Es beginnt die angeblich stillste Zeit im Jahr. Mit dieser Sendung möchte ich einen Beitrag zur Entschleunigung leisten. Bei mir im Studio ist Werner Hölzl und mit ihm zusammen unternehmen wir eine akustische Wanderung zu einigen Plätzen des Kulturwanderweges und hören dazu Geschichten. Teils heiter, teils ernst, aber alle interessant …
Monatsarchiv: November 2013
Willkommen in Salzburg (E) – After the Storm/Nach dem Sturm
Typhoon Haiyan, the most powerful storm recorded in recent history, swept through the Philippines two weeks ago, leaving death and massive devastation in its wake. Tonight’s program pays tribute to the countless Filipinos from the Visayas region who have lost their loved ones, homes and livelihoods, and who are now struggling to rebuild their lives from the ruins, with the help of their friends and neighbors from around the world. Our playlist features the recently released Songs for the Philippines, an all-star charity album whose proceeds will aid the typhoon victims.
GÖTTERFUNK mit THE MERRY POPPINS (live & unplugged, 21.11.2013)
Am 21. November 2013 waren THE MERRY POPPINS, einer der wohl größten Aufsteiger aus der Salzburger Musikszene der letzten Jahre, im GÖTTERFUNK zu Gast. Dem Künstlerkollektiv Mildenburg entsprungen tourt das Quintett regelmäßig durch Europa und auch darüber hinaus, wovon ihre jüngste DVD „Central Asia Tour 2013“ zeugt. Im GÖTTERFUNK bei Oliver Baumann erzählten sie über das Entstehen der DVD, ihren musikalischen Wege und präsentierten als besonderen Leckerbissen vier bislang noch unveröffentlichte Songs live. Und wer’s versäumt, bekommt hierseine Chance!
Lebendiges Lehen am 25. November um 17:00
Heute gibt es eine Wiederholung der Sendung vom 21. Oktober!
Von Monchhichi bis Louis Vuitton!
Herr König (Lukas) und Herr Leopold (Riegler) gaben sich und uns im Rahmen des Open Mind Festivals am 23.11. in der Arge zu Salzburg die letzte Ölung. Ganz im Stile einer heiligen Messe dauerte ihr Hochamt auch keine 5 viertel Stunden. Der Heiland wurde mit Bier, singender Säge und Becken am Haupt, Dornenkranz war gestern, gekreuzigt. Die Harfen der himmlischen Heerscharen werden mittels Moog und sonstigen Electronics zerhackt. Das ist mehr jenseitig als DaDa!
Moment, am Anfang war ja ganz was anderes und zwar das Monchhichi, es ward Mammon und mitten unter uns (auch auf der Videowall der Konzertbühne.)! Das Monchhichi war wahrscheinlich der Anfang des Konsumwahns, der Inbegriff des beginnenden Merchandising für Serien- und Filmartikel. Das Grauen hat den Daumen im Mund.
Gnadenlos wird dahingeknüppelt als gilt es uns tatsächlich den Teufel per Lärm auszutreiben. Lieber Gott ich schwöre, ich werden nie wieder etwas kaufen. Auch ein Saxofon wird bemüht um das Treiben des Leibhaftigen mit Freejazz zu verjagen. Als Weihwasser fungiert halt in der Kirche der säkularen Bierbauchigkeit nach wie vor eben jener Erhebungen produzierende Gerstensaft. Einem volltrunkenen mongolischem Khoomei Meister gleich versucht sich der Herr Riegler mit Bier gefülltem Mund und singend in der Kunst des Obertongurgelns. Prost, da wird sogar die Unterhose feucht.
Natürlich dürfen die Smashhits, der „Kohlhauser“ und „Heat the Water“ nicht fehlen. Geh hoit de Goschn, wie heißt der neue Song nochmal? Es war nicht zu verstehen. Dafür gab es immer was zum Schauen denn im Hintergrund flimmerten einige selbstgemachte Videos und besagte Monchhichi Monster über die Leinwand. Alles nahe am Wahnsinn gebaut. Die Predigt zur Buße aller Konsumsünden sollte aber noch in den Schlußminuten visuell über uns hereinbrechen. Wir werden einer Louis Vuitton Handtasche gewahr in die sich, vollends ein weiblicher Darm entleert. Das ist Konsumkritik, Amen!
