Die Büchse der Corona

Artarium am Sonntag, 29. März um 17:06 Uhr – Albert Uderzo ist tot. Das betrübt viele von uns, aber immerhin wurde er über 90 Jahre alt. Sein kongenialer Partner René Goscinny dagegen verabschiedete sich schon mit 51 von der Welt, allerdings mit einer schwer überbietbaren Schlusspointe: Er erlitt mitten in der Untersuchung bei seinem Kardiologen einen Herzinfarkt, als der ihn auf einen Ergometer setzte. Wir bedanken uns bei beiden für die Erfindung des “globalen gallischen Dorfs” und wollen auch fürderhin so unbeugsam sein wie dessen Bewohner, zumal wir bedingt durch die akute Corona-Pandemie nach wie vor von zuhause produzieren. In dem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass der Bösewicht im Asterix-Band Nr. XXXVII (Asterix in Italien) Coronavirus heißt – nur halt nicht in der deutschen Übersetzung.

Hundertwasser und die Silhouette der CoronaDie Begründung des für dieselbe zuständigen Klaus Jöken klingt nach doppelt eingesprungenem Insiderschmäh und beweist, dass für manche auch die verzwirbelte Wendeltreppe den Denkweg zur Assoziation darstellt. Caligarus? Geh bitte! Und was tut sich in der Welt der realen Zaubertränke und Fake Facts? Glauben Amerikaner tatsächlich, dass COVID-19, auch kurz Corona”, durch den Genuss einer mexikanischen Biersorte (!) übertragen wird? Wo ist der Harry Lesch, wenn man ihn mal dringend braucht? Ach ja, hier erklärt unser Held der Zahlen und Fakten einmal verständlich, wie man diverse Corona-Statistiken (Sterberate etc.) interpretieren kann. Oder hier eine Gesamtdarstellung aktueller Forschungsergebnisse zum Thema (wenn auch etwas reißerisch und massenkompatibel aufbereitet). Auf jeden Fall bleiben wir dabei: In Zeiten wie diesen, wo Verschwörungsesoteriker und ihre Gläublinge alle Welt medial mit ihren Schwindligkeiten infizieren, ist der Herr Professor ein Fels in der Brandung des Aufgeregten. Genau wie Peter Filzmeier im Hysterium der heimischen Innenpolitik. Was uns nunmehr zur Situation in Österreich und in uns selbst führt.

In dieser Sendung betrachten wir erstens die Vergewaltigung von Kunst und Kultur zum Zweck des Geldmelkens am Beispiel des Après-Ski in Ischgl. Dazu der “Herr Gesundheitslandesrat von Tirol” im ZiB 2 Interview. Zweitens widmen wir uns der Innensicht auf die unsichtbare Bedrohung, zumal wir ja derzeit alle in emotionalen Turbulenzen hausen. Und drittens zitieren wir (im Kontext individueller Schicksale vor globalen Ursachen) Konstantin Weckers “Stürmische Zeiten, mein Schatz”, dessen Refrainzeile “Leben ist Brücken schlagen – über Ströme, die vergehen” aus dem Gedicht “Schleierkraut” von Gottfried Benn die Hoffnung des Menschseins anrührt.

War da zuletzt nicht auch Hoffnung – in der Büchse der Pandora?

Gesundheit!

 

Kein Zurück

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 22. März – Irgendwo im Skiparadies Pandora (oder wars in Italien?) haben ein paar Ballermandln die Büchse der Corona umfallen lassen – und schon machen wir Sendungen mit Sicherheitsabstand. Im Einklang mit den geltenden Maßnahmen der Regierung versucht auch die Radiofabrik, jedwede Ansteckung mit dem depperten Coronavirus zu verhüten – und stellt unter anderem den Livebetrieb ein. Was uns nicht die Bohne daran hindert, euch auch weiterhin mit dem etwas anderen Kunnst-Biotop zu beseelen, auch wenn wir jetzt eine Zeit lang unsere Artarien von daheim aus produzieren werden. Oder wie Wilfried Schmickler sich unnachahmlich hineinsteigert: “Es gibt kein Zurück!” Da müssten schon andere kommen, um unser Sendungsbewusstsein auch nur ansatzweise anzuknabbern

