Battle&Hum#161

Samstag 20.06.2026 (Stairway zum Nachhören)

Hier wird euch geholfen, die Antidiskriminierungsagenten von B&H träufeln euch Medizin ins Ohr!

 

DJ Ridi Mama’s Queer Queens & Kings:

  1. Schwester Ebra (single) – deine dickpics
  2. Antony and the Johnsons (single) – knockin‘ on heaven’s door
  3. Madonna (I’m breathless) – vogue
  4. The Oozes (single) – bitchboy

 

MC Randy Andy’s Non-Binäre:

  1. Endless Wellness (was für ein glück) – hand im gesicht
  2. Kerosin95 (coming out) – 7 kilo testo
  3. Salò (rabatt) – glock 17
  4. DONNA SAVAGE & Skofi (single) – kim possible

 

„What are you? To define is to limit“ (Oscar Wilde)

 

 

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Status Queer

Battle&Hum #161 am Samstag, 20.06.2026, 22:00 Uhr, diesmal mit Stolz!

Ja, ja, es gibt nur zwei Geschlechter sagt die Biologie bzw. ein abweichendes Chromosom. Das Y bestimmt, wann ein Mann ein Mann ist. Wir haben die Antwort, also kein Airplay mehr für „Männer“! Wenn es doch so simpel wäre, nur Adam und Eva und vielleicht noch‘n Appl und’n Ei. Das einfache Dualitätsprinzip funktioniert sehr gut in der Elektrotechnik, da werden Stecker (male) und Buchsen (female) ja gerne so bezeichnet und keiner steckt was falsch zusammen. Die Witzbolde von ABB/Eden benennen ihre Sensoren sogar nach Adam und Eva.

Aber die Natur macht ganz ohne monotheistischer Schöpfergestalt was sie will und das ist auch gut so. Den alten Zausel (Gott, nicht Wowereit) braucht kein Mensch. Manchmal sprudeln die Hormone que(e)r durcheinander oder außen hängt ein Schwellkörper dran, aber innen ist eine Gebärmutter gewachsen oder Eierstöcke. Das Testosteron lässt den Damenbart sprießen und die Muskeln wachsen. Soweit ich weiß, gab es Hermaphroditismus schon immer, beim Menschen zwar selten aber doch. Also, nix gibt’s was es nicht gibt. In Indien sind die sogenannten Hijra’s (Trans- und Intergeschlechtliche Personen) schon seit Jahrhunderten gesellschaftlich toleriert, teilweise auch integriert (segenbringende Gäste bei Hochzeiten etc.), natürlich auch oft in prekären Umständen (Sexarbeit) lebend.

copyright © Oliver Schopf, Der Standard, www.oliverschopf.com

Da dachte ich mir, das kann doch nur gut sein, wenn diese einzementierte Heteronormativität ein bisschen aufgeweicht, der genetische Knoten gelöst und ein drittes Geschlecht eingeführt wird. Doch denkste, die konservativ bedirndelten und kleinkarierten Schnäuzhadern Alpenländler:innen (die geistige Versteinerung geht durchaus um den Erdball, bis zu den Rocky Mountains) wehren sich unerbittlich gegen eine blühende Vielfalt. So als wäre eine Kommode namens Leben ohne Schubladen nicht möglich.

Selbst einstige Kämpfer:innen für die Gleichberechtigung taumeln wie Untote aus Tante Emmas Laden und grenzen Transmenschen ganz vehement im Namen des Feminismus aus. Fantasievollen Menschen wie Schrifsteller:Innen traut man ja eher eine gewisse Weltoffenheit zu, noch dazu wenn ein Hauptprotagonist homosexuell gezeichnet wurde. Nein, auch hier sollen die dicken Mauern Hogwarts alles Abweichlerische draußen halten. Ein paar schwarze Schafe, die einen Geschlechtswechsel ausnutzen werden, wird es zwar immer geben, aber die sollte man eigentlich sofort als Heuchler:in (ich wollte jetzt nicht „Arschloch“ schreiben…) erkennen.

Ein geschlechtsvergessenes Miteinander soll unsere Devise sein, lasst uns doch zwirbeln mit was und wem es uns gefällt und wenn wer ganz unzwirbelhaft asexuell ist, ist es auch wurst! Battle&Hum unterstreicht diese schöne Utopie mit einer wunderbaren Sendung gerade richtig zum Pride Month im Juni, am 20.06.2026 ab 22:00 Uhr! Vielleicht verbrennen sich die rechten Recken und Burgfräuleins beim Sonnwendfeuerhüpfen ja das Spatzi? Gender is between your ears, not your legs! Spin that shit!

