Battle&Hum#163

Samstag 15.08.2026 (Stairway zum Nachhören)

Ein Abend in der Hängematte mit Eis am Stiel, feuchten Träumen und coolen Drinks!

 

MC Randy Andy’s Schweißbad:

  1. Hermanos Gutiérrez (hijos del sol) – hijos del sol
  2. PJ Harvey (dry) – oh my lover
  3. Crypta (echoes of the soul) – kali
  4. Juliette & The Licks (four on the flour) – hot kiss

 

DJ Ridi Mama’s Hitzschlager:

  1. Der Nino aus Wien (bäume) – am heißesten tag des sommers
  2. Jeans Team (kopf auf) – das zelt
  3. BIBIZA (rocknrollst★r) – soda zitron
  4. Falco (einzelhaft) – zuviel hitze

 

„Sommernacht hellt auf doch was sich nicht lichten will: die Augenlider!“ (Arakida Moritake)

 

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Hot Hitz

Battle&Hum #163 am Samstag, 15.08.2026, 22:00 Uhr, diesmal mit Sonnencreme!

Es wird wieder ein Sommer wie damals, zum Perm-Trias-Ereignis. Das wird putzig, denn da wird’s uns nämlich auch wegputzen vom Antlitz der Erde, bei einem weiteren Massensterben der Lebewesen. Ja, das war immer schon so, jo mei, hoaß wors früher a scho. Ha, aber diesmal tragen wir zu einem großen Teil selber dazu bei, dass die Erdatmosphäre ungemütlich wird. Die Trilobiten damals haben nur blöd geschaut und sind dann Erdöl geworden. Klasse, die haben an uns gedacht, denn unsere Kubikzentimetergeschoße (© Helge Schneider) aka Verbrennungsmotoren müssen ordentlich befeuert werden.

Mit dem Kohlenstoffkreislauf verhält es sich ähnlich wie mit dem Wasserkreislauf: er zirkuliert in der Erdatmosphäre. Es kommt auch nichts dazu (mehr oder weniger) oder weg, es verteilt sich nur anders. Wenn wir Menschen hergehen und das bereits gebundene Kohlenstoffdioxid wieder in die Atmosphäre blasen, verstärkt das den Treibhauseffekt halt schneller. Das ist so kristallklar logisch, dass kann nur eine Klimalüge sein. Wahrscheinlich kann man Ivermectin Creme auch als Sonnenschutz auftragen. Das Herpferd springt hoch und weit, macht nichts, es hat ja Zeit.

Alles kein Problem, wir ballern uns alle Klimageräte in die Wohnungen. Die werden mit Strom betrieben und da wir ein Land am Strome sind, wird alles gut. Die Temperaturen im Land großer Töchter und Söhne passen sich den Sonntagsfragewerten der fossilen Partei Österreichs an, sie gehen Richtung 40. Jetzt erst recht! Das war schon immer das Motto der Beleidigten. Die leben geistig noch im Hirnantium. Ja, da steckt das Wort Hirn drinnen, aber auch nur im Wort. Nein, so kann man das auch nicht sagen. Obwohl wenn man behauptet, Windräder würden hunderttausende Vögel und Fledermäuse metzeln oder das Wetter beeinflussen und Dürren auslösen, dann ist der obere Flusslauf schon etwas ausgetrocknet. Auf der einen Seite die Wissenschaft nicht ernst nehmen bzw. verschwurbeln aber dann schon mit sehr ernster Mine sagen: „Biologisch gibt es nur 2 Geschlechter.“

Bevor uns jetzt der Hitzschlag trifft in diesem Land der Hitzedome, kühlen wir unser Mütchen mit etwas Erfrischendem. Klimaneutral wird schwierig, weil ohne Strom wird das Lulu nicht so schnell zu Wasser wie bei der Holzinger in Venedig. Also, ich nenne den Drink „OberOklahoma Sommerspritzer“: 4cl oder besser 6cl beliebiger Bourbon (für die Antis, Hollersirup), crushed ice, ein paar Spritzer Limettensaft (plus Scheibe rein ins Glas) und einen dash Angosturabitter mit Soda auffüllen (nicht zu viel). Bitte, Danke! Zur völligen Hängemattisierung dreht dann noch euer Empfängnisgerät auf und stellt auf 107,5 MHz. YO! Battle&Hum aus den klimatisierten Hallen der Radiofabrik, lässt am kommenden Samstag, den 15.08.2026 ab 22:00 den Bass pumpern, dass es euch die Asche vom Joint beutelt und der Organismus in Entspannung verfällt. So hush, little baby, don’t you cry!

