How to be X-Media?

Mission

So ein Blog bietet unzählige Möglichkeiten Themen zu präsentieren. Welche das genau sind und wie Du sie anwenden kannst erfährst du hier!

Multimedia Projekte

Jede Gruppe erstellt auf dem gemeinsamen BLOG eine Seite mit entsprechendem Namen (z.B. je nach Thema der Gruppe)
Auf dieser Seite kann gebloggt werden, was die Gruppe auch immer möchte, jedenfalls aber in 4 verschiedenen Medien (Audio, Video, Bildern, Text). Jeder sollte am Ende des Projektes wissen, wie man bloggt und (eigene) Medien online stellt.

Medien online stellen

Wir brauchen kreative und lustige Beiträge! Verboten sind Videos, Bilder oder Audios, in denen jemand bloßgestellt oder beleidigt wird.

 

Welcome to Americarabia – Frau Nowaks Transorientalischer Musikexpress im Juli 2012

Wie wächst es sich auf als Araber in Amerika, wie lebt es sich als Orientalisches Element im Okzidentalen Mainstream-Land?
Rappen wir darüber.
Über Identitätsfindung, Politischen Aktivismus, Globalisierung, Pop und Arabisch-Amerikanischen HipHop.

Mit The Narcicyst, Omar Offendum, Excentrik, Ragtop, Shadia Mansour, uvm.

„Can somebody please xplain, what an Arab in the West is?“
HipHop can.

Wann und Wo? When and Where?

Radio Fro (Linz): Mo, 25.06.12 – 20:00

TIDE 96.0 (Hamburg): 27.06.12 – 18:00

Radiofabrik (Salzburg): 29.06.12 – 20:00

 

OCBoddity 217 & 218 (14. & 28.05.2012)

Stressige Zeiten und eine beachtliche Menge Output in den letzten Wochen haben Kapitän OCB seine Mutterschiff vernachlässigen lassen: Das darf nicht sein, richtig. Und daher gibt’s hier jetzt endlich OCBoddity-Stoff zum Nachhören. Und zudem fuhren OCBoddity 217 & 218 mit unüberhörbaren Geschützen auf: Viel Neues, ein paar Comebacks, Geburtstage und Andenken. Die Playlists sprechen für sich. So let the ship come in!

 

PLAYLIST OCBoddity 217
Keane, Silenced By The Night
Garbage, Blood For Poppies
Dale Earnhardt Jr. Jr., We Almost Lost Detroit
Get Cape Wear Cape Fly, The Real McCoy
Beastie Boys, So What’cha Want
The Dandy Warhols, Enjoy Yourself
Paul Weller, That Dangerous Age
Rotifer, Aberdeen Marine Lab
M Ward, Primitive Girl
Brendan Benson, What Kind Of Girl
David Byrne & Caetano Veloso, Road To Nowhere
Great Lake Swimmers, The Great Exhale
Dr. Dog, Big Girl

PLAYLIST OCBoddity 218
The Rolling Stones, Rocks Off
Young The Giant, 12 Fingers
Lee Ranaldo, Waiting On A Dream
David Wax Museum, Yes Maria Yes
John Butler, Johnny’s Gone
Train, You Can Finally Meet My Mom
Boy, Little Numbers
Norah Jones, Say Goodbye
Chris Riffle, And I Love Him
The Civil Wars, I’ve Got This Friend
Elton John, Mona Lisas & Mad Hatters
Richard Hawley, Time Will Bring You Winter

Zum Nachhören

Please Madame

Podcast/Download: Artarium vom Sonntag, 24. Juni – Schon wieder verwandelt sich unser Studio in das bekannte Künstlercafé mit Livebühne. Zu Gast sind diesmal Please Madame aus Salzburg, fünf überaus sympathische Herren, die es sich nicht nehmen lassen, zwischen ihren Aufnahmesessions und dem bevorstehenden Konzert am Herz-Jesu Gartenfest auch bei uns in der Radiofabrik vorbei zu schauen. Im Gepäck haben sie ihre demnächst erscheinende EP „Hi, Society“ (oder wie immer man das schreibt 😉 ) sowie allerlei Instrumente für einen spontanen Unplugged-Auftritt. Wir interessieren uns natürlich auch dafür, was denn das für besondere Menschen sind, die da auf einmal so laut aufdrehen in unserer schönen Highmatt…

