MAMI, A QUIEN AYUDAS TU? TRABAJO DE CUIDADO & MIGRACION FEMENINA

Willkommen in Salzburg spanisch/deutsch am 1. Mai um 19:06

MAMI, WEM HILFST DU? CAREARBEIT & FRAUENMIGRATION

Frauen folgen heute nicht mehr nur ihren Vätern oder Ehemännern in die neue Heimat. Immer häufiger migrieren sie, um selbst erwerbstätig zu sein und ihre Familien zu Hause zu unterstützen. Für diese sorgen nun andere Frauen: Verwandte, Nachbarinnen oder Migrantinnen. Während der Westen seine Care-Krise auslagert, entstehen weltweit entlang von Armutsgrenzen „care chains“. In der Sendung sprechen wir darüber mit Luzenir Caixeta vom Autonomen Zentrum von und für Migrantinnen in Linz (MAIZ); mit Frau Mataela, Stipendiatin des Afroasiatischen Instituts, und mit dem Musiker Mario Al Fakih, der über den Film „Amador und Rosen“ erzählen wird.

 

MAMI, A QUIEN AYUDAS TU? TRABAJO DE CUIDADO & MIGRACION FEMENINA

Las mujeres de hoy ya no siguen a sus padres o maridos. Más a menudo emigran solas y por sus propios medios a países lejanos con el fin de apoyar económicamente  a sus familia en su patria, a través de un trabajo remunerado, muchas veces en el área de cuidado. En nuestra emisión entrevistaremos a la Dra. Luzenir Caixeta del centro autónomo por y para las mujeres migrantes en Linz (MAIZ); la señorita Mataela, becaria del Instituto Afro-Asiático, y el músico Mario Al Fakih, quien nos contará sobre la película „Amador y rosas“.

Stimmen aus dem Massengrab

Podcast/Download: Artarium vom Sonntag, 28. April (wird als Themensendung am 30. April um 14:06 Uhr wiederholt!) Zur Würdigung des Gedenktags 75 Jahre Salzburger Bücherverbrennung am Residenzplatz. Am Abend des 30. April 1938 fand daselbst nämlich schon kurz nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich die einzige öffentliche Feuervernichtung von im Nationalsozialismus unerwünschtem Schriftwerk und Gedankengut statt. Die „Initiative Freies Wort“ bietet allerdings heuer eine Reihe von Veranstaltungen rund um die nunmehr schon 75. Wiederkehr dieses schaurigen Ereignisses, dessen offizelles Erinnern sich jedoch peinlicherweise erst 2011 (!) in der Anbringung einer schlichten Gedenktafel manifestierte. 😛 Das detaillierte Programm findet sich hier auf der Homepage des Literaturhauses. Und auch wir knüpfen aus gutem Grund bei Erich Kästner an – nicht nur den Sendungstitel betreffend…

Mahnmal 1Denn Erich Kästner war 1933 persönlich beim Verbrennen seiner Bücher in Berlin anwesend und berichtete schon bald nach Kriegsende darüber:

„Dann tauchte Goebbels auf. Er stand auf einer von Mikrofonen belagerten Estrade und gestikulierte vor dem Feuerschein wie ein Teufelchen vor der Hölle. Er zeterte, salbaderte, rief Schriftsteller bei Namen und überantwortete ihre Bücher den Flammen und dem Vergessen. Das war kein Großinquisitor sondern ein kleiner pöbelnder Feuerwerker. Hier rächte sich ein durchgefallener Literat an der Literatur. Hier beseitigte ein durchtriebener Politiker für viele Jahre jede intellektuelle Opposition.“ (9. Mai 1947) Derartig Mundtotmachendes soll aber auch künstlerisch keinesfalls unbeantwortet bleiben. Und vor allem niemals ununtersucht! Bedienen wir uns diesfalls bei einem Liedtext von Erblast, einem weiteren Musikprojekt vom Goethes Erben Gründer Oswald Henke:

Pure Aggression (-> YouTube)

Keiner sucht
Keiner weiß
Es ist vorbei
Das Allerlei
Deiner Worte
Falsche Münzen
Spricht dein Mund

Formt er Lügen
Triffst du mich
Treff ich dich
Mit dem Spiegel
Deiner Taten
Jede Wahrheit
Ist mein Preis

