OCBoddity 189 (09.05.2011)

Das Frühjahr 2011 zählt zwar wohl zu den niederschlagärmsten der letzten Jahre, dafür ist es umso reicher an erfrischenden Neuerscheinungen im Bereich Rock und Indie: Akron/Family glänzen nicht nur mit einem überaus schrägen Albumtitel, Okkervil River suchen neue Wege zum musikalischen Glück, The Pains Of Being Pure At Heart verstehen geradlinig zu überzeugen, The Kills setzen auf zauberhaft gedoppelte Leadvocals und die Fleet Foxes bleiben immer sympathischen Schmuddelblues treu! Daneben darf Großmeister Bob Marley anlässlich seines 30. Todestages gedacht und mit Elbow dem Radiofabrik-Album der Woche gehuldigt werden!

PLAYLIST
The Pains Of Being Pure At Heart, The Body
The Strokes, Taken For A Fool
Akron/Family, Silly Bears
Okkervil River, Rider
The Decemberists, Down By The Water
TV On The Radio, Second Song
Ron Sexsmith, Get In Line
The Kills, Baby Says
Fleet Foxes, Helplessness Blues
Bob Marley, Redemption Song
Jonathan Richman, These Bodies That Came To Cavort
Elbow, Open Arms

Und wer’s nachhören will … klickt hier

Lebendiges Lehen im Mai 2011 – Lehen ist Bühne!

Stadtteilreporter Karl Zankl war wieder unterwegs in Lehen –

diesmal beleuchten wir die rege Theater-Szene:

http://www.radiofabrik.at/fileadmin/radiofabrik/design/images/zahnrad_mini_icon.pngStadtteiltheater Lehen und Itzling

http://www.radiofabrik.at/fileadmin/radiofabrik/design/images/zahnrad_mini_icon.pngTriBühne Lehen – Theaterprojekt (OFF)ensive mit dem SOS Clearinghouse

 

MitspielerInnen beim Stadtteiltheater sind noch immer herzlich willkommen!

Kontakt, Infos und Anmeldung:

Mag. (FH) Barbara Wick
barbara.wick@wohnbund.at, Tel.: 0664/2639994
oder direkt im Info-Point Stadtwerk Lehen!

 

11. Sendung vom 14.05.2011

Sendung numero 11 jetzt online! Zum zweiten Mal mit meinem Gast Sonny Edelmann! Also viel Spaß und hört rein!

Thema der Sendung:

Zusammen mit meinem Studiogast Sonny Edelmann reden wir über die Bedeutung meines Sendungsnamen, über die Schule, sowie über Musik. Aus seinem umfangreichen Wissen über die japanische J-Rock Szene erzählt Sonny und präsentiert dazu noch ausgewählte Musik. Natürlich ist auch wieder die Reihe „Was geschah am…“ dabei und der Antiwitz des Tages darf natürlich auch nicht fehlen. Vollendet wird diese Sendung mit viel, viel Musik, die Sonny und ich zusammen ausgesucht haben.

Songs:

Manic Street Preachers – Faster

Nephew – Bazooka

Royal Republic – Tommy Gun

D’espairs Ray – Lost Scene

Limp Bizkit – Take A Look Around

Digimon – Leb Deinen Traum

Mucc – Fukuro No Yurikago

The Beatsteakes – Bullet From Another Dimension

The Offspring – A Lot Like Me

 

Zum Nachhören

ELBOW: Build A Rocket Boys! – OCB’s Radiofabrik-Album der Woche

Insidern galten sie schon lange als die besseren Coldplay, doch mit „Build A Rocket Boys!“, dem brandaktuellen Longplayer von Elbow, dürfte es der immer mehr zur Kultband avancierenden Softrock-Kombo aus Manchester nun endgültig gelingen, ihre Position auch in kommerzieller Hinsicht zu untermauern. Das fünfte Studioalbum der Band bietet eine reizvolle Mischung aus introspektiven Texten, die Sänger und Songwriter Guy Garvey aus Kindheitserinnerungen zusammengesetzt hat, und den für Elbow typischem Wechselspiel aus kraftvollen Beats und minimalistisch, fein gesponnenen Melodien.

