Perlentaucher – Besuch beim Bären

Was tun in den letzten Wochen vor dem Winterschlaf, wenn es draussen schon zu kalt – aber innerlich noch zu hell ist? Zu unfertig, zu aufgedreht, ganz einfach zu wach – womit würdest du dir als BärIn denn die Zeit verteiben, damit du – „gähn“ – endlich einschlafen kannst?

Na, bär kann sich zum Beispiel ein paar MitbärInnen einladen und mit ihnen gemeinsam die Eindrücke des Sommers revue passieren lassen. Noch einmal fühlen, riechen, schmecken und im behutsamen Betrachten der Erinnerungen aussortieren, was für lange Träume taugt – und was nicht.

Und so ähnlich wollen wir drei Bären in dieser Ausgabe auch unsere Reminiszenzen ausbreiten – aber nicht nur an einen vergangenen Sommer, sondern gleich an drei ganze Leben, drei immer noch werdende Persönlichkeiten sowie drei individuelle Kunstauffassungen…

Süffige Gespräche rund um Kreativität und Kasperltheater, Elektronik und Eklektizismus, Humus, Humor und Humanismus sowie natürlich die gute alte und allgegewärtige Kunnst – ja die mit den 2 n! Gut gebrummt von Markus Brandt, Markus Huber und Norbert K.Hund. Danach ins Denkmal, Luise poppen!

Diese Sendung experimentellen Charakters bietet Einblicke in den Hirnbaukasten nicht nur eines perlentauchenden Hundes auf der Fährte des Lebens. GefährtInnen durchs Dick und Dünn der Lebensgefahr – Projektwerkstatt im Werden und Geverwehen. Erklärungsbedarf? Hier klicken und selbst…

Disses Piece!

ARTARIUM UNTERWELTLICHE BILDERFLUTEN präzisiert: Eleganz versus Penetranz – Rattet den Erbsenkodex! DISSES PIECE haut nicht nur fein aufs Auge, sondern geradezu beispielhaft Indie Existenz:

Sch(w)einwelt Schelte:

An die Wand mit allen Erbsenzählern und Zuschmier-Fettischisten!

Kunnst Handwerk? Dann gib dir Selbstfrieden.

Niveau ist keine Hautcreme Respekt keine Statusfrage und Kreativität bestimmt kein Konkurrenz-Krampf.

Zur Ehrenrettung der Ratten (!) sei hier angemerkt, dass diese hoch intelligenten StreicheleinheitInnen grundsätzlich dazu in der Lage sind, sich den Lebensgewohnheiten ihrer menschlichen Mitbewohner anzugleichen.

Allerdings neigen die lieben Tierchen in allzu unbeaufsichtigten Augenblicken durchaus dazu, allerlei Knabbergebäck zu klauen, die Topfpflanzen aufzufressen und die Stromversorgung freizulegen. Also den Freiraum einer potentiellen Menschenzone zielstrebig in ein ausschließlich nur noch für sie gemütliches Rattenklo umzuwidmen.

An solcher Zergrunzung sollte man sie besser zu hindern wissen…

In diesem Hintersinn und auf seinen  Nebenebenen drängt sich mir  folgende Interpretation auf:

„Ret97, du Sack-Ratte! Hältst dich wohl für fett, wenn du Scheinwelt Schelme crosst? Was du dir da so groß umhängst, macht deinen Schwanz aber auch nicht länger.“

Was geht ???

Momentaufnahme in Bewegung zwischen Salzburg und Wien: Linz bringts wieder mal auf den Punkt und die Perlentaucher sind unverwüstlich unterwegs…

Heute bekam ich eine etwas eigenartige SMS, welche mich zum europäischen Medien Fassaden Festival nach Linz einlud. Evan Roth wird daselbst mit seiner Grafitti Analysis v3.0 (A digital grafitti blackbook…) vertreten sein. Eine weitere sehr schöne Interpretation von Writing in Movement schuf der Wiener Fotokünstler Noah Essl als Tribute to Levin Jam 2010.

Und just als Felix, Laurenz, Max und ich auf der Heimreise von diesem beeindruckend gefühlsdirekten und friedenskreativen Happening im Intercity das nächtliche Linz passierten, ereignete sich ganz und gar spontan und unvermittelt folgendes:

Vom minimalistischen Rhythmus des fahrenden Zuges leicht phasenversetzt und zudem noch voll von elementaren Eindrücken übersetzten wir schlicht Bewegung in Licht.

Selbst das Konzept einer digitalen Abbildung der im Blackbook enthaltenen Dynamik per Augen-Blick gelang uns dabei spielend. Während also andere Städte das kreative Potential ihrer Kunnst-Jugend ermöglichen und fördern, scheint die Politik der Festspiel-Metropole hier seltsam weltfremd.