Am 9. April jährte sich zum 64. Mal die Befreiung des KZ Dora-Mittelbau. Während Buchenwald fast alle kennen, ist das KZ Dora-Mittelbau bis heute weitgehend unbekannt. Obwohl dort in der größten unterirdischen Rüstungsfabrik die „Wunderwaffen“ V1 und V2 gebaut wurden.
Der Leiter der KZ-Gedenkstätte Dora Mittelbau Dr. Jens-Christian Wagner im Gespräch mit Jörg Depta.
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Die Verfolgung der Sinti und Roma
Die 1936 gegründete Rassenhygienische Forschungsstelle war die zentrale nationalsozialistische Ausforschungsinstitution zur sogenannten „Zigeuner-“ und „Asozialenfrage“. In ihr sollte „wissenschaftlich“ bewiesen werden, dass Roma nicht aufgrund äußerer Lebensumstände „asozial“ wären, sondern dass dies vererbbar ist. Deshalb sollten die Betroffenen in Arbeitslager gesperrt und zwangssterilisiert werden. In der Rassenhygienischen Forschungsstelle wurde neben medizinischen Untersuchung auch „Ahnenforschung“ betrieben. Man wollte nachweisen, dass die Roma vorwiegend „Mischlinge“ seien, die aus Ehen mit ‚Asozialen‘ und ‚Kriminellen‘ hervorgingen. Welche Bedeutung diese Rassenhygienische Forschungsstelle nun genau für die Deportationen und die Vernichtung hatte, dazu Radio CORAX mit dem Oberarchivrat Dr. Martin Luchterhandt vom Landesarchiv in Berlin.
“Meine Welt“: Das fotografierte Leben der Roma in Skopje
Am 6. März eröffnete im Leipziger Stadtbüro eine Ausstellung, in der Fotografien 15 junger Roma zwischen 11 und 14 Jahren gezeigt werden. Lydia Jacobi von Radio Blau sprach mit den Machern der Ausstellung Petra Cagalj und Gjulner Sejdi über Inhalt und Idee des Projekts.
Gedenkstunde für Roma und Sinti
Von den insgesamt 11.000 österreichischen Roma und Sinti haben weniger als zehn Prozent die nationalsozialistische Verfolgung überlebt. Zur Erinnerung an die Opfer lädt das Friedensbüro Salzburg am Freitag, 24. April, um elf Uhr zu einer Gedenkstunde beim Mahnmal am Ignaz Rieder Kai 21.
[lang_en]Civilmedia is European "best practice" [/lang_en]
[lang_en]Civilmedia was the only Austrian project invited to the „Conference on Creativity and Innovation – Best practice from European Union programmes“ in Brussels in March.
We were able to present the concept of our „UnConference Civilmedia“ at the exhibition in parallel.
A great success, that (hopefully) will make it easier to get funding for Civilmedia 09, which is scheduled for Nov. 5 – 7.
More info on the Brussel’s conference[/lang_en]
Sinti und Roma – Telefoninterview mit Historikerin Dr. Karola Fings
Eine große Bedeutung für die Verfolgung der Sinti und Roma hatte die 1936 gegründete Rassenhygienische Forschungsstelle. Die Rassenhygienische Forschungsstelle war die zentrale nationalsozialistische Ausforschungsinstitution zur sogenannten „Zigeuner-“ und „Asozialenfrage“. In ihr sollte „wissenschaftlich“ bewiesen werden, dass Roma nicht aufgrund äußerer Lebensumstände „asozial“ wären, sondern dass dies vererbbar ist. Deshalb sollten sie in Arbeitslager gesperrt und zwangssterilisiert werden. In der Rassenhygienischen Forschungsstelle wurde neben medizinischen Untersuchung auch „Ahnenforschung“ betrieben. D.h. in welchen Verwandschaftsverhältnissen die Sinti und Roma zueinander stehen. Man wollte nachweisen, dass die Roma vorwiegend „Mischlinge“ seien, die aus Ehen mit Asozialen und Kriminellen hervorgingen. Der Leiter der „Forschungsstelle“ Ritter vertrat die Meinung dass sie minderwertiges Erbgut in sich trügen, daher asozial, arbeitsscheu und primitiv seien. Sie stellten eine Klassifizierung von „Vollzigeunern“ und „Zigeunermischlingen“ auf. Die Arbeiten ´der Forschungsstelle hatten allerdings mit Wissenschaft nicht das geringste zu tun. Die Ergebnisse dienten politischen Zwecken und waren zusammen mit der systematischen Erfassung die Grundlagen für die Vernichtung Hunderttausender europäischer Roma und Sinti. Welche Bedeutung diese Rassenhygienische Forschungsstelle nun genau für die Deportationen und die Vernichtung hatte, dazu ein Interview mit der Historikerin Dr. Karola Fings. Sie ist stellvertretende Leiterin des NS-Dokumentationszentrums in Köln und hat den Einfluss der Forschungsstelle auf die Entscheidungspraxis in Köln und in anderen Orten des Rheinlandes untersucht.
Roma und Sinti im Kosovo
Am 17.02.09 feierte das Kosovo seinen einjährigen Geburtstag. In vielen deutschen Medien wird das ganz groß gefeiert. Die Tagesschau z.B. freut sich, dass das Kosovo doch nicht zum Vorbild wurde für andere Seperatisten in Europa. Den Basken z.B.. Madrid hat deshalb das Kosovo auch nicht anerkannt. Genauso wie Griechenland, Rumänien, Zypern und die Slowakei. Trotz der Unabhängigkeit des Kosovo passiert dort nicht viel. Die Wirtschaft ist komplett am Boden Eine Verwaltung nicht aufgebaut. Auch die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch entwirft in ihrem neuen ein nüchternes Bild der Menschenrechtssituation im Kosovo. Roma, Ashkali und Ägypter würden weiterhin in allen Bereichen der Gesellschaft diskriminiert werden. jemand der gerade aus dem Kosovo zurückgekehrt ist, den habe ich jetzt am Telefon. Es ist der n-ost-Korrespondent Dirk Auer.
Sinti und Roma in der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft
Wie ist die westdeutsche Nachkriegsgesellschaft mit den Sinti und Roma umgegangen? Dr. Peter Widmann vom Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin hat an Fallbeispielen in Freiburg und in Straubing versucht die Entwicklung und Veränderung der westdeutschen Sozialpolitik gegenüber Sinti und Roma zu untersuchen. Dabei kam er zu dem Ergebnis, dass in den sozialen Brennpunkten der Städte, die gängigen mehrheitsgesellschaftlichen Vorurteilshaltungen gegenüber den angeblich asozialen Bewohnern stabil hielten. Geschafft wurde das durch antiziganistische Ressentiments.
Freiwilligendienste für Roma und Sinti
Jedes Jahr vermittelt das Diakonische Werk Württemberg etwa 40 ausländische Freiwillige, größtenteils Sinti und Roma, an verschiedene soziale Einrichtungen im ganzen Bundesgebiet. Das Programm ist dazu gedacht, bei der Freiwilligenarbeit gegenseitige Vorurteile von Roma und Nicht-Roma abzubauen.