lt36-Bionik

B I O N I K

Was macht Bionik aus?
Welche Anwendungsgebiete gibt es?
Ist Bionik eine zukunftsorientierte Wissenschaft?

Darüber erfahren Sie Näheres in Berichten, Beispielen, Erklärungen und im Interview mit der Experimentalphysikerin Ille C. Gebeshuber („Österreicher/Österreicherin“ des Jahres in der Kategorie Forschung und Expertin für Nanotechnologie und „Maschinen aus dem Urwald“)

Wiederholung der Sendung vom Januar 2018 – mit Ergänzungen und weiteren Kommentaren.

Die Sendung wird am 13.12.2019 16:00 und am 16.12.2019 16:00 hier auf den Sendern der Radiofabrik ausgestrahlt und ist im Internet unter: https://cba.fro.at/436372 abrufbar.

Straight Outta Pongau

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 15. Dezember – Seit nunmehr 12 Jahren ironisiern wir hier im Artarium in der Vorweihnachtszeit allerlei alpenländischen Adventsgebrauch. Und wie es sich für ein anständiges Adventsingen geziemt, kommt dabei auch heuer wieder eine traditionelle Tanzlmusi über uns, dass der Erzengel quietscht. Wir spielen das aktuelle Album “Straight Outta Pongau” der “Glue Crew” (früher als “Two on Glue” bekannt). Mit den beiden Innergebirgs-Mundartisten Wolfgang Posch und Thomas Mulitzer verbindet uns mittlerweile auch schon eine gut 5-jährige Radiogeschichte, wie sich in den Sendungen “Ilija Trojanow – Der überflüssige Mensch” sowie “Tau On Tour” einfach nachhören bezw. in den Artikeln dazu nachlesen lässt. Also: Wir sagen euch an den lieben…

Straight Outta PongauMoment. Da gab es doch einstmals noch so eine Musikkapelle aus dem Salzburger Land, die überraschend Hergebrachts und Selbsterdachts zur neuen Eigen-Art verschmolzen: “Rotz(fast Straight Outta Pinzgau). Deren spezielle Musikverbreitung ging als “Ein Abend mit Freunden” in die Annalen des Artarium-Blogs ein. Anlass für diesen Rückblick ist der auch im Pongau nicht unübliche Frauenname “Annamirl”, der von beiden Bands jeweils dialektisch (in Mundart) verbehandelt wird. Gut zu hören! In der Rotz-Version schreibt  sie sich zwar “Anna Mial”, klingt jedoch ähnlich. Und der sie umgebende Musikstil ist bei der “Glue Crew” mehr von Punk, Ska, Reggae geprägt, bei “Rotz” hingegen von Folk, Pop – und vor allem ROCK – womit sich der Kreis schließt, Amen. Apropos, “Ihr Kinderlein kommet”, ist das nicht von Michael Jackson? Unerhört, wie wir werden

Egal, in welchem Setting oder Stil sie beheimatet ist, es geht hier um Sprachkunst. Auch um die uralte Tradition, sich dabei so auszudrücken, “wie einem der Schnabel gewachsen ist“. Uwe Dick etwa spricht in der Vorrede zu seinem Bio-Drama “Der Öd” von ihn umgebenden “Geräuschen, denen ich auch nicht hochdeutsch beikäme”. Und dass sich die notorisch unübersetzbaren Songtexte eines Bob Dylan am ehesten noch auf Kölsch oder Wienerisch abbilden lassen, das haben Wolfgang Niedecken und Wolfgang Ambros hinlänglich bewiesen. Ich habe unlängst im Fernsehen einen kleinen FPÖ-Politiker verknorzt vor sich hin giften gesehen. Da tat er mir so leid und ich wollte ihm (jetzt vor Weihnachten) etwas schenken. Vielleicht ein Lied, im Dialekt, dachte ich, das diese offenbar hasszerfressene Haltung direkt beantworten könnte…

I daschlog di mit am nossn Fetzn,
doss da fia muagn nix mea vuanehma brauchst,
du Weh, du Wimmal, du Krätzn!

