Literarische Stunde 14: Vom Bücher schreiben und Gedanken lesen

Romana Hasenöhrl spielt heute umgekehrtes Interview und lässt sich von einer angehenden Autorin dazu befragen, wie das denn eigentlich geht, mit dem Bücher schreiben. Die Plauderstunde aus dem Nähkästchen wird begleitet von guter Musik, nicht nur, aber auch mit Literaturbezug.

Buchtipp

Jane Crilly: „Der Gärtner von Wimbledon“

Hape Kerkeling: „Ich bin dann mal weg“ in der Hörbuchausgabe

Musik

Red Hot Chili Peppers: Yertle The Turtle

Red Hot Chili Peppers: Californication

Amy Macdonald: Let’s start a Band

Aretha Franklin: I say a little prayer

Bad Company: “Weep no more”

Links

Katja Egger: https://www.tiergedanken-akademie.com/

Literarische Stunde 13: Die Poesie von Simon & Garfunkel und Stargäste aus Hamburg

„Richard Cory“ von Simon and Garfunkel, erschienen 1965 auf dem Album „Sounds of Silence“. Der song bezieht sich auf das gleichnamige Gedicht von Edwin Arlington Robinson aus dem Jahr 1897. Inspiriert wurden Paul Simon und Arthur Garfunkel tatsächlich über Schullektüre. Angeblich mussten sie das Werk an der Forest Hills High School in New York City lesen, die sie gemeinsam besuchten. Wofür Schullektüre gut sein kann!

Das erinnert mich an einen Insta Post, den ich vor wenigen Tagen entdeckt habe. In den USA nimmt das Verbannen von Büchern weiter skurile Formen an. Über 30.000 Titel sind mittlerweile am Schulen verboten, Titel wie Brave New World oder 1984, Titel, die früher einmal Schullektüre waren.

Doch zurück zu Richard Cory. Das Gedicht wie auch der Song erzählen von einem Mann, der Richard Cory bewundert und beneidet. Er selbst arbeitet in einer Fabrik, die dem wohlhabenden Richard Cory gehört. Doch das Ende des Songs bringt einen Twist, mit dem man nicht rechnet, hört selbst noch einmal hinein.

Einen zweiten Song von Simon und Garfunkel auszusuchen, das fällt mir genauso schwer wie bei Elton John. Zu groß die Auswahl. Ich habe mich letztlich für einen Song entschieden, den ich seit meiner Jugend selbst immer wieder mal auf der Gitarre spiele. Lagerfeuerromantik in der 13. Literarischen Stunde, mit „The Boxer“.

Mein ganz besonderer Literaturtipp – und davon wird es auf Euren Wunsch hin in Zukunft mehr geben – ist heute der „Thursday Murder Club“ von Richard Osman, eine sehr unterhaltsame cosy crime Reihe. Empfehlenswert im Original, ich hoffe, dass die Übersetzung ebenso gelungen ist.

Die Gäste der 13. Literarischen Stunde haben mich eine schlaflose Nacht gekostet, nicht, weil es schreckliche Gäste sind, sondern weil es ganz besonders belesene Gäste sind und ich natürlich besonders kluge Fragen stellen wollte. Gesprochen haben wir dann über alles außer Literatur, also alle Aufregung umsonst.

Musik

Simon and Garfunkel: Richard Cory

Simon and Garfunkel: The Boxer

Xavier Rudd: Spirit Bird

Katell Keineg: One Hell Of A Life

Olivia Newton-John: Hopelessly devoted to you

Abba: Gimme! Gimme! Gimme!

