Blindheit und Sprache: Ohrenblicke-Studiodiskussion in der Radiofabrik

Darf man zu einem Blinden auf Wiedersehen sagen? Hören Blinde tatsächlich besser? Und wie erfolgt die Prämierung der besten Masken beim jährlichen Gschnas des Salzburger Blindenverbandes? Antworten auf diese Fragen werden im Rahmen eines Ohrenblicke-Studiogespräches gegeben.

Im Rahmen des Projektes Ohrenblicke produzieren Blinde und Sehbehinderte bei mehreren Freien Radios eigene Sendungen und Beiträge. In der Radiofabrik zählt das Ohrenblicke-Redaktions-Team derzeit zwölf Mitglieder. Sie erhalten in Workshops das nötige Know How, der technische Leiter der Radiofabrik, Marcus Diess, hat für dieses Projekt ein eigenes Studio blindentauglich ausgestattet.

In der ersten Ohrenblicke Sendung diskutieren im Studio: Felix Freisinger, Siegfried Filippi, Stefan Martin und Papa Joe zum Thema „Blindheit und Sprache“ mit Georg Wimmer.

Ein Abend mit Freunden – Mein Musiktipp:

OUT OF THE BLUE, INTO THE BLACK. YOU PAY FOR THIS AND THEY GIVE YOU THAT…

Was hilft gegen die unerwünschten Nebenwirkungen dieser Welt? Was nehmen Sie eigentlich – bei Ignoranz, Irrsinn oder Isolation? Stieglbier? Haschisch?

Rostige Rasierklingen? Was rettet uns vor Konzernkonfusion und Stagnationalismus? Vor der drohenden Eurotzflation? Vielleicht eine Assoziation: ROTZ – das Seelentonikum für den Selbstwert des Sonderbaren. Frische Frequenzen vom Freundeskreis des Feingefühls. Ein therapeutischer Theriak, live aus der Hausapotheke. Emorealkreative Verdichtung. Oder einfach ein guter Abend mit guter Musik und – echten Menschen.

Sehnsucht darf gespürt, Schmerz darf erlebt – und Fehler dürfen gemacht werden. Ideale sind illusorisch – und genau deshalb haben wir sie doch! Ein glaubhaftes Ringen um die Jetzt-und-Hier-Anwendung des Paradoxons: Leben, Liebe, Leidenschaft. Stark und verletzbar. Unsicher und souverän. Naturgewaltig und schmetterlingszart.Ja, natürlich – bitter und süß zugleich…

Das LIVE DOPPEL ALBUM gibts bei ROTZ gratis – und das ist bestimmt nicht umsonst!

Somewhere in Afrika – Das ganze Album

Die Sendung wird am Freitag, 21. 5. um 17:06 wiederholt!

Somewhere in Afrika von Manfred Mann’s Earth Band (Vinyl LP 1982) im Kontext der “Days of Dialogue” sowie des AMREF Marathon in Salzburg. Unser Beitrag zum Thema “Meilensteine interkultureller Musikproduktion” versteht sich zudem auch als eine wehmütige Würdigung der legendären Ö3 Musicbox Reihe “Die komplette LP”.

Manche Musikwerke sind dergestalt ganzheitlich gelungen, dass sie sich beim Durchhören – in einem Stück und ohne störende Moderation – sozusagen selbst erklären. In diesem steckt die Essenz von Manfred Sepse Lubowitz’ – so der bürgerliche Name Mann’s – emotionaler und künstlerischer Auseinandersetzung mit dem damaligen Apartheid-Regime in seiner Heimat Südafrika.

Die europäische Originalausgabe auf Bronze Records umfasst gerade mal knapp 40 Minuten Musik ohne Bonus-Tracks, Radio-Edits oder sonstige Schnickschnäcke. All dies taucht erst ab 1983 bei Arista für den US-Markt auf und findet sich seither auf diversen CD und Remastered Editions. Doch gerade die ursprüngliche Zusammenstellung transportiert die Atmosphäre dieses recht zufällig zustande gekommenen Konzeptalbums (nämlich ohne dass vorab ein explizites Konzept existiert hätte) am authentischsten.

Wie kommentierte es der Meister des Mini-Moog einst selbst so trefflich: „I don’t think about the music, I just play it.“

 

Also… Zum Wiederhören und zum Sendungsdownload

 

Somewhere in Afrika

DAYS OF DIALOGUE – “Das ganze Album” von Manfred Mann’s Earth Band

Somewhere in Afrika Vinyl 1982

Es war einmal ein Radiosender namens Ö3 (nicht zu velwechsern mit einem heutigen Hit- oder noch besser Hiadlradio) und dortselbst ereignete sich beinah täglich “Die Musicbox”. Einmal in der Woche präsentierten deren auch ansonst recht kunstsinnige Eloquenzen “Die komplette LP” ohne je drein zu reden. Welch ein Hörerlebnis!