Wilfried Schmickler - Kein Zurück“Kein Zurück” heißt demgemäß auch Wilfried Schmicklers aktuelles Programm, aus dem wir ein hoffnungsfroh kulturkritisches “Best Of” zu Gehirn bringen. Der schon seit Ewigkeiten aus TV-Sendungen wie den “Mitternachtsspitzen” bekannte Ex-Ministrant versteht es wie kaum ein anderer, apokalyptische Sprachbilder aus biblischem Bestand in gesellschaftspolitische Gegenwartsprophezeihungen zu verdichten, dass es einem die gewohnte Gleichgültigkeit abräumt. Sprachmächtig und sprachverliebt dicht sind auch seine Tiraden aus Triaden und Alliterationen aus Adjektivkaskaden und er kann singen! Ach, hört euch das doch einfach einmal an, lasst euch in diesen Fluss fallen und treibt eine Zeit lang dahin in der verschlungenen Welt der Bildworte und Wortbilder und Assoziationen und Einfälle und plötzlich zusammengeratenden Sinnstiftungen. Es soll euer Schaden nicht sein und – keine Angst, wir kommen ja alle wieder zurück von diesem Road-Trip nach Nicht-Nowhere. Wir kümmern uns drum, versprochen.

Gerade in entschieden sehr sonderlichen Zeiten wie diesen, in denen uns alle nur möglichen Empfindungen vermehrt anspringen, in denen wir Angst haben, zweifeln, uns nicht auskennen und uns daher ohnmächtig fühlen, können derlei humoreske Betrachtungen des Weltwahnsinns und seiner drohenden Folgen ein geeignetes Therapeutikum fürs Dranbleiben und Durchstehen sein. Fürs sich wieder an sich selbst erinnern. Bei aller Betroffenheit – Lachen (auch über sich selbst) ist gesund.

Aber dennoch nicht verzagen,
überstehn.
Leben heißt Brücken schlagen
über Ströme, die vergehn.

Konstantin Wecker (nach Gottfried Benn)

 

Corona Krise: Esoterischer Kampf Gut gegen Böse

Dr. Volker Seehorst ist als Arbeitsmediziner bei der Caritas tätig […]. In einem Posting auf seiner Facebook-Seite […] empfiehlt er ein recht schlichtes Symbol aus mehreren Halbkreisen zur Corona-Virusabwehr: „Du kannst dieses Zeichen auf Wasser übertragen. Stelle dazu einfach ein Glas Wasser für mindestens drei Minuten auf dieses Symbol und trinke das Wasser danach über den Tag verteilt schluckweise.“

Der Salzburger Arzt Michael Spitzbart verkündet in einem Facebook-Posting recht vollmundig: „Vitamin C tötet Viren höchst effektiv ab.“ […] Spitzbart fragt spitzbübisch: „Könnte es sein, dass wir das Mittel gegen Corona schon längst haben, es aber einfach nur zu billig ist?“

Auszüge aus einem Blogeintrag der Stiftung Gurutest auf derstandard.at

Pettrailing, Schnüffeln für Spezialisten

Mantrailing kennen inzwischen viele, aber Pettrailing? Beim Pettrailing geht es um die Suche nach vermissten Haustieren. Meistens handelt es sich um Hunde oder Katzen. Aber auch Ponys und sogar Schildkröten werden von den Pettrailern gesucht. Eine Geruchsprobe von dem Tier, das verloren gegangen ist, wird dazu benötigt, damit der Pettrailer-Hunde weiß, wonach er suchen soll. Markus Burkhardt von www.pettrailer.at empfiehlt allen  HundehalterInnen, eine Geruchsprobe ihrer Tieres aufzubewahren, damit für den Fall der Fälle vorgesorgt ist.

 

Vermisste Hunde rund um Silvester

Immer wieder gehen Hunde verloren, der Großteil davon rund um den Jahreswechsel. Hunde laufen in Panik davon, brechen womöglich sogar aus dem Garten aus und nicht alle werden lebend wiedergefunden. Angsthunde aus dem Ausland sind ebenfalls in Gefahr, also wer einen solchen adoptiert, sollte sich schnell um eine Geruchsprobe kümmern.

 

Typgerechte Ausbildung

 

Bei der Ausbildung der Hunde wird ganz individuell gearbeitet, je nach Typ, Charakter und Ausbildungsstand des Hundes. Ausgebildet werden kann jeder Hund, egal welcher Größe oder Rasse. Trailen ist für alle geeignet. Auch für die Menschen gibt es kaum Einschränkungen, da die Trails auch an deren Möglichkeiten gut angepasst werden können, erzählt Susanne Schützinger, Blickpunkt Hund, die 2 Hunde in der Ausbildung hat, ihre Irish-Terrierhündin Bonnie und die junge Labradorhündin Amber als Azubi.