Bad Company: “Bad Company”

Literatur:

Richard Osman: “The Thursday Murder Club”

Toni Jordan: “Dinner with the Schnabels”

Jonas Hassen Khemiri :“Die Schwestern”

Helen Rutter: „Ich heiße Billy Plimpton“

Links

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_500_besten_Songs_aller_Zeiten

eat.read.sleep in der ARD Audiothek

https://www.ardaudiothek.de/sendung/eat-read-sleep-buecher-fuer-dich/urn:ard:show:21785c45dc44e254/

Literarische Stunde 12: Goodbye Yellow Brick Road

Elton John, “Goodbye Yellow Brick Road”, erschienen 1973 auf dem gleichnamigen Album. Ich gestehe feierlich – einer meiner Lieblingssongs. Zu “Goodbye Yellow Brick Road” gibt es unzählige Interpretationen. Klar ist, dass die yellow brick road ein zentrales Element des 1900 erschienenen Kinderbuches „The wonderful wizard of Oz“ ist, der „Zauberer von Oz“. Die yellow brick road kommt übrigens auch in den weiteren Teilen „The marvelous Land of Oz“ und „The Patchwork girl of Oz“ vor.

Jetzt aber zu den Interpretationen, denn diese betreffen den Mann, der den Text zu dem Erfolgshit von Elton John geschrieben hat: Bernie Taupin. Auf Wiedersehen zu sagen zur Yellow brick road, das wurde von vielen Menschen als Anklage gegen Elton John, gegen die Musikindustrie oder den Erfolg als solches interpretiert.

2014 erklärte Taupin in einem Interview, dass er den Song als Fluchtfanatasie verstand, weg aus dem Leben als Erwachsener, zurück zu der Farm, auf der er aufgewachsen war. Taupin betonte auch in weiteren Interviews, dass der Songtext in keinster Weise auf seine Arbeit mit Elton John anspiele und universell zu verstehen war.

Und das bringt mich noch einmal zurück auf die Realitätsflucht, auf den Wunsch nach einer heilen Welt. Mich hat letztens eine Schülerin gefragt, wie ich es schaffe, neben Schreibkursen, Radiosendung, Trainings und Bootcamps auch noch ein Buch zu schreiben. Weil ich ja bereits an meinem nächsten Roman arbeite. Die Antwort ist sehr simpel: Ich verzichte auf den Medienrausch. Und zwar auf den ungefilterten Nachrichtensturm, der uns, wenn wir es nicht bewusst ablehnen, von früh bis spät verfolgt.

Um diesen Verzicht, um die wahren Dinge des Lebens und um die großen Träume geht es in dieser Sendung, auch mit meinem Studiogast Stefan Gleinser. Der Self-Made-Man und Kunstmäzen sinniert über den Sinn des Konsums und erzählt von seinen Lieblingsbüchern.

 

 

Studiogast

Ing. Stefan Gleinser BA, Bauer, Tischler, Kommunikationswissenschaftler, Trafikant und Kunstmäzen

 

Buchtipps

Arno Grün: “Wider den Gehorsam“

Leon Engler: „Botanik des Wahnsinns“

 

Musik

Elton John: Goodbye Yellow Brick Road

Elton John: Rocket Man

Eddie Vedder: Society

Maria McKee: If love is a red dress

The Beatles: Let it be

Camille O’Sullivan: The Ship Song

Bad Company: She brings me love

Literarische Stunde 11: Von Brave Ulysses bis zu Poesie unterm Regenbogen

„Tales of Brave Ulysses“ von Cream, erschienen im Mai 1967 auf der B-Seite der Single „Strange Brew“. Im November desselben Jahres erschien der Song dann auf Creams zweitem Album, „Disraeli Gears“. Komponiert wurde der Song übrigens von Eric Clapton, ein Mann, von dem man jetzt, fast 60 Jahre später, immer noch spricht. Unglaublich. 60 Jahre. Viel älter ist das Stück Literatur, auf das sich der Song bezieht, nämlich die Odyssee von Homer. Diese wurde nämlich um die Wende des 8. Zum 7. Jahrhundert vor Christus erstmal schriftlich festgehalten und hat somit schon knapp 3.000 Jahre auf dem Buckel.

