Battle&Hum Jubeläum #50

Wir sind noch nicht tot, wir riechen nur ein bisschen komisch.

andy profilDem DJ RIDI MAMA kennt man das Alter ja schon an, tausende graue und weiße Barthaare kräuseln sich in seinem Antlitz. Dem MC RANDY ANDY sieht man äußerlich, auf den ersten Blick, nicht an wie viele Winter schon Furchen in seinem Gesicht hinterließen, nur unter dem Leiberl bindet das Gewebe nicht mehr so richtig. Noch sind wir fit, auch ohne Schrittmacher und die Viagrafälle hören wir nur weit entfernt rauschen. Is ja Hammer-Hammerhart! Wir rutschen weder auf unseren Knien herum, noch zelebrieren wir senile Betflucht (sic!). Noch klingt Inkontinenz  wie eine Versicherung und Geriatrie wie ein Begriff aus der Mathematik!

Doch keine Unbill des Alters wird uns je von den Mikrophonen fernhalten, da muss schon der Sensenmann höchstpersönlich die Regler runterdrehen.

Es ist wieder einmal soweit wir feiern uns selbst und rocken den Rollator. Wir haben 2 Gründe euch diesmal gleich für 2 Stunden die Ohrlappen zu liebkosen.

  1. YEAH, wir feiern die goldene Hochzeit, die 50. Sendung steht ins House!
  2.  4 Jahre ON AIR, 4 Jahre tröstende Seelenbegleitung!

Ridi profilMusik lindert auch Schmerzen oder lenkt von diesen für einen gewissen Zeitraum ab. So begleiten uns Schmerzen und Musik von der Wiege bis zum Grab, sogar wenn wir schon sehr kalt sind spielt meist noch die Musik auf. Die ersten Töne singt uns die Mama, während wir noch im Fruchtwasser herumplantschen und dann geht es dahin. Das erste Zucken in den Beinen, der erste Kuss, der erste Liebeskummer, der erste Rausch et cetera, alles wird von Musik begleitet. Zumindest ist das in meiner Erinnerung so. Die meisten ausgewachsenen Menschen hören dann auf Musik zu hören und schalten Ö3 ein, oder hören ähnliche Musik wie der DJ Ridi Mama! 😉

BATTLE&HUM ist mitten in der Mittlebenskrise angekommen, trotzdem sind wir bemüht das Leid dieser Welt zu lindern! AMEN!

Was wird euch am kommenden Samstag, den 17.08.2013 von 22:00-24:00 Uhr erwarten, na ja, wir werden Einen auf uns alle heben und sonst halt ein „best of“ oder je nachdem, ein „worst of“ machen!

Wünsche eine angenehme Ohrektion und ois guade!

© MC Wuh

Wir haben immer noch den längst!

Wir haben immer noch den Längsten!

 

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OCBoddity 250 (12.08.2013) – The Final Show

OCBoddity_end11 Songs to Say Goodbye“ hieß das Motto der 250. und gleichzeitig letzten Ausgabe von OCBoddity. Dabei gönnte sich Oliver Baumann einen entspannten und (kaum) wehmütigen Blick zurück auf 9 1/2 Jahre auf Rock, Pop and Indie at its Best. Rund 3000 (brandneue) Songs von ca. 1200 internationalen Bands und Musikschaffenden prägten den Weg, den OCBoddity auf der Radiofabrik ging.
Begleitet von einer Handvoll OCB-Favoriten ging dieser Weg am 12. August zu Ende. Schön war’s!

PLAYLIST
Editors, An End Has A Start
Grandaddy, I’m On Standby
Placebo, Song To Say Goodbye
The Coral, Goodbye
Ron Sexsmith, Sneak Out The Backdoor
Joseph Arthur, Say Goodbye
Talk Talk, The Party’s Over
The Rolling Stones, Going Home
Elton John, Goodbye Yellow Brick Road
Lou Reed, Goodnight Ladies
David Bowie, Rock’n’Roll Suicide (Live 73)


