PionierInnen der Zivilgesellschaft – Hannes Augustin vom ÖNB

In dieser Veranstaltungsreihe der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen (JBZ) über die Geschichte und Entwicklung der Salzburger Zivilgesellschaft war Hannes Augustin vom Österreichischen Naturschutzbund (Bildmitte) zu Gast. Das Interview mit ihm führten Birgit Bahtic-Kunrath (im Bild links) und Stefan Wally (im Bild rechts) von der JBZ.
Das Ergebnis des  zweiten Runden Tisches in dieser Reihe (nach Heinz Stockinger) und Musik – insgesamt zwei Stunden – sind am 19. Mai ab 21:00 Uhr auf der Frequenz der Radiofabrik (sowie im cultural broadcasting archive nach)zu hören.

Der Biologe Augustin, ein Urgestein der Salzburger Zivilgesellschaft, ist so wie Heinz Stockinger ebenfalls seit Jahrzehnten aktiv. Unter anderem für die Erhaltung der Salzachauen, die Renaturierung der Salzach, gegen Atomenergie und für die Nutzung erneuerbarer Energiequellen, für umweltverträgliche Verkehrslösungen und den Erhalt der Salzburger Stadtlandschaften, ebenso für die Stärkung direkter Demokratie.

Der Soundtrack zu dieser Sendung: Drei noch nicht in der vorigen Ausgabe gespielte Stücke von der LP „Künstler gegen Zwentendorf“ aus dem Jahr 1978, Reinhard Mey und bislang ungehörte Variationen von „Oh du lieber Augustin”.

 


Bis zum Beginn der folgenden Sendung um 23:00 Uhr folgen Ausschnitte von der 1-vor-12-Benefizplatte „Liebesgrüße aus Österreich“ gegen die Atomanlagen in Wackersdorf und Temelin aus dem Jahr 1987.

 

PionierInnen der Zivilgesellschaft – neue Sendereihe ab Mai

Wie aus Betroffenen Beteiligte wurden.

Robert Jungk stand dafür, Betroffene zu Beteiligten zu machen. „Wie aus Betroffenen Beteiligte wurden“ – unter diesem Motto lädt die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen Pioniere und Pionierinnen der Anti-Atom, der Umwelt-, der Frauen-, der Menschenrechts- und Friedensbewegung sowie der Verkehrsinitiativen und der freien Kulturszene in Salzburg zu Gesprächen ein. Die JBZ will damit Erfahrungen sichern, die in den vergangenen Jahrzehnten im Bereich BürgerInnenengagement gesammelt wurden.

Ausschnitt aus einer Ausgabe des

In einer Reihe von runden Tischen erfragen Birgit Bathic-Kunrath und Stefan Wally unter anderem die Motivationen für das Engagement und Erfolgserlebnisse wie Misserfolge der InterviewpartnerInnen. Die Mitschnitte werden für die Ausstrahlung auf der Frequenz der Radiofabrik aufbereitet und mit passender Musik ergänzt, wenn möglich nach Musikwünschen der Gäste. Sendezeit:  immer am 1. und 3. Sonntag im Monat ab 21 Uhr

Themen und Gäste:

In der ersten Runde ist Heinz Stockinger, Mitbegründer der Salzburger Plattform gegen Atomgefahren (PLAGE) zu Gast. Der ehemalige Hochschullehrer für Französisch an der Uni Salzburg war und ist noch immer eine der treibenden Kräfte der Anti-Atomkraft-Bewegung in Salzburg und darüber hinaus.
E01/9 – Sendetermin: Sonntag 5. Mai, 21:00 Uhr
Der Soundtrack dazu: von der „1. Österreichische Anti-AKW-Platte“ und der LP „Künstler gegen Zwentendorf“ aus den Jahren 1977 und 1978 – Zeitdokumente in entsprechender Tonqualität.

Dazu noch etwas aus dem bretonischen Atomwiderstand und – bis zum Beginn der nächsten Sendung um 23:00 Uhr eine kleine Entdeckungsreise von knapp 30 Minuten durch die französische Musik.

