Wunst kommt von wönnen

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 24. Januar“Kunst kommt von können, wenn sie von wollen käme, würde sie Wunst heißen.” Dieses Zitat, das allen möglichen Hervorhebern zugeschrieben wird, hörte ich einst aus dem beruflichen Mund des Kunstprofessors Oswald Oberhuber. In dem Fall vom oberlehrernden Hervorhuber höchstselbst. Vom Urhuber sozusagen. Was auch immer man vom staatsamtlich verbrämten Gschaftln und Hubern halten mag – mich erzürnt diese oberheblich herabgelassene Innungsmeierei grundsätzlich. “Kunst ist, was wir mit unserer Oberschrift als Kunst beglaubigen. Alles andere ist von Dilletanten und wird röcksächtslos ausselektiert!” Hätten die alten Herren von der Akademie das 1907/08 anders interpretiert, dann wären uns wohl Millionen Tote erspart geblieben…

Wunst Bonusmaterial“Als glöckliche Bestämmung gält es mir heute, dass das Schäcksal mir zom Gebortsort gerade Braunau am Inn zowies.” Der Sprachkunstpreis für geschriebene Hörbarmachung geht hiermit an Walter Moers, heute als Schöpfer von Zamonien weithin berühmt, dem wir darüber hinaus so legendäre Figuren wie das Kleine Arschloch, Adolf die Nazisau oder Käpt’n Blaubär verdanken, was wir in dieser Sendung würdigen wollen. Als Begröndung sei hier ein Artikel der Mainpost zitiert, der Lust und Tücke des Autors auf den sprachlich springenden Punkt bringt: “Walter Moers hat die Gabe, menschliche Verhaltensweisen, fast bis zur Unkenntlichkeit zugespitzt, in die Region der Groteske zu katapultieren. Wer über seine Karikaturen und Texte lacht, lacht eigentlich über die wirkliche Welt und – vielleicht ohne es gleich zu merken – auch über sich selber. Moers ermöglicht eine Art von intuitiver Wahrheitserkenntnis unter Umgehung des rationalen Großhirns. Genau so muss gute Satire funktionieren.” Die Wirkung aufs Publikum ist damit beschrieben…

Naturgemäß interessiern wir uns noch viel mehr für das innere Wirken im Gehirn des Autors, also zwischen den Kontinenten Ganglien und Neuronien, wo das verborgene Zamonien vermutet wird. Dort, wo das geheime Volk der Synapsen haust und braust. Um diese kreative Welt querassoziativ hervorsprudelnder Neurologismen näher zu beleuchten, haben wir die Bildergeschichte “Der Fönig” ausgewählt, die von Michael Krowas kongenial umtont und behörbart wurde. Die hierzutage tretende Sprachlust bewirkt, dass Haschisch ficken im Reich des Fönigs meist ganz Andreas bedeutet. So wie bei uns etwa wönnen. Das kann ein Verb zu Wunst sein (wie gönnen ja auch zu Gunst gehört). Es könnte allerdings genauso gut (reflexiv) von Wonnen kommen. Ob es das Wort wirklich gibt, ist dabei egal. Wir betreten den Kosmos der Phantastik

Ob wir uns da etwas abgewönnen?

 

Battle&Hum#110

Samstag 16.01.2021 (Stairway zum Nachhören)

Die Meistersinger zu Salzburg frohlockendown ins neue Jahr!

the playlist:

DJ Ridi Mama’s Neujahrskonzert:

  • 1. Stefflon Don (single) – move
  • 2. Ansa Sauermann (trümmerlotte) – kopf aus
  • 3. Sleaford Mods ft. Amy Taylor (spare ribs) – nudge it

MC Randy Andy’s Glöckler:

  • 2. DAF (alles ist gut) – der mussolini
  • 3. Toots and the Maytals (sweet and dandy) – 54-46 was my number
  • 4. Chrono Popp (brüder poulard) – bon soir