Übrigens können sich InteressentInnen jederzeit zu einem Schnuppertrail anmelden und auf diese Weise feststellen, ob diese Art der Beschäftigung geeignet ist und Spaß macht.

Beide, sowohl Markus Burkhardt als auch Susanne Schützinger, betonen, wie wichtig es ist, dass die HundeführerInnen lernen, ihre Hunde zu lesen. Im Ernstfall müssen sie sich ja auf den Hund verlassen können und die Körpersprache ihres Vierbeiners richtig interpretieren.

Die Tiersuche spricht sich langsam herum. Über Markus und seinen  Pettrailer-Tiersuchverein hat auch Servus-TV einen Bericht gebracht, den Sie hier anschauen können: https://youtu.be/m8rqIlUdtgw

Wird ein Tier gesucht, bietet der Verein bei Bedarf nicht nur die Suche durch ausgebildete Teams an, sondern kann auch auf entsprechende Ausstattung wie Wärmebildkamera, Drohnen oder Lebendfallen zurückgreifen.

Servicebox

Markus Burkhardt
www.pettrailer.at
www.facebook.com/PETTRAILER/

Susanne Schützinger
www.blickpunkthund.com
www.facebook.com/schuesu/

Lesefutter

Calming Signals – Die Beschwichtigungssignale der Hunde, Turid Rugaas
Das Kleingedruckte in der Körpersprache des Hundes (DVD), Ute Blaschke-Berthold
Ausdrucksverhalten beim Hund: Mimik und Körpersprache, Kommunikation und Verständigung, Dorit U. Feddersen-Petersen
Mantrailing für Einsteiger: Vom Trail-Azubi zum Mantrailer und Mantrailing for Fun: Spannende Trailideen für anspruchsvolle Hundenasen, Harmke Horst
Einfach schnüffeln! Nasenspiele für den Hundealltag, Christina Sondermann

 

 

 

 

Musik

Losing the dogs, Ten Years After
Karpatenhund, Boden
Oysterband, My Dog knows where the bones are hid

 

Sendung anhören – Achtung: neuer Sendeplatz

Live auf der Radiofabrik 107,5 oder per Livestream am 2. Mittwoch im Monat um 12.06 und am 2. Samstag im Monat um 14:06 Uhr. Alle Sendungen können im Internet nachgehört werden und zwar hier.

Feedback und Kontakt: Karin Immler, www.knowwau.com

lt39- Energie (Wh)

Da die Sendung letztes Monat auf Grund technischer Schwierigkeiten nicht ausgestrahlt werden konnte, hören Sie diese Sendung dieses Monat: Fr. 13,3,2020 16:00-17:00)

 

Da ich gerade in Finnland Gastvorlesungen zum Thema Erneuerbare Energie abgehalten habe, möchte ich in dieser Sendung auch das Thema Energie behandeln. Und zwar mit einigen interessanten Vergleichen und Aspekten, mit Hintergründen und natürlich auch ein bisschen Physik, einfach und verständlich erklärt.

  • Grundlagen von Leistung und Energie
  • Beispiele von Leistung und Energie
    Denk“leistung“
    Leistung eines Menschen
    Energie / Leistung von Fahrzeugen
  • Solarenergie
  • Energie in Finnland:
    Wie steht es mit der Solarenergie im hohen Nordern?
    Finnland und das Thema Kernenergie
  • Schneekanonen und deren Energie / Wasserverbrauch

Die Musik in dieser Sendung ist von der Gruppe Federspiel – energiegeladen und besonders.

Sie können die Sendung  unter: https://cba.fro.at/442948 nachhören

 

Goodbye Novecento

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 15. MärzIm Jahr 1999 entdeckte ich das damals frisch veröffentlichte Konzeptalbum Goodbye Novecento des italienischen Cantautore Antonello Venditti, in dem er seine Gefühle und Visionen im Hinblick auf den nahen Milleniumswechsel zum Ausdruck brachte. Das italienische “Novecento” bezeichnet nämlich das, was wir im Deutschen als “20. Jahrhundert” verstehen und – wegen der Zahlen – eh gern mit dem Neunzehnten verwechseln. Nun läuten wir ja gerade die Zwanzigerjahre des 21. Jahrhunderts ein (Bimbam, wie die Zeit verfliegt) und so passt diese Würdigung eines ganzen Albums auch hervorragend zu dessen 20-jährigem Erscheinungsjubiläum. Darüber hinaus scheint es in vervirten Zeiten wie diesen geboten, an die belebende Kultur der italienischen Linken zu erinnern.