Andreas Woldrich

 

(PS: Für alle Interessierten, derzeit läuft eine Ausstellung von Herrn Oliver Schopfs Werken (Einladung) im Karikaturmuseum Krems, geht noch bis 31.01.2027!)

 

 

 

Battle&Hum#160

Samstag 16.05.2026 (Stairway zum Nachhören)

This Radioshow kills fascists!

 

MC Randy Andy’s Partisan:innen:

  1. Maustetytöt (eivät enkelitkään ilman siipiä lennä) – syntynyt suruun ja puettu pettymyksin
  2. Woody Guthrie (my dusty road) – tear the facists down
  3. The Wolfe Tones (let the people sing) – come out ye black and tans
  4. RB Chorus (yugoslavian partisan songs) – drug tito zove

 

DJ Ridi Mama’s Revolutionär:innen:

  1. Laura Rafetseder (the minor key club) – ballad of zhanaozen
  2. Hannes Wader (singt arbeiterlieder) – solidaritätslied
  3. Angine de poitrine (vol.1) – sherpa
  4. Commandantes (lieder für die arbeiterklasse) – die arbeiter von wien

 

„Sich fügen heißt lügen.“ (Erich Mühsam)

 

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Proletenpassion

Battle&Hum #160 am Samstag, 16.05.2026, 22:00 Uhr, diesmal mit Arbeitnehmerveranlagung!

Fallende Blätter (Kuolleet lehdet)“ ist der neueste Film (2023) von Aki Kaurismäki und auch die Vollendung der proletarischen Reihe, eine Tetralogie. Der Film tröpfelt so dahin wie das Leben, aufstehen, arbeiten gehen, was zum Essen zusammenkratzen und schlafen gehen. Verdammt, da muss doch noch irgendwas sein im Leben? Ja, Alkohol, nebenbei saufen und oder eine andere durch Suchtmittel herbeigeführte Selbstzerstörung. Der triste Alltag von einem 8 to 5 Arbeitstag holt einen nicht unbedingt ab, da will man lieber im Bett bleiben. Der ewige Drang zur Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung reißt einen dann doch aus den Federn.

Wie auch im Film vermittelt wird, gibt es an eintöniger Arbeit nichts Schönes, was man zu Heldentum verklären könnte. Nein, da rinnt eher das Hirn bei den Ohren hinaus und die Lebenslust verschimmelt in der Jausenbox. Die romantische Liebe sprengt eventuell noch die Ketten der Stumpfsinnigkeit, wie der Film suggeriert. Oder spielt das Leben doch nur mit uns, wie der Wind mit fallenden Blättern? Wir sind zur Arbeit verdammt, besser gesagt zu einer gewissen kreativen Ausdrucksweise, sonst würden wir verkümmern. Also, es muss was getan werden! Die gebratenen Tauben fliegen durch Lohnarbeit auch besser in den Mund.

Der ganz, ganz linke Punker:innentraum von wegen „Propaganda der Yuppieschweine, Arbeit hat man besser keine“ hat wirklich no future. Nur in den Tag hineinleben macht auf Dauer nicht wirklich glücklich, oder? Was wäre eigentlich, wenn wir zum Großteil keine Arbeit mehr hätten, weil die KI Roboter alles übernommen haben? Super, nur mehr Pina Colada in the shade! Wait, wer zahlt den Rum? Hier kommt der Begriff Paradies-Paradoxon ins Spiel. Wenn alles automatisiert ist und kein Lohn mehr gezahlt wird, wer soll dann die Wirtschaft in lichte Wachstumshöhen zwirbeln? Das moderne Pendant zur paradiesischen Wurst, die einem in den Mund wächst im Schlaraffenland, wäre wohl die bedingungslose Grundsicherung. Eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit, sagen wir auf 25-30 Stunden könnte Milch und Honig wieder zum Fließen bringen. Die paar verbliebenen Arbeitsplätze könnte man verdoppeln.