Es ist pure Aggression
Pure Aggression
Zu schweigen

Mahnmal 2Erich Kästners Bücher wurden sogar noch ein weiteres Mal öffentlich verbrannt, diesmal 1965 von einer Jugendgruppe des „Bundes entschiedener Christen“ – und wie sichs für solche braven Bürger und anständigen Rechthaber gehört, auch mit einer ornungsgemäßen Genehmigung vom zuständigen Ordnungsamt! Wenn wir also der von den Nazis ausgemerzten Dichter gedenken, dann fragen wir uns schon, inwieweit es nicht heute auch Mechanismen des Zumschweigenbringens gibt – wenn auch etwas andere! Denn der jeweils herrschende Mainstream ist immer und überall. So errichten wir hiermit ein Hördenkmal der Vielen, die innerlich verbrennen, ohne überhaupt jemals gehört zu werden oder irgendwie zur Geltung kommen zu können. Und üben ebenso Kritik an den Konzepten des Gedenkens, die allerlei prominente und etablierte Autor_innen medienwirksam zu Gedächtnislesungen aufmarschieren lassen – und die dabei viel zu wenig Gespür für die Opfer gegenwärtiger Gewalt aufbringen.

Die in der Sendung gelesenen Texte von Christopher Schmall und Norbert K.Hund sind auch als PDF auf der CBA-Seite zum Download verfügbar ( -> „Dokumente“) 😉

 

Grenzerlebnisse FNTOME April 2013

On The Road With Captain Klaus & Agent Viola
Einmal rund ums Schwarze Meer mit zwei modernen Nomaden.

Wann & Wo?
Mo, 22.04.2013 – 20:00 Radio Fro Linz
Di, 23.04.2013 – 21:00 Radiofabrik Salzburg
Do, 25.04.2013 – 08:00 TIDE 96 Hamburg

Captain Klaus heisst im zivilen Namen Klaus Mähring, ist Fotograf und in einem blitzblauen 8-Tonnen Steyr Ikarus Linienbus aus dem Jahre 1975 unterwegs. Dieses schöne Ungetüm ist ihm Wohnzimmer und Fotolabor zugleich.
Captain Klaus reist gern durch Osteuropa. Dort sammelt er Geschichten, Bilder und manchmal auch überraschende Wahrheiten. Wie 2008, als er mit Dolmetscherin Viola Gubo in Georgien war und plötzlich der Krieg um Südossetien ausbrach.

Der Captain und die „Kommunikationsagentin“ erzählen von ihrem Trip durch die Schwarzmeerländer. Bulgarien, Rumänien, Ukraine und Georgien. Von realen und fiktiven Grenzen, Handydiskos, Polizei, Technohippies, Gastfreundschaft und Hula-Mädchen.
KlausViolahttp://www.klaus.maehring.at
Frau Nowaks Vimeo Channel: https://vimeo.com/channels/fntome

Battle&Hum#47

Battle&Hum #47

(Samstag 20.04.2013)

 

DJ Ridi Mama und MC Randy Andy hängen euch die Kette aus und bescheren euch ein Erwachen der frühlingshaften Art!

the playlist:

MC Randy Andy’s Kirschblüten:

  • 1. Fuzzman (trust me fuckers) – haltet abstand
  • 2. Der Junge mit der Gitarre (dagegen) – hallo worum gehts ich bin dagegen
  • 3. Petsch Moser (die stellen) – liebeslied
  • 4. M185 (let the light in) – space bum rocket kid

DJ Ridi Mama’s Schneeglöckerl:

  • 1. Kyuss (wretch) – big bikes
  • 2. Peter Meyer (single) – vü zvü promü
  • 3. Run-D.M.C. (raising hell) – it’s tricky
  • 4. Tricky (maxinquaye) – black steel

„Bicycles are almost as good as guitars for meetin girls!“ (Bob Weir/ Grateful Dead)

Hier noch einmal die Links für die in der Sendung erwähnten Projekte:

Benefiz Aktion The Calling 31:http://www.facebook.com/TheCalling31?fref=ts

Rares Vinyl: http://www.jellyfishrecords.com/

!Wichtiger Hinweis!

Ab sofort stehen unsere Sendungen nur mehr beschnitten (ohne Musiktitel) auf der CBA Archivplattform zur Verfügung. Dies soll uns Sendungsmacher vor Urheberrechtlichen Verfolgungen schützen. Aber seid nicht traurig ihr könnt weiterhin mit Hilfe eines Passwort jede Sendung voll und ganz herunterhobeln!

Dieses Passwort lassen wir jenen interessierten welche uns ein E-Mail schreiben gerne zukommen!