Zum Nachhören: OCBoddity 250 (12.08.2013) PW: OCBoddity

Wir sind Helden – Soundso

Stream/Download: Artarium vom Sonntag, 11. August – Das ganze Album zum Höhepunkt der Hitzewelle. Also nachträglich. Doch warum gerade jetzt? Erschienen, gepushed, kontrovers diskutiert und vielfach auch verrissen – so entstand und verschwand „Soundso“ als einstweiliger Höhepunkt in der Schaffensgeschichte von Wir sind Helden – im Sommer 2007. Jetzt tauchen wir es wieder herauf. Denn dieses Album lässt sich durchaus als ein in sich geschlossenes Konzeptwerk verstehen, dessen durchgängiges Thema eben ein uns derzeit auch besonders beschäftigendes ist: Die Widersprüchlichkeit von Selbstsicht und Fremdwahrnehmung. Unter diesem Gesichtspunkt also – zum Wiederhören!

soundso coverWeil wir zudem auch unsere helle Freude an der kratzig-verschrobenen und lustvoll-metaphorischen Lyrik von Judith Holofernes haben (ganz abgesehen von ihrer unschuldig angerauhten Stimme, die wir schlichtweg lieben), wollen wir hier noch ein paar intuitiv willkürliche Auszüge von Songtexten dieses Albums vorab zur Einstimmung bringen 😉 Wer Ohren hat zu spüren oder der Hund hat Arbeit:

1)
Meinst du mich wirklich
Meinst du wirklich mich

Du sagst, du willst
dass ich so bleibe
und zwar für immer
Ich sag: Nicht immer

2)
Bist du zu schlau
Um nicht unangenehm aufzufallen?
Und nicht schön genug
Um damit durchzukommen?

Weißt du genau
Wie es ist, immer rauszufallen?
Nur nicht weit genug
Um woanders anzukommen?

Es tut weh, so zu sein, wie du solltest
Es tut weh, zu sein, wie du bist

3)
Ich bin nicht stiller
nur die Worte fehlen
Ich bin nicht stiller
nur die Worte verfehlen ihr Ziel

4)
Das wäre ich
Oder auch nicht
Oder auch du
Und ich schaute zu

Sie würden fragen: Wo sind sie hin?
Der Hund wird nicht sagen, wo ich bin…

 

Third A2R residency and ws at Hangar: Alex MacLean

Alex McLean is a live coder, software artist and researcher based in Sheffield UK. He is one third of the live coding group Slub, getting crowds to dance to algorithms at festivals across Europe. He promotes anthropocentric technology as co-founder of the ChordPunch record label, of event promoters Algorave, the TOPLAP live coding network and the Dorkbot electronic art meetings in Sheffield and London. Alex is a research fellow in Human/Technology Interface within the Interdisciplinary Centre for Scientific Research in Music, University of Leeds.

During his residency and workshop at Hangar he will explore alternative strategies for creating live sound and music.

alex maclean

During the workshop „Weaving&Speaking Live Generative Music“ the participants will make connections between generative code and our perception of music, using metaphors of speech, knitting and shape, and playing with code as material. They will take a fresh look at generative systems, not through formal understanding but just by trying things out.

Through the sessions, the participants will work up through the layers of generative code. They will take a side look at symbols, inventing alphabets and drawing sound. They will string symbols together into words, exploring their musical properties, and how they can be interpreted by computers. They will weave words into the patterns of language, as live generation and transformation of musical patterns. They will learn how generative code is like musical notation, and how one can come up with live coding environments that are more like graphical scores.

Systems like Python, Supercollider, Haskell, OpenFrameworks, Processing, OpenCV will be visted and the participants will experiment as well with more esoteric interfaces.

EXQUISITE CORPSE #10 (August 2013)

ExCo10
Und wieder stellen sich die SendungsmacherInnen der freien Radios Radio FRO, Radio Helsinki und Radiofabrik den großen Themen der Menschheit: Wie leben, wie sich entscheiden und was kommt hinter dieser Kurve? Was dabei herauskommt, ist ein musikalischer Kettenbrief, der aktuell einen immer verschlungeneren Weg nimmt …

PLAYLIST
Keller Steff Band – Kurvn
The National – So Far Around The Bend
Talk Talk – Living In Another World
Ladyhawk – Crazy World
Nick Cave & Shane MacGowan – What A Wonderful World
Eels – Rotten World Blues
R.E.M – It’s The End Of The World As We Know It
Nico – The End
Kris Kross – I Missed The Bus
Beastie Boys – Sabotage
Torres – When Winter´s Over
Die Ärzte – Nur einen Kuss (Economy) & Nur einen Kuss

Hier zum Nachhören:
EXQUISITE CORPSE #10, August 2013
PW: StillePost

MARKradio: „Dinge, die du nie wissen wolltest über“ und „Wie stifte ich eine Religion?“

Mittwoch, 7. August 2013: Vor etwas mehr als einem Jahr, am 30. Mai 2012, hab ich es zum ersten Mal getan! Ich hab die Liste mit unfertigen Sendungsthemen gezückt und eine Sendung daraus gebastelt.

