Gefahren der Nukleartechnologien

Sendung am Fr. 14.12.2018 16:00-17:00

Gefahren der Nukleartechnologien

Bei dem eintägigen Symposium nach der Verleihung des Nuclear Free Future Awards (darüber haben wir ja in der letzten Sendung berichtet) wurde über die Gefahren der Nukleartechnologien diskutiert.

In dieser Sendung hören Sie Diskussionsbeiträge, Vorträge und Statements von zahlreichen Expertinnen / Experten (Peter Weisz, Hans-Josef Fell, Heinz Stockinger, Axel Berg, …)

Die musikalisch – lyrische Untermalung der Sendung kommt wieder, wie schon bei der letzten Sendung von Konstantin Wecker, der mit dem Thema sehr verbunden ist und anlässlich der Verleihung des Nuclear Free Future Awards auch ein Konzert in Salzburg gegeben hat.

 

 

Jesus H. Christ

Artarium am Sonntag, 16. Dezember um 17:00 Uhr – Unsere Adventcollage für alle mit eigenem Gedankengut Begnadeten: Wir spielen das im Jahre des Hirrn 1992 NIE (offiziell) ERSCHIENENE Album nämlichen Namens des anarchoiden Kunnst- und Musikkollektivs Chumbawamba. Abgesehen vom vorweihnachtliche Assoziationen weckenden Albumtitel tun wir dies im Bewusstsein um die gemeinsamen Wurzeln, aus denen sowohl Radiopirat_innen wie viele andere sich herrschaftskritisch jeder Bevormundung widersetzende Gestaltungsformen entsprungen sind. Wir erinnern immer wieder einmal daran, so in diversen Aktionen und Radiostatements wie etwa unserer COPY RIOT “Verformance” von 2015. Das Urheberrecht. Eine Andeutung. Doch erzählen wir dem Jesus schlicht und begreifend eine kleine Adventgeschichte:

Jesus H. Christ - Vinyl CoverNext we’ll be hearing the true story of an American housewife who claims to have taken mid-air photographs of Jesus Christ in the skies of Indiana:

High above the streets and houses Misses Meta Battle
With one hand on the Valium and one hand on the bottle
Somewhere over Indiana, eight miles high
Meta Battle sees the good Lord wandering cross the sky

Have your fun whilst your alive
You won’t get nothing when you die
Have a good time all the time
Because you won’t get nothing when you die

Look! No strings! Just paper, glue, and card
Hark! The angels sing “Paste the Lord”

Meta Battle shot her Lord and watched Him tumble down
And now there’s people out with Polaroids all around town
And who knows, that Jesus on the church near your house
Could well be the original, kiss it as you pass

Hey, you, get off my cloud
Hey, you, get off my cloud
Hey, you, get off my cloud

Don’t hang around cause two is a crowd

Susej em kcuf ho
Susej em kcuf ho
Susej em kcuf ho

Was immer das bedeuten mag…

Jesus H. Christ - All SamplesWegen erheblicher Klagsdrohungen auf Verletzung des Urheberrechts (Hureber rächts?) durfte das Album damals nicht veröffentlicht werden. Es wurde daraufhin in wesentlichen Teilen umgearbeitet – und erschien kurze Zeit später unter dem Titel “Shhh” als ein Statement gegen Zensur. Irgendwer (danke!) hat es dann doch noch gepresst, und so findet es allen Verhinderungsversuchen zum Trotz seinen Weg in eure Radiohren.

Getreu dem fast schon Motto der Band “Pass it along”

Oder eben auch zensurkritisch “Pass it along”

Frohe Ostern, ihr Christbäume!

 

Online-Plattformen, Vernetzen für Hundemenschen

Wer sich im Internet umschaut und auf der Suche nach speziellen Angeboten ist, muss dafür womöglich ganz schön Zeit investieren. Gerne greift man deshalb auf Plattformen zurück, die die Informationen zum gewünschten Thema gebündelt zur Verfügung stellen. Melanie Massinger von hundezeugs.at und Nina Neureiter von pfotenprinz.com stellen in der Hunderunde ihre Plattformen vor und erzählen, was so an Ideen, Technik und Arbeit dahinter steckt.

Arbeit ist es jedenfalls ziemlich viel. Beide Damen haben ihre Plattform gemeinsam mit einem Partner entwickelt. Erfahrung in IT-Dingen, Entwicklung, Recht und Betriebswirtschaft mal zwei sozusagen.