“Wenn man am Abgrund steht, dann ist der Rückschritt ein Fortschritt.” (Friedensreich Hundertwasser)

Das goldene Tal

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 17. Januar – “Das goldene Tal” ist eine jener Sagen aus Salzburg, die Michael Köhlmeier nebst zahllosen anderen Märchen und Mythen frei erzählt auf CD herausgebracht hat. Und es ist die perfekte Metapher für eine Gesellschaft, die dem Reichwerden verfällt, sich nach außen abschottet – und schließlich untergeht. Willkommen im 21. Jahrhundert! Auf unserer heutigen Reise besuchen wir einige recht bodenständige Liederdichter und Geschichtenerzähler in ihrer “Heimat”, die ihre Kunst und somit ihre Seele niemals an den meistbietenden Tourismusverein verkaufen würden. Denen es mehr um die Erhaltung unzerstörter Landschaft und Menschlichkeit als um den größtmöglichen Profit auf Kosten der nachfolgenden Generation geht. Denen ein lebendiges Herz mehr bedeutet als eine

Das goldene Tal wird von einem Schattenkönig beherrschtgoldene Uhr oder sonst ein Tinnef mit Lakritz. Und so treffen wir nicht ganz zufällig auf Fritz Messner, der mit seiner Band Querschläger auch diverse Tauerntäler bespielt, sowie auf Toni Knittel, einen Bluatschink aus dem Lechtal, dessen Mundart das heilige Land mit dem Ländle in Verbindung bringt. Und dort waltet wiederum der eingangs erwähnte Meistersinger der erzählten Rede. Ha! Gleich in mehrfacher Hinsicht eine Rundreise also. Mit Abschweifungen, wie es sich gehört: Etwa anlässlich der Frage, was “der Bluatschink” denn eigentlich ist. Die Etymologie dieses dämonischen Wassergeists führt zur klangvollsten Volksgruppe, mit der ich mich je identifiziert habe, nämlich zu den “kärntnerischen Alpenslaven”. Chapeau! Und auch zum “Blutschinkischen Grobianismus” aus der Phantasiewelt Zamonien von Walter Moers, weshalb wir den Herrscher über das goldene Tal hier vorzugsweise durch eine entsprechende Plastik von Carsten Sommer illustrieren. So überaus elegant kann (und sollte man auch!) aus der Abschweifung zurück finden.

Zurück in das goldene Tal, dessen Bewohner ihre Söhne schlachten (ihre Zukunft zerstören), um über die Maßen reich zu werden, den Taleingang (die Außengrenze) mit einer unüberwindlichen Mauer versperren, damit ihnen niemand ihren Reichtum wegnehmen kann, und die am Ende genau den Teufel anbeten, der sie zu diesem herzlosen Tun verführt hat. Doch wer oder was ist dieser Satan? In die Gegenwart übertragen hockt da ein Mammonmoloch auf dem Thron, die Summe aller Absichten und Entscheidungen, das Lebendige hintan zu stellen und den Wunsch nach mehr und immer noch mehr Reichtum (und Macht und Bedeutung und Ruhm) vorzuziehen.

Doch nach wie vor gibt es Propheten, die den handelnden Personen ins Gewissen reden: “Es sitzt ein Mann im Kanzleramt, der hat ein Herz aus Stein.” Kehrt um! Sonst fahren wir noch allesamt zur Hölle, herzlos und schuldig am Tod der Zukunft.

Etwas dagegen tun? Bitte, hier: Courage – Mut zur Menschlichkeit

 

HundetrainerIn werden

mit der richtigen Ausbildung

Hätte ein junger Mensch vor 30 Jahren auf die Frage „na, was willst du denn mal werden?!“ mit „Hundetrainer“ geantwortet, hätte er bestensfalls Gelächter oder Unverständnis geerntet. Inzwischen ist Hundetraining ein anerkannter Berufszweig geworden und nicht nur junge Menschen auch UmsteigerInnen aller Altersklassen finden sich in den Ausbildungslehrgängen.