Die ganze Sendung ist zum Nachhören auf der Website der Radiofabrik und im cultural broadcasting archive. 
Das Interview gibts auch ganz ohne Musik:
58:46 Min. netto – Heinz Stockinger – Engagement gegen die Atomkraft

Podcast abonnieren: https://cba.fro.at/seriesrss/404024
OnDemand Player

“Im Engagement für Natur- und Umweltschutz – Hannes Augustin vom Naturschutzbund Salzburg im Gespräch” ist der zweite Runde Tisch. Der Biologe Augustin, ein Urgestein der Salzburger Zivilgesellschaft, ist ebenfalls seit Jahrzehnten aktiv. Unter anderem für die Erhaltung der Salzachauen, die Renaturierung der Salzach, gegen Atomenergie und für die Nutzung erneuerbarer Energiequellen, für umweltverträgliche Verkehrslösungen und den Erhalt der Salzburger Stadtlandschaften, ebenso für die Stärkung direkter Demokratie.
E02/9 – Sendetermin: Sonntag 19. Mai, 21:00 Uhr
Die Musik dazu: Drei weitere Stücke von der LP „Künstler gegen Zwentendorf“ von 1978, von Reinhard Mey und bislang ungehörte Variationen von „Oh du lieber Augustin“. Bis zum Beginn der nächsten Sendung um 23:00 Uhr folgen Ausschnitte von der 1vor12-Benefizplatte „Liebesgrüße aus Österreich“ gegen die Atomanlagen in Wackersdorf und Temelin aus dem Jahr 1987.

Salzburg – Stadt der Bürgerinitiativen. Wilfried A. Rogler über Bürgerproteste und das Engagement für Direkte Demokratie. Der pensionierte PR- & Marketing-Manager engagiert sich seit 1981 in verschiedenen BürgerInnen-Initiativen, z.B. als Mitgründer der „Bürgerinitiative lebenswertes Schallmoos“, der Aktion “Bürger für Bürger”, in der Anti-Atombewegung und in den vergangenen Jahren vor allem in der „mehr demokratie!“-Initiative in der Stadt Salzburg.

Sendetermin: Sonntag 2. Juni, 21:00 Uhr
Dazu Songs von Creedence Clearwater Revival, The Mamas & The Papas, den Querschlägern, den Beatles, Wolf Biermann und Queen. Sowie bis zum Beginn der nächsten Sendung um 23:00 Uhr einige Klassiker aus der Frühzeit der Rolling Stones von den beiden Samplern Big Hits (High Tide And Green Grass) 1966 und Through the Past, Darkly (Big Hits Vol. 2) von 1969.

Mittwoch 22. Mai 17:00 Uhr in der JBZ
Gegen die Mülllawine – Günter Gorbach, Initiator der Salzburger Müllplattform. Der Senior Banker, Mediator des Bürgerbeirates Gartenau – ein Umweltvorzeigeprojekt für Anrainer und Industrie seit 1996 – war bis zum Jahr 2000 Sprecher der Salzburger Müllplattform und Vorstandsmitglied der Müllplattform Österreich.
Sendetermin: Sonntag 16. Juni, 21:00 Uhr
Über die Musikwünsche eines Bankers werdet ihr euch wundern!
Falls sichs bis zum Beginn der nächsten Sendung um 23:00 Uhr noch ausgeht: Ein oder zwei Stücke die genau so „jung“ sind wie der Interviewgast.

Mittwoch 12. Juni 17:00 Uhr in der JBZ
Die Anfänge der Alternativkultur in Salzburg – Bernhard Handlbauer, Mitbegründer der Bewegung für eine freie Kulturszene. Psychotherapeut, Klinische Psychologe und Gesundheitspsychologe.
Sendetermin: Sonntag 1. September, 21:00 Uhr

Mittwoch 26. Juni 17:00 Uhr in der JBZ
Frauenbewegung in Salzburg – Dagmar Stranzinger, langjährige Leiterin des Frauenbüros Salzburg.
Sendetermin: Sonntag 15. September, 21:00 Uhr

Herbsttermine:

Mittwoch 11. September 17:00 Uhr in der JBZ
Mobilität in Salzburg – Peter Haibach, Verkehrsplattform
Sendetermin: Sonntag 6. Oktober, 21:00 Uhr

Mittwoch 18. September 17:00 Uhr in der JBZ
Regionale Menschenrechtspraxis in Salzburg – Pepo Mautner von der Plattform für Menschenrechte.
Sendetermin: Sonntag 20. Oktober, 21:00 Uhr
Pepo mag Jazz und überlässt mir ein paar seiner Platten zu treuen Handen.