Frische Visionen, mehr Freizeit, Kunst und Kultur braucht die Arbeiter:innenbewegung. Vielleicht bringen die zwei bescheidenen Arbeiter im Soundgarden des Herrn neuen Schwung ins Game? Musik hilft immer bei der Arbeit, da geht gleich viel mehr weiter oder die eintönigen Handgriffe werden vieltönend. Doch am Sonnabend den 16.05. rufen wir euch aus den Hallen der (Radio)Fabrik zu: „Aus der Hand!“ Legt die Arbeit nieder und genießt die heiße Platte aus musikalischem Arbeiterlied Aufschnitt, die wir euch ab 22:00 Uhr, ganz und gar live servieren. Alles zu werden, strömt zuhauf!

Andreas Woldrich

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Battle&Hum#159

Samstag 21.03.2026 (Stairway zum Nachhören)

Nix Hollywood, Salzburg Brudi!

 

MC Randy Andy’s Gang:

  1. Bush.ida (single) – gewitter
  2. The Roots (the tipping point) – don’t say nuthin
  3. Kinderzimmer Productions (wir sind da wo oben ist) – wir sind da wo oben ist
  4. Blumfeld (L’état et moi) – verstärker

 

DJ Ridi Mama’s Posse:

  1. Markante Handlungen (vollendete tatsachen) – höhere gewalt
  2. PerVers (untagrund hitz, vol.1) – sacklbicka
  3. Kreiml & Samurai (kapazunda sampler) – murgn
  4. Europe (war of kings) – war of kings

 

„Jeder geschlossene Raum ist ein Sarg“ (Blumfeld)

 

 

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Bohemian Rapsody

Battle&Hum #159 am Samstag, 21.03.2026, 22:00 Uhr, diesmal mit Geschichte!

 „Back to the Roots“ ist mittlerweile eine geflügelte Phrase, die sogar in einer etwas abgeänderten Form Einzug in die wundersame Welt der Discounter gefunden hat. Wir machen das jetzt auch und erinnern uns an das Jahr 2009:  Eine Sendung was born! In unserer Hochjugend, Anfang der 1990er Jahre flutete der Rap und HipHop den deutschsprachigen Raum. Yo! MTV Raps frittierte unsere Gehirne oder waren es die Hits von der Bong? „Die da!?!“ (interessante Sample Geschichte, ein Link muss noch rein) brach die deutschen, popkulturellen Sprachbarrieren im Mainstream und wir erlebten live eine kleine Musikrevolution, plötzlich war da wieder was Neues. Dann kam auch gleich mal Techno und Rave, was sind wir zwei gesegnet mit dem richtigen Zeitpunkt der Geburt. Seit den 90ern herrscht mehr oder weniger tote Hose in der Musikerneuerung.

Pardauz, dachten wir uns! Sprechen wir doch auch in ein Mikrofon und machen eine Rap Battle Sendung. Für guten Slam Poetry sind wir zu langsam und so lag es nahe mit unserer Lieblingsmusik zu battln‘. Statt dem Applaus des Publikums nehmen wir Klicks, Ihr kennt das ja! Dieses Song Ping Pong hat aus uns bereits ähnliche Legenden wie weiland Statler und Waldorf geformt, mittlerweile sind wir auch ähnlich alt.

Prä-Battle&Hum………

Der Rest ist Geschichte und wir reimen und stehlen nach 17 Jahren noch immer im freien Radio. Jetzt wird es wieder einmal Zeit ein paar gute Rapsongs und Hip Hop Klassiker auszugraben. Unser Zugang geht nicht so sehr durch die dicke Hose, lobgepriesene Automarken und schnieke Sneaker, nein das lehnen wir ab. Wir kommen eher von der Lyrik Abteilung, die Reimkunst und die Aussage ist unser Herzensanliegen, unser Rappers Delight! Gute Wortspiele, einen guten Flow, einen Dope Beat, sogenannte Street Credibility und mit Texten die uns auf der Zunge brennen, die wir selber nur herausstammeln könnten. So muss guter Rap sein.

Bezüglich der gerne gepflegten Misogynie, Homophobie, Gewaltverherrlichung, Drogenelogen und Protzerei im Genre Rap müssen wir mit den bösen Buben (Gangsta Rapper sind meist Männer) noch ein ernstes Wörtchen reden. Das muss nicht sein, wir haben nichts gegen einen gepflegten kritischen Song mit Gewalt als rein künstlerischem Ausdrucksmittel. Aber dieses ewig narzisstisch gekränkte Gewinsel braucht kein Mensch. Guten Morgen, Bitte, Danke!

………Zeiten!