Melanie Massinger mit Hündin Dea

Melanie Massinger, Armin Ulrich und Dea

Melanie Massinger und ihr Partner Armin Ulrich sammeln auf hundezeugs.at Hundedinge aus Österreich. Aus Freude am regionalen Angebot teilen sie dieses gerne mit anderen Hundemenschen. Die beiden haben damit ihr Hobby, nämlich Hündin Dea, und ihre Berufe kombiniert und als Hundezeugs.at  in Form gebracht.

Die Auswahl ist dabei sehr persönlich, was gefällt, wird gerne aufgenommen. Zu den Einträgen in ihrer Sammlung gehören zum Beispiel Trainer, G’schäfter, Hundekeksbäcker, Bücher, Blogs und Fotografen. Ihre Freude an guten und originellen Produkten und Dienstleistungen kleiner, oft ziemlich unbekannterAnbieter, teilen sie  gerne mit anderen Hundemenschen. Auch TrainerInnen und HundebloggerInnen werden vorgestellt, wenn – und das ist die Grundvoraussetzung – sie sich zum gewaltfreien Umgang mit Hunden bekennen.

Stöbern und nette Hundedinge entdecken, dazu möchte Melanie Massingereinladen. Viele kleine Anbieter haben kaum Zeit noch Möglichkeit Ihre Internet-Präsenz zu pflegen. Auf Hundezeugs stellen sie auf unkomplizierte Art und Weise ihr Angebot vor.

Auch einen Blog gibt es auf der Plattform  der Steirerin, in dem es sich vornehmlich um die eigenen Erfahrungen und Erlebnisse mit der Groenendalhündin Dea dreht. Je nach Thema lässt sich Melanie Massinger dabei von Fachleuten unterstützen, um verschiedene Aspekte zu beleuchten.

Nina Neureiter

Die Plattform Pfotenprinz wurde von der gebürtigen Salzburgerin Nina Neureiter und ihrem Partner Benjamin Derler ins Leben gerufen. Ursprünglich ging es dabei „nur“ um die Vermittlung von Tiersittern und Gassidiensten.  Dieser Kernkompetenz ist pfotenprinz.com treugeblieben: Hunde, Katzen, Kleintiere. Graz, Gassidienste, Urlaubs- und Tagesbetreuuung für Hunde, Katzen und Kleintiere, derzeit in Wien, Salzburg, Linz und Innsbruck (demnächst geht es auch nach München). Darüber hinaus werden auch Coachings, Onlinekurse  und Beratungen für TierhalterInnen angeboten. Ebenso wie Hundeleckerchen, vor allem für Allergiker und Hunde mit Unverträglichkeiten.

Tiersitterdienste sind Vertrauenssache. Daher wird bei Pfotenprinz zunächst ein Online-Assessment vorgenommen, wenn jemand dort seine Dienstleistung anbieten möchte. Zeigt sich das Ergebnis vielversprechend, gibt es ein persönliches Gespräch, bei dem die Anbieter auf Seriosität und Vertrauenswürdigkeit abgeklopft werden.

Wer Tiersitting oder Gassidienste über Pfotenprinz in Anspruch nimmt, kommt in den Genuss einer Reservierungsgarantie und erspart sich eine Menge Sorgen, falls der gebuchte Sitter ausfällt.

 

Servicebox

Melanie Massinger
Hundezeugs
Facebook
Blog: https://hundezeugs.at/blog

Nina Neureiter, B.A.(Econ.)

Literaturtipps

 

Mirjam Cordt, Ich halte dich – Ein Wegweiser für ungehaltene Hunde, Teil 1 und 2, Hundereich – Ein Arbeitsbuch für die Integration von Tierschutzhunden

Sabine Neumann , Tierheim – Schicksal oder Chance

Wiebke Hagemann und Birgit Laser,  Leben will gelernt sein – So helfen Sie Ihrem Hund, Versäumtes wettzumachen

Nicole Wilde, Der ängstliche Hund, Unsicherheiten und Angst wirkungsvoll begegnen

Heike Westedt, Schreck lass nach, der Einfluss von Stress und Angst auf Gehirn und Verhalten

 

Musik

Walking the dog, Johnny Rivers und John Lee Hooker
Little Buddy, Hank Snow
Herr Schmid, der Hund, Catharina Valente
Mei Hund is Epileptiker, Sigi Maron

 

Sendung anhören

Live auf der Radiofabrik 107,5 oder per APP immer am 2. Mittwoch im Monat um 12:08 Uhr und am 2. Donnerstag im Monat um 19:08 Uhr. Nachhören ebenfalls über die Radiofabrik, über den Hunderunde Blog oder direkt über das Archiv .