Was solche Ausbildungslehrgänge zu wirklich guten macht, worauf es dabei ankommt und wen man sich als Teilnehmerin dort wünscht, darüber darf ich mich heute mit 2 Damen unterhalten, die solche Ausbildungen anbieten. Die eine,

 

Duale Ausbildung

Susanna Haitzer, Tiere helfen LebenSusanna Haitzer, ist Obfrau des Vereines Tiere Helfen Leben in Neudörfl und berät Menschen mit Beeinträchtigung auf dem Weg zum eigenen Assistenzhund. Sie ist sozusagen bereits ein Routinier auf diesem Gebiet. Ihre Ausbildung zur „ganzheitlich orientierten HundetrainerIn“ gibt es bereits seit 10  Jahren. Damals war das duale Ausbildungskonzept mit Präsenzmodulen in Neudörfl und Praktikumsstunden bei Partnerschulen völlig neu. Die Kombination aus Theorie und Praxis ist für Susanna Haitzer besonders wichtig. Da HundetrainerInnen ja schlussendlich nicht nur mit Hunden, sondern vor allem auch mit Menschen arbeiten, wünscht sie sich von ihren LehrgangsteilnehmerInnen pädagogisches und psychologisches Geschick. Der Umgang mit Menschen, auch mit schwierigen KundInnen wird in der Ausbildung berücksichtigt und von entsprechenden Fachpersonen vorgetragen.

70 Personen haben diese Ausbildung zur „ganzheitlich orientierten HundetrainerIn“ inzwischen abgeschlossen, darunter nur 8 Männer, der Rest waren Frauen. In früheren Jahren im männlich dominierten Hundetraining hatten sich die Damen eher nicht sehr wohlgefühlt. Seit der Umgang mit Hunden freundlicher und fröhlicher geworden ist und der Fokus auf Kooperation und Kommunikation liegt, hat sich das deutlich geändert.

 

Selbst anwenden, selbst anleiten, selbst tun

Hundetrainer zu sein, bedeutet auch, sich selbst zu verändern, seinen Blick auch im Alltäglichen auf andere Sachen zu lenken, Heidrun Pusch

HundetrainerIn werdenAuch Heidrun Pusch, tierschutzqualifizierte Hundetrainerin bei respekTIERt, ihr Lebenspartner Martin Sadounik und Florian Schneider als Dritter im Bunde, setzen auf einen Mix aus Theorie und Praxis. Die Theorie wird in der Ausbildung zum angewandten Hundetraining hauptsächlich in Onlineformaten vermittelt, Präsenzseminare und Praktika gehören auch dazu.

Ausbildungen für HundetrainerInnen werden ja derzeit sehr viele angeboten, doch was trennt die Spreu vom Weizen. Neben den vielfältigen Inhalten, der dahinterstehenden Philosophie und der praktischen Arbeit bei und mit den PraxisanleiterInnen gab es auch in diesem Punkt klare Übereinstimmung:  Ein wichtiges Qualitätsmerkmal einer Ausbildung ist deren Dauer. Eine HundetrainierInnensausbildung ist ein Prozess, an dem man wachsen muss, so Heidrun Pusch. Und auch Susanna Haitzers AbsolventInnen erzählen vom Entwicklungsprozess, den sie durch die Ausbildung durchlaufen haben

Mit einer guten Grundausbildung, auch darin herrscht Einigkeit, ist es nicht getan. Eine – wenn auch noch so gute – HundetrainerInnenausbildung kann immer nur eine Basis sein. Weiterlernen, zum Beispiel durch den Besuch von Fortbildungen gehört einfach dazu.

