Mund und singend in der Kunst des Obertongurgelns. Prost, da wird sogar die Unterhose feucht.

Natürlich dürfen die Smashhits, der „Kohlhauser“ und „Heat the Water“ nicht fehlen. Geh hoit de Goschn, wie heißt der neue Song nochmal? Es war nicht zu verstehen. Dafür gab es immer was zum Schauen denn im Hintergrund flimmerten einige selbstgemachte Videos  und besagte Monchhichi Monster über die Leinwand. Alles nahe am Wahnsinn gebaut. Die Predigt zur Buße aller Konsumsünden sollte aber noch in den Schlußminuten visuell über uns hereinbrechen. Wir werden einer Louis Vuitton Handtasche gewahr in die sich, vollends ein weiblicher Darm entleert. Das ist Konsumkritik, Amen!

Ein schöner Abend voll ganz normalem Irrsinn, Gute Nacht und DaDa, äh Baba.

Weitere Informationen gibt es auf der Website: http://www.koenigleopold.at/ hahaha!

© MC Wuh

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.