Auf den Spuren von Talk Talk und Radiohead verlassen Elbow die Wege des schablonenhaften Pop, leuchten Licht und Schatten aus und geben jedem Song Zeit und Raum sich zu entfalten. Schon der Opener „The Birds“ verheißt mit einer Laufzeit von über acht Minuten eine besondere Herausforderung! Highlights wie das betuliche „Lippy Kids“ – ursprünglich auch als Namensgeber des Albums gedacht – der Single-Kracher „Neat Little Row“, das wunderschöne „Jesus Is A Rochdale Girl“ oder das hymnenhafte „Open Arms“ machen „Build A Rocket Boys!“ zu einer reizvollen Reise durch postmodernes Songschaffen.

Bei all‘ dem passt es durchaus ins Bild, das Guy Garvey Mastermind Peter Gabriel zu seinen Freunden und musikalischen Mentoren zählt. Dieser hatte sich auf seinem jüngsten Coverversionen-Album „Scratch My Back“ mit zurückhaltenden Orchester-Arrangements unter anderen großen Namen auch an Elbows „Mirrorball“ versucht. Als Antwort darauf haben Elbow für das Nachfolge-Album „I Scratch Yours“ – das wohl kaum als physikalisches Album jemals erscheinen wird, da etliche Künstler u.a. David Bowie und Radiohead keine „Retourkutsche“ aufnehmen werden – den Gabriel-Klassiker „Mercy Street“ aufgenommen. Und dieses rare Zuckerl gibt es als Bonustrack bei „Hörenswert – das Radiofabrik der Woche“!

Wer sich von der Bühnenpräsenz von Elbow ein Bild machen will …
17.06.2010, Hurricane Festival (D)
18.06.2010, Southside Festival (D)
19.08.2010, FreQuency Festival

Playlist (des Albums)
The Birds
Lippy Kids
With Love
Neat Little Rows
Jesus Is A Rochdale Girl
The Night Will Always Win
High Ideals
The River
Open Arms
The Birds (reprise)
Dear Friends

BonusTrack (der Sendung)
Mercy Street (Peter Gabriel Cover for I Scratch Yours)

TeenFm on Facebook / Twitter?

Hallihallo, liebe TeenFm-Hörer! 🙂

Ein paar von euch werden es vielleicht schon bemerkt haben – andere jedoch nicht – wir sind schon seit ein paar Monaten auf Facebook zu finden!

Es gibt unter anderem eine kleine „Fan-Page“ wo ihr ein „Gefällt mir“ werden könnt und es gibt auch noch eine ganz normale TeenFm Page, wo ihr uns als Freund einladen könnt! 😉
Werdet „Gefällt mir“ und ladet uns als Freund ein und – natürlich, nicht zu vergessen – bleibt dran und hört zu, wenn TeenFm wieder live on air ist!
Die Links zu Facebook:
„Gefällt mir-Seite“: http://www.facebook.com/pages/TeenFm-Salzburg/198283293534068
„Normale Seite“: http://www.facebook.com/profile.php?id=100001270785893

TeenFm, rocks your radio. Blümchen

 

 

Ps.: Meint ihr, TeenFm sollte sich demnächst auch bei Twitter anmelden?
Eure Meinung ist gefragt! 😉

 

Es ist vorbei

Ja, die Schule ist vorbei! Diese Erleuchtung kommt zwar ein wenig spät, da ich meinen letzten Schultag schon vor acht Tagen hatte, aber naja, ich war noch nie der Schnellste! Jedenfalls ist’s jetzt aus und da ich auch schon die schriftliche Matura hinter mir habe, und das ohne Humboldt, geht es jetzt ans Lernen für die mündliche Reifeprüfung. Zurzeit bleibt es noch beim Versuch mich zu motivieren, aber ich denke, bald werde auch ich den Ernst der Lage erkennen und die geliebte Kunst des Einprägens zur Hand nehmen. Und um mich zu Motiveren noch ein Song von einer meiner Lieblingsbands, nämlich den Beatsteakes!

Bis dahin sprach der Spike nimmer mehr!

http://www.youtube.com/watch?v=YpoPUY2RAXI

Salon Helga – Von hinten

Podcast/Download: Das ganze Album – Spezial (2 Stunden!) vom Sonntag, 15. Mai – Peter.W. präsentiert das ebenso rare wie relevante Frühwerk seiner langjährigen Lieblings-Inspiratoren Hans-Christoph und Hans-Herbert, allgemein bekannt unter den Pseudonymen Stermann & Grissemann (oder Sternrahm & Grüß-Sie, Mann – wie Museau & Sternenhund zu sagen pflegen würden).