Ein schöner Abend voll ganz normalem Irrsinn, Gute Nacht und DaDa, äh Baba.
Weitere Informationen gibt es auf der Website: http://www.koenigleopold.at/ hahaha!
© MC Wuh
MIA SAN WIA? FNTOME Nov 2013
JO WO SAMMA DENN?
JO WO KEMMAN MA DO DENN HI?
DES WOA SCHO OIWEI SO UND DES BLEIBT A SO WEIL DES IS TRADITION UND ÜBAHAUPT A NU DI UNSRIGE UND DES IS GUAD SO WEIL DES WOA OIWEI SCHO SO.
MIA SAN MIA!
MIA SAN WIA?
Kritische Hinterfragungen zu Identität, Tradition, Heimat, Nation.
Frau Nowaks Transorientalischer Musikexpress im November 2013
MO 25.11.13 – RADIO FRO – 20:00 Uhr – http://fro.at
DI 26.11.13 – RADIOFABRIK – 21:00 Uhr – http://radiofabrik.at
DO 28.11.13 – TIDE 96.0 – 08:00 Uhr – http://www.tidenet.de
Per Onlinestream, UKW oder wens besonders interessiert – persönlich von der Sendungsmacherin geschickt.
Einfach Mail an: rosanowak@gmx.at
Die Stimmen der Anderen
-> Download: Artarium vom Sonntag, 24. November – Wenn wir uns jenseits unserer eigenen Sendungen so umhören, dann stoßen wir mitunter auf akustische Kleinodien, die so gut zu hören sind, dass wir sie wiederum selbst gern mitteilen möchten. Seien es erstaunliche Stimmen und Texte, seien es freimütig vorgetragene Improvisationen, seien es sonstwie herzerwärmende Momente, Musikstücke, Mutausbrüche. In dieser Sendung erfreuen wir euch und uns mit einem saftig dampfenden Pott Püree aus Beiträgen von radiomachenden Kolleg_innen, gehaltvoll garniert mit eigenen Assoziationen und Spontanitäten. Denn jedwede Botschaft, die wir mit den Hörlöffeln aufnehmen, kann auch unserem Kopftheater Anlass geben, die eigenen Ideen wieder einmal ganz anders wahrzunehmen oder auch umzusetzen. Im besten Fall berühren sie uns einfach einen Moment lang im Inneren und lassen uns mit der Welt vereint entschweben. Wie würde der Fuchs gesagt haben? „Man hört nur mit dem Herzen gut.“ In diesem Sinne… 😉
Nehmen wir erstmal die Herausforderung an, einer gelungenen Textübertragung aus der Sendung Battle and Hum noch eins drauf zu setzen. Venus in Furs 3.0 quasi und des friedlichsten Battelns in der Stadt wird noch lange kein Ende sein! Würdigen wir sodann die Poesie der Langsamkeit inmitten betriebsamer Zeiten, nämlich die schönste Schilderung eines klarkalten Herbstabends aus dem Stadtteilradio Aigen (eine Sondersendung vom November 2012). Wenden wir unsere Merksamkeit zu bester Letzt auf einen Meilenstein menschlichen Miteinanders im Programm der Radiofabrik – die Sendung Hallo Nachbarland und deren allerjüngste Ausgeburt Hallo PUNKERLAND.