Es begann alles mit diesem nicht gerade alltäglichen Video von „Open Heaven“, auf das uns der rasende Ideenstifter Dima gleich nach dessen Auftauchen auf YouTube aufmerksam machte. Schau an, es bestach sofort durch eine energiegeladene Stimmung ausgelassener Wildheit – und eine eigenwillige, an die Frühzeit des Musikvideos erinnernde Ästhetik. Was allerdings in der Praxis dafür spricht, es funktioniert – auch nach Wochen – immer noch! Die interessieren uns, haben wir gedacht, die haben etwas zu sagen, mit denen wollen wir eine Sendung machen… „Das gute am freien Radio ist der kurze Weg zwischen Operation und Ergebnis.“ (Günther Paal/Gunkl) – Hier sind sie also, live und ungefiltert, auf den Wellen, die die Welt bedeuten, mit uns, für euch – und gut zu hören:

Please Madame, das sind Dominik Wendl (Gesang), Benjamin Wendl (Bass), Martin Pöheim und Laurenz Strasser (Gitarre) sowie Merlin Delic (Drums), der zu dieser Vorbesprechung nicht kommen konnte, weil er in der Zwischenzeit noch den Scheich chauffieren durfte. Eigentlich wäre es ja nicht sonderlich zeitaufwändig, den Ablauf und Zeitplan einer solchen Sendung auszumachen und sich auf die üblichen Informationsfragen zu einigen. Doch was von der ersten Begegnung an sofort ins Auge und mehr noch ins Gemüt sprang, war diese besondere Gruppenchemie – als Gemeinschaft wie auch zwischen den einzelnen Bandmitgliedern. Hier hat sich über Jahre hinweg (zum Teil spielen sie schon zusammen, seit sie 13/14 waren) ein kreativer Nährboden entwickeln können, der uns – aber hallo – aufmerken ließ.

Was ist das Verbindende in dieser Band, was ist dieses „zwischen den Menschen Stattfindende“, der zumeist kaum wahrnehmbare schöpferische Prozess? Welche geheimen Vorgänge machen den Freundeskreis zu einem produktiven Projekt? Wie entsteht hier die richtige Mischung aus persönlicher Nähe und professioneller Distanz? Wie halten sich Respekt vor einander und Kritik an einander derart die Waage, dass es nicht angestrengt oder gezwungen wirkt und dabei Musik mit so tiefgründiger Leichtigkeit entsteht? Dies wollten wir ein Stück weit durch eigenes Miterleben erforschen – nicht um es irgendwie definitorisch zusammengefasst wiedergeben zu können, sondern um es auch in der Sendung zwischen den Zeilen spürbar zu machen. In diesem Sinne sind wir auch alle ein geiles Institut! 😀

ACHTUNG! Diese Sendung wird am Dienstag, 26. Juni Uhr im Rahmen des HEIMSPIEL (Tag der lokalen Musikszene) um 19:00 Uhr wiederholt. Gut zu hören…

GÖTTERFUNK mit SABINA HANK (live & unplugged, 07.06.2012)

Am 7. Juni war Sabina Hank zu Gast im GÖTTERFUNK, der Sendung für Bands und Musikschaffende aus Salzburg. Live und (beinahe) unplugged präsentierte die Salzburger Sängerin, Pianistin und Komponistin Auszüge aus ihrer Werkschau „A Song Kaleidoscope“ und stellte sich den Fragen von Moderator Oliver Baumann. Feine Sache und unbedingt hörenswert!
Hier zum Nachhören!

Battle&Hum#37

Battle&Hum #37

(Samstag 16.06.2012)

 

Eine Belangsendung der Arbeiter im Soundgarten des Herrn, während draußen die europäische Meisterschaft des Arbeitersports tobt!

the playlist:

MC Randy Andy’s Geheimfavoriten:

  • 1. Fehlfarben (xenophonie) – platz da
  • 2. Hotel Morphila Orchester (schwarze energie) – sex in der stadt
  • 4. Die Sterne (posen) – was hat dich bloß so ruiniert?

DJ Ridi Mama’s Gemeinfavoriten:

  • 1. OFF (off) – wiped out
  • 2. Wolfmother (cosmic egg) – 10.000 feet
  • 4. Folrence + the Machine (?) – addicted to love

„Da kam dann das Elfmeterschießen. Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir liefs ganz flüssig.“ (Paul Breitner)

Zur Abstimmung HIER entlang! (Die Wahlkabinen sind nach der Sendung 72 Stunden lang geöffnet, hernach seht ihr unter demselben LINK das Ergebnis!)