In memoriam einer legendären Einrichtung beleben wir diese Idee wiederum neu: Alle feine Nase lang stellen wir euch ein – ganz und gar subjektiv – wesentliches Ton-Werk vor, ohne dass der Hund oder sonst jemand dazwischen spricht. Einfach die Lautstärke rauf drehen und genießen! Das Leben ist anstrengend genug!

Und noch was Geiles gibts für alle Audio-Filous, Filetierer und Philatelistinnen: Eine nigel-nagel-nette ThemenCollage (Signation) zum heutigen Artarium – feat. die Original 70er Musicbox Sounds zum sich gmiadlich anhören und hier runter holen:

MusicboxAfrikaSignation.mp3

 

Africa City. The Sound Of Urban Africa. 16.05.10

africa city. the sound of urban africa.

Hier können auch oder vor allem  Nicht-Fußballfans mitfahren:
Frau Nowaks Transorientalischer Musikexpress goes to Africa.

2 von 3 Afrikanern sind unter 25 Jahre alt. Und diese leben nicht hinterm Mond. Nahezu 70% aller Afrikaner lebt in Großstädten.
Eine moderne Medienlandschaft, das Internet und digitale Technik haben neue Möglichkeiten der Musikproduktion und deren Verbreitung geschaffen.
Die Buschtrommel hat ausgedient. Nichts gegen Fela Kuti, Ali Farka Touré und andere Stars afrikanischer Weltmusik.
Aber hier geht es um die nächste Generation, deren Potential an Dynamik und Kreativität nicht unterschätzt werden sollte.
Es geht um das junge urbane Afrika südlich der Sahara. Um die Clubs, die Straßen, die Nächte, die Träume. Um politische Statements und unpolitische Tänze.
Kwaito, Spaza, Zouglou, Kuduro,….sind keine Namen von Zootieren sondern musikalische Stile.

Wann?…….Sonntag, 16.Mai 2010
von 21.00-22.00
Wo?………onlinestream auf: www.radiofabrik.at
Was?……..Frau Nowaks Transorientalischer Musikexpress

2 out of 3 Africans are under 25 years old. And they don´t live behind the moon. About 70% of all Africans live in big cities.
They have modern media, internet and digital technologies, that provide new possibilities of music production and distribution.
The bush-drum was yesterday.
It´s NOT about Fela Kuti, Ali Farka Touré and other stars of the african world music scene.
It´s about the next generation, whose dynamic creative potential should not be underestimated.
It´s about a young, urban Africa. About clubs, streets, nights, dreams and politics. And about musical styles like Kwaito, Spaza, Zouglou, Kuduro and many more.

When?……Sunday, May 16th 2010
9-10 p.m.
Where?…..onlinestream: www.radiofabrik.at
What?……Frau Nowaks Transorientalischer Musikexpress

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neuer Türkischer Kultur- und Sportverein

Heute hat Tuba Islam Hernn Öztürk Caglar zu Gast. Er ist Gründungsmitglied des neuen Türkischen Kultur- und Sportvereins in Salzburg und wird über die Ziele des Vereins, über Musik und Kultur erzählen.

Tuba Islam`in bugunkü konugu Öztürk Caglar. Salburg`da yeni bir Spor ve Kültür Dernegi kurucu üyesi olan Sayin Caglar ile dernegin kurulus amaclarindan, projelerinden, spordan, müzikten ve Salzburg`tan bahsedecek.

Die Sendung zum Nachhören.

OCBoddity 162 (10.05.2010)

Und wieder eine legendäre Sendung mit erfrischend knackigen Neuerscheinungen u. a. von Broken Social Scene, Kate Nash und einem III from I aus The Nationals „High Violet“! Und aufgepasst: Kate Nash, BRMC und Wolf Parade sind in diesem Frühjahr noch im Salzbuger Rockhouse zu Gast!

PLAYLIST
Kate Nash, Paris
Broken Social Scene, Chase Scene
Black Rebel Motorcycle Club, Bad Blood
Wolf Parade, The Grey Estates
The Morning Benders, Promises
Interpol, Lights
III From One: The National
The National, Terrible Love
The National, Conversation 16
The National, I’m Afraid Of Everyone
Jakob Dylan, Nothing But The Whole Wide World
Bonnie “Prince” Billy, The Sounds Are Always Begging
Jonsi, Go Do

Und wer’s hören will … klickt hier

OCB presents Afro-Pop, Pt. I (10.05.2010)

Anlässlich der „Days Of Dialogue“ (2010) und des AMREF-Marathons am Sonntag (16.05.) präsentiert OCB eine Auswahl afrikanischer Popmusik und zeigt deren faszinierende Bandbreite auf.