Andreas Woldrich

(Für die Motivierten unter euch, hier noch ein LINK, dahinter verbirgt sich die Anfrage von dem Abgeordneten Peter Schmiedlechner (FPÖ) bezüglich erneuerbare Energien an die damalige Ministerin Leonore Gewessler (Grüne), die Antwort ist hier VERLINKT.)

Battle&Hum#162

Samstag 18.07.2026 (Stairway zum Nachhören)

Weg mit den Donuts, die Jeans enger geschnallt, wir blasen euch den Stetson vom Haupt!

 

DJ Ridi Mama’s sound of the free:

  1. Palinstar (backtrain places) – firestarter
  2. Tom Petty (full moon fever) – runnin‘ down a dream
  3. Voodoo Jürgens (gschnas) – taxitänzer
  4. Five Horse Johnson (the no. 6 dance) – mississippi king

 

MC Randy Andy’s Americana:

  1. Ministry (amerikkkant) – i know words
  2. Son House (the original delta blues) – john the revelator
  3. Bruce Springsteen (the ghost of tom joad) – the ghost of tom joad
  4. Frank Zappa/Beefheart/Mothers (bongo fury) – 200 Years old

 

„I regret that I have only one life to give for Rock ‚n‘ Roll!“ (Mr. McGee in Rock ‚n‘ Roll High School)

 

 

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Land of the free

Battle&Hum #162 am Samstag, 18.07.2026, 22:00 Uhr, diesmal mit Hüftschwung!

Als Kind des kalten Krieges wächst man zwischen zwei Stühlen auf und findet womöglich auf Beiden gemütliche Stellen zum Lümmeln. Auf der einen Seite versprach die Idee eines bärtigen Deutschen die ewige Gleichheit und auf der Anderen lockte ein Clown mit schneller Küche und immergleichem Geschmack. Der Kommunismus hat es nicht überlebt und letztlich seine Kinder mit Haut und Haaren gefressen. Am anderen Teichufer frisst gerade Donald der Horrorclown die Reste von Demokratie und Freiheit. A big beautiful fail.

Mein Herz schlägt zwar links aber selbst damals ist mir das Eingesperrt sein der Menschen auf der anderen Seite des eisernen Vorhangs suspekt gewesen. Der Hüftschwung von Elvis war immer verheißungsvoller als der Stechschritt sowjetischer Soldaten. Leider wird der Traum der großen Freiheit nun auch in den USA in den Boden getrumpelt. Die Popkultur als subversive, rebellische Kraft scheint jetzt gerade in ihrem Geburtsland an der Mutterbrust der Freiheit zu verhungern. Längst tot geglaubte, konservative Ideologien schleichen aus ihren fauligen Gräbern und schrecken die weltoffenen, lebenden Geister mit ihrem schaurigen Tanz ums goldene Kapital.

Buick Super 56R 1953

Michael und ich, wir wollten irgendwann mal eine Pilgerreise ins gelobte Land der Popmusik machen. Momentan ist die Reise auf Eis gelegt, die würden uns gleich ins Alligator Alcatraz verfrachten. Begonnen hätten wir unsere Wallfahrt naturgemäß in New York, ein Radiofabrik Pickerl direkt an die Tür des ehemaligen CBGB’s Club geheftet. Anschließend über Tennessee (das haben wir schon so gerne, den Menschen das Land nehmen aber ihre Wörter und Begriffe verwenden) nach Tupelo ein Grabkerzerl für den King anzünden. Dann den Highway 61 visited, einmal rauf bis nach Duluth, His Bobness preisen und per Niederwerfung wieder runter nach Louisiana. Im Delta gibt’s dann heilende Schlammbäder im Mississippi und Soulfood vom Feinsten. Zum Abschluss darf ein Joint bei den Hippies in San Francisco nicht fehlen. Gehet hin in Frieden!

Erzbengel Michael und Reverand Andy werden am kommenden Samstag (18.07.2026) das untergehende Abendland des Pop mit einem Hochamt preisen, dass ihr die Engel rülpsen hört. Livehaftig, ab 22:00 werfen wir euch ein paar Perlen der US-amerikanischen Popgeschichte und vielleicht auch ihrer Gegenwart vor. In nomine sexis et drogi et rockus rolli!

Andreas Woldrich

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Battle&Hum#161

Samstag 20.06.2026 (Stairway zum Nachhören)

Hier wird euch geholfen, die Antidiskriminierungsagenten von B&H träufeln euch Medizin ins Ohr!