Auch in diesem Jahr hat sich eine Liste mit Sendungsthemen geformt. Mit Themen, die entweder zu umfangreich, zu langweilig, oder simpel zu bescheuert sind um euch, meine Lieben, eine Stunde damit zu nerven. Warum also nicht alles irgendwie zusammenschmeißen, gut schütteln, eine außergewöhnliche Playlist dazu hauen und hoffen, das was hörbares dabei rauskommt!

Mission accomplished! Hier findet ihr die Sendung zum Nachhören und im Folgenden findet ihr die uuuuultra spannenden Facts aus der Sendung zum Nachlesen und archivieren <3 Schön, oder?

Dinge, die du nie wissen wollstest über…

1: Tiere

– Die Seidenspringerraupe hat 11 Gehirne
– die gewöhnliche Hausfilege kann bis zu 30 Krankheiten übertragen
– Der Schmetterling hat 12.000 Augen und ihre Geschmacksinne in den Füßen
– Werden Schnecken, oder Schlagen mit zwei Köpfen geboren, streiten sie um Futter
– 1681 starb der letzte Dodo
– Das Geheul eines Wales ist lauter als ein Düsenflugzeug
– Krebse haben blaues Blut, weil Kupfer darin enthalten ist
– Die einzige Hunderasse die Gicht bekommen kann, ist der Dalmatiner
– Ratten und Pferde können sich nicht übergeben
– Der Mensch kann als einziges Säugetier lächeln

2. Der Mensch

– Osama bin Laden war ein großer Whitney Houston Fan und wollte sie sogar heiraten
– Vor ihrer Karriere als Dolly Buster arbeitete Nora Baumberger, so ihr richtiger Name, als Übersetzerin beim deutschen Bundesgrenzschutz
– Das Erbgut des Menschen stimmt zu 55% mit einer Banane überein
– Das erste Opfer eines Autounfalls hieß Henry M. Bliss. Er wurde 1899 in New York angefahren
– Anthropologen haben noch kein Volk entdeckt, bei dem dei Kinder nicht verstecken spielen
– Die spanische Inquisition verurteilte einst die gesamten Niederlande zum Tod, wegen Falsch-Glaubens
– Jede vierte Hexe, die im Mittelalter verbrannt wurde, war ein Mann
– vier von fünf Menschen atmen hauptsächlich durch ein Nasenloch, die beiden Löcher wechseln sich vermutlich im Stundentakt ab
– Jack Nicholson fand im Alter von 37 Jahren heraus, dass seine Schwester, eigentlich seine Mutter ist. Bei der Geburt war sie 17 Jahre alt, so gab sich seine Großmutter kurzer Hand als seine Mutter aus
– Die Salzburger Ikone Wolfgang Amadeus Mozart komponierte 1782 zwei Kanons mit den Namen „Leck mich im Arsch“ und „Leck mir den Arsch fein recht schön sauber“

 

Wie stifte ich eine Religion?

1. Thesen darlegen: Damit die eigene Weltanschauung eine Religion werden kann, seine Gedanken verschriftlichen und sie kund tun, z.B. an ne Kirche nageln, hat in der Vergangenheit schon ganz gut funktioniert 😉

2. Wem das zu platt ist, der kann auch ein Buch schreiben (ist auch immer gern gesehen), oder eher moderner: nen Blog bei Tumblr einrichten, oder gleich ne echte Website launchen.

3. Auf jeden Fall musst du schauen, dass deine Thesen, mit der jeweiligen Verfassung unter der du selbst lebst konform geht. Das sollte man vielleicht schon vorher mal geprüft haben, denk ich mir!