Die Geschichte des Königs Odysseus ist ein in 24 Gesängen verfasster Epos und beschreibt die Heimfahrt nach dem zehn Jahre dauernden Trojanischen Krieg. Odysseus und seine Mitstreiter werden durch widrige Winde verschlagen, wie es heißt, und irren zehn Jahre lang umher. „Tales of Brave Ulysses“ beschreibt vor allem Odysseus Begegnungen mit mythischen Wesen auf dieser langen Irrfahrt.

Und für alle, die Cream nicht besonders gut kennen, spiele ich ein Stück, das fast jeder kennt, „I’m so glad“, erschienen 1966 auf dem Debutalbum „Fresh Cream“.

„I’m so glad“ ist übrigens eine Adaption des 1931 aufgenommenen Songs von Skip James. Es lohnt sich, dieses Original einmal anzuhören, den Link dazu gibt es in den Show Notes!

Ich hatte letztens ein sehr spannendes Gespräch mit einer jungen Autorin, die ihre erste Buchpräsentation vorbereitet hat und unglaublich nervös war. Auch in unserem Schreibclub ist das immer wieder Thema.

Gleich eines vorweg: Ich bin auch nervös. Ich hatte bisher zu jedem meiner Bücher einige Präsentation, bin dazu nach Wien, Hamburg und viele Städte dazwischen gereist und trotzdem: Kurz, bevor es losgeht, kommt das Adrenalin. Eines gleich vorweg: Das hat erstens jeder und zweitens ist das nicht schlimm, sondern gut!

Lampenfieber hilft uns, fokussiert zu bleiben!

Meine Tipps noch dazu, damit Deine Präsentation so richtig gut wird:

  • Wenn Du ein Mensch bist, der sich sicherer fühlt, wenn ein Mensch anwesend ist, den Du kennst, dann setze diesen Menschen in die dritte Reihe. Nicht in die erste, das verlockt nämlich, dann von der Bühne weg einfach in die erste Reihe zu starren. Wenn aber dieser Mensch mittendrin sitzt, aber so, dass Du ihn noch gut sehen kannst, dann schaue dorthin, wenn Du mit Deinem Vortrag beginnst. Wenn Du Dich nach und nach sicherer fühlst, lasse den Blick schweifen, damit sich alle Zuschauer/innen angesprochen fühlen.
  • Wenn Du ein Mensch bist, den es unsicher macht, wenn ein bekannter Mensch anwesend ist, dann setze die Bekannten in die erste Reihe und blicke zum Start in die Mitte der Zuschauerschaft. Wenn Dich Blickkontakt verunsichert, schaue auf einen Scheitel.
  • Vor der Präsentation unbedingt drei Minuten Rückzug, durchatmen. Konzentriere Dich auf die SACHE, nicht auf Deinen Zustand. Du willst Dein Buch präsentieren. Du willst, dass die Menschen Dein Buch mögen. Und Du willst, dass sie es kaufen.

Wenn Dich dieses Thema interessiert oder Du noch mehr Tipps möchtest, dann schreibe mir und ich beantworte Deine Fragen in der nächsten Sendung oder per Mail. Es gibt noch so viel zu sagen zu diesem Thema!

In der elften Literarischen Stunde darf ich wieder einen Gast live im Studio begrüßen: Silvia Gutenthaler ist Autorin und hat ihr erstes Buch veröffentlicht, und das erst vor Kurzem. Wir sprechen über Poesie, den Prozess des Buch machens und die Begeisterung, die einen erfasst, wenn das Buch im Werden ist.

Spannende Einblicke ins Autorinnenleben – und jede Menge Musik. Das ist die Literarische Stunde Volume 11.