 

DJ Ridi Mama’s Queer Queens & Kings:

  1. Schwester Ebra (single) – deine dickpics
  2. Antony and the Johnsons (single) – knockin‘ on heaven’s door
  3. Madonna (I’m breathless) – vogue
  4. The Oozes (single) – bitchboy

 

MC Randy Andy’s Non-Binäre:

  1. Endless Wellness (was für ein glück) – hand im gesicht
  2. Kerosin95 (coming out) – 7 kilo testo
  3. Salò (rabatt) – glock 17
  4. DONNA SAVAGE & Skofi (single) – kim possible

 

„What are you? To define is to limit“ (Oscar Wilde)

 

 

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Status Queer

Battle&Hum #161 am Samstag, 20.06.2026, 22:00 Uhr, diesmal mit Stolz!

Ja, ja, es gibt nur zwei Geschlechter sagt die Biologie bzw. ein abweichendes Chromosom. Das Y bestimmt, wann ein Mann ein Mann ist. Wir haben die Antwort, also kein Airplay mehr für „Männer“! Wenn es doch so simpel wäre, nur Adam und Eva und vielleicht noch‘n Appl und’n Ei. Das einfache Dualitätsprinzip funktioniert sehr gut in der Elektrotechnik, da werden Stecker (male) und Buchsen (female) ja gerne so bezeichnet und keiner steckt was falsch zusammen. Die Witzbolde von ABB/Eden benennen ihre Sensoren sogar nach Adam und Eva.

Aber die Natur macht ganz ohne monotheistischer Schöpfergestalt was sie will und das ist auch gut so. Den alten Zausel (Gott, nicht Wowereit) braucht kein Mensch. Manchmal sprudeln die Hormone que(e)r durcheinander oder außen hängt ein Schwellkörper dran, aber innen ist eine Gebärmutter gewachsen oder Eierstöcke. Das Testosteron lässt den Damenbart sprießen und die Muskeln wachsen. Soweit ich weiß, gab es Hermaphroditismus schon immer, beim Menschen zwar selten aber doch. Also, nix gibt’s was es nicht gibt. In Indien sind die sogenannten Hijra’s (Trans- und Intergeschlechtliche Personen) schon seit Jahrhunderten gesellschaftlich toleriert, teilweise auch integriert (segenbringende Gäste bei Hochzeiten etc.), natürlich auch oft in prekären Umständen (Sexarbeit) lebend.

copyright © Oliver Schopf, Der Standard, www.oliverschopf.com

Da dachte ich mir, das kann doch nur gut sein, wenn diese einzementierte Heteronormativität ein bisschen aufgeweicht, der genetische Knoten gelöst und ein drittes Geschlecht eingeführt wird. Doch denkste, die konservativ bedirndelten und kleinkarierten Schnäuzhadern Alpenländler:innen (die geistige Versteinerung geht durchaus um den Erdball, bis zu den Rocky Mountains) wehren sich unerbittlich gegen eine blühende Vielfalt. So als wäre eine Kommode namens Leben ohne Schubladen nicht möglich.

Selbst einstige Kämpfer:innen für die Gleichberechtigung taumeln wie Untote aus Tante Emmas Laden und grenzen Transmenschen ganz vehement im Namen des Feminismus aus. Fantasievollen Menschen wie Schrifsteller:Innen traut man ja eher eine gewisse Weltoffenheit zu, noch dazu wenn ein Hauptprotagonist homosexuell gezeichnet wurde. Nein, auch hier sollen die dicken Mauern Hogwarts alles Abweichlerische draußen halten. Ein paar schwarze Schafe, die einen Geschlechtswechsel ausnutzen werden, wird es zwar immer geben, aber die sollte man eigentlich sofort als Heuchler:in (ich wollte jetzt nicht „Arschloch“ schreiben…) erkennen.

Ein geschlechtsvergessenes Miteinander soll unsere Devise sein, lasst uns doch zwirbeln mit was und wem es uns gefällt und wenn wer ganz unzwirbelhaft asexuell ist, ist es auch wurst! Battle&Hum unterstreicht diese schöne Utopie mit einer wunderbaren Sendung gerade richtig zum Pride Month im Juni, am 20.06.2026 ab 22:00 Uhr! Vielleicht verbrennen sich die rechten Recken und Burgfräuleins beim Sonnwendfeuerhüpfen ja das Spatzi? Gender is between your ears, not your legs! Spin that shit!

