Wortfront: Freilandherz!

Download/Podcast: Artarium – Das ganze Album vom Sonntag, 10. April: Freilandherz von Wortfront – Die aktuelle Neuerscheinung anstelle des abgesagten Konzerts in der ARGE – zur Ehrenrettung aller Inspiranten und Neugierinnen in diesen Zeiten von Kernschmelze und Käfighaltung. Emo Cremissimo & Museau Chocolat präsentieren ihre neue Lieblingsstimme:

Wortfront in KäfighaltungSandra Kreisler, die in kongenialer Kooperation mit Roger Stein und unterstützt von einer überaus individualkreativen Kapelle schrägzarter Zwischentöner einen großen Wurf wagt, nämlich das Genre Chanson generationen-übergreifend zwischen Zitaten aus zwei Jahrhundert(tausenden!) auszuspannen und dabei herznah und modern – zu bleiben.

Auch wenn wir diese wunderlich behutsam kraftvolle, hintersinnig direkte und lebensleicht tiefgründige Performance heuer nicht live miterleben konnten, sei sie euch nun doch noch in Form dieser Albumpräsentation ans – ja, hoffentlich – Freilandherz gelegt. Es tut einfach so gut, in dieser „etwas anderen“ Gefühlswelt zu tauchen…

The Creeps of Spring

Das aktuelle Radiohead Album „The King of Limbs“ als Empfehlung der Woche.

Mir ist neulich etwas echt Eigenartiges passiert – und zugleich war dieses Etwas auch noch was sehr Seltenes. Daher rührt nun mein dringendes Bedürfnis nach Berichterstattung und Mitteilung an die Mitwelt: Die Herren Yorke und Greenwood haben nämlich gemeinsam mit den drei anderen Radioheads wieder einmal ein Klangwerk erschaffen, das sich der vorschnellen Kategorisierung durch Hörgewohnheit mal Erwartung dividiert durch Befriedigung listig zu entziehen vermag. Dieser Umstand an sich ist ja nun nicht wirklich überraschend, wenn man die stilistischen Brüche, Sprünge und Weltverschmelzungen im Werkverzeichnis dieses Klangkunst-Kollektivs seit ihrem umfänglich gecoverten Hit „Creep“ von 1992 auch nur ansatzweise mitverfolgt hat.

Und damit kehre ich auch schon wieder zum Subjektiven zurück – ich bin schließlich nicht die Musikredaktion, sondern das etwas andere Kunnst-Biotop. Ich lud mir also die neue Erscheinung herunter und hörte hinein, ging dann Tee aufgießen, begann einen Text zu schreiben, telefonierte zwischendurch, checkte meine E-mails und Facebook-Nachrichten, telefonierte abermals, begab mich ins Bad, schrieb an meinem Text weiter – und bemerkte plötzlich, dass meine Viktualienhandlung demnächst die Sperrstunde ausrufen würde und ich mich folglich beeilen müsste.

Moment mal – es war also kurz vor 7 Uhr abends und seit dem frühen Nachmittag lief „The King of Limbs“ ununterbrochen im Hintergrund – ohne dass es mir aufgefallen wäre! Das verwunderte mich jetzt schon einigermaßen, bewegen sich doch üblicherweise an die 30.000 mp3s mittels ausgeklügelter Algorithmen von Assoziation bis Zufall in meiner Musik-Maische zwecks Vorgärung von emotionalen Essenzen und ähnlichen Ohrdestillaten, welche von gefühlsleeren Ödschnöseln aus der Unterwelt des Rundfunkpopulismus zur schlichten „Playlist“ herab qualifiziert – aha, ich schweife!

Um es also auf zumindest ein paar Punkte zu bringen: Ein Lokal, in dem diese Musik als Bühnenbild, Knotzmöbel und Wandbrunnen selbstverständlich ist, gibt es in Salzburg sträflicherweise noch nicht – aber ich wäre dort Stammgast! Und zwar weil diese Klangwelten in genial angewandter Paradoxie Unaufdringlichkeit mit Intensitätssteigerung verbinden, so dass echte Gespräche als hochdramatisch entspannende Gefühlsdialoge, wie sie für mein Arbeiten grundlegend sind, befördert werden. Ein solcherart breitwandepischer Soundtrack zum ambivalenten Innenleben des Baumes kurz vor der Austriebsphase im Vorfrühlig erfüllt auf unheimlich anheimelnde Weise alle Bedingungen einer C. G. Jung’schen Synchronizität, zumal er mit Ende Februar punktgenau mitten ins mitteleuropäische Frühlingserwachen hinein veröffentlicht wurde, in welchem wir alle noch traumverloren unter der Auszehrung vermeintlich ewigen Wintertums vor uns hin vegetieren. Es erscheint mir mit einem Mal röntgenhaft die Innenansicht vom Aufsteigen meiner Säfte. Sehr seelenschmatz!