Feedback und Kontakt: Karin Immler, www.knowwau.com

 

 

Es wird scho glei Gunkl

> Sendung: Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 14. Dezember – Was wir aus Anlass dieser alljährlich zur Vorweihnachtszeit stattfindenden abendländischen Kulturgüter-Tauchsendung nicht schon alles herzhaft im Wurstreaktor vereintopft haben: Uwe Dick, Klaus Kinski, das Salzburger Adventsingen, uns selbst, den Christgsindlmarkt, die Herbergsuche im 21. JahrhundertHeuer haben wir das erhebliche Vergnügen, einen langjährigen Wegbegleiter unserer Radiocollagen just am Vorabend dieser Sendung livehaftig zu erleben: Gunkl (Günther Paal) wirft uns nämlich am 13. 12. in der ARGEkultur sein aktuelles Programm “Zwischen Ist und Soll – Menschsein halt” zur Auffassung vor. Und wir wollen uns davon – speziell im Hirnblick aufs eigene Dichtentrachtenbeleuchten und beeinträchtigen lassen.

Es wird scho glei Gunkl - LIVEEine Kulturkonstante unseres Wirkens ist (nein, nicht das Wurstbrot, wiewohl wir die Begegnung mit Jochen Malmsheimer auch dem Gunkl verdanken), es ist die gepflegte, über den üblichen Funktionsgatsch hinaus nuancenreich wohlschmeckende Sprache. Mit einer ebensolchen wird man, zwischen Wort und Witz, Wüste und Wissenschaft, Wahnsinn und Wiedergeburt, fein bedient vom ehemaligen Kellner Günther Paal, der inzwischen in aller Ohren als Gunkl firmiert. Und seien wir mal ehrlich bezüglich unserer christlich-abblendländischen Herbrunft – sind wir nicht alle einseitig vollgestopft mit Heilslehren und Legenden aus der Kultur des einsamen Heldentods? Da tun uns jedwede Gedankengänge und Sprünge dieses bekennenden Aspergers sowie nicht mehr praktizierenden Alkoholikers bestimmt gut. Fragen sie ihren Abt – oder hüpfen sie selbst. Seit fast 10 Jahren inspirieren seine Ohrnamente das “etwas andere Kunnst-Biotop” nun schon zu eigenen und “höchst eigenen” Schöpfungen, vom Radio Artarium 2009 bis zum preisgekrönten Perlentaucher Jingle 2018. Apropos Preis, wir senden diesmal in direkter Konkurrenz zum ORF-Fernsehen, welches zeitgleich die Verleihung des Österreichischen Kabarettpreises (allerdings als Aufzeichnung) ausstrahlt. Pah! Natürlich gratulieren wir dem Gunkl diesfalls zum Hauptgewinn, zitieren ihn aber lieber in eigener Sache: “Ich freue mich, dass ihr zuhört. – Und behaltet das bei.”

Es wird scho glei Gunkl - Universum

Darüber hinaus erfreut uns der Umstand, dass er auf seiner Homepage eine Vielzahl an früheren Programmen zur volltextlichen Entnahme anpreist. Eine feine Sache!

 

Szenenwechsel Linz mit Marie

Zu Gast im Linzer Szenenwechselstudio: Marie. Ob Souldiva oder Hip-Hop-Queen, Marie bewegt sich auf allen Parketten. Im Radiogespräch erzählt die Musikerin und Sängerin von ihrem Job als Tontechnikerin und dem Frau-sein im Musikbusiness im Allgemeinen. Im Frühjahr erscheint ihre EP, produziert von Def Ill.