Andreas Woldrich

 

(PS: Für alle Interessierten, derzeit läuft eine Ausstellung von Herrn Oliver Schopfs Werken (Einladung) im Karikaturmuseum Krems, geht noch bis 31.01.2027!)

 

 

 

Battle&Hum#160

Samstag 16.05.2026 (Stairway zum Nachhören)

This Radioshow kills fascists!

 

MC Randy Andy’s Partisan:innen:

  1. Maustetytöt (eivät enkelitkään ilman siipiä lennä) – syntynyt suruun ja puettu pettymyksin
  2. Woody Guthrie (my dusty road) – tear the facists down
  3. The Wolfe Tones (let the people sing) – come out ye black and tans
  4. RB Chorus (yugoslavian partisan songs) – drug tito zove

 

DJ Ridi Mama’s Revolutionär:innen:

  1. Laura Rafetseder (the minor key club) – ballad of zhanaozen
  2. Hannes Wader (singt arbeiterlieder) – solidaritätslied
  3. Angine de poitrine (vol.1) – sherpa
  4. Commandantes (lieder für die arbeiterklasse) – die arbeiter von wien

 

„Sich fügen heißt lügen.“ (Erich Mühsam)

 

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Proletenpassion

Battle&Hum #160 am Samstag, 16.05.2026, 22:00 Uhr, diesmal mit Arbeitnehmerveranlagung!

Fallende Blätter (Kuolleet lehdet)“ ist der neueste Film (2023) von Aki Kaurismäki und auch die Vollendung der proletarischen Reihe, eine Tetralogie. Der Film tröpfelt so dahin wie das Leben, aufstehen, arbeiten gehen, was zum Essen zusammenkratzen und schlafen gehen. Verdammt, da muss doch noch irgendwas sein im Leben? Ja, Alkohol, nebenbei saufen und oder eine andere durch Suchtmittel herbeigeführte Selbstzerstörung. Der triste Alltag von einem 8 to 5 Arbeitstag holt einen nicht unbedingt ab, da will man lieber im Bett bleiben. Der ewige Drang zur Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung reißt einen dann doch aus den Federn.

Wie auch im Film vermittelt wird, gibt es an eintöniger Arbeit nichts Schönes, was man zu Heldentum verklären könnte. Nein, da rinnt eher das Hirn bei den Ohren hinaus und die Lebenslust verschimmelt in der Jausenbox. Die romantische Liebe sprengt eventuell noch die Ketten der Stumpfsinnigkeit, wie der Film suggeriert. Oder spielt das Leben doch nur mit uns, wie der Wind mit fallenden Blättern? Wir sind zur Arbeit verdammt, besser gesagt zu einer gewissen kreativen Ausdrucksweise, sonst würden wir verkümmern. Also, es muss was getan werden! Die gebratenen Tauben fliegen durch Lohnarbeit auch besser in den Mund.

Der ganz, ganz linke Punker:innentraum von wegen „Propaganda der Yuppieschweine, Arbeit hat man besser keine“ hat wirklich no future. Nur in den Tag hineinleben macht auf Dauer nicht wirklich glücklich, oder? Was wäre eigentlich, wenn wir zum Großteil keine Arbeit mehr hätten, weil die KI Roboter alles übernommen haben? Super, nur mehr Pina Colada in the shade! Wait, wer zahlt den Rum? Hier kommt der Begriff Paradies-Paradoxon ins Spiel. Wenn alles automatisiert ist und kein Lohn mehr gezahlt wird, wer soll dann die Wirtschaft in lichte Wachstumshöhen zwirbeln? Das moderne Pendant zur paradiesischen Wurst, die einem in den Mund wächst im Schlaraffenland, wäre wohl die bedingungslose Grundsicherung. Eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit, sagen wir auf 25-30 Stunden könnte Milch und Honig wieder zum Fließen bringen. Die paar verbliebenen Arbeitsplätze könnte man verdoppeln.

Frische Visionen, mehr Freizeit, Kunst und Kultur braucht die Arbeiter:innenbewegung. Vielleicht bringen die zwei bescheidenen Arbeiter im Soundgarden des Herrn neuen Schwung ins Game? Musik hilft immer bei der Arbeit, da geht gleich viel mehr weiter oder die eintönigen Handgriffe werden vieltönend. Doch am Sonnabend den 16.05. rufen wir euch aus den Hallen der (Radio)Fabrik zu: „Aus der Hand!“ Legt die Arbeit nieder und genießt die heiße Platte aus musikalischem Arbeiterlied Aufschnitt, die wir euch ab 22:00 Uhr, ganz und gar live servieren. Alles zu werden, strömt zuhauf!