Goodbye NovecentoAntonello Venditti, ein gläubiger Christ und zugleich sozialkritischer Künstler, begründete zusammen mit Francesco De Gregori, Lucio Dalla und anderen Alt-68ern die sogenannte “Römische Schule” der Cantautori. In den 60er und 70er Jahren war es durchaus nicht ungewöhnlich, sich aus kirchlichen Kreisen heraus in die Politik der Gesellschaftsreform einzubringen. (In Salzburg etwa gründete 1966 die “Katholische Arbeiterjugend” das erste Jugendzentrum der Stadt, aus dem sich in über 50 Jahren das heutige MARK entwickelte, das gerade wieder einmal heiß umfehdet, wild umstritten ist). Ebenso umstritten waren einige Liedtexte der erwähnten Sänger/Dichter/Musikanten. So wurde Lucio Dallas “4/3/1943” (Gesù bambino) rüde zerrupft und zensiert, Antonello Venditti für sein “A Cristo” sogar gleich wegen Gotteslästerung angeklagt. Es zeigt sich immer wieder aufs Neue, was die jeweiligen Machtspieler von “eigenständigen Ansichten mündiger Bürger*innen” halten. Wer die jeweils vorgehupfte Ideologie nicht gläubigst bejubelt, wird konsequent aus der Öffentlichkeit verschwunden. Und schon sind nicht mehr die Verbrecher das Problem, sondern diejenigen, die deren Verbrechen darstellen. Das sind ja auch die sensiblen und oft prophetischen Kunstschaffenden.

Im Jahr 1979 war ein Lied namens “Bomba O Non Bomba” hier in Österreich in aller Ohren und erweckte massenhaft die erwünschten Urlaubsassoziationen. Dass sein überaus poetischer Text von Vendittis ambivalenten Erfahrungen in jener Zeit der “Bleiernen Jahre Italiens” erzählt, das wissen dagegen nur die wenigsten. Wir wollen in dieser Sendung auch die Besonderheit seiner Dichtkunst aufzeigen, nicht zuletzt anhand des Titels “In Questo Mondo Che Non Puoi Capire” vom gegenständlichen Album “Goodbye Novecento”. Das hierzu verlinkte Video sagt eh schon sehr viel…

Corona? Malgrado te!

 

Gelb – Yellow – Jaune – Giallo


Tuning Up befasst sich in dieser Sendung mit musikalischen Arbeiten zum Thema „Gelb“. Da werden wir etwas über „Gelbe Musik“ in China erfahren, einem Ritual des buddhistischen Gelbmützen-Ordens beiwohnen oder auch Donovans Yellow Mellow in einer sehr interessanten Version zu hören bekommen.

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/445532.

Verwirrklichkeit

> Sendung: Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 13. März – Da haben wir uns aber einen ordentlichen Kanten vorgenommen, na hawediehre! Ab wie vielen Wirklichkeiten wirds eigentlich verwirrend? Eine Frage, die wir Paul Watzlawick gern gestellt hätten. Oder entsteht unsere Verwirrung vielmehr aus der angeblich einen Wahrheit, auf die sich die Realitäter geeinigt haben, damit sie uns besser ausnutzen können? “Das ist halt so, da kann man nichts machen, da muss man sich anpassen.” Von wegen! Gesellschaftliche Konventionen sind keine Naturgesetze. Im Gegentum, längst schon erleben wir, wie die Wahnheit der Wachstümler allen objektiven Fakten zum Trotz ihre Weltpolitik der unendlichen Wirtschaft in unser Sein zementiert. Das ist eine vollends verrückte Wirklichkeit. Und sie bewirrkt unsere Verwirrklichkeit!

Verwirrklichkeit 1Keine Realität ohne Realitäter. Es geht also darum, einige der bereits angedeuteten Begriffe zu entwirren, die leider allzu oft aufs schlampigste synonymisiert (in eins gedacht und gleichbedeutend gebraucht) werden. Realität zum Beispiel ist bestimmt nicht die Wirklichkeit. Das offenbart uns schon die Etymologie (oder die “Wortherkunft”). So steckt im ersten Wort “real” (was auf Herrschaft und Königreich verweist) und im zweiten “wirk” (was generell mit Werk und Wirkung zu tun hat). Ein Wörterbuch oder Lexikon, das nicht mehr als nur den “allgemeinen Sprachgebrauch” wiedergibt, behindert das eigenständige Denken und zwängt ins Hergebrachte. Ein Konversationslexikon wäre demnach ein reines Smalltalkverzeichnis (für die “bessere” Gesellschaft). Bemühen wir uns doch, den ausgeleierten Denktraditionen zu entkommen und unsere eigenen Wirklichkeiten zu etablieren, damit ein Leben ohne die bereits abgesteckten Claims (auch der intellektuellen) Weltzernutzer im Realitäterbüro weiterhin vorstellbar bleibt.