Ach, übrigens: „Seit ich selbst sende (und zwar zu einem nicht unerheblichen Teil genau das, was ich im Staatsfunk gern auch gehört hätte, aber nie serviert bekam) würdige ich die Sendungen der Kolleg_innen oft nur sehr punktuell, zumeist auf Feedback-Anfragen oder anlässlich von Co-Produktionen. Und wenn ich nicht gerade selbst am Playlist-Eindampfen, Interview-Schnitzen oder Toncollagen-Basteln für die Nachtfahrt und fürs Artarium herum brüte, dann läuft nächtens gern mal das Musikprogramm der Radiofabrik. Warum? Weil wir daselbst einen der niveauvollsten Musikmixe zu bieten haben, dessen ich in nunmehr über 50 Jahren jemals anhörig wurde. Chapeau, liebe Musikredaktion! Mit ein wesentlicher Grund dafür, weshalb wir im Großraum Salzburg bei den 19 bis 24-jährigen fast schon das beliebteste Programm sind. Ein Jammer allerdings, dass es (noch!) nicht möglich ist, derartige Vorzüge auch überregional anzubieten, auf welchem Weg auch immer…“ Norbert im November 2012 – so kanns einem gehen! Prosit 😀
Stolpersteine Salzburg: Neue Beschmierungen
Bereits die dritte Folge an Schändungen binnen kurzer Zeit
Der oder die Täter waren am vergangenen Wochenende wieder aktiv und haben wieder zahlreiche der 217 Stolpersteine in der Stadt Salzburg beschmiert. Die Stolpersteine sind kubische Betonsteine mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern, auf deren Oberseite sich eine individuell beschriftete Messingplatte befindet. Sie werden vor den letzten frei gewählten Wohnadressen der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster des Gehweges eingelassen.
Es ist dies bereits die dritte derartige Beschädigung der Kleindenkmäler binnen kurzer Zeit. Wurde bei der ersten Tranche im Oktober 2013 an Beschädigungen der Täter – ein 20jähriger mit einschlägig rechtsradikalem Hintergrund – verhaftet, so konnten die Täter der zweiten Beschmierung noch nicht ausfindig gemacht werden.
Die aktuellen Beschmierungen – bekannt sind bislang Schäden in der Rupertgasse, der Kaigasse und im Bärengäßchen – wurden dem Personenkomitee Stolpersteine heute Montag, 18. November, von Bürgern frisch gemeldet.
Das Personenkomitee Stolpersteine hat wie bei den vorhergehenden Beschädigungen wieder Anzeige wegen Wiederbetätigung erstattet und die Stadt Salzburg informiert, um die Stolpersteine wieder zu reinigen. Die neuesten Beschmierungen kommen unmittelbar vor der geplanten Versiegelung der 217 Stolpersteine, welche die Firma Nanopool der Stadt Salzburg als Eigentümer der Stolpersteine in Form eines Sponsorings angeboten hat.
In Salzburg hat sich mittlerweile eine „Plattform gegen Rechts“ formiert. Hier der Link zu einem Radiofabrik-Beitrag darüber:
http://cba.fro.at/249553
Battle&Hum#52
Battle&Hum #52
(Samstag 16.11.2013)
Wir sind der Schnaps in eurem Bier und das Viagra für eure Seele, so fest steht nicht viel!
the playlist:
MC Randy Andy’s Stamperl:
- 1. The Velvet Underground+Nico (same) – venus in furs
- 2. Nirvana (incesticide) – dive
- 3. Pearl Jam (vs.) – daughter
- 4. The Doors (l.a. woman) – riders on the storm
DJ Ridi Mama’s Pillen:
- 1. Turbodeli (?) – you kangaroo du kein guru känguru can guru kanguru
- 2. Fear Factory (demanufacture) – demanufacture
- 3. Neigungsgruppe Sex, Gewalt und gute Laune (loss mas bleibm) – video spü
- 4. Pink Floyd (the wall) -another brick in the wall
„Ich habe, glaube ich, die Zwischenstufe zwischen Tier und Homo Sapiens gefunden. Wir sind es.“ (Konrad Lorenz)
!Wichtiger Hinweis!
Ab sofort stehen unsere Sendungen nur mehr beschnitten (ohne Musiktitel) auf der CBA Archivplattform zur Verfügung. Dies soll uns Sendungsmacher vor Urheberrechtlichen Verfolgungen schützen. Aber seid nicht traurig ihr könnt weiterhin mit Hilfe eines Passwort jede Sendung voll und ganz herunterhobeln!
Dieses Passwort lassen wir jenen interessierten welche uns ein E-Mail schreiben gerne zukommen!
Klicket das gelbe Schlößchen (links unter der Musikdatei) an und gebet dann das Passwort ein und das Glück kommt in Strömen!