Mittwoch 2. Oktober 17:00 Uhr in der JBZ
Die Friedensbewegung in Salzburg – Ulrike Koushan, frühere Leiterin des Friedensbüros Salzburg.
Sendetermin: Sonntag 10. November, 21:00 Uhr

Die öffentlich zugänglichen Interviews finden in der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen im Stadtwerk in Salzburg-Lehen, Strubergasse 18/2 statt. Anmeldung unter www.jungk-bibliothek.org/anmeldung

“Wie aus Betroffenen Beteiligte wurden” gehört zur Reihe „Projekte des Wandels“im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Geschichte der Partizipation in Salzburg. In Kooperation mit der ARGE Salzburger Erwachsenenbildung und dem Netzwerk Bildungsberatung Salzburg.

Fridays for Future

Im strömenden Regen heute tausende SchülerInnen, Omas gegen Rechts, alte Säcke wie ich und eine junge Frau, die ein riesiges Lastenrad schiebt. Sie sagt mir, dass die schon als 1jährige bei ihrer ersten Tschernobyl-Demo dabei war.

Find ich fein, wenn Zivilcourage bereits im Kindesalter eingeübt wird 🙂

So viele (1.000? 4.000?) kamen vom Unipark Nonntal und vom Hauptbahnhof zum Residenzplatz, dass den gscheiteren unter den Politikern gar nix anderes überbleibt, als Wohlwollen zu zeigen.


Warum sind Frauen in der Politik – noch immer – unterrepräsentiert?

Ab 13. März zum Nachhören auf Radio Bob (und auch archiviert im cba)

Der Weltfrauentag ist abgehakt.
Mitsamt den eigens dazu angebotenen Bildungsveranstaltungen:
„Profis zur Fortbewegung in High Heels“ und „Seminarbäuerinnen übers Herstellen von Butter“, wie einem Blatt aus unserem Nachbarbundesland zu entnehmen war.


Aber keine Sorge, Shopaholics!
Der Countdown zum ersten „Woman Day“ des Jahres (in weniger als einem Monat), mit Sonderangeboten für Reizwäsche, Gehwerk, Leckerli und Appetitzügler läuft bereits.

Der 100. Jahrestag der Einführung des Frauenwahlrechts in Österreich ist ebenfalls abgefeiert,

die (erste Runde der) Gemeindewahlen in Stadt und Land Salzburg detto.


Ein Kuriosum zur künftigen Stadtregierung: Das sog. „Stadtratskollegium“ der Landeshauptstadt setzt sich zusammen aus dem neuen Bürgermeister und seinem Stellvertreter (Preuner [ÖVP] /Auinger [SPÖ] oder Auinger/Preuner, die Reihenfolge entscheidet sich bei der Stichwahl am 24.3.), der 2. Vizebürgermeisterin Unterkofler [ÖVP], und den Stadträtinnen Hagenauer [SPÖ] und Berthold [GRÜNE]. Damit sind die Frauen erstmals in der Überzahl!


Was wenig an der grundlegenden Frage ändert:
Wer vertritt dich und mich im Parlament – besonders dann, wenn du kein Mann bist.
Darum gehts am Mittwoch, 13. März ab 17:00 Uhr in Radio Bob.

Corinna Kröber, Sarah C. Dingler, Moderator Stefan Wally (JBZ) und die Frauenbeauftragte der Stadt Salzburg Alexandra Schmidt bei der Vorstellung des Arbeitspapiers „Warum sich der Gender Gap durch den Reißverschluss nicht schließen lässt“ in der JBZ. Fotos (c) Reinhard Geiger

Frauen machen eine knappe Mehrheit der Bevölkerung aus. Aber nicht im heimischen Nationalrat, nicht in den neun Landtagen, nicht in den meisten Gemeindevertretungen oder in den Regierungen (von Ländern und Bund).

Auch in Österreich wird schon lange darüber diskutiert, dass sich das ändern soll. Immer wieder wurde versprochen, die Listen der KandidatInnen und Kandidaten würden nach dem Reißverschluss-Prinzip erstellt. (Das würde nach der selben Logik funktionieren wie im Straßenverkehr.) Damit sollten dann jeweils eine Hälfte Frauen und Männer in die Parlamente kommen.