Verwirrklichkeit 2“Die Wirklichkeit” gibt es also nicht wirklich. Und wenn doch, wie viele, möchte man da prechtig hinzutiteln. Ich versinke im zuvielosophischen Schwurbelschwunst, wenn das mit der Verwirrklichkeit so weiter geht. Zu Hilf! – Kann der Herr Gunkl mir vielleicht einen Ausweg weisen mit ein paar klaren Erkenntnissen? Na sehr super, das wirkt sich aber aus! Nun denn – zumindest erkennen wir daran, wie sich so “Wirklichkeiten” von einander unterscheiden. Die sich auf alle auswirkende “objektive Realität” der gesetzgebenden Soziopathen und die in uns wirksame “subjektive Wirklichkeit” des Mitgefühls. Erstaunlicherweise (oder eigentlich gar nicht) versucht die jeweilige Herrschaft immer, ihre Version der “Wahrheit” gegen alle anderen Wirklichkeiten durchzusetzen. Und sei es durch Ausrottung der Phantasie (Thomas Bernhard) von klein auf. Die Niedertracht der Allgemeinheit (sic) verkörpert sich dabei vor allem in ferngelemmingten Massen und “demokratischen” Mehrheiterln. Wir gratulieren

Verwirrklichkeit 3Da könnte man doch glatt an der Menschheit an sich verzweifeln. Oder wie es die KZ-Überlebende Irene Vogel geradezu prophetisch beschreibt: “Ich gehe nicht umher und hasse jeden, den ich treffe. Ich habe Freunde – und Vertrauen im Allgemeinen. Aber die Menschheit als Ganzes? Nein! Sie ist ein Tier. Ein grausames Tier.” Treffender kann man die Auswirkungen von beeinflussten Volkshorden nicht ausdrücken. Wenn wir da erst an Orban, Trump, Bolzonaro oder Ibiza denken. Aus! Der letzte Absatz ist ja für die Phantasie reserviert, für jene “Vorstellungskraft”, die viel zu oft auch als Gegenteil von “Realität” abgedroschen wird: “Sie sind doch ein Phantast! Sie haben jeglichen Bezug zur Realität verloren.” So hört sich das dann an, wenn man dem Volk aufs Maul schaut. “Und doch, selbst mit verschlossnen Ohren kann ich den andren Wirklichkeiten nicht entfliehn. Denn leider kann sich keiner ungeschoren auf Dauer in die eigne Welt verziehn.” Konstantin Wecker (Gedicht)

Vielleicht verirrt sich ja der Herr Gunkl nach seinem Auftritt in der ARGE noch in die Verwirrklichkeit dieser Sendung, begegnen sich doch in seinen Programmen Realitäten, Wirklichkeiten UND Phantasien auf überaus erhellende Weise. Es wird scho glei Gunkl oder so ähnlich.

 

Nachhören: Für gerechte Steuern: Gegen die Macht von Monokel, Money und Melone!

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Ankündigung Sendung #38: Für gerechte Steuern: Gegen die Macht von Monokel, Money und Melone!

Sendetermin: Dienstag, 3. März 2020 um 20 Uhr auf der Radiofabrik Salzburg und dann nachzuhören auf diesem Blog oder auf cba.fro.at

Seit Anfang Februar läuft die Kampagne „Für gerechte Steuern“ der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier).

„Machen wir Österreich gemeinsam reicher! Setzen wir uns für eine Millionärssteuer ein, die Österreich viel bringt und den Reichen nicht viel kostet.“

Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel, Investitionen im sozialen Wohnbau, Verbesserung im Pflegesystem, die Bekämpfung von Kinderarbeit und noch viel viel mehr soll sie leisten: die sogenannte Millionärssteuer.

Kampagnenfoto: Für gerechte Steuern (gpadjp)

Doch wird diese neue Steuer das scheue Kapital aus Österreich vertreiben? Gibt es nicht auch viele verantwortungsvolle Vermögende die mit Arbeitsplätzen Österreich reicher machen?

Was also steht an: Das Verbot von Champagner und Kaviar oder ein nationaler Feiertag für unsere Superreichen? Wir werden es Euch kundtun.