In der zweiten Hälfte der Sendung hören wir Musik aus Eferding und Ottensheim. Weil dort kann man den Szenenwechsel jetzt auch empfangen. (auf 102,4 Mhz)

http://www.mariemusic.at/

Sendung hören: https://cba.fro.at/389592

Marie by Katharina Schreiber

Chumbawamba – Anarchy

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 9. Dezember – Nun ist das Freie Radio eben auch eine Einrichtung, um das eine oder andere Vermächtnis des Freien Lebens vor dem Vergessen der Vielflatterer zu bewahren. Vor allem, wenn es sich dabei um die Nachlässe derer handelt, die “im großen Geschäft”, sprich im Scheißhaufen dieser um Geldzweck und Kaufzwang kreiselnden Aufmerksamkeitsindustrie nicht genug “einbringen”, um sie zur gefälligen Untenhaltung des Publikums zu verbrauchern. Oder um jene seltenen Exemplare der Gattung Mensch, die trotz heftiger Nötigung lebenslang zwischen den Kategorien wohnen blieben – und sich so jeder Einteilung ins allgemein Übliche entzogen. Ein Schaffenserbe des vielgestaltigen Kunst- und Musik-Kollektivs Chumbawamba möge uns hierfür zum guten Beispiel gereichen:

Chumbawamba - Anarchy 2002Denn die ursprünglich der Punk- sowie Hausbesetzerbewegung im Norden von England entstammende kreativ-anarchistische Truppe mit dem durchaus eigenwilligen Namen Chumbawamba, die nunmehr nach 30 produktiven Jahren leider den Bühnenbetrieb eingestellt hat, war speziell in den 90ern regelmäßig in Salzburg zu Gast – und inspirierte dadurch viele Nichtangepasste auf geradezu osmotische Weise, indem sich ihre lustvoll dargelebte Wesensart mit den Seinsweisen der an diesen Auftritten Teilnehmenden verband. Im Musikarchiv der Radiofabrik schlummern sogar noch Live-Mitschnitte solch elementarer Ereignisse. Was Chumbawamba vor allem auszeichnet, ist ihre hemmungslose Gestaltungsfreude beim Plündern der Popkultur. Nie waren sie Teil jener folklorisierten Zombieparties, die als Immerwiederauferstehung des Punk dessen ewigwährende Selbstverwurstung zelebrierten. Ganz im Gegentum, schon in den 80ern “reclaimten” sie Melodien und Klangzitate, wodurch sie sich zu den Pionieren des Sampling gesellten. In weiterer Folge eigneten sie sich auch noch mannigfache musikalische Stilrichtungen an, die sie stets erfrischend unbotmäßig zu immer neuen Soundcollagen und Selbstaussagen verbearbeiteten…

Chumbawamba verstanden es, die Gesetzmäßigkeiten des Musikbusiness (die sie zutiefst verabscheuten) für die Verbreitung ihrer Inhalte zu nutzen, ohne selbst darin aufzugehen. Ein Höllenritt auf des Rasiermessers Schneide. Das soll uns doch ein ganzes Album wert sein. Eigentlich nicht nur eins!

“In a world full of no-ones – I am someone!”

 

Zum 25. Todestag von Frank Zappa

Am 4.12. 1993, also vor 25 Jahren, ist Frank Zappa von uns gegangen. Dies nimmt sich Tuning Up zum Anlass,um mit seinen Hörer*innen in das Zappa’sche Universum einzudringen. Die unbändige Schaffenskraft – Zappa war ein wahrer Workaholic – hat sich zu Zappas Lebzeiten in 66 offiziellen Alben niedergeschlagen. Aber auch nach Zappas Tod war der Zappa Family Trust nicht untätig und hat in den letzten 25 Jahren ganze 55 Alben veröffentlicht – viele von ihnen als Mehrfach-Tonträger. Tuning Up widmet sich nun ausschließlich diesem reichen Nachlass, wobei hier auch viele bekannte Stücke in anderer Form wiederauftauchen.

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/389805.

Jean-Luc [CC BY 2.0, via Wikimedia Commons]

Aber eine Stunde Sendung war für Tuning Up hier nicht genug. Deshalb haben sie sich für diesen Anlass mit Wolfgang Baumgartner zusammengetan und in dessen Radiofabrik-Sendung Jazzcafé, am Mittwoch den 5.12.2018 um 21 Uhr, wird der Jazzfaktor in Zappas Schaffen ausführlich behandelt.

Jazzcafe nachhören unter: https://cba.fro.at/390062.

„Music is the best“ (Frank Zappa in Packard Goose aus Joe’s Garage Act III).