Aber selbst dort, wo sich die Parteien an den Reißverschluss gehalten haben: Der Anteil der Frauen in den gesetzgebenden Körperschaften beträgt nur ein gutes Drittel. Er ist damit noch immer weit weg von den angestrebten 50 Prozent.

Der Anteil der Frauen im österreichischen Parlament liegt aktuell bei 34%. EU-Spitzenreiter sind die skandinavischen Länder Schweden mit knapp 44 Prozent, vor Finnland mit 42 und Norwegen mit 41,4 Prozent. Am unteren Ende befindet sich Ungarn mit nur 10% Frauenanteil.

Wo Frauen im Nationalrat stark vertreten sind: in den Ausschüssen zu Familie oder Bildung, aber kaum in Ausschüssen zu Themen wie Verkehr, Finanzen oder Wirtschaft. Obwohl die Frauenagenden davon wesentlich betroffen sind: von Öffentlichen Verkehrsmitteln bis zu Geldern für Frauenförderung oder Arbeitsmarktmaßnahmen. Nur ein Viertel der Ausschüsse im österreichischen Parlament werden von Frauen geleitet.

Mehr Frauen in politischen Positionen sind wichtig, sagt die Politikwissenschaft: sie könnten dort ihre Erfahrungen einbringen. Internationale Studien belegen, dass die Zufriedenheit mit der Demokratie in jenen Ländern am höchsten ist, die einen hohen Frauenanteil in der Politik aufweise

Die beiden Politikwissenschafterinnen Corinna Kröber und Sarah C. Dingler benannten bei der Präsentation ihrer Forschungen in der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen jene Barrieren, die Frauen von der Mitarbeit in der Politik abhalten:

  • Politische Ambitionen sind in der Bevölkerung generell schwach vorhanden, bei Frauen noch geringer.
  • Frauen haben häufig weniger Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten.
  • Sie stellen Aspekte wie Familie und Kindererziehung in den Vordergrund.
  • Der geringe Anteil von Frauen in der Gemeindepolitik — ein wichtiges Rekrutierungsfeld für höhere Funktionen — führt dazu, dass diese auch in den Parlamenten geringer vertreten sind.
  • Das Reißverschluß-Prinzip hilft nur bedingt: in vielen Wahlkreisen kommen nur die Listenersten zum Zug – das sind in der Regel meist die Männer. Wirksamer wäre eine Frauenquote bei den „realistischen Listenplätzen“ – dort, wo eine Partei bereits in der Vergangenheit ein Mandat erreicht hat.

Kröber (Juniorprofessorin an der Uni Greifswald) und Dingler, die nach Abschluss ihres Doktoratsstudiums in Salzburg an der Uni München forschen wird, plädieren für Mentoringprogramme. Dort werden Frauen ermutigt und unterstützt, in die Politik zu gehen. Zudem fordern sie ein weiteres Umdenken in den Parteien: Frauen müssten mehr eingeladen werden, sich politisch zu engagieren.


Die Partizipationsexpertinnen – beide Co-Autorinnen des Blogs COUNTING COUNTS – waren Interviewgäste von Stefan Wally in der JBZ. Ihr Arbeitspapier heißt „Warum sich der Gender Gap durch den Reißverschluss nicht schließen lässt – Eine Analyse der Repräsentation von Frauen im österreichischen Nationalrat“ und ist über die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen zu beziehen. Gedruckt oder als pdf-File.

Geschlechterverhältnis bei der Veranstaltung (Podium & Publikum) 30:10


Terminhinweise

  • Stichwahl
    Die Bürgermeister der Landeshauptstadt Salzburg, einiger Bezirkshauptstädte wie Hallein, Hallein, St. Johann im Pongau, Zell am See und der Gemeinden Bad Hofgastein, Elsbethen, Mattsee, Oberalm, Oberndorf, Seekirchen und Straßwalchen: Sonntag, 24. März 2019


Die nächsten überregionalen Wahlen:


Radio Bob ist live jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat um 17:00 Uhr live auf der Frequenz der Radiofabrik in Salzburg hören, als Wiederholung jeweils am Samstag darauf um 9 Uhr. Auf Radio Proton in Vorarlberg jeden zweiten Samstag mittags um 12:30.

Und im Internet jederzeit auf radiofabrik.at und auf der Website der JBZ.