Andreas Woldrich

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Battle&Hum#159

Samstag 21.03.2026 (Stairway zum Nachhören)

Nix Hollywood, Salzburg Brudi!

 

MC Randy Andy’s Gang:

  1. Bush.ida (single) – gewitter
  2. The Roots (the tipping point) – don’t say nuthin
  3. Kinderzimmer Productions (wir sind da wo oben ist) – wir sind da wo oben ist
  4. Blumfeld (L’état et moi) – verstärker

 

DJ Ridi Mama’s Posse:

  1. Markante Handlungen (vollendete tatsachen) – höhere gewalt
  2. PerVers (untagrund hitz, vol.1) – sacklbicka
  3. Kreiml & Samurai (kapazunda sampler) – murgn
  4. Europe (war of kings) – war of kings

 

„Jeder geschlossene Raum ist ein Sarg“ (Blumfeld)

 

 

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Bohemian Rapsody

Battle&Hum #159 am Samstag, 21.03.2026, 22:00 Uhr, diesmal mit Geschichte!

 „Back to the Roots“ ist mittlerweile eine geflügelte Phrase, die sogar in einer etwas abgeänderten Form Einzug in die wundersame Welt der Discounter gefunden hat. Wir machen das jetzt auch und erinnern uns an das Jahr 2009:  Eine Sendung was born! In unserer Hochjugend, Anfang der 1990er Jahre flutete der Rap und HipHop den deutschsprachigen Raum. Yo! MTV Raps frittierte unsere Gehirne oder waren es die Hits von der Bong? „Die da!?!“ (interessante Sample Geschichte, ein Link muss noch rein) brach die deutschen, popkulturellen Sprachbarrieren im Mainstream und wir erlebten live eine kleine Musikrevolution, plötzlich war da wieder was Neues. Dann kam auch gleich mal Techno und Rave, was sind wir zwei gesegnet mit dem richtigen Zeitpunkt der Geburt. Seit den 90ern herrscht mehr oder weniger tote Hose in der Musikerneuerung.

Pardauz, dachten wir uns! Sprechen wir doch auch in ein Mikrofon und machen eine Rap Battle Sendung. Für guten Slam Poetry sind wir zu langsam und so lag es nahe mit unserer Lieblingsmusik zu battln‘. Statt dem Applaus des Publikums nehmen wir Klicks, Ihr kennt das ja! Dieses Song Ping Pong hat aus uns bereits ähnliche Legenden wie weiland Statler und Waldorf geformt, mittlerweile sind wir auch ähnlich alt.

Prä-Battle&Hum………

Der Rest ist Geschichte und wir reimen und stehlen nach 17 Jahren noch immer im freien Radio. Jetzt wird es wieder einmal Zeit ein paar gute Rapsongs und Hip Hop Klassiker auszugraben. Unser Zugang geht nicht so sehr durch die dicke Hose, lobgepriesene Automarken und schnieke Sneaker, nein das lehnen wir ab. Wir kommen eher von der Lyrik Abteilung, die Reimkunst und die Aussage ist unser Herzensanliegen, unser Rappers Delight! Gute Wortspiele, einen guten Flow, einen Dope Beat, sogenannte Street Credibility und mit Texten die uns auf der Zunge brennen, die wir selber nur herausstammeln könnten. So muss guter Rap sein.

Bezüglich der gerne gepflegten Misogynie, Homophobie, Gewaltverherrlichung, Drogenelogen und Protzerei im Genre Rap müssen wir mit den bösen Buben (Gangsta Rapper sind meist Männer) noch ein ernstes Wörtchen reden. Das muss nicht sein, wir haben nichts gegen einen gepflegten kritischen Song mit Gewalt als rein künstlerischem Ausdrucksmittel. Aber dieses ewig narzisstisch gekränkte Gewinsel braucht kein Mensch. Guten Morgen, Bitte, Danke!

………Zeiten!

 

YO! Kommenden Samstag (21.03.2026) gibt’s also Raps die runter gehen wie Öl. Die Show natürlich live und unzensiert, ab 22:00 Uhr. Eine Stunde feinste Dichtkunst, fette Beats, schwarzes Vinyl und vielleicht ein paar Überraschungen. Yo! Bum rush the show

Andreas Woldrich

 

 

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