G’söchta

PS. Naturgemäß gibts da auch noch einen Drummer, Bernhard Breidler mit Namen, und darum heißt die Kapelle ja jetzt Glue CREW und nicht mehr TWO On Glue, wie konnte ich das nur übersehen? Nobody is perfect, ned amoi i

 

Allerleih Raunacht

> Sendung: Perlentaucher Nachtfahrt am Freitag, 13. Dezember (Teil 1) sowie Perlentaucher Nachtfahrt am Freitag, 13. Dezember (Teil 2) – Heiliger Bimbam! Was für eine Reise! Quer durch den Gemütsgarten des Adventskrampfs vom Nikolausi bis zum Weinachteln – dann noch nach Silbvesper, nach Neu-Ja und Dreigönning, da verrutscht selbst das rauheste Haus der Nacht in die Allerleih. Denn zu dieser unserer (nun schon) 9. Dezembriade haben wir illustre Gäst*innen aus Wort und Bild eingeladen, uns einige ihrer Werke zur Gestaltung der Sendung anzuvertrauen. Wir leihen uns sozusagen allerlei Kunnst für unsere Themencollage aus – so entsteht Allerleih. Wir lesen Textbeiträge von Salzburger Autor*innen und präsentieren ausgewählte “Glimpfungen” von Helmut Xö. Dafür bedanken wir uns ausgesprochen saftig – speziell bei der SAG sowie bei Helmut Xö (Facebookprofil).

Orkanspende zur Rauhnacht“Here comes two of you. Which one will you choose?” Dieses legendäre Zitat aus dem Velvet-Underground-Cover von Bettie Serveert ist in der diesjährigen Signation gut zu hören. Und auch einige Zitate aus unseren bisherigen adventdezemberischen “Perlentaucher-Nachtfahrereien” seien allhier angefügt. So etwa aus dem Artikel zum Weihnachtsfeuer von 2016: “Ob Advent oder Event, Kranz oder Krampf – Kerzen sind nicht zum Scherzen, wiewohl es mannigfach Gründe fürs Anzünden geben mag. Und fürs Aufregen, in Zeiten wie diesen, wo eine derartige Vollverdodlung um sich greift, dass bald auch die Schneeräumung mit dem Laubbläser erfolgt. Halleluja! Was ganz oben sitzt und allen auf den Kopf scheißt, das ist in jedem Fall ein Arschloch, ganz egal welche Weltanschauklung, Religwution oder Idiotlogie es auch immer vertritt. Auf den Kopf scheißen ist niemals gut.” Oder wie Georg Kreisler sagte: “Jede Macht ist falsch.“

Allerleih Coca-Coala“I have my books and my poetry to protect me.” Von wegen “Niemand ist eine Insel”. Simon & Garfunkel bringen die Selbstverteidigung in Zeiten zwischenmenschlichster Betriebsamkeit auf den Punkt: “I am a rock. I am an island.” Dazu die Gedanken der Inselstifter aus dem Café Unstet (2015) mitten im Mittelmaßmeer der organisierten Durchnittlichkeit: “Gewähren wir einander doch Unterschlupf – an den Ufern unserer einstweilenen Zwischenweltinseln – und wenns nur für heut Nacht ist. Begleitet von Boker Tov Iran sowie No No Keshagesh winken wir euch zum Abschied noch einmal nach und wünschen viel Glück beim Selbstsein – im Wortschwall des Weltblabla!! Doch Augenblick mal – was sind das für verwegene Verrückte, die da am Lampedusa-Lagerfeuer noch lang nach der EU-amtlichen Sperrstund Musik machen und Herz und Hirn für die Freiheit der Verfolgten hinhalten?” Entsetzliche Klischees mit Häschen.

Allerleih Punk Ratius“Ein Faustschlag ins Gesicht der Pietät gehört zu den Taten, ohne welche man nicht von der Schürze der Mutter loskommt.” Meditiert einmal gründlich über diesen Satz von Hermann Hesse, enthalten im Album “Hesse Between Music“. “Hofft eigentlich heute noch wer auf sowas wie eine flächendeckende Volkserleuchtung? Oder befinden wir uns inzwischen alle im Zeitalter individualisierter Erkenntnis? In dem uns zwar noch gelegentlich ein Licht aufgeht, wir aber längst nicht mehr bemerken, dass wir alle Teil einer perfickten Weihnachtsdekoration sind? “So muss Weltherrschaft!” Und der Letzte macht das Licht aus. Nichtsdestodessen oder aber auch hinwiedertrotz: Frieden auf Erden und den Menschenähnlichen was Nettes ohne Konsumzwang. Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter ruft ja nicht zum heldenhaften Helfen auf, sondern zum sich Hineinversetzen in die Lage des Bedürftigen.” Auf der Suche nach dem Licht (2017)