Jedenfalls “von hinten” mit Musik – oder auch eine Art “Schrägst Of” und aus dem von mir einst ebenfalls geschätzten Format “Salon Helga”, liebevoll umrahmt, gestreichelt und mit ornamentalem Mundwerk beschmissen von den lieblichen Kollegen Christopher Schmall und Robert Presslaber

Dirk Stermann und Christoph Grissemann sind der breiten Öffentlichkeit spätestens seit Willkommen Österreich und der Deutschen Kochschau ein Begriff. Weitere ORF-Machwerke waren u.a. ihre Sendungen Blech oder Blume, Suite 16 und Frau Pepi und die Buben (wozu Entweder Broder womöglich auch gewisse Parallelen hat). Aber ihr eigentliches “Baby“ war und ist die seit 20 Jahren von ihnen gestaltete Kultradioshow Salon Helga auf FM4 – vor Gründung des Senders (1995) sogar noch auf Ö3 im Rahmen der Jugendschiene ZickZack -> Flashback von Martin Blumenau.

Als sie noch nicht von Funk und Fernsehen kaputt gemachtwaren, bildeten „Gags Gags Gags“ nur einen Bruchteil ihres verfügbaren Repertoires. Was Stermann & Grissemann – oder Hans-Christoph und Hans-Herbert, wie sie sich damals noch nannten – zu Beginn ihrer Karriere verbrachen, war zwar nicht unbedingt immer massentauglich, dafür innovativ, anders, gewagt, und hatte auf gewisse Weise sogar Anspruch. Der Salon Helga von damals war eine Mischung aus dilletantistischer Satire, bewusst schleißiger Doppelconférence, viel wechselseitiger Selbstironie und tragikomischen Hörspielen mit durchaus literarischem Charakter. Zudem war es diese Sendung, die in ihren ersten 10 Jahren viele Vertreter der alternativen deutschsprachigen Musik wie Stereo Total, Rocko Schamoni und nicht zuletzt PeterLicht in Österreich „salonfähig“ machte.

1994 brachten sie die leider fast schon in Vergessenheit geratene und zur Rarität verkommene CD Von Hinten heraus, die im Stil eines „Best of-Salon“ gehalten ist. Die Musik stammt von den Fabulösen Thekenschlampen, Stoppok, Bobbe Jaan sowie den Lassie Singers.

Alles in allem der frühe Querschnitt einer Sendung, die nicht nur eine lose Szene begeistert, sondern vor allem Autor und Artarium-Erfinder Peter.W. in jungen Jahren inspiriert hat, was sich auch heute nicht selten in seinen Texten, als auch in seiner eigenen Art der Sendungsgestaltung wiederspiegelt. Auch Robert Presslaber (Fondue) ist mit Stermann&Grissemann quasi aufgewachsen und wurde von ihrem anarchischen Humor geprägt. Vor zwei Jahren lasen er und Peter die alten Salon Helga-Geschichten im Rahmen der Lesereihe READ THIS im Denkmal Salzburg.


Le bric-à-brac du mois de mai

Ecoutez le bric-à-brac du mois de mai ici !

Le livre :
Fatou Diome. Inassouvies, nos vies. Flammarion : 2008

Le film :
Satin Rouge, de Raja Amari, 2002

L’article :
„Cessons d’avoir peur des Tunisiens!„, Virignie Lydie, Libération du 27 avril 2011

Le portrait:
Collectif artistique tranquille jour et nuit (Paris 15e) avec Alex et Jawad

L’agenda :
– Das Kino
LA TêTE EN FRICHE – DAS LABYRINTH DER WÖRTER – Jean Becker – 2010
A partir du 28 mai LE NOM DES GENS -DER NAME DER LEUTE – Michel Leclerc – 2009
Jusqu’au 20 mai : GAINSBOURG – VIE HéROïQUE , GAINSBOURG – DER MANN, DER DIE FRAUEN LIEBTE – Joann Sfar – 2010
et POTICHE – DAS SCHMUCKSTÜCK – Francois Ozon – 2010