 

YO! Kommenden Samstag (21.03.2026) gibt’s also Raps die runter gehen wie Öl. Die Show natürlich live und unzensiert, ab 22:00 Uhr. Eine Stunde feinste Dichtkunst, fette Beats, schwarzes Vinyl und vielleicht ein paar Überraschungen. Yo! Bum rush the show

Andreas Woldrich

 

 

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Battle&Hum#158

Samstag 21.02.2026 (Stairway zum Nachhören)

Eine musikalische Adrenochrom Kur für alte Säcke!

 

Johannes W. & Jakob W.:

  1. Gzuz (der sampler 3) – schnapp!
  2. Morad (single) – soñar
  3. DJ Chosen Few (I am fucking hardcore) – name of the dj
  4. LX (dopeboy dreams) – edibles

 

DJ Ridi Mama’s & MC Randy Andy’s:

  1. Sleaford Mods (the demise of planet X) – the good life
  2. Franz Fuexe (nihilismus 0.0) – jeder tog da söwe scheiss
  3. Sepultura (roots) – roots bloody roots
  4. Refused (the shape of punkt o come) – new noise

 

„Wenn sich die Lage bessert, dann wird alles noch gut werden.“ (Johann Nestroy)

 

 

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dazwischen

Der etwas andere Kunstfilm oder der Versuch einer Deutung.

Schräge Vögel (so heißt auch die Filmreihe) luden ins Das Kino zur Premiere (Montag 16.02.26, 19:00) vom Studio West Kurzdokumentarfilm: IN BETWEEN. Ein Doppelporträt (Regie: Wolfgang Tonninger). Das Gewölbe war gesteckt voll, ausverkauft, ein Straßenfeger. Die beiden Hauptprotagonisten Norbert K Hund und Christopher Schmall waren natürlich auch anwesend und stellten sich nach dem Film mit Wolfgang Tonninger so manch „blöder“ Frage. Darf Kunst politisch sein? Sicher, alles ist politisch nur im Sport hört man immer ein mimimi.

„Im Nonntal essen sie keine Hasen“, könnte auch ein Titel für diesen feinen, intimen Film sein. Weil Hasen isst man nicht, die lässt man hoppeln. Schräge Vögel sind sie auch, die Beiden porträtierten, aber im äußerst positiven Sinn. Eigentlich sind sie zwei Radiomacher mit einem etwas anderem Ansatz, ein bisschen wie die Radiofabrik im Sumpf. Ihre Flaggschiffsendung „Artarium“ ist beinahe jeden Sonntag (bis auf den 1. Im Monat) um 17:06. Der Sonntagabend ist somit der beste Radiotag der Woche, zuerst „Artarium“, dann umschalten auf FM4 „Im Sumpf“ und dann zum Schlafen noch ein wenig „Graue Lagune“. Mit der Perlentaucher Nachtfahrt setzen sie noch einen 3h Block jeden 2. Freitag drauf. Gut zu hören.

Jetzt komme ich aber wieder auf die Bilder zurück, so ein Film besteht ja hauptsächlich, no na ned aus Bildern. In dieser 35 Minuten Doku sind einige ganz fantastische Bilder gezeichnet. Wer sich vor Spoiler fürchtet sollte jetzt nicht mehr weiterlesen, ist aber eh kein Thriller bei dem die Suspense verloren geht. Meine persönliche Lieblingsszene ist die, ich nenne sie mal so, Easy Rider Szene auf der Hellbrunner Allee. Norbert auf dem Fahrrad, der Blick grimmig aber nicht ohne Selbstironie. Die Kunst kommt mit dem Fahrrad, oder wer die PS im Herzen hat braucht keine Verbrennungsmotoren.

In einer anderen Einstellung sieht man Chris (Schmall) und Chris (Gradl) durch den Wald wandern, das Grün und kräftige Baumstämme sollen uns vielleicht auf die im vollen Saft stehende junge Generation hinweisen. Hier ist die Liebe und das Spüren Hauptthema. Es hat etwas von Romeo und Julius nur stürzt sich keiner über die Clemens-Holzmeister-Stiege sondern es wird geschmust. Starke Szene!

Man könnte natürlich hinter der nächsten Ecke Weihrauch riechen, vom Selbstbeweihräuchern, aber das wäre zu kurz gegriffen. In diesem Film kehren Zwei ihre geplagte Seele heraus und schaffen Poesie. Auch die Couchszene zeugt von Mut: Norbert K Hund liegt ausgestreckt auf einer alten Couch, die schwere Erbluft atmet und erzeugt durch sein wohlig warmes Brummen eine Stimmung als würde Harry Rowohlt aus Pu der Bär vorlesen. Norbert’s kleiner „Winnie the Pooh“ liegt dabei auf seiner Brust und bekommt zum Abschied noch einen Kuss. Sieht man in diesen Zeiten auch selten, dass sich ein erwachsener Mensch mit Kuscheltier zeigt. Starke Szene!