Allerleih Schal und Rauch“Er wüsste wie er geht, der letzte Beweis. Von oben fliegt die Erde einen elliptischen Kreis.” Diese Passage aus dem lieblichen Lied “Sie mögen sich” (ausgefuchste Animation!) von Shaban & Käptn Peng beschließt nun diese erste Etappe der musikliterarischen Gefühlsweltreise. Die zweite gibts als buntes Allerleih: “Alles schläft, einsam wacht – bist du da? Was wird sein am anderen Ende der Nacht, wenn du dir begegnest, gleichsam beschenkt und entblößt? Hast du Angst vor dem Schweigen des Lärms, vor dem Gähnen des Abgrunds, vor dir selbst? Hast du Lust, dich zu spüren und in ein neues Jahr zu springen, einen neuen Tanz zu vollführen, ein neues Bild anzufangen, mit einer neuen Idee ins Bett zu gehen, die dich liebkost – und die du danach nie mehr vergessen kannst? Was also macht diese Nacht mit dir, was machst du mit ihr? Wer bist du – in deiner eigenen Zeit, wenn du sie dir selbst schenkst?”

Christgsindlmarkt (2012)

Und jetzt? Allerleih Rausch!

 

1969 – Musik von von 50 Jahren

Tuning Up taucht diesmal in ein Jubiläumsjahr ein – 1969. Vor 50 Jahren hat sich in der Welt viel getan – nicht zuletzt die Mondlandung war ein Meilenstein.
Ebensolche gab es auch in der Musik und eine winzige Auswahl ist diesmal in den 59:25 Minuten von Tuning Up möglich.
Dabei kommen zu Gehör: The Stooges, The Beatles, Bernd Alois Zimmermann, Claude Debussy, John Mclaughlin etc.

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/435257.

Tierschutzhunde sind anders – Sind Tierschutzhunde anders

Einen Hund vom Züchter – oder aus dem Tierschutz!

Tierschutzhunde sind auf dem Vormarsch. Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, einem Hund „mit Vergangenheit“ ein neues Zuhause zu geben. Nicht nur bei den heimischen Tierschutzvereinen und in unserem Tierheimen warten potentielle Kandidaten auf ihre neue Chance. Viele Hunde kommen aus Spanien, Griechenland, Rumänien oder von noch weiter her zu uns. Einen solchen Hund an das Leben in Wien, Linz, Hamburg oder Bern heranzuführen, ist nicht immer einfach.

Gabriele Sauerland, CommunicanisEine geglückte Integration beginnt ohnehin viel früher. Die Beratung möglicher AdoptantInnen, die Vorbereitung der Hunde auf Transport, Umzug und neues Leben und die Begleitung der von AdoptantInnen und Hund, (nicht nur) wenn es Probleme gibt, sind Schwerpunkte der Ausbildung zum/zur TierschutzbegleiterIn, die Gabriele Sauerland anbietet.

Reicht Liebe?

G. SauerlandLiebe zu Hunden und der gute Wille zu helfen, machen noch lange keinen guten Tierschutz aus. Sachkenntnis und Hintergrundwissen gehören auch dazu, davon ist die engagierte Tierschützerin, Gabriele Sauerland, überzeugt. Sie ist Mentalkommunikatorin,

Tierheilpraktikerin,  Autorin, leidenschaftliche Referentin und gibt ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Sicht auf die Dinge in Schulungen und Seminaren gerne weiter.

„Tiere zu schützen und sich für sie einzusetzen gehört zu meinem Verständnis vom Leben. Ich setze mich ein und ja, ich schaue über den Tellerrand, ins Ausland, über die Grenzen Deutschlands hinweg. Weil Tiere keine Grenze kennen und weil sie unseren Schutz brauchen, unabhängig davon, wo es ihnen nicht gut geht.“ Gabriele Sauerland

 

Mit Tierschutzhund(en) leben

Margot Wallner, GrinsehundeMargot Wallner ist tierschutzqualifizierte Hundetrainerin und Verhaltensberaterin und hat vor 38 Jahren ihr Herz an Schäferhunde verloren. An ganz besondere Schäferhunde. Nämlich an die, die ein schweres Päckchen tragen. So wie Aragorn of the Woods – grauer DSH (Arbeitslinie)-Malinois-Mix aus einem kleinen ungarischen Tierheim, der sie aktuell begleitet. In ihrer Hundeschule bietet sie Nosework, Trailen und Dummytraining an. Die Integration von Tierschutzhunden in ihr neues Leben und die Arbeit mit verhaltensoriginellen und/oder körperlich eingeschränkten und alten Hunden sind ihr besonders wichtig . In der Hunderunde hat sie auch schon einmal vom Bewegungstraining erzählt, das sie in ihrer Hundeschule anbietet.