 

Studiogast

Autorin Silvia Gutenthaler

Buchbestellungen und Kontaktaufnahme unter: silvia.gutenthaler@a1.net

 

Buchtipps

Dinner with the Schnabels

Jonathan Franzen: Crossroads

 

Musik

Cream – Tales of Brave Ulysses

Cream – I’m so glad

Jimi Hendrix – The Wind Cries Mary

Michael Jackson – Heal the world

John Lennon – Imagine

INXS – Never Tear Us Apart

Bad Company – Can’t Get Enough

 

Linktipps

“I’m so glad” im Original von Skip James: https://youtu.be/sSN65yx2gfE?si=czUnuopX6Jdis5_k

Veranstaltung „Zeitform“ in Laufen bei Oberndorf: https://www.zeitform.art/

Literarische Stunde 10: Vom besten Buch der Welt

Don Quixote von Gordon Lightfoot, musikalisch betrachtet mal ganz was anderes in der literarischen Stunde. Erschienen ist der Song 1972 auf dem gleichnamigen Studioalbum und der Bezug zu einem literarischen Werk liegt auf der Hand.

Don Quijote, der 1605 erschienene Roman von Miguel de Cervantes, gilt als das berühmteste Buch der spanischen Literatur und als eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur. 2002 wurde das Werk, organisiert vom Osloer Nobelinstitut, von hundert bekannten Schriftsteller*innen zum „besten Buch der Welt“ gekürt. Grund genug also, es einmal zu lesen!

Das Buch ist 1605 erschienen und wurde gleich nach der Erstveröffentlichung ein Verkaufsschlager. Kurz danach erschien ein zweiter Teil des Werkes, geschrieben von einem anderen Schriftsteller und nicht von Cervantes frei gegeben. Dreist in Sachen Urheberrecht war man also auch schon damals! Cervantes selbst brachte 1615 den zweiten Teil unter dem Titel „Segunda parte del ingenioso caballero don Quixote de la Mancha“ heraus.

In den Schriftsteller*innentipps erzähle ich von der Bedeutung des „Dranbleibens“ und stelle NaNoWriMo vor – den Link dazu findet Ihr unten bei den Linktipps.

Mein Gast Claudia Schäfer ist Hörbuchsprecherin und erzählt, wie man das werden kann, was sie gerade liest und was sie Menschen, die ihren Lebenstraum verwirklichen möchten, rät.

Studiogast

Claudia Schäfer

Email: cupcakevoice@gmx.de
Facebook: https://www.facebook.com/theoriginalclaudiaschaefer;
Instagram: https://www.instagram.com/theoriginalclaudiaschaefer/

Musik

Gordon Lightfoot – Don Quixote

Gordon Lightfoot – If You Could Read My Mind

Sophie Zelmani: Got to go with Love

Bruce Springsteen: Dancing in the dark

Queen: Somebody to love

Bad Company: One Night

Linktipps

https://de.wikipedia.org/wiki/Don_Quijote

https://www.projekt-gutenberg.org/cervante/quijote1/quijote1.html

Literarische Stunde 9: Von „Banana massacre“ zu Nachwuchsautor*innen

„Banana Co“, der politisch-kritische Song von Radiohead, macht heute den Opener. Inspiriert von Gabriel García Márquez‘ „Hundert Jahre Einsamkeit“. Das Buch wurde 1982 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet und behandelt die Geschichte der Familie Buendía über sechs Generationen. 100 Jahre Leben in dem fiktiven Dorf Macondo, das auf das Heimatland des Autors, Kolumbien, anspielt. Wir begleiten die Bewohner Macondos auf der Flucht vor dem System und erleben, wie ebendieses kapitalistische System schließlich zum Eklat führt.

Der Song „Banana Co“ behandelt die wirtschaftliche Ausbeutung und politischen Umbrüche in Südamerika, die auch im Roman eine zentrale Rolle spielen und beide spielen auf das „Banana Massacre“ im Jahr 1928 an. Bei diesem Massaker kamen nach einem Aufstand gegen die „United Fruit Company“ zwischen 47 und 2.000 Arbeiter ums Leben. Die genauen Zahlen konnten nie klar genannt werden.