Die Sendung mit dem Max

Podcast/Download: Artarium vom Sonntag, 17. Juni – Radiomachen heißt ausprobieren, zumindest bei uns – und Kunnst schreiben wir auch immer noch mit Doppel-N, weil sie nämlich von „du könntest“ kommt. Das ist das Einzigartige beim freien Radio, dass hier kein stereotyper Medienhype produziert wird, sondern die Ansichten und Geschichten der Menschen aus unserer Umgebung zur Geltung kommen. Sendungen gestalten kann hier, wer das Bedürfnis hat, etwas mitzuteilen. Und unsere HörerInnen schätzen die Vielfalt, Lebendigkeit und Direktheit im Programm der Radiofabrik. Einmal wöchentlich ins Artarium – gegen Dultmusik und Langeweile. Machen wir doch ein Statement!

Erzählen wir einander Geschichten aus unserem Leben und interviewen wir uns gegenseitig. Spielen wir Musik aus Gegenwart und Vergangenheit und gehen wir auf die Suche nach Gemeinsamkeiten. Finden wir ein Thema, das uns verbindet. Das Leben im Augenblick ist spannend, unterhaltsam – und als Radiosendung darstellbar.

Wie hat das alles überhaupt angefangen? Vor gut zwei Wochen begegnen sich auf der Überfuhr zwei einander unbekannte Menschen unterschiedlicher Herkunft: Max kommt in Lederhosen von seiner Firmung und Norbert kommt mit Dienstmütze aus einer Musik-Doku. Der verkündet im Rahmen seiner abendlichen Brückenpredigt, dass Punk eben nicht von den Sex Pistols in London geprägt wurde, sondern schon viel früher im legendären CBGB’s in New York entstand. Max wird sofort hellhörig und schaltet sich ins Gespräch ein, das natürlich früher oder später beim Radiomachen ankommt, der Funke der Begeisterung springt über und entzündet den längst vorhandenen Wunsch nach eigener Gestaltung – Et voilà, der Rest ist Livesendung!

Nicht unspannend, wie sich Element of Crime auf das trojanische pferd reimt, was sich aus Uralthadern wie „Me and Bobby McGee“ heraus holen lässt – oder wie sich der Soundtrack zum aktuellen Video „Open Heaven“ der Salzburger Please Madame anhört, die wir dann nächste Woche live & unplugged bei uns zu Gast haben werden…

Vieles im Leben ist einfach nicht von vorn herein so oder anders, es bleibt ein dauerndes Work in Progress, zu der einen oder anderen einstweiligen Verfügung über sich selbst zu gelangen. Allerlei Kunst – also „Kunnst“ als schöpferische Arbeit am eigenen Erleben der Welt – kann uns dabei helfen, mit den Herausforderungen der Zukunft, die wir naturgemäß nicht kennen, kreativer und souveräner umzugehen. Funktionsidioten gibt es ohnehin schon viel zu viele, und von denen ist auch kein sinnvoller Input zur Weltgestaltung mehr zu erwarten. Was könnte also unser Statement sein? Über Gefühle sprechen ist ein festes Abenteuer. Und der Andere ist uns oft ähnlicher als wir selbst. Jedenfalls sind wir zuerst einmal – ein geiles Institut 😀

Lebendiges Lehen im Juni 2012: 15. Juni um 17 Uhr

Im Mai war im Stadtteil ordentlich viel los – live aus dem Studio der Radiofabrik gibt es wieder Berichte von Veranstaltungen und Aktivitäten in Lehen.
Moderator Karl Zankl begrüßt gemeinsam mit Bernhard und Geri vom Stadtteilradio Schallmoos die ZuhörerInnen im Juni zu folgenden Themen:

http://www.radiofabrik.at/fileadmin/radiofabrik/design/images/zahnrad_mini_icon.png Eröffnung der O-Bus-Linie 10 im März
http://www.radiofabrik.at/fileadmin/radiofabrik/design/images/zahnrad_mini_icon.png Eröffnung HIlfswerk im Stadtwerk

Wiederholung der Sendung: Dienstag, 19. Juni um 8 Uhr

Moderation: Karl Zankl und Bernhard Dusch
Ton: Geald Kuss
Schnitt: Iris Perner

Nächste Sendun: Freitag, 20. Juli um 17 Uhr

DAVID BOWIE, The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars – OCB’s Radiofabrik-Album-der-Woche

David Bowie
The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders from Mars
(VÖ 6. Juni 1972, RCA)

So klar, wie an diesem regnerischen Abend des Jänner 1972, als David Bowie in seinen gelb-schwarzen Overall gehüllt und mit einer Les Paul über den Schultern an den Hausmauern der Heddon Street für sein nächstes Album-Cover posierte, waren Pläne und Zielsetzung des extravaganten Musikers selten zuvor gewesen: Jetzt war er dran mit einer Handvoll schnittiger Songs, sexueller Provokation und dem Konzept eines ausgeflippten Rockstars die Pop-Welt zu erobern!