– Literaturhaus
Le 12 mai à 20 heures, lecture et discussion (en francais et alleamnd) autour du roman Le coeur des enfants léopards de Wilfried N’Sondé (Das Herz der Leopardenkinder)

Le reportage :
La recette de l’amour noir, Sofia Aouine, ARTE Radio.com

Les mots :
Les mots d’origine arabe (classique et maghrébin) en francais

Programmation musicale :
1. L’Afrique attend – Tiken Jah Fakoly
2. Parisien du Nord – Cheb Mami
3. Paris – Marc Lavoine duo avec Souad Massi
4. Je viens de là – Grand Corps Malade
5. Triste Paris – Rockin Squat
6. Sénégal Fast Food – Amadou et Mariam feat. Manu Chao

Perlentaucher Liebesnacht

Podcast/Download: Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 13. Mai – Liebeslieder und Existenztexte jenseits von Herz, Schmerz und Verstand. „Liebe – wos is des eigentlich?“ Ein bereits weitgehend zudefiniertes Wort ohne Bedeutung – oder ein hoffnungsvoll überschwängertes Minenfeld unseres Unterbewusstseins? Die feinen Herren Museau & Sternenhund umzaubern eine komplizierte Begrifflichkeit zwischen Härte und Zärte.

Erstens Entzauberung von Lovesongs als Schmachtballaden und Schmerzschmus. Den meisten Musikschaffenden gebührt für ihre absolut gatschbirnigen Darbietungen zum Thema ein fester Musentritt – das Gefühl postorgasmischer Benommenheit kennen wir eh alle. Phantasie! Hallo?

Zweitens Zusammenschau: Was haben die Erinnerung an meinen verstorbenen Vater, ein generationsübergreifender Freundeskreis, unsere Arbeit am Alternative Concept-Art-Rock von In Confusion, das Ineinanderflechten von Erlebenslyrik und Musikpoesie, eine verzehrende Sehnsucht nach dem Unerreichbaren und der gemeinsam gleichzeitig wahrgenommene Musenkuss miteinander zu schaffen? Richtig, Liebe. Als nie jemals wirklich fassbare, sich jeder Definition entziehende und dabei immer wieder völlig neu beschrieben und besungen werden sollende zwischenmenschlich zielentwickelnde Prozessdynamik – am ehesten noch so, wie sie im Beatles-Film Yellow Submarine atmosphärisch herum geistert…

Drittens Differenzierung des Paradoxons zwischen den scheinbaren Widersprüchen von Dings und Bums. Keine Ahnung, was worauf folgt und wozu führt. Extrem verträgliches Work in Progress, wörtlich verdichtet von Christopher Schmall und Norbert K.Hund, mit einem offenen Ende nach Peter Licht unter Mitwirkung von Ja, Panik.

Versuchen wir die Synthese – in einer Sprache mit Eigenschaften wie sanftgewaltig, schmetterlingsheftig oder schüchtern-verwegen, belebt von Wesen, die Museau Chocolat und Emo Cremissimo heißen – als freie Herzen und als Sternenhunde zwischen den Zeilen. Eucalypse Now! Und schauen, spüren, staunen wir zusammen, was mit den Musikwelten, die wir auf einander los, in einander übergehen und übereinander herfallen, sich von einander unterscheiden und zu einander hin finden lassen – so alles passieren kann. Lassen wir uns einfach überraschen – oder, um es mit Conor Oberst auf den springendsten aller archimedischen Punkte zu bringen: „Let’s not shit ourselves – to love and to be loved!“

Sendung am 10. Mai 2011

Na Leute, alles klar bei euch? ;D
Morgen ist es wieder soweit, TeenFm geht wie so oft live on air – direkt aus der Radiofabrik in Salzburg.
Die Themen – bunt gemischt mit einem großen Muss, gehört zu werden!
Wenn ihr wissen wollt, um was es geht, dann schaltet morgen (Dienstag, 10.Mai 2011) um 18:30 auf 107,5 Mhz ein oder hört live mit dem Livestream der Radiofabrik (www.radiofabrik.at) mit. Es gibt sogar eine Studiowebcam – für die Neugieriegen unter euch! 😉
Wir freuen uns auf zahlreiche Zuhörer und Unterstützer! 🙂

See you! TeenFm, rocks your radio. Blümchen