Nach diesen erschütternden Geschichten aus der Vergangenheit reisen wir zu ergreifenden Geschichten der Gegenwart und besuchen die Abschlussveranstaltung des „Schreibkompass Sommercamp“. Das Output kann sich sehen lassen: Von fünf Teilnehmer*innen wird eine ihr Buchprojekt bereits im Herbst veröffentlichen und zwei weitere im kommenden Jahr. Und ein Überraschungsprojekt war auch noch mit dabei!

Die Links zu den Teilnehmer*innen und ihren Projekten findet Ihr unten in der Linkliste.

Studiogast

Feature Abschlussfest Sommercamp

Musik

Radiohead: Banana Co

Radiohead: Creep

INXS: Mystify

Aretha Franklin: Respect

Sophie Zelmani: Going Home

Train: Drops of Jupiter

Wire: Outdoor Miner

Bad Company: Call on me

Linktipps

https://de.wikipedia.org/wiki/Bananenmassaker

Marie Alessi: My person died, what now?

https://www.mariealessi.com/

Bianca Kinga Wang: Die kleine Schnecke

https://www.instagram.com/zauberhaft444/

Michaela Wiedemann: Tanz mit der Angst

https://michaelawiedemann.de/

Steffen Wiedemann: Schnittstelle Wahnsinn

Sendung 8: Von wilder Musik und Lebensgeschichten

„The Rime of the Ancient Mariner“ von Iron Maiden, erschienen auf dem fünften Studioalbum der Band, „Powerslave“, bildet das Intro zur heutigen Sendung. So richtig. Über 13 Minuten ist die Nummer lang und guess, ja natürlich habe ich sie ausgespielt.

Wilde Musik, inspiriert von einer wilden Geschichte. „The Rime of the Ancient Mariner“ ist die Vertonung des gleichnamiges Gedichts von Samuel Taylor Coleridge, erstmals erschienen 1798. Die Geschichte handelt von einem Seemann, von Schuld und von Sühne und wer, wenn nicht Iron Maiden kann diese Stimmung musikalisch umsetzen.

In dieser achten literarischen Stunde sprechen wir über „Journeymen“, über das Reisen und warum es sich unterwegs einfach besser schreiben lässt. „Einfach mal raus“ wie man so schön sagt, ist für jede/n hilfreich fürs Schreiben? Ich glaube schon, doch kann das „einfach raus“ ja auch bedeuten, sich zum Schreiben in ein Cafè zu setzen.

Mein Studiogast, Bestsellerautorin Marie Alessi, kann von beidem berichten. Sie ist vor 20 Jahren nach Australien ausgewandert, hat dort eine Familie gegründet und arbeitet zurzeit an ihrem vierten Buch. Doch auch sie mag ab und an mal wieder einen Tapetenwechsel und arbeitet dann vorzugsweise in einem Coworkingspace. Worum es in Maries Büchern geht, sei hier nicht verraten, hört selbst rein und lasst Euch von meinem Studiogast mitnehmen auf eine Lebensreise der ganz besonderen Art.

 

Studiogast

Marie Alessi, Autorin

 

Buchtipps

Marie Alessi: Loving Life after Loss

Marie Alessi: Happy Healing

Marie Alessi: Sparks of Joy

Alle erhältlich auf Amazon Kindle

 

Musik

Iron Maiden: The Rime of the Ancient Mariner

Iron Maiden: Journeyman

Bad Company: The Way I Choose

Nora Jones: Come Away with Me

Crowded House: Weather with You

 

Linktipps

https://en.wikipedia.org/wiki/Dance_of_Death_(album)

https://de.wikipedia.org/wiki/The_Rime_of_the_Ancient_Mariner

https://www.mariealessi.com/

Sendung 7: The Ghost of Tom Joad, Literatrurpreise und Rockträume

1940 erhielt John Steinbeck den Pulitzerpreis für seinen Roman „Früchte des Zorns“, 55 Jahre später erschien Bruce Springsteens elftes Studioalbum „The ghost of Tom Joad“. Was diese beiden Werke miteinander zu tun haben?