Name und Idee für Bowies in Hinkunft prägendes Alter Ego Ziggy Stardust entstammen den (musikalischen) Erzeugnissen zweier von bescheidenem Ansehen und mäßigem Erfolg gezeichneter Rocker: Der seltsam tönende Rockabilly The Legendary Stardust Cowboy, aus Texas, spendete den Namen und Vince Taylor, ein unberechenbarer Rock’n’Roller aus London, lieferte die Geschichte des Rock-Musikers, der in Selbstüberschätzung die Bodenhaftung verliert und schließlich von seinen Fans ermordet wird.

Die Story allein, die außerhalb des Titelsongs auf The Rise And Fall Of Ziggy Stardust … ohnehin kaum erzählt wird, war Bowie aber zu wenig. Schon Jahre zuvor erkannte er, dass vor allem das Spiel mit der Sexualität weitaus größere Aufmerksamkeit erregen konnte. 1971 war sein Cover zu The Man Who Sold The World, das ihn in einem langen Kleid zeigte, in den USA verboten worden. Auch die zugeknöpfte britische Presse ließ sich durch so manche Textzeile Bowies irritieren, fand aber in der Verwirrung der Post-Beatles-Zeit neben den Rolling Stones kaum spannendere Interviewpartner als den anfangs überaus schüchternen Bowie. Dieser verstand es das Interesse für seine Person mit zunehmendem Geschick zu nutzen und erklärte im Jänner 72 Michael Watts vom Melody Maker: „Ich glaube, ich bin schwul und bin es immer gewesen.“ Und spätestens, als Bowie während seines Top-of-the-Pops-Auftritt im folgenden April seinem kongenialen musikalischen Partner und Gitarristen Mick Ronson den Arm lässig über die Schultern legte, begann das Spiel mit der (Homo-)Sexualität zu wirken.

Vor diesem grell angelegten Hintergrund befand sich Bowie zudem in einer bemerkenswerten Blütezeit seiner Schaffenskraft. Hunky Dory, das zu dieser Zeit sträflich unterschätzte Vorgängeralbum zu Ziggy Stardust, war gerade erst veröffentlicht, da stand Bowie mit seiner Band The Spiders From Mars – Mick Ronson (Gitarre), Mick „Woody“ Woodmansey (Drums) und Trevor Bolder (Bass) – bereits wieder im Studio und nahm Song um Song auf, dieses Mal mit deutlich rockigerer Ausrichtung als auf dem Vorgänger. Aufgrund dieses veritablen Songschwalls wurde die Play-List für The Rise And Fall Of … gute fünf Mal umgeschrieben und stand im März 1972 fest.

Und es konnte kaum perfekter klingen: Das langsam anschwellende Herzklopfen von Five Years zieht den Hörer gleich zu Beginn magisch in seinen Bann und berichtet vom hysterischen Treiben der Menschen, nachdem der Bericht vom bevorstehenden Weltuntergang in fünf Jahren verbreitet war. Die Spannung aus einem der besten Songs Bowies überhaupt löst sich erst im swingenden Soul Love auf, ehe Moonage Daydream Sci-Fi-Gefilde durchpflügt und verschlungen auf Stanley Kubricks Film 2001 verweist, den Bowie gerne als seine Hauptinspiration in diesen Tagen anführt („I’m a space invader, I’m a rock’n’rollin‘ bitch for you!“). Dessen ungeachtet stellt Moonage Daydream mit seinem schleppendem Groove und den sphärischen Klanggebäuden ein weiteres Highlight in Bowies Songwriting dar und im ausklingenden Solo stellt Mick Ronson sein Talent zur Schau! Mit Starman, dem Single-Vorboten und einer in seiner Mach-Art klassischen Bowie-Nummer, bleibt der interstellare Kontext erhalten. Erwartet wird einer, der durch seine Landung allen den Verstand rauben wird – eine Thematik wie man sie von den Vorgängeralben Bowies durchaus kannte, doch wird der negative Grundton auf The Rise And Fall Of Ziggy Stardust … durch ein positiveres Stimmungsbild ersetzt.