Opens window for sending emailinfo@battleandhum.at

Klicket das gelbe Schlößchen (links unter der Musikdatei) an und gebet dann das Passwort ein und das Glück kommt in Strömen!

 

Zur Abstimmung HIER entlang! (Die Wahlkabinen sind nach der Sendung 72 Stunden lang geöffnet, hernach seht ihr unter demselben LINK das Ergebnis!)

Vier Frauen und ein Todesfall

Podcast/Download: Artarium vom Sonntag, 21. April – Gerhard Greiner im Gespräch über die Dreharbeiten zur ORF-Kultserie und sein Leben als Toni Steiger in Dorf Ilm. Vom Postler zum Polizisten umgeschult wächst er in seiner Rolle über sich hinaus und definiert so – an der Seite von Raimund Wallisch, Michael Ostrowski und natürlich Adele Neuhauser – die Abgründe der österreichischen Landseele noch einmal ganz neu. Und abgesehen von der erfreulichen Entwicklung dieser an sich schon nicht unbizarren Krimiserie ins zunehmend Spleenige und Psychedelische, ist Gerhard allemal ein echter Salzburger „Künnstler“, dessen vielseitige Ausbildungen immer wieder von der selbst gestellten Frage „Kunnst des ned a nu amoi ausprobiern?“ befördert wurden. In diesem Sinne freuen wir uns schon auf anregende Einblicke ins Bio-Utopische der Kreativität…

gerhard_greiner_1Auch wenn wir in dieser Sendung beileibe nicht ausschließlich auf unseren „Vier Frauen…“ herum reiten wollen, eines ist uns dabei schon aufgefallen, und das soll durchaus nicht zu kurz kommen: Die Wandlung des Toni Steiger vom anfangs noch recht gelegentlich auftretenden Sprüchemacher zum nunmehr integralen Bestandteil des Dorf Ilmer Polizeipostens, dessen kongeniale Spielwütigkeit die insgesamt ohnehin exzentrische Dramaturgie noch weiter befeuert und vorantreibt. Wer die Serie aber nicht kennt oder die letzten Folgen noch nicht gesehen hat, möge sich doch durch den hier verlinkten Zusammenschnitt von Szenen mit Gerhard Greiner als Polizist einen Überblick darüber verschaffen, wovon die Rede ist. Und wer der Serie bereits mit Haut und Haar verfallen ist, wird hier noch einmal, aber verdichtet, auflachen können 😉

gerhard_greiner_5Nun ist es allerdings auch noch so, dass sich Gerhard und ich schon vor fast einem Vierteljahrhundert kennen lernten – und seitdem immer wieder als Protagonisten diverser Inszenierungen von einander erfuhren… Während ich etwa Anfang der 90er ein Jahr lang in Fuschl am See herum survivalte und Gedichte schrieb, hatte er eine Wohnung unweit der Elisabeth-Bühne bezogen und erging sich dort leidenschaftlich in kreativer Bildung. Zu jener Zeit besuchte ich ihn auch einmal und wir verkosteten dabei einen hausgebrannten Vogelbeerschnaps, dessen Nachwirkungen sich mir seither freundlichstenfalls als eine Art Nahtoderfahrung eingeprägt haben. Mit dieser kleinen Anekdote sei jedenfalls noch eine weitere Gesprächsebene eröffnet, die wir vielleicht Erinnern, Erzählen und Erfahrungen austauschen nennen könnten. Mal sehen, was dabei so zu hören sein wird 😛

 

Das große Rasenstück (parental advisory, explicit content)

Spring! Spring mit uns in den Frühling! Kommt, wir nehmen euch bei der Hand und laufen im Hoppsalauf über die Wiese. Die lieblichen Blümchen treiben es schon,  der Samenerguss der Birken und Erlen schüttet sich über uns aus. Alles wird wieder prall! Die Regenwürmer stöhnen  im rhythmischen hin und her wiegen der Gräser. Der Wegerich kann sich auch nicht entscheiden ob spitz oder breit…

Die Säfte steigen wieder, die Hoden und Eierstöcke fühlen sich an wie verbotene Früchte, die nur darauf warten gefickt, äh pardon gepflückt, zu werden. Oh Sündenphallus unser!  Alles scheint sich nur um das EIne zu drehen auf diesem kleinen Planeten. Sogar die gefiederten Freunde vögeln es vom Himmel. Alles hat einen Eisprung! Nur die Schnecken machen es sich selber, D.I.Y. mit Ei! Ostern war schon, egal der Osterhase  darf noch einmal kommen! Ich träume von Kirsch großen Kitzlern und saftigen Eicheln! Amen!