4. Grunstätzlich ist ne Religion stiften, wie nen Verein gründen. Gemeinnützig muss er halt sein, d.h. Kohle macht man mit so ner Religion nur schwarz. Mindestens sieben Leute müssen bei Gründung mit zum Amtsgericht und bekundigen, dass sie in diesen Verein wollen. Es muss ein Vereinszweck angeben werden, sowie einen Namen und einen Sitz. Ich konnte leider nicht rausfinden, ob „mir selbst huldigen“ ein ausreichend gemeinnütziger Grund ist.

5. Danach beginnt die Arbeit. So eine Religionsgemeinschaft MUSS nämlich wachsen! Ein stetiger Mitgliederanstieg ist Vorraussetzung für den Erhalt des Status.

6. Wenn man dann keine Religionsgemeinschaft mehr sein will, sondern eine „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ und damit anerkannt werden will müssen die Mitglieder des Vereins einfach nur noch verfassungskonform und rechtstreu sein und tadaaa… schon hat man eine Religion gestiftet!

Dichterwerdung… (Norbert)

Stream/Download: Nachtfahrt der Perlentaucher vom Freitag, 9. August – Eine Sendung über die Faszination der Sprache, über das Dichten und immer noch dichter werdende Verdichten, über das Wachsen und Werden von Ausdrucks-Weisen – und überhaupt über uns und unsere Wortwelten, in die wir uns verliebt verlieren. Dichterwerdung ist dabei sowieso ein Ausnahmeausdruck, beschreibt doch gerade seine Doppelbedeutung jenseits sprachkünstlerischer Reifung oder schriftstellerischer Karriere eher einen Aggregatumstand zunehmender Innenweltverwandlung. Da sind Dichtheit und Dichtung also durchaus nicht nur etymologisch artverwandt, zumindest was die Veränderung des Wahrnehmens anbelangt. Was allerdings das schöpferische Einwirken auf seine Mitmenschen betrifft, da kann es dem Dichter ab einer gewissen Dichtheit schon zur Implosion geraten. Doch Dichtheit umgibt uns ja auch noch anderweitig. Daher diesmal mein Plädoyer für einen eher revolutionären Umgang – vor allem mit Sprache 😉

Abendkonsum„Das kann kein Film, kein Buch, keine Musik – und keine Droge – die Welt verändern.“ So tönen sie alle heutzutage, die damals die politisch-psychedelische Aufbruchstimmung mitgeprägt haben und mittlerweile wohlbestallt als Autobiographen, Ex-Terroristen, Musikkritiker oder Verlagsleiter ein Teil jener globalen Unterhaltungsindustrie geworden sind, deren Ausbreitung sie damals so vehement bekämpft hatten – und von deren reichlicher Dividende sie nunmehr so angenehm leben. Könnte ja durchaus sein, dass sie sich einfach haben einkaufen lassen. Dass sie sich ihre abgebrüht wirkenden Statements recht gut versilbern und vergolden lassen. „Das ist eben so. Die ganze Welt ist ein Markt. Man muss halt schauen, dass man im Geschäft bleibt. U.S.-Imperialismus, Coca-Colonialization, die kulturelle Hegemonie, ein Naturgesetz.“ Mediale Präsenz, Umsatzzahlen und Einschaltquoten, marketingmechanisch werbungskünstliche Aufmerksamkeitserregung in einem Meer massenideologisch gleichgeblödeter Kaufkasperln, Konsumidioten, Kulturverbraucher. – Das sind doch genau die Parolen der herrschenden Wirtschaftsreligion – das ist doch die nächste „Big Lie“ nach Augustinus, Luther und Goebbels – dass nämlich die Welt als Ganzes „endverbrauchbar“, also auftragsgemäß aufzufressen sei. Und Mahlzeit!