 

Hunderunde Servicebox

 DGKS Susanna Haitzer 
Verein Tiere helfen leben
Verein für Ausbildung von Therapiebegleit- und Assistenzhunden sowie Hundetrainern

Facebook

Heidrun Pusch
respekTIERt, professionelles Hundetraining in Kärnten
Facebook
AHT, Angewandtes Hundetraining

 

Ausbildungslehrgänge

April 2021 – Ausbildung für angewandtes Hundetraining
Mai 2021 –Ausbildung zur ganzheitlich orientierten HundeverhaltenstrainerIn

 

Lesefutter

Statt der üblichen Buchempfehlungen gibt es heute hier den Hinweis auf besonders lesenswerte AutorInnen:

Turid Rugaas, Heike Westedt, Maria Hense, Elisabeth Beck, Clarissa v. Reinhardt, Anders Hallgren, Gerd Köhler, Marc Bekoff, James O`Heare – um einige zu nennen, die wir Ihnen ans Herz legen möchten.

Die Musik zur Sendung

Hair of the Dog, Nazareth
Taunz mit’n Teifl, Mad Town Dogs

Sendung anhören

 

 

Live auf der Radiofabrik 107,5 oder per Livestream. Nachhören ebenfalls über die Radiofabrik oder über den Hunderunde Blog.

Feedback und Kontakt: Karin Immler, www.knowwau.com

Hundewissen zum Hören: der Hundepodcast von know wau

 

New Model Army

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 10. Januar

“Sie können sich mit fast jedem meiner Generation darüber unterhalten, der unter diesen Punkumständen aufgewachsen ist, sie alle werden ihnen bestätigen, dass es diese spezielle Haltung gab: Was immer die Welt von dir will, lass mich in Ruhe damit. Wir hatten ungefähr 14 verschiedene Leute in der Band, die uns über die Zeit begleitet haben. Und was sie alle verbunden hat, war diese Punkattitüde. Welche Songs die Zuschauer hören wollen, was die Musikindustrie über uns denkt… lass mich in Ruhe damit! Wir sind New Model Army. Ja, wir sind manchmal scheiße, ja, wir machen Fehler, die wir bedauern, aber wir machen das auf unsere Art und Weise.” Justin Sullivan im Deutschlandfunk – kurz nachdem 2016 ihr 14. Studioalbum “Winter” erschienen war. Inzwischen gibt es mit “From Here” weiteres Nichtangepasstes

New Model Army…sowie den gleichnamigen Dokumentarfilm zum 40. Geburtstag von New Model Army. Den würdigen wir hier mit Musik aus 4 Jahrzehnten. Und zwar mit einer eigenen Auswahl, die nicht Verkaufszahlen oder Publikumsgunst, also die heute allgemein “Erfolg” genannten “Werte” im Blick hat, sondern den auch von Justin Sullivan oft beschworenen “Spirit”, die Grundstimmung aus Leidenschaft, Scheißdrauf und Trotzdem, das innere Berührtsein von dort, wo das Leben an sich herkommt (und das ist nicht dort, wo die etablierten Andenkenstandler ihren Weihrauch, ihre Rituale und ihre Heiligenbilderln anpreisen). Vielmehr dort, wo Zärtlichkeit und Zorn Frieden finden, weil Gefühl unverstellt ausgedrückt wird.

“Dieser Begriff von Kunst, der von monolithischen Bands wie Pink Floyd oder Yes ausging, die versuchten, mit ihren Monsterproduktionen und technischen Gitarrensolos zu prahlen, war das Hassobjekt. Punk stand dafür, diese Aufgeblasenheit zu vergessen und sich wieder aufs Wesentliche zu konzentrieren und das war der Spirit. Die Leute fingen an, in Pubs Gedichte vorzulesen oder gaben Trommelkonzerte mit Löffeln, alles war erlaubt. Auf einmal waren all die Regeln passé, wie man Musik zu machen hatte. In den frühen 80ern gab es plötzlich viele neue Formen, von der experimentellen Elektronik bis hin zu schrägstem Rock. Zwar hatten wir dieses musikalische Erbe der 60er und 70er, aber wir machten etwas Eigenes daraus. Unser erster Bassist Stuart Morrow war ein echt guter Musiker, im Gegensatz zu mir. Und da er wesentlich besser spielen konnte als ich, übernahm er die Leadgitarre und zwar auf dem Bass. Es gab keine Regeln, also warum nicht? Es ist schade, das viele Menschen heute, 30 Jahre später, von Punk denken, das es laut Gitarre spielen und herumgrölen bedeutet hat.”