Doch halt, auch Desinteressierte und Asexuelle soll der Frühling frohlocken machen. Nehmt doch euer Rad und macht einen Ritt auf dem wilden Drahtesel.  Das macht glücklich und bringt den frühjahrsmüden Kreislauf in Schwung. Auch MC Randy Andy und euer DJ Ridi Mama werden am diesem kommenden Sendungswochenende einen „3 Flüsse fixed gear bike ride“ von Salzburg über Schärding nach Linz machen.

Das heißt, die kommende Sendung am 20.04.2013 (22:00-23:00 Uhr) ist bereits im Kasten und wir sind diesmal nicht live im Studio, sondern um diese Zeit wahrscheinlich in Schärding unsere wunden Ärsche salbend. Macht euch nicht in die Hosen, ihr seid trotzdem nicht allein, ca. 100 Billion Bakterien, Amöben und Pilze leben auf/in uns! 😉Fledermaus

Wie ihr diesem kleinen Teaser schon entnehmen könnt, wird sich in der nächsten „Sendung mit der Fledermaus“ ordinäres mit Hochkultur, Frühling mit Fahrrad, Michael mit Andreas vermischen und wie gewohnt der Bildungsauftrag voll erfüllt werden!

© MC Wuh

Veröffentlicht unter Teaser

M4quadrat – Depp? Wurst!

Podcast/Download: Artarium vom Sonntag, 14. April (Teil 1) und weils ein Double-Feature war, hier auch gleich das M4Quadrat feat. Artarium vom Sonntag, 14. April (Teil 2)

Ausnahmsweise möchte ich hier nicht allzuviele Worte machen 😛 nur soviel sei gesagt: Wir laden diesmal die lieben Kollegen Markus Brandt und Mark Schneider von der Sendung M4quadrat zu uns ein – und besuchen sie dann gleich anschließend in ihrer Sendungsstunde. Und ganz ähnlich wie unlängst beim Co-Feature mit Battle & Hum verschmelzen wir die beiden Sendungskonzepte zum Zweck des gegenseitigen Kennenlernens. Das Wesentliche bei den Kultshows der beiden durchaus nicht einsilbigen Herren besteht also zum Beispiel darin, jede Stunde thematisch und querassoziativ jeweils um ein einziges einsilbiges (oder noch schlimmer einvokaliges) Wort kreisen zu lassen – und dabei Musik zu hören, Spaß zu haben – und sich darüber öffentlich unterhaltsam zu unterhalten. Herzlich Willkommen!

Warhol oder Lüge?Die Grundidee zu dieser Gemeinschaftsarbeit dürfte bereits etwas älter sein, wie dieses Bild vom Herbst 2010 zeigt. Damals war gerade die Graffiti-Zone in der Alpenstraßen-Unterführung freigegeben worden und ich beschäftigte mich mit den Begriffswelten einer sich selbst oft allzu todernst nehmenden Sprayer-Szene.

Vor allem Originalität und Kopismus waren dortselbst ein wiederkehrendes Thema, welches ich – offenbar nach einem Sendungswort-Brainstorm mit den M4quadranten – künstlerisch zu hinterfragen trachtete. Dazu lackierte ich erst einmal eine Salatgurke gelb und malte sie anschließend im Andy Warhol Stil zur Velvet Underground Banane um. Ähnliches beging ich des weiteren  auch mit einer kleinen Presswurst und noch mit anderen Objekten. Wozu? Es ging einfach um ein spielerisches Erforschen von Begriffen – von Original und Zitat, von Haltung und Pose, von Tatsache und Behauptung – und vom Wert und Unwert der Wiederholung. „Images. Keep repeating. And repeating. Images.“ (Lou Reed – Songs for Drella) Doch so tief wollte ich ja hier eigentlich nicht tauchen. Das heben wir uns lieber für die gemeinsame Sendung auf. – Depp? Wurst! – Das sind nämlich unsere beiden Worte. Und viel Vergnügen 😉 Apropos Depp:

Wurscht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und überhaupst – Oarsch, Wiaschtl, Wuarscht 😀

 

D.I.Y.

