Placebo – Loud Like Love

Stream/Download: Artarium vom Sonntag, 15. September – Das aktuelle Placebo-Album „Loud Like Love“ erscheint am Montag, 16. September. Wir stellen es euch aber schon heute vor, wir wollen ja auch einmal so richtig top-aktuell sein – bei aller Zeitlosigkeit 😛 Zudem laden wir hiermit in Brian Molkos Namen all unsere Salzburger Hörer_innen zur feierlichen Online-Release-Show auf LOUD LIKE LOVE TV ein – „a unique and candid 90 minute online TV show streamed LIVE globally from YouTube Space London“ – die jedoch hierzulande eine Stunde spĂ€ter beginnt und daher von etwa 21:00 bis 22:30 zu sehen sein wird, wenns denn die Server, wie wir stark hoffen, auch aushalten. Kritik und Presse reagierten wieder einmal (wie bei Placebo auch nicht anders zu erwarten) höchst zweischneidig aufs jeweilige Probehören, vom Lob der Reife bis zum Verriss war alles dabei. Der ORF brachte gar einen Beitrag in der ZiB 24 und schloss mit den Worten: „…auch wenn die alten Fans sie heute als bieder bezeichnen.“ Doch hören wir selbst:

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Es fĂ€llt mir persönlich nie wirklich leicht ĂŒber ein Album zu schreiben, und vor allem dann, wenn es sich um ein Album wie „Loud Like Love“ handelt, welches sich jeglicher Formulierung zu entziehen scheint, sei es durch die Ambivalenz der Texte oder durch die Instrumentierung, welche man nur allzu gut von den rostigblutige Rasierklingen schwingenden Melancholierockern namens Placebo kennt.

Sie sind ruhiger geworden, haben sich ein wenig zurĂŒckgelehnt und die Welt ein bisschen nĂŒchterner betrachtet. NatĂŒrlich findet man die altbewĂ€hrte Traurigkeit und die Feststellung, dass nur ein schmerzendes Herz richtig funktioniert, ohne aber auf Hoffnung und Lebensenergie zu verzichten. Perspektive und Zukunft, Liebe und Hingabe, himmelhoch jauchzend, am Boden liegend, verzweifelt, aussichtslos und doch weiter rudern, obwohl man das Licht am Ende des Tunnels nicht sieht


Wie schon gesagt: ambivalent, so wie das Leben halt. 😉 Fazit: Ein durchaus tanzbares Album, welches sich allerdings nicht am Ă€ußersten Rand des brodelnden Vulkans Ekstase bewegt, doch schöne treibende Parts hat, wie auch Verschnaufpausen und ĂŒberhaupt Passagen zum WegtrĂ€umen und Zerschmelzen. Review von Christopher Schmall

 

Ist das jetzt Kunst oder kann das weg? Auf Videoschaun: Too Many Friends Mystery Edit 😀

 

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Seit Herbst 07 "das etwas andere Kunnst-Biotop" in der Radiofabrik und seit Anfang 09 daselbst "im Schatten der Mozartkugel" als Artarium unterwegs. Immer auf der Suche nach neuen GĂ€sten, Themen und Gestaltungsformen... Hochfrequenter Wortwetz- und Mundwerksmeister zwischen Live-Unmoderation und Poesie-Performance. Psychodelikate Audiocollagenkunst, stimmungsexzessive Hörweltendramaturgie, subversiver Seelenstriptease, unverzichtbares UrgewĂŒrz und... In diesem Unsinn zeig ich euch hier einen tieferen! Ab- und hintergrĂŒndige Neu- und Nettigkeiten aus der wundersamen Welt des Artarium, seinen GĂ€stinnen und Hörerichen. Kunnst mi eigntlich gern ham. So do mi - i di a! Bussal...