Diesem unwiderstehlichen Eröffnungsquartett bleibt durch den Ray Davies-Song I Ain‘t Easy das Krönende verwehrt. In Anbetracht der „ausgemisteten“ Nummern – „Hörenswert“ bietet sie als Bonustracks auf – stellt sich seit 40 Jahren Fans und Kritikern gleichermaßen die Frage, warum das halblustige It Ain’t Easy bleiben durfte. Umso zielsicherer eröffnet Lady Stardust – zwei Jahre zuvor für Marc Bolan geschrieben – die zweite Album-Hälfte und verlagert den inhaltlichen Fokus auf das eigentliche Thema des Albums („And he was alright, the band was all together“). Mit Star karikiert Bowie seinen eigenen Anspruch – ebenfalls Tage zuvor dem Melody Maker offenbart – bald ein ganz großer zu sein: „I could do with the money […] and I could fall asleep at night as a Rock’n’Roll Star“.

Ähnlich dem Eröffnungsfeuerwerk stellt auch das finale Quartett des Albums eine bemerkenswerte Einheit dar. Das (ebenso wie Moonage Dayfream) bereits mit Freddy Buretti als Arnold Corns aufgenommene Hang On To Yourself erfuhr ein kräftigeres Arrangement und diente Bowie während der folgenden Tour als unwiderstehlich rockender Opener, gefolgt vom Titelsong Ziggy Stardust mit seinem unverkennbaren, knarzenden Riff und der Kurzfassung des inhaltlichen Konzepts („Making love with his ego …“).

Als „last-minute-songs“ hatte Bowie Suffragette City – von Mott The Hoople zugunsten von All The Young Dudes verschmäht – und Rock’n’Roll Suicide geschrieben. Während das eine zu sattem Rock frech den Konflikt zwischen Männer- und Frauenliebe thematisiert  – „Wam bam thank you,  ma’am“ bleibt unvergleichlich – zelebriert der Schlusssong in Ronsons deftiges Streicherarrangement gebettet das scheinbar logische Ende des Rockstars.

So kraftvoll und schwerelos das Album auch heute nach 40 Jahren noch erscheint, so sehr nagten Bowies Arbeitseifer – er griff in den Folgemonaten Iggy Pop, Mott The Hoople und Lou Reed unter die Arme – und vor allem die Figur von Ziggy Stardust an ihrem Schöpfer, der immer tiefer in seine Rolle verfiel. Zudem zehrte die ausführliche 15-monatige Tournee, die David Bowie zum Superstar in Großbritannien und in den USA werden ließ, an Körper und Seele und er verfiel trotz des finalen Rock’n’Roll Suicide am 3. Juli 1973 im Hammersmith Odeon in den Folgejahren dem Kokainkonsum, der ihn mehrmals an den Rand des Lebens führten.

Anlässlich seines 40. Geburtstags präsentiert „Hörenswert – Das Radiofabrik-Album der Woche“ David Bowies The Rise And Fall OF Ziggy Stardust And The Spiders From Mars und bringt als Bonus-Tracks eine Handvoll Aufnahmen, die zum Teil in letzter Minute noch aus der Playlist des Albums genommen wurden, darunter Songperlen wie das entzückende Velvet Goldmine oder der Kracher Sweet Head, der thematisch in das Ziggy-Konzept gepasst hätte. John, I’m Only Dancing – Bowies zweifellos schwulster Song – und Mott The Hooples All The Young Dudes, mit dem Bowie der bereits aufgegebenen Band ihren größten Hit schenkte, entstanden wenige Tage nach der Veröffentlichung von Ziggy Stardust. OCB wünscht viel Spaß dabei!

Playlist (des Albums)
Five Years
Soul Love
Moonage Daydream
Starman
It Ain’t Easy
Lady Stardust
Star
Hang On To Yourself
Ziggy Stardust
Suffragette City
Rock’n’Roll Suicide

Bonus Tracks (der Sendung)
Velvet Goldmine
John I’m Only Dancing
Mott The Hoople, All The Young Dudes (Bowie On Backing Vocals)
Holy Holy
Sweet Head
Round’n’Round
Und wer’s hören will … klickt hier