Dem ist nichts hinzuzufügen – außer halt diese Sendung …

 

Schutz der Landschaft – neue Positionspapiere erschienen!

Kürzlich sind zwei neue Positionspapiere zum Umgang und Schutz der Landschaft erschienen:

Mit dem Titel Landschaft Österreich 2020+“ hat die Österreichische Gesellschaft für Landschaftsarchitektur (ÖGLA) in Kooperation mit dem Umweltdachverband (UWD) eine Landschaftsdeklaration veröffentlicht. Die darin enthaltenen Thesen zum Umgang mit unserer Landschaft soll in den kommenden Monaten in Fachdiskussionen, Öffentlichkeitsarbeit und Gesprächen mit politischen EntscheidungsträgerInnen einfließen.

Die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA hat in einem partizipativen Prozess mit CIPRA-VertreterInnen, jungen Erwachsenen und ExpertInnen aus den Alpenländern das Positionspapier „Alpine Landschaft ist nicht erneuerbar!“ erarbeitet. Neben vorangestellten Grundsätze enthält dieses Trends, Herausforderungen und Forderungen in den Bereichen unerschlossene Landschaften, Landwirtschaft, Energie, Freizeit und städtische Landschaften.

Mehr dazu auch in der Sendung „Außi g’schaut – Landschaft quer gedadcht“.

Nacht, Nächte, am Nächsten

> Sendung: Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 8. Januar – Nacht uns die Sinnflut! Oder wie es in der Signation heißt: “Die Nacht gehört immer noch uns.” Nachtgebet, Nachtsichtgerät, Nachttrafik. Ein Euphemismus für etwas, das entweder bis Mitternacht oder überhaupt nur in machen Nächten geöffnet hat. In Salzburg ist eben wohl auch das schier Endlose sehr enden wollend. Sperrstund is! Jetzt sogar mit nächtlicher Ausgangssperre. Höchste Zeit für eine kontaktfreie Würdigung des nächtlichen Umtriebs jenseits von Nachtdienst und Schlaflosigkeit. Es gibt nämlich gar nicht so wenige, die auch von sich aus gern “die Nacht durchmachen” oder sich sonstwie “dem Tagesgeschäft entziehen”, sei es aus Lust, aus Selbstschutz oder sonst aus Gründen. Wir fahren mit und für euch gepflegt sendend durch die Nacht.

Nacht 1Nun mag es zwar finster sein in der Nacht (und was immer stockfinster auch bedeuten mag), doch ist das Licht ja nicht völlig verschwunden, es erzeugt nur andere Farben und andere Stimmungen als am Tag. Wer jemals die Dämmerung (den Übergang vom einen ins andere) aufmerksam erlebt hat, der weiß, von welchen Drogen hier die Rede sein kann. Und wer am liebsten in Ruhe gelassen sein möchte vom lauthalsen Geschepper einer beschäftigt g’schaftelnden Gesellschaft, der (oder gern auch die, das, whatever) wird ums achtsame Wachsein in der Stille der Nacht nicht herumkommen. Denn erst dann lassen sich jene Beobachtungen festhalten und ausarbeiten, die tagsüber vom ringsum beanspruchten Geist nicht ausführlich genug aufbereitet werden können. Eine überaus produktive Zeitqualität tut sich da auf, nicht nur im Werk nach außen, sondern auch in im Wirken nach innen. Im Erschaffen wie im Erleben begegnen wir immer auch uns selbst: Das sind die Nächte der Dämonen.

