Nach dem Untergang

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 25. Januar – Sollen wir uns gleich in den Kopf schießen – oder doch erst etwas später? Am besten überhaupt nach dem Tod, sofern sich das terminlich noch ausgeht heutzutage. Es ist ja auch gar nicht so leicht, den Sinn für das eigene Weitertun zu entdecken, wenn man sich in der Weltpolitik umschaut und in der Nachbarschaft, wo sich diese Weltpolitik oft gerade am Widerlichsten zeigt. „Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch…“, also sprach Theodor W. Adorno einst zu seinen Mitdeutschen, und legte mit „Alle Kultur nach Auschwitz ist Müll.“ pointiert und provokativ nach. Vor allem mit seiner „Todesfuge“ belehrte ihn der deutsch-jüdische Dichter Paul Celan über viele Jahre hinweg eines Lebendigeren. Zumindest solange, bis sein Davonkommen auch an der Unweigerlichkeit zerschellte.

Sticht Alles!Und in diesem Zwischen stehen auch wir und ringen, nicht selten ratlos, nach den richtigen Worten. Dabei begleiten uns zum Glück die Gedanken der selbst in ihrem Überleben so Gefährdeten wie schwimmende Rettungsinseln auf den entseelten Weltmeeren, wo ringsumher längst ganze Gesellschaften untergehen. Und wir danken es ihnen – meist atemlos, aber immer berauscht – und verzaubert! 🙂 „Wir müssen uns die vergewaltigten Begriffe zurück erobern.“ So in etwa formulierte es Konstantin Wecker schon in den 90ern. „Mit Geschichte umgehen bedeutet, sie zugleich anzunehmen wie auch abzulehnen, und aus dieser Ambivalenz heraus wieder etwas Eigenes, Neues auszusagen.“ So übersetzten wir ein Statement von Patti Smith, welches sie im Dokumentarfilm Dream Of Life vor nicht allzulanger Zeit dazu abgab. „Manchmal hält sich ein Wort, das in der Öffentlichkeit missbräuchlich verwendet wird, vor Schreck die Hand vor den Mund. Unsere Sprache hat sich womöglich von etwas blenden lassen, sich zu sehr in den Dienst nehmen lassen, und leidet wie die Menschen an Sinnentleerung, an Müdigkeit und Erschöpfung.“ Das konstatiert Maja Haderlap in ihrer Eröffnungsrede zum diesjährigen Radiopreis der Erwachsenenbildung, den übrigens unser lieber Kollege Matteo Coletta für seine „Stimmen aus den Schützengräben“ gewonnen hat 😉 Wir gratulieren also inmitten der sich aufdrängenden Lebensmüdigkeit recht absichtsvoll – und ganz herzlich! Zudem hören wir Auszüge der ziterten Rede sowie zu diesem Wahlsonntag griechische Musik.

„Ich hegte die Hoffnung, dass es Hoffnung gibt. Das hält einen Mann am Leben.“ (Sean Connery in „The Rock“)

 

Stadtteilradio Itzling im Jänner: Kochwerkstätten und ein kleines Hörspiel ;-)

Wir sprechen heute mit Anna und Luise über die Kochwerkstätten im ABZ. Anna verrät uns Tipps und Tricks zum Kochen aus ihrer Heimat Indonesien und Luise verrät uns, was sie uns in einer nächsten Kochwerkstätten zeigen wird. Die Literarische Minute haben Anna, Fatma und Luise gemeinsam als Hörspiel eingebracht. Hört rein, das Stadtteilradio ist am Freitag, 23.1. um 17.00 on air.

Moderation und Redaktion: Fatma Ahmad Said und Martha Schweissgut | Stadtteilkultur Itzling

Fatma mit unseren Studiogästen Anna und Luise

Fatma mit unseren Studiogästen Anna und Luise

Interkulturelle Sichtweisen: Schnee – die Natur wird zu einem weißen Kühlschrank und Wintersonnenwende – die Wiedergeburt der Sonne

Studiogäste Alaa, Ali und MohammadSchnee – eine Selbstverständlichkeit in unseren Breiten, aber wie schaut’s woanders aus? Wie nimmt jemand Schnee war, der ihn zum ersten Mal sieht? Ali aus Somalia hat heuer zum ersten Mal den „Kühlschrank der Natur“ erlebt und erzählt uns mit Mohammad und Alaa gemeinsam wie sie Schnee wahrnehmen und welche Skulpturen sie entstehen haben lassen. Im zweiten Teil der Sendung sprechen wir über Wintersonnenwende und wie dies in unterschiedlichen Kulturen gefeiert wird: Mohammad erzählt uns über traditionelle Feiern in Afghanistan und Alaa führt uns in die Wiedergeburt der Sonne im Irak ein.