Service Box

Gabriele Sauerland
Website: https://communicanis.de/
Facebook: https://www.facebook.com/communicanis
Twitter, Blog: https://twitter.com/communicanis
Seminare: https://communicanis.de/seminare/
Webinare: https://communicanis.de/webinare/
Thema Tierschutz: https://communicanis.de/tierschutz/

Kostenloses Infowebinar zur Ausbildung „Tierschutzbegleiter“

Margot Wallner
Website: http://www.grinsehunde.wixsite.com/grinsehunde
Facebook: http://www.facebook.com/grinsehunde
Twitter, Blog: https://grinsehunde.wixsite.com/grinsehunde/blog

Lesefutter

Die erste Vorsitzende wurde heute ermordet, Gabriele Sauerland
Leben will gelernt sein: So helfen Sie Ihrem Hund, Versäumtes wettzumachen, Birgit Laser und Wibke Hagemann 
Hundereich, Mirjam Cordt
Der Tierschutzhund: Starthilfe ins neue Leben , Pia C. Gröning
Tierheim, Schicksal oder Chance, Sabine Neumann

Neues Körbchen – neues Glück, Booklet von Bettina Wernisch

Musik

Elivis Presley, Wolf Call
Merle Haggard, Seeing Eye Dog

Sendung anhören – Achtung: neuer Sendeplatz

Live auf der Radiofabrik 107,5 oder per Livestream am 2. Mittwoch im Monat um 12.06 und am 2. Samstag im Monat um 14:06 Uhr. Alle Sendungen können im Internet nachgehört werden und zwar hier.

Feedback und Kontakt: Karin Immler, www.knowwau.com

 

know wau Hundepodcast

Radio Empfängnis

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 8. DezemberSeit Jahren (und wenn ich das sage, dann meine ich das auch so) begrüßt der Herr Hase unsere Zuhör*erinnern “an den Empfängnisapparaturen ihres Vertrauens”. Dieses Sprachspiel, das zunächst die Begriffe “Empfang” und “Empfängnis” vertauscht, wurde uns erstmals durch Jochen Malmsheimer in seinem privatradiokritischen “Kochen mit Jochen” dargereicht. Von den Empfängnisgeräten zu den entsprechenden Apparaturen war es dann nur noch ein kleiner (und durchaus logischer) Schritt. Nunmehr feiert sich heutigen Datums eine weitere Empfängnis, die ohne detailliertere Kenntnis katholischer Kirchengeschicht gar nicht so leicht herzuleiten ist: Mariä Empfängnis oder offiziell Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria. Jössasmarandjosef

Radio EmpfängnisDabei geht es nämlich nicht um die Zeugung von Jesus durch den heiligen Geist (oder das bayrische Weißwurstzipferl), sondern um eine Spitzfindigkeit im theologischen System. Ein letztlich von Papst Pius IX. 1854 verkündetes Dogma, dessen Entstehung gut 750 Jahre an Diskussionen alter Männer mit lustigen Hüten erforderte. Nur gut, dass die damals noch kein Radio hatten, Sender und Empfänger und so. Dieses Programmschema ist jedoch auch seit Jahrhunderten genauso eingefleischt wie deren Kommunion: Mund auf, Hostie rein, Kopf ab zum Gebet – und Amen und aus. Der Sender sagt, was zu tun ist – und die Empfangenden gehorchen. Jesus befiel – wir folgen dir! Wer nicht gehorcht, fliegt raus und wird umgebracht. Mahlzeit! Womit wir beim Höhepunkt menschlichen Fortschritts angelangt wären – der grenzenlosen Freiheit des heiligen Marktes und seiner lieben Frau, der Wirtschaft. Jetzt singen wir alle das Hohelied auf ihr ewiges Wachstum: “Gebeinebreit bist du unter dem Weihrauch und gebeinebreit ist die Frucht deines Treibens, Umsatz.” – Was war das nicht für eine Zeter- und Zerrerei, ob und wie lang die Geschäfte am 8. Dezember geöffnet sein dürfen, um den Gewinn der Eventkrampfstandler noch ins Unengliche zu überhöhen! Wenns dem Wirtshaus gut geht, gehts dem Wirten gut. Alle anderen sind eh blöd genug, sich vom jeweiligen Oberstkellner empfängern zu lassen – und tragen sogar noch ihre Haut zum Markte. Kling, Glöckchen, klingelingeling – kauf, zahl und geh sterben, depperte Menschheit.

Wir aber senden selbst. Und wir kritisieren beides: Den katholischen Hirnbimbam genauso wie den entfesselten Marktwirrwarr. Was immer einem “von oben” gefickt eingeschädelt angeschafft wird, kann allein schon deshalb nicht gut sein. Oder wie es Georg Kreisler ausdrückt: “Jede Art von Macht ist falsch.”