Nacht 2Ein paar Beobachtungen von einem, der sich in der Nacht (oh mein Gott, das Abendland geht unter) über den Zustand der Welt seine Gedanken macht: Um die 150 Millionen Euro Förderung für eine nichtfliegende Fluggesellschaft hätte man für alle Klassenzimmer in Österreich die besten infektionsverhindernden Luftreinigungsgeräte anschaffen können. Warum drängt sich mir da beim heutigen Thema der Begriff “Umnachtung” auf? Wes Ungeistes Kind die hinter dem aktuellen Scheinheiland ihre klebrigen Fäden spinnenden Puppenspieler in Wirklichkeit sind, lässt sich leicht an dieser Geschichte erkennen. “Wer in der Früh nicht aufsteht, ist arbeitsscheu und faul.” Oder so ähnlich. Kurzifix nuamoi! “Wer die einfachsten Grundlagen eines für alle gedeihlich funktionierenden Gemeinwesens nicht versteht, ist ein dummer Mensch und sollte nicht daran herum doktern.” Machtphantasien und hohle Phrasen sind fürwahr keine Anzeichen irgendeiner “guten Entwicklung” – oder? Gute Nacht, Österreich!

Nacht 3Im nächsten Jahr wird eh alles besser. Oder halt im übernächsten. Liebe deinen Nächsten. Aber nicht den Nächstbesten. Hienieden im Jammertal musst du alles dulden, die ewige Seligkeit wird erst nach dem Tod ausbezahlt. Brimborium in excelsis trullala. Some animals are more equal than others. Volksabtei, Volksarznei, Verfolgspartei. Amen. Schleich di, du Oaschloch! Keine Macht für niemand. Und alle Nacht den Hasen! Kein schöner Land in dieser zweit. Zweiraumzeit. Mittenzwischendrin. Allnachtsphantasien. Wir laden ein zum Träumen. Wir laden ein zum aus dem Traum hochschrecken. Wir laden ein zum Jenseits – und zwar diesseits! Jenseits von Traum und Schrecken und Realitätern, die uns die Welt verstecken. Wir laden euch ein – und uns aus. Laden wir die Restln von 2020 ab – und laden wir uns wieder auf. Das Leben ist das Leben ist das Leben. Life is live. Hoppelfully yours! Auch und vor allem bei Nacht. Dunkelbunt. Gesangvoll. Wohltemperiert. Ein Märchen aus tausendundeiner

…..

RHYTHM IS IT!

 

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Urknall und Sonnenfeuerwerke zum Jahreswechsel

Heute (Erstaustrahlung am 1.1.2021) zu Jahresbeginn, die Knallerei und Feuerwerkerei noch in den Ohren, Lunge und Augen setzen wir uns mit Knall und Feuerwerken auseinander – natürlich nur ganz wissenschaftlich und in einem Feuerwerk von Ideen werden wir abheben bis in die Tiefen des Weltalls.

Machen Sie sich bereit für einige unglaubliche Ideen, Theorien und Zahlen zum Ursprung der Welt oder den ungeahnten Energien der Sonne. Aber keine Angst, wir bleiben auf der Erde und schauen uns auch deren Auswirkungen an.

 

Sie werden es ja schon erahnen, es geht um den Urknall und all den damit verbundenen Gedanken und Ideen. Weiters werden wir uns der Sonne zuwenden und deren Feuerwerke – ja fast im wahrsten Sinne des Wortes, also die Sonneneruptionen und die Sonnenaktivitäten und deren Auswirkungen auf unsere Erde anschauen.

Und zum Ausklang werden uns mit dem ganz irdischen Wahnsinn von Feuerwerken auseinandersetzen und Alternativen aufzeigen.

Erstausstrahlung: 1.1.2021 18:00,
weitere Ausstrahlungstermine (Radiofabrik Salzburg): 4.1.2021 16:00, 5.1.2021 17:00, 21.1.2021 09:00

Nachhören: Engelsgeflüster macht sich unbeliebt – Kritik am Ö1 Morgenjournal und >so< – dem Wochenkommentar von FS1 und der Radiofabrik

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