OpferweisheitDoch drehen wir den Spritz einfach wieder um – ins Majim. Wie sagt das alte jüdische Sprichwort und Motto der in Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrten Listenschindler und Flüchtlingsverstecker: „Wer einen einzigen Menschen rettet, der rettet die ganze Welt.“ Und seien wir uns ehrlich – haben die nicht auch die Welt verändern wollen? Denn wenn nicht, dann hätten sie ja wie viele andere in der Mitte der Gesellschaft auch brav Ja, Amen und Heil Hitler gesagt und weiter mitgemacht bei der Ausrottung der Andersseienden. Es gibt kein menschliches Werk – egal ob in Taten, Worten oder Liedern (geschweige denn Filmen) – das von irgendwelchem Interesse sein könnte, nämlich im Sinne einer Beförderung der Entwicklung zur Menschlichkeit – außer ein solches, das aus dem elementaren Verlangen nach Veränderung der Welt entstanden ist. Kein menschliches Werk ist von irgendwelchem Wert für seine Mitmenschen – seien es Zeitgenossen oder kommende Generationen – das nicht aus dem tiefen Bedürfnis nach Veränderung der bestehenden Verhältnisse zum Friedlicheren, zum Gerechteren – also zum Besseren – geboren ist. Diesen Umstand abzulehnen, auszublenden, ihn durch welche Verdrängung auch immer zu verneinen – ihn durch bloße Nichterwähnung außen vor zu lassen – das ist im Grunde schon ein Kapital(aha!)verbrechen – nämlich das Verbrechen des Verschweigens.

VerwandlungWenden wir den obigen Spruch doch einmal auf die Motivation zum Kunstschaffen – und auf die Motivation zum Kunstgebrauch an – dann würde er wohl heißen: „Wer eine einzige Welt (etwa die eigene) verändert, der verändert auch die Welt im Ganzen.“ Wer also dichtet, singt und spielt, sich selbst auf- und anderen etwas vorführt, um so die Welt zu verändern, der verführt seine Leser, Hörer und Zuschauer ebenfalls dazu, in eine sich verändernde Welt einzutauchen – und ihre eigene Welt als durchaus veränderbar zu verstehen. Und dieser Prozess vermag den inneren Wert von Veränderung auch in die Welt da draußen zu befördern. Da ist nämlich kein Unterschied zwischen Innen- und Außenwelt – und es gibt einen direkten und kausalen Zusammenhang zwischen Phantasie (der Vorstellung von der Welt, wie sie sein könnte und eigentlich sein sollte) und Realität (der Wahrnehmung unserer gemeinsamen Welt, wie sie durch handelnde Personen gestaltet wurde) – auch wenn das Gegenteil dessen andauernd und mit aller verfügbaren Geldgewalt wiederkäuend behauptet wird, ein Umstand, der übrigens keine Aussage jemals „wahrer“ gemacht hat – allerbestenfalls „geglaubter“ – bis hin zur alternativlosesten Mehrheitsfähigkeit.

 

Dichterwerdung und Sprachfaszination (Chriss)

Stream/Download: Die Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 9. August verdichtet sich zu einem dichten Gedicht, welches die Dichtheit der Sprache auf dichterische Weise abdichtet und sich fasziniert von den schier unendlichen Möglichkeiten der Dichtung in eine Textase stürzt, die dichter nicht sein könnte! Zumal es endlich wieder an der Zeit ist der Sprache zu huldigen und sie gleichzeitig in ihre Einzelteile zu zerlegen, neu zu formen, sie umzugestalten und kreativ mit Wörtern zu spielen! Also, willkommen im Einmachglas der Möglichkeiten! 😀 

blätterfallenWir wachsen so selbstverständlich mit der Sprache auf, dass uns teilweise gar nicht mehr auffällt, wie zauberhaft und magisch sie sein kann. Sie kann Welten öffnen -fantastisch und traumhaft; sie vermag es aber auch uns zu verletzen, hässlich zu sein, widerlich und ekelerregend. Sie ist unendlich weit, farbenfroh und so facettenreich; dennoch stoßen wir hin und wieder an ihre Grenzen. Sprache kann wirklich sprachlos machen. Manchmal verschlagt es uns die Worte, wir können nichts mehr sagen, bringen keinen Satz mehr hervor, als hätten wir verlernt zu sprechen…

Ich als Dichter lebe von ihr. Ich liebe und ich hasse sie; und bin auf sie angewiesen. Es ist schon merkwürdig wie ein Wort den Sinn eines ganzen Satzes verändern kann. Es ist ein ständiges Abwiegen, ein andauerndes Überlegen und Feilen, eine Arbeit, eine Beschäftigung, die niemals aufhört, immer weiter geht. Ich bin im Bann der Worte. Und kann doch über sie bestimmen! Ich glaube, es ist eine Art Symbiose. Ohne Worte könnte ich nicht meine Gedanken nieder schreiben und ohne mich blieben sie nur seltsame Hieroglyphen…