Ich sag mal Prädikat sehr sehenswert. Also geht ins Kino, lest mehr Gedichte, werdet wie die Kinder und vor allem esst keine Hasen!

(Zu sehen in ausgewählten Lichtspielhäusern [demnächst auch auf FS 1]  und am 26.03.2026 für Radiofabrik Mitglieder beim Radiofabrik Stammtisch in der Arge Nonntal.)

 

Andreas Woldrich

Drüsentrieb

Battle&Hum #158 am Samstag, 21.02.2026, 22:00 Uhr, diesmal mit Jungendsprache!

Michael aka DJ Ridi Mama ist ein richtiger Magister und zwar in der Biologie, ein regelrechter Fischflüsterer. Wie es sich für ambitionierte Wissengschaftler (ich bin kein richtiger Magister, nur Hobbyurologe) gehört, machen wir auch hin und wieder Feldforschung, also direkt am Fisch bzw. Mensch. Das Forschungsgebiet war in einem Haus aus Fels und nannte sich Punkrockkonzert. Wir wollten wissen ob das Gnack schon knackt oder ein ordentlicher Pogo schon noch geht?

Jakob W. & Johannes W.

Gnæd, The Äth und Hauptäct Franz Fuexe und ja, am Ende ist alles nass von Bier und Schweiß. Unser Assistent Johannes war auch mit, aus ihm spricht noch der jugendliche Leichtsinn. Siehe da, auch er verlor sich im Moshpit. Franz Fuexe zeigten uns mit Nachdruck wo der Hammer hängt oder wie es genau auf die 12 geht. Noch kein Takt gespielt und schon sucht der Sänger Körperkontakt mit dem Publikum und das ging fast bei jedem Song so. Man hat direkt ein bisschen Angst ihm in die Augen zu schauen, vielleicht will er ja nur spielen. Großes Konzert.

Auch dem Novizen hat es außerordentlich gut gefallen. In der Postpubertät bzw. Adoleszenz ist das mit den Trieben und Drüsen ja noch eine sehr heikle Sache und sie vertragen keinen Aufschub. Das Sekret muss raus. Man soll sie nicht aufhalten, die heranwichsenden äh, heranwachsenden jungen Menschen. Das sogenannte Coming of Age ist kein Honigschlecken, für uns alle, da geht’s rund im Körper und Geist.

Paul McCarthy – White Snow Dwarf (Bashful)

Ein gutes Abführmittel für angestaute Aggressionen, verwirrte Weltverlorenheit und Identitätssuche ist nach wie vor: Musik! Vor allem live genossen, wie wir eingangs erfahren haben. Durch dieses Ventil kann einiges entweichen und es tut keinem weh, außer vielleicht einigen Pogopartner:innen. Schweiß und Blut (oder wars Bier?) gehört dazu.

Wir Altvorderen haben uns nun gedacht, „Na hören wir doch mal rein in die Jugend!“ und deshalb haben wir uns zwei männlicher Vertreter der unter 20 jährigen eingeladen. Am kommenden Samstag den 21.02.2026 kommen Johannes W. (15J.) und Jakob W. (19J) zu uns ins Studio der Radiofabrik. Live ab 22:00 Uhr hören wir ihre Musik aus dem unsichtbaren Jugendzimmer schallen. Digga, das crazy!

MC Randy Andy

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Battle&Hum#157

Samstag 20.12.2025 (Stairway zum Nachhören)

We hear dead people!

 

MC Randy Andy’s dead people:

  1. Pere Ubu (the modern dance) – non-alignment pact
  2. DÖF (same) – arafat
  3. Gang of Four (entertainment!) – love like anthrax
  4. New York Dolls (same) – looking for a kiss

 

DJ Ridi Mama’s Leichenschmaus:

  1. The Stone Roses (second coming) – love spreads
  2. Molden, Resetarits, Soyka, Wirth (yeah) – bad language
  3. Jimmy Cliff (wonderful world, beautiful people) – vietnam
  4. Marianne Faithfull (broken english) – working class hero

 

„Der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.“ (2 Korinther 3, 6)

 

 

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