Zur Abstimmung HIER entlang! (Die Wahlkabinen sind nach der Sendung 72 Stunden lang geöffnet, hernach seht ihr unter demselben LINK das Ergebnis!)
Atom Heart Mona Lisa
-> Download: Artarium vom Sonntag, 17. November – Einstündige Sendung mit “BBC Nachrichten” – Zwei experimentelle Produktionen aus dem Jahr 1970 – Ernst Jandls Hörspiel “das röcheln der mona lisa” sowie Pink Floyds Album “Atom Heart Mother” versinnbildlichen in eigenartigem Zusammentreffen Österreichs damaligen “Aufbruch in die Moderne” – den wir allerdings, ehrlich gesagt, seither auch nicht wiedergefunden haben. Nur soviel zum Hintergrund: während Ernst Jandls konkrete Poesie Ende der 60er in Deutschland als zukunftsweisene Weiterentwicklung der Sprachradiophonie produziert und preisgekrönt wurde, erdachten einige sympathische wie streitbare Querköpfe das legendäre Musikforum Ossiach als zeitgenössisch offenen Gegenentwurf zu den im karajan-elitären Biedersumpf versackenden Salzburger Festspielen. Und holten ganz im Sinn ihres Genre- wie Generationen übergreifenden Konzepts auch Pink Floyd in die Alpenfestung der Musiktradition. Der Filmbericht darüber spricht Bände! Und Ernst Jandls Experiment gibts im BR2 Hörspielpool …
Mit dieser Zusammenschau würdigen wir den Geist jener spielerisch unbefangenen Aufbrüche, die uns auch heute noch zu eigenen Arbeiten inspirieren, vom Unsinn immerwährender mainstreamtauglicher Verwertbarkeit wunderbar unbeeindruckt. Zudem begrüßen wir hiermit einen weiteren Kreis von gut zu hörenden und mit uns mit gestaltenden Menschen – diesmal beim Radio Wanderbuehne aus Rudolstadt in Thüringen. Herzlich wir kommen! Und wir verstehen derlei selbstschöpferische Kunnst?Kultur immer auch als eine Einladung an uns alle, hier und jetzt damit weiter zu werken, zu basteln, zu experimentieren, zu gestalten. Kreativität bewirkt eben Kreativität und nicht Kommerz. Somit gehören ihre Ergebnisse dann auch den Künstlern und nicht den Konsumwichteln. Den Wurstfabrikanten. Den Gleichgüldenen. Den Geldscheinern …
Was sich des weiteren auf „einführung in ein hörspielexperiment“ zusammenreimen lässt. Dazu zitiere ich hier aus „mich schreibend gedanken“ von Christopher Schmall: „Schreiben ist ein bunter Experimentierkasten der, wenn häufiger geöffnet und benutzt, sich niemals abnutzt oder alt wird, sondern immer größer und größer und zum Universum wird, welches sich um den Kopf des Schreibenden dreht. Ungefähr ähnlich oder auch ganz anders kann Sprache sich in die Hirne der Hörenden und Zuhörenden einnisten und dort explodieren oder verstummen. Das kommt ganz auf den Kosmos in den Schädeln der Ohrenbesitzer an, welche die Laute aufnehmen und annehmen – oder aufnehmen und dann empört abweisen. Und dies sind nur die Extrembeispiele eines nie enden wollenden Textes, der zwar teilweise beschrieben, doch nie geschrieben werden wird. Die Malerei mit den Worten, die Malerei mit den Farben oder die Malerei mit den Klängen sind im Grunde genommen Eins und stellen jede für sich bloß Facetten unseres Verstehens oder Nichtverstehens dar. Diese drei Formen der Kunst sind jedoch nur Vorschläge und können im Prinzip vergessen werden, um sich, nachdem man die Ketten gesprengt und etwas für sich allein stehend Neues erschaffen hat, wieder an sie zu erinnern und sich selbst und alles um einen herum zu hinterfragen. Denn ein Fragender ist ein Wissbegieriger ist ein Kind und hat die Augen geöffnet um zu sehen und zu begreifen. Was, das ist in der Thematik „Kunst“ allerdings vollkommen nebensächlich. Wichtig ist nur die fragende Haltung und was daraus entsteht und geschieht.“