PLAYLIST
Papa Wemba, Bakwebu
Maciré Sylla & Lokua Kanza, Yise Wabant’a Bami
Koffi Olomide-Passi, African Kings
Youssou N’Dour, Set
Regis Gizavo, Efa Olo Be
Geoffrey Oryema, Ye Ye Ye
Keziah Jones, Rhythym Is Love
Toure Kounda, Mamadiyo
Johnny Clegg & Savouka ft. Eddy Grant, Excerpt From One World One Voice
Zap Mama, Belgo Zairoise
Bob Ohiri & His Uhuru Sounds, Ariwo Yaa
Sally Nyolo, Semengue
Femi Kuti ft. Mos Def, Do Your Best
Ladysmith Black Mambazo, Sohlabelelu Hosana

Und wer’s hören will … klickt hier

Und wer mehr zu afrikanischer (Pop-) Musik erfahren will, kann sich hier ‚mal reinklicken:
T.P. Africa
Tambour D’Afrique
Awesome Tapes From Africa
Africolombia-Webring
Africa Ambiance
Poly-Rythmo D’Afrique

Das Kriegstagebuch meiner Mutter

Unsere Sendung  zum Kriegsende vor 65 Jahren UND zum Muttertag ist online! Hier…

Die Generation Hitlerjugend. Von der Begeisterung zur Verzweiflung – ein Feature

Im Gespräch mit Sophie, die soeben 15 geworden ist und sich jetzt auch im Unterricht mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt, erzähle ich von der seltsamen Faszination, den gemischten Gefühlen und offenen Fragen, die in meiner Erinnerung mit diesem Zeitzeugnis verknüpft sind. Und wie wirkt seine eigenartig begeisterte, ja gläubige Ausstrahlung auf junge Menschen heute?

Wir hören dazu O-Töne aus den 40er Jahren (Zarah Leander, Rundfunk-Interview mit einem Hitlerjungen, „Unsere Fahne flattert uns voran“ von Baldur von Schirach) und Oral-History Beiträge von damals noch in Kampfhandlungen befohlenen Kindersoldaten (u. a. Gregor Dorfmeister alias Manfred Gregor, Autor von „Die Brücke“) sowie Ausschnitte aus dem gleichnamigen Film von Bernhard Wicki. Musikalisch schlagen wir einen weiten Bogen von Laibach „Geburt einer Nation“ über Rio Reiser „Wo sind wir jetzt“ zu Wir sind Helden „Kaputt“.

Als mögliche Antwort auf die dabei spürbare Erschütterung kristallisiert sich etwas wie „durch aufschreiben und erzählen verarbeiten“ heraus, bekräftigt durch die Schluss-Sequenz aus Gus van Sant’s wunderbarem Jugendfilm „Paranoid Park“ mitsamt der unvergleichlichen Gefühlsmusik von Elliot Smith. Wer verführt und vereinnahmt uns eigentlich heute – zu was für einem (Wirtschafts-) Weltkrieg? Willkommen in der Wirklichkeit. Fortsetzung folgt…      Zum Widerhören und  zum Sendungsdownload

Kriegstagebuch Sendung

Die Bilder zur Sendung

Zur Veranschaulichung der besprochenen Seiten gibts hier auch die Abbildungen.

Links die erste Seite mit dem Motto des Buches, eingelegt das HJ Gebiets-Abzeichen sowie ein Kriegsverdienstkreuz, Herkunft ungeklart…

Eine erstaunlich moderne Konzeption oder “Windows-Stil” im Nationalsozialismus Die Seite zum Heldengedenktag am 13. März 1944 ist besonders interaktiv gestaltet:

Neben der fast schon obligatorischen Propaganda Postkarte mit dem Hitler-Zitat, das erst im nachhinein so richtig absurd erscheint, ist eine Karte mit dem aktuellen Frontverlauf eingeklebt sowie links unten ein Zeitungsartikel zum herausnehmen und aufklappen. (Sozusagen ein “Pop-Up-Window”)

Dieser Bericht von der Veranstaltung in ihrem Heimatort (nämlich zur Feier des heldenhaften Sterbens für Volk und Vaterland) verlebendigt so eine unheimliche Darstellung. Jahrzehnte später erzählte sie mir, wie furchtbar weh ihr der rechte Arm damals getan hatte – vom stundenlangen Üben des Hitlergrußes.

Zum Anhören und Sendungsdownload gehts hier.