Podcast/Download: Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 12. April – diesmal rund ums Thema D.I.Y. oder explizit „Do It Yourself“ – wobei wir jetzt aber gewiss nicht die Industrialisierung des Heimwerkertums durch Bastelshops und Baumärkte beleuchten wollen, nein – ganz im Gegentum. Wer sich mit uns zusammen in die Begrifflichkeiten von D.I.Y. als Konzept kritischer Kunst- und Aussageproduktion einleben möchte, dem sei hier zunächst der ausgezeichnete Dokumentarfilm Noise and Resistance empfohlen (der sich wohl immer wieder unter wechselnden Links in unser aller Internet finden lässt) 😀 Und nachdem wir bekanntlich auch nicht die Hilfsprediger irgendwelcher Welterklärer sind, sondern durchaus die Spielfreunde der Selbstgestaltung im Kunnst-Biotop der unendlichen Möglichkeiten, könnt ihr in diesen drei Stunden ja auch selbst auf Entdeckungsreise gehen. Willkommen im kreativen Vakuum! Hören sie genau hin…

verschwindenWir haben Musik und Spoken Word Beiträge vorbereitet, aus denen sich der Impuls zum kreativen Selbermachen immer wieder heraus hören lässt – auch wenn es sich zum Teil um Werke von inzwischen nicht nur kommerziell höchst erfolgreichen Künstler_innen handelt. Und doch unterscheiden sich gerade diese oft auf wohltuendste Weise vom allumbrodelnden Einheitshype geldquetschender Berechnung. Was haben sie nun also gemeinsam mit den anderen Beispielen aus unserem Radiofundus, etwa den spontanen Gastauftritten und nächtlichen Aufnahmesessions aus jugendlicher Schaffensfreude? Was verbindet sie zum Beispiel auch mit den von uns selbst zumeist als Konzepte, Entwürfe und Anregungen vorgetragenen Texten? Sind es die persönlichen Geschichten, die da jeweils dahinter stecken, sind es die inneren Beweggründe, die einen zur Darstellung geradezu zwingen können? Oder geht es um die Notwendigkeit, etwas auszusagen über uns selbst und über die Welt, in der wir leben? Machen wir einen Versuch:

das kreative vakuumWas empfindest du bei diesem Bild? Was würdest du dazu sagen wollen? Stell es dir einfach vor! Hier ist das kreative Vakuum:

 

 

 

 

 

 

 

Und schon ist etwas von diesem D.I.Y.-Spirit verwirklicht. Zugleich veranschaulicht sich aber auch etwas ganz Wesentliches: Derartige Selbstaussagen brauchen Platz – und zwar in jeder Hinsicht. Um etwas Eigenes spüren zu können, braucht es schon einmal Zeit. Um es dann auch noch als Mitteilung an andere zu formulieren, braucht es noch mehr Zeit. Und Zeit in unserem Leben ist nun einmal nichts anderes als ein möglicher Raum, in welchem wir etwas gestalten können – oder auch nicht. Weil uns womöglich „keine Zeit bleibt“ für uns selbst – oder wer bestimmt eigentlich darüber, wie viel Zeit wir „haben dürfen“? Jetzt kommen wir allerdings dem Wahnsinn plötzlich ganz nahe, gegen den sich auch dieses öffentlich versteckte Mahnmal richtet…

auswandernNun braucht es aber nicht nur Zeit als persönlichen Freiraum, sondern auch den einen oder anderen Ort, wo man sich treffen und irgend etwas ausbrüten könnte. Wo man spontan hinmalen, sich aufführen, jemand etwas vorhupfen, die Wand anschreiben, den Raum umstellen oder sonstwie selbstbestimmt gestaltend tätig sein kann. Doch auch solche Örtlichkeiten und Plätze werden immer seltener, was unsere Bedürfnisse nach kreativem Ausdruck fortwährend in uns zurück hinein stopft und so unsere Köpfe zu restlos virtuellen Bühnen verkümmern lässt. Das kann doch aber alles nicht wirklich gesund sein, oder? Nichtsdestotrotz sollen wir immer noch mehr Zeit für irgendwelche fragwürdigen Leistungssteigerungen aufwenden, während uns ringsumher jedwede Stadt und Landschaft zur Wirtschaftszone wegverzweckt wird. Findet da ein regelrechter Eroberungskrieg gegen das Eigene in uns statt? Gegen unseren Raum, gegen unsere Zeit, gegen unsere individuelle Freiheit? Schauen wir genau hin – wie Aussagekunst entsteht – und lassen wir uns inspirieren 😉