Ich werde versuchen mich der Sprache anzunähern, doch sie wird sich mir wohl nie ganz erschließen. Es ist ein Mysterium, genauso wie die Zeit. Sprache verbindet und Sprache unterscheidet. Sie stiftet Missverständnisse und schließt Freundschaften. Sie lebt und verändert sich unaufhaltsam. Genauso wie wir Menschen, denn wir lassen sie erst lebendig werden, hauchen ihr Magie ein und sollten sie auch vor Verfall und Zersetzung bewahren. Denn ich glaube immer noch und mehr denn je, dass Worte zaubern können.

 

Szenenwechsel Salzburg: High Level Headphones

Im August gibt´s lokale Sounds aus Salzburg zu hören. Diesmal beim Szenenwechsel zu Gast sind die High Level Headphones. Seit 2005 machen die Salzburger Musik, die von Gute-Laune-Rock’n’Roll über Indie bis hin zu Alternative Rock mit Synth- und Pianosounds alles zu bieten hat. Im Mai feierten die fünf ihre Releaseshow im Rockhouse und stellten dabei mit „Built Forever Chrashed In Half The Time“ ein Album vor, aus dem acht Jahre Bandgeschichte heraus zu hören sind. Wie sich ihre Songs in der akustischen Version anhören und was sie als Band schon alles erlebt haben, dass hört ihr diesmal im Szenenwechsel.

Sendung nachhören: http://cba.fro.at/244461

OCBoddity im Juli 2013 … das Ende naht

OCB_bows_outOCBoddity geht dem Ende zu. Nach 9½ Laufzeit stelle ich die Sendung ein. Doch der Juli lief noch dreimal ganz unter dem Motto Rock, Pop & Indie at its Best and at its Newest! Mit dabei u.a. Joseph Arthur, Roque Wave, Artic Monkeys, Franz Ferdinand, Edwyn Collins usw. usw. usw. …
Auch wenn mir das gute Rockjahr 2013 die Entscheidung OCBoddity zu beenden nicht leicht gemacht hat, freu‘ ich mich schon auf ein Mehr an Freizeit und Zeit für andere (musikalische) Projekte und Abenteuer. Und im GÖTTERFUNK treib‘ ich ja ohnehin weiter mein Unwesen …
Also „falls wir uns nicht mehr hören sollten, guten Tag, guten Abend und gute Nacht!“

PLAYLIST 247
Frank Turner, The Way I Tend To Be
Train, Drive By
Foals, Bad Habit
The House of Love, Money Man
The Dodos, Substance
Crime & The City Solution, American Twilight
Rogue Wave, College
Shout Out Louds, Where You Come In
Artic Monkeys, Do I Wanna Know?
Blitzen Trapper, Astronaut
Bill Ryder-Jones, Wild Swans
Josh Ritter, Evil Eye

PLAYLIST 248
We Are Scientists, Something About You
Franz Ferdinand, Right Action
The Vaccines, No Hope
Editors, A Ton of Love
David Bowie, Valentine’s Day
Pixies, Bagboy
Ivan & Alyosha, Be Your Man
Harper Simon, Eternal Question
John Grant, It Doesn’t Matter To Him
Joshua James, So Did I
Donavon Frankrenreiter, Shine
Scott Matthew, Darklands

PLAYLIST 249
Edwyn Collins, Dilemna
Suede, Snowblind
Madness, How Can I Tell You?
Portugal The Man, Modern Jesus
David Wax Museum, A Dog In This Fight
Rogue Wave, Siren’s Song
Regina Spektor, You’ve Got Time
Eleanor Freidberger, Stare At The Sun
Laura Marling, Devil’s Resting Place
Effi, Muzik
The Leisure Society, Forever Shall We Wait
Billy Bragg, There Will Be Reckoning
Joseph Arthur, Saint Of Impossible Causes


Zum Nachhören: OCBoddity 247 (08.07.2013) PW: OCBoddity


Zum Nachhören: OCBoddity 248 (22.07.2013) PW: OCBoddity


Zum Nachhören: OCBoddity 249 (29.07.2013) PW: OCBoddity