Tom Joad ist die zentrale Figur in John Steinbecks „The grapes of Wrath“. Er kämpft in der Zeit der Wirtschaftskrise der 1930er Jahre ums Überleben und um das Leben seiner Familie. Der Song greift diese Themen der sozialen Gerechtigkeit und des Kampfes auf und zwängt sich geschmeidiger ins Bewusstsein als das Buch, so zumindest meine Meinung.

Immer wenn Bruce Springsteen meinen musikalischen Weg kreuzt, und das tut er oft, kommen Erinnerungen an die berühmte Plattenbox „1975-1985“ in mit hoch, die ersten Springsteen Platten, die ich mir kaufte und die, weil ich das großmütterliche Weihnachtsgeld, das eigentlich dem Kauf von Kleidung gewidmet war, dafür verwendete, zum familiären Advents-Eklat des Jahres 1985 führte. Immer, wenn ich die Vinyl Box in Händen halte, weiß ich, ja, diese kleine Revolution war es wert.

Übrigens: Es gibt einen tollen Bruce Springsteen Podcast, bei dem ich bereits zu Gast sein durfte. Den Link dazu findet Ihr unten im Blog.

Und weil wir gerade bei wunderbaren Erinnerungen sind, möchte ich Euch von einer Reise erzählen.

Im Juni 2025 war ich in Hannover, zum eat.read.sleep podcast Treffen. eat.read.sleep ist ein Literaturpodcast des ndr. Die drei Hosts Katharina Marenholtz, Daniel Kaiser und Jan Ehlert senden diesen Podcast seit nunmehr fünf Jahren im zwei Wochen Takt, manchmal auch wöchentlich und mit diesem Podcast ist ein wahres Wunder geschehen. Bereits im ersten Jahr begannen begeisterte Hörer*innen so genannte Lesekreise zu gründen und die von den Hosts empfohlenen Bücher gemeinsam zu lesen und zu diskutieren. Mittlerweile gibt es über 150 Lesekreise in Ganz Europa, von London bis Wien, von Faro bis Bergen. Die Live Podcast Aufzeichnungen finden in Sälen mit 1.500 Besucher*innen statt.

Ich bin so überwältigt, wie Literaturbegeisterte sich finden, gemeinsam etwas auf die Beine stellen und eine Gemeinschaft bilden, dass ich selbst einen Lesekreis gegründet habe. Das nächste Treffen wird am 20. Juli stattfinden und wir haben gemeinsam „Der Alchemist“ von Paolo Coelho“ gelesen.

Im Studio begrüße ich in dieser Sendung meine liebe Freundin und Poetin Maria, die uns von 30 Jahren Schreiberfahrung berichtet und die Wichtigkeit von Schreibcommunities betont. Ich bin berührt und nach unserem Gespräch sitzen wir noch lange im ARGE Gastgarten und trinken Melonensaft. Ein Nachmittag im Schatten, ein Sommer in Salzburg.

 

Studiogast

Maria Obenholzner, Autorin

 

Buchtipps

Jonas Jonasson: Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte

Paolo Coelho: Der Alchemist

 

Musik

Bruce Springsteen: The ghost of Tom Joad

Bruce Springsteen: The River

Ina Deter: Wenn Du so bist wie Dein Lachen

Joan Armatrading: Show some emotion

John Lennon: Mother

Bob Seger: Kathmandu

Bad Company: Feel like making love

Linktipps

Link zum Springsteen Podcast: https://open.spotify.com/episode/6TKXPMUNeLNrP2fuhAIJuQ

Link zum eat.read.sleep podcast: https://www.ardaudiothek.de/sendung/eat-read-sleep-buecher-fuer-dich/urn:ard:show:21785c45dc44e254/

Sendung 6: Von Mittelerde nach Salzburg

Dass Led Zeppelin Frontman Robert Plant ein eingefleischter Tolkien Fan ist, wissen seine Fans ganz sicher, dass aber in vielen Songs der Band auf „Herr der Ringe“ angespielt wird, das könnte für manch einen neu sein. Grund genug also, jetzt schon zu entscheiden, dass Led Zeppelin noch ein weiters Mal bei uns zu Gast sein wird.