Studiogäste: Alaa, Ali und Mohammad

Redaktion und Moderation: Martha Schweissgut | Stadtteil- und Kulturarbeit Itzling

 

 

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Szenenwechsel Linz – The Unused Word

Heutiges Thema: The Unused Word.

Vor ihrem Auftritt in der Linzer KAPU sprachen wir mit Anna (The Unused Word) über ihre Leidenschaft zur Musik und die aktuelle EP „Think“.
Im Anschluss an das Gespräch senden wir den Konzertmitschnitt. (Aufgezeichnet am 2.11.2014, KAPU)

Link zur EP: https://soundcloud.com/the-unused-word/sets/think-ep

https://www.youtube.com/watch?v=GSiFzoOlEnY
Sendung hören: http://cba.fro.at/277366

Skurril tragisch-komischer Theaterabend im Toihaus: Das Leben Im Wandschrank

Seit 10. Jänner gibt es im Toihaus ein neues Abendstück von Arturas Valudskis – „DAS LEBEN IM WANDSCHRANK“ ist ein skurriler tragisch-komischer Theaterabend mit Musik, frei nach Garcia Lorcas „Bernarda Albas Haus“. Dieses Haus ist ein Gefängnis, das Bernarda für sich und ihre Töchter geschaffen hat. Kahle Wände, zugeschnürte Darsteller, vier nackte Säulen im Raum symbolisieren das innere Gefängnis der Spieler*innen und definieren den äußeren Raum. Lustvoll-beklemmend versucht Valudskis mit der ihm eigenen Bühnenspracheeine emotionale Deutung der Vorlage und schafft so – gemeinsam mit Ensemblemitgliedern des Hauses – eine neue Dichtung aus Sprache, theatralen Bildern und Musik. Ausschnitte aus dem Stück gibt es in der aktuellen Ausgabe von „So A Theater“.

Außerdem gibt es Neuigkeiten zum Kinderprogramm (ONIGIRI und BIMBAM Festival) und eine Vorstellung und Ausschnitte von TOIART im MUSEUM, das am 31. Jänner wieder in der Residenzgalerie stattfindet.

Abendländische Hörgewohnheiten

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 18. JanuarSymphonische Rockmusik als ein Experiment zwischen Musiktradition und Moderne. Die Mischung machts – oder die Collagenkompetenz, auch Verstörendes in Verbindung mit Vertrautem darzubieten. Und wir meinen mit „Symphonic Rock“ schon jene schöpferische Symbiose aus den verschiedensten Stilelementen, die seit Anfang der 70er Jahre durch Bands wie King Crimson, Genesis, Pink Floyd oder Yes etabliert ist – und nicht diese langweilenden Aufgüsse von x-beliebigen Rockhadern durch x-beliebige Symphonieorchester. Soweit erstmal zur nötigen Klarstellung 😉 Was uns interessiert, ist die im Umfeld des Progressive Rock (Art-, Classical-, Experimental- und Psychedelic Rock) stattfindende Kulturvermittlung von innovativen Ideen in einem gewohnheitsgeprägten Umfeld.

Abendländische HörgewohnheitenWenn wir uns nun den Ausschnitt einer Bruckner-Symphonie oder Wagners Walkürenritt aus dem Soundtrack von Apocalypse Now anhören – und gleich darauf einen Titel von Porcupine Tree oder von Yes, dann verstehen wir sofort, wie diese abendländische Prägung unseres Gehörs funktioniert. Und wie durch die subtile Balance von Wiedererkennbarem und bisher völlig Unerhörtem so etwas wie eine angenehme Bekannschaft mit dem Anderen, dem Fremden und Neuartigen entsteht. Dieser geniale Lernprozess findet auch weiterhin statt, solange sich die gewachsene Musiksprache unseres Kulturkreises in der Alltagsakustik eines erheblichen Teils der Bevölkerung widerspiegelt. Das trifft immer noch zu, wie etwa die Gestaltung vieler Filmmusiken zeigt. Oder der Umstand, dass die heute Erwachsenen stark von klassischen Konzerten und Radiosendungen geprägt sind. Wenn man sich allerdings die zukünftige Hörwelt aus dem ableitet, was heutigentags allzuland die Gewohnheiten bildet, dann wird man mit einem gscheiten Tinnitus noch vergleichsweise gut bedient sein…

Lasset uns eine Insel stifteneine Insel aus Schönheit und Vergnügeninmitten von Werbedreck, Sounddesign, Klingelschasund trullerndem Formatradio! 😀

 

MiA im Jänner: erste Begegnungen mit Schnee und Wintersonnenwende in unterschiedlichen Kulturkreisen

Menschen in Aktion.jpgWie nimmt jemand Schnee wahr, der ihn zum ersten Mal sieht? Welche Schneeskulpturen sind in Salzburg entstanden? In unserer Sendung Menschen in Aktion sprechen wir mit Ali (Somalien), Alaa (Irak) und Mohammad (Afghanistan) über ihre erste Begegnung mit Schnee, die Natur als „Kühlschrank“ und  ihre Schneeskulpturen. Im zweiten Teil der Sendung erzählen uns Mohammad und Alaa über Yalda, der Wintersonnenwendfeier in Afghanistan und Irak. Hört rein, unsere MiA-Sendung wird ausgestrahlt am Montag, 19. Jänner um 18.00 auf der Radiofabrik.

 

Foto: Mohammad Sadeqi

 

 

 

 

 

 

Foto: Mohammad Sadeqi

 

„Krieg. Stell dir vor, er wäre hier“

„Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie der 14jährige Protagonist. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versucht er mit seiner Familie ein neues Leben zu beginnen. Weil er keine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann er nicht zur Schule gehen, kein Arabisch lernen, keine Arbeit finden. Er fühlt sich als Außenseiter und sehnt sich nach Hause. Doch wo ist das?“

Am 20. Jänner gibt es in der ARGEkultur die Premiere des Stücks „Krieg. Stell dir vor, er wäre hier“ mit Elisabeth Nelhiebel unter der Regie von Markus Steinwender. Wie wäre es, wenn die aktuelle globale Situation anders wäre – oder ist sie das nicht ohnehin schon? Wenn wir Flüchtlinge wären, wenn wir in Todesangst leben müssten oder auf die Hilfe anderer angewiesen wären. Für unzählige Menschen ist dies Realität, in „Krieg. Stell dir vor, er wäre hier“ wird auch unsere Alltagswirklichkeit auf den Kopf gestellt und wir werden aufgefordert, unsere Blickwinkel zu ändern.

Heute im Magazin um 5 sind Elisabeth Nelhiebel und Markus Steinwender zu Gast und sprechen über „Krieg. Stell dir vor, er wäre hier“ und auch über die Wirkung des Stücks im aktuellen Kontext.

Harmonie von Anfang an

Harmonie von Anfang an,

die wünscht man sich, wenn man einen Tiergefährten adoptiert. Harmonisch, ruhig, vertrauensvoll – so sollte das Zusammenleben mit der neuen Fellnase funktionieren. Damit das auch wirklich so klappt, kann man eine ganze Menge tun.

Auch ungeeignete Haltungsbedingungen prägen einen Hund

Mit meinen Gesprächspartnerinnen Christine von Hake vom Tierheim Freilassing, Angelika Preyer vom woodfairy house und der glücklichen Besitzerin einer ehemaligen Tierschutzhündin spreche ich darüber, woran man seriöse Vermittlung erkennt, welche Überlegungen man anstellen sollte und wie man sich konkret auf das neue Familienmitglied vorbereiten kann.

Hunderunde Servicebox:

Tierheim Freilassing ,
Hundeschule Feel your dog,
Woodfairy House

 

 

Lesefutter:

Turid Rugaas, Calming Signals – Die Beschwichtigungssignale der Hunde (auch als DVD erhältlich)
Martina Nagel und Clarissa von Reinhardt, Stress bei Hunden
Mirjam Cordt, Hundereich – Ein Arbeitsbuch zur Integration von Hunden aus dem Tierschutz
Dorothee Schneider, Die Welt in seinem Kopf
Suzanne Clothier, Es würde Knochen vom Himmel regnen
Neues Körbchen, neues Glück, Bettina Wernisch
Muss es ein Welpe sein, Karin Immler

Die Musik zur Sendung:

Christina Stürmer – Entlaufene Hunde
Frederic Chopin – Minutenwalzer, gespielt von Lang Lang
Johnny Cash – Doggone lonesome

 

Sendung anhören:

Live auf der Radiofabrik 107,5 oder per Livestream immer am 2. Mittwoch im Monat um 12:08 Uhr und am 2. Donnerstag im Monat um 19:06 Uhr. Nachhören ebenfalls über die Radiofabrik oder über den Hunderunde Blog.

Feedback und Kontakt: Karin Immler,  www.knowwau.com

Hundewissen zum Hören im Hundepodcast von know wau.