Bad Company hat sich zum Halbjahr der „Literarischen Stunde“ bereits zum Dauergast entwickelt und jetzt weiß ich: Ich höre erst wieder auf, wenn ich das Gesamtwerk der Band einmal durchgespielt habe 😉

Mein Gast heute hat mich von Anfang bis Ende begeistert, denn er führt seit 30 Jahren eine Buchhandlung im Herzen Salzburgs. Was für ein Glück, dass ich ihn zum Jubiläumsjahr seines Herzensprojektes einladen konnte: Die Paracelsus Buchhandlung feiert im August ihren 30. Geburtstag! Wie es ist, als Einzelunternehmer über die Jahrzehnte zu kommen und was am Buch begeistert, das waren unter anderem unsere Themen.

Am Ende der heutigen Sendung verrate ich noch ein sehr großes Geheimnis – seid gespannt. Viel Spaß!

Studiogast
Sebastian F. Gutmann, Inhaber Paracelsus Buchhandlung

Veranstaltungstipp
30 Jahre Paracelsus Buchhandlung, am 14. August 2025: http://www.parabuch.at/

Musik
Led Zeppelin “Ramble on”
Led Zeppelin “What is and would should never be”
The Doors “Light My Fire”
Bad Company “Take the time”
King Crimson “Epitaph”
The Decemberists “What’s on your mind”
Sophie Zelmani “Forgiveness”

Linktipps
Tolkien und die Rockmusik:
https://thecircle.de/blogs/popkultur/diese-rocksongs-sind-von-j-r-r-tolkien-beeinflusst

Sendung 5: Von Antiutopien und Kinderbüchern

Vom heutigen Intro Stück und dem Buch, auf das es sich bezieht, wurde ich gleich mal 40 Jahre in der Zeit zurück katapultiert. Was haben wir uns damals gesorgt, was haben wir diskutiert – über Bücher wie „1984“, „Brave New World“ oder „Fahrenheit 451“. Meine Diplomarbeit an der Universität Salzburg habe ich zum Thema politische Utopien und Antiutopien verfasst, so sehr hat mich das Thema gepackt.

Und nun. Ja nun sitzen wir hier und stellen fest, so vieles von dem, was einst gefürchtet war, ist bereits eingetroffen. Ist das ein Grund zu resignieren? Ich finde nicht. Was uns bleibt, ist die Musik. Was uns bleibt, ist die Literatur. Und wenn wir klug genug sind, lassen wir beides nicht von einer KI erzeugen, sondern legen weiterhin großen Wert auf echte Künstler und Künstlerinnen.

In dieser Literarischen Stunde verabschiede ich mich also alsbald von den Dystopien und ihrem Schrecken und wende mich meinen Gästen zu, die ihren künstlerischen Beruf lieben und darüber auch ins Schwärmen geraten. Jill Goritschnig und Philipp Reinhard illustrieren Kinderbücher, unter anderem und plaudern aus dem Nähkästchen rund um Verlagsarbeit und Bären zeichnen.

Das Musikstück, das sie mitgebracht haben, ist 50 Jahre jünger als die meisten Sachen, die ich sonst so spiele und ich übe mich in Horizonterweiterung. Natürlich dürfen aber auch die alten Heroes nicht fehlen, von Marianne Faithfull bis Creedence Clearwater Revival.

Musik
David Bowie: 1984
David Bowie: Starman
Bad Company: Movin‘ on
Marianne Faithful: Working class hero
Lay myself down
Leon Bridges: B Side
Creedance Clearwater Revival: As long as I can see the light

Studiogäste
Jill Goritschnig und Philipp Reinhard, zu erreichen unter https://www.jillipp.com/.

Literaturtipps
Johann Wolfgang von Goethe „Die Leiden des jungen Werthers“

Ulrich Plenzdorf „Die neuen Leiden des jungen W.“