In diesem Sinne soll also ein weiteres einstweiliges Zwischenprodukt des seit Mitte der 80er Jahre baumartig wachsenden, myzelhaft wuchernden und vielschichtig sich verzweigenden Schaffens von Radiohead am Freitag, 11. März im Rahmen der Radiofabrik Reihe „Hörenswert – Das Album der Woche“ ab 14.08 Uhr zu Gehör und Gespür kommen, wohingegen wir selbst ab 22:00 Uhr die Perlentaucher-Nachtfahrt zum Thema „Frühlings Erwachen“ zelebrieren werden. Wie geheimnisvoll und dabei doch voll bio-logisch sich auch unsere inneren Themen, Träume und Turteltauben zu einander fügen! Schlussendlich zusammengefasst: ein Album zum mit den Ohren spüren und Bildwelten in sich hoch steigen lassen, die man auch nur mit dem Herzen gut sehen kann. Viel Vergnügen!

 

Shades Of Red – 100 Jahre Bruno Kreisky

Stream/Download: Die ARTARIUM Sonderausgabe vom Sonntag, 23. 1. würdigt das menschliche Vermächtnis des politischen Visionärs Bruno Kreisky in persönlichen Anekdoten. Der inzwischen längst legendäre Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzende hätte am Samstag, dem 22. 1. seinen 100sten Geburtstag gefeiert – seine Wirkung auf den jungen Idealisten in uns ist immer noch nicht tot zu kriegen.

Erster Schauplatz: Shades Of Red in der Salzburger Alpenstraße. Abschaffung der Prügelstrafe an Schulen und eine Atmosphäre des Aufbruchs. Kritische Schülerzeitungen zwischen Arena-Besetzung und Ö3 Musicbox. Sogar die Katholische Arbeiterjugend wählt SPÖ – Das moderne Österreich, ein angewandtes Paradoxon.

Zweiter Schauplatz: Die Kultur der Auseinandersetzung in den 70er und 80er Jahren am Beispiel der  Zwentendorf-Volksabstimmung, die ich noch als Schüler in Klagenfurt erlebte. Die Burggarten-Demos mit Nina Hagen oder die Phorushalle-Besetzung mit Peter Kreisky. Später die Hainburger Au oder: Nur bei Grün links überholen? Ganz schlimm: Räumung der Ägydigasse und – eine Ära ist endgültig vorüber.

Dritter Schauplatz: Von der KulturFreiZone mit Herbert Fartacek bis heute – ein Resümee. Was ist das Bleibende an der Faszination Kreisky? Was lässt sich heute noch davon heraus destillieren und in die nächste Meta-Postmoderne hinüber retten? Eine sehr subjektive Annäherung – doch ist vielleicht genau das der springende Punkt…

Und während sich Norbert K.Hund im Gespräch mit Christopher Schmall durchaus lustvoll an diesem individuellen Vermächtnis abarbeitet, droht dem tatsächlichen Bruno Kreisky Archiv nebst dem Johanna Dohnal Archiv im ehemaligen Vorwärts-Verlagshaus in Wien, so wie vielen anderen außeruniversitären Forschungsstätten auch, das endgültige Aus durch ersatzlose Streichung jedweder Basissubvention. Bitte unterstützt den Erhalt dieser für Österreich unschätzbar wertvollen Einrichtungen durch Unterschrift der Online-Petition! Danke.

Noch ein Artikel zu dieser Sendung.

Das Artarium Myzel breitet sich aus: LINZ

Wir habens immer schon gewusst: Uns hält keine Landesgrenze auf. Geschweige denn die eines „guten“ Geschmacks! What 30 Million people say MUST be wrong! Wir kommen, Österreich:

So fest steht viel: Artarium On Air – jetzt auch in Linz im Radio FRO – und zwar jeden Freitag zum High Noon um Punkt 12e z’mittog auf 105,0 MHz (wonns im Stau steckts oda beim Kochn) Besonderes Zuckerl: jeden 2. Freitag im Monat gibts die Back-Edition einer selbstironischen Surrealsatire. Bon Voyage!

Diesfalls an dem Kommenden: „Bohemian Radiopsie“ feat. Nudelhund & Rattenmann. We are the Champignons of the World!

It’s all about the fucking Queen – Freddie Mercury, was hast du nicht alles angestiftet…

Von Dream Theater Zitaten inspiriert folgte ich eigenen jugendlichen Reminiszenzen an die subjektive Relevanz dieses 1975!!! definitiv mutig anderen Musikstücks, einer Taschenoper für Phantasieprinzessinen und Karamelritter, einer wohligen Zeitlupenexplosion für unbezwingbare Drachentöter an der Luftgitarre jedwedes und allerlei Geschlechts, vorwärts GeschwisterInnen, zur Selbst- und FROheit – es kostet nur  das eigne Leben…

Nachtfahrt goes Perlentaucher

NACHTFAHRT/PERLENTAUCHER vom FREITAG, 8. 10. um 22:00 Uhr – Die Philosophie: Jetzt und hier zum Nachhören und Downloaden!

Manchmal ist das Leben sehr kompliziert. Alles gerät in Bewegung und scheint sich aufzulösen. Wir sitzen ratlos in einem Haufen Scherben und versuchen, die Fragmente unser selbst wieder zusammen zu fügen. Doch wo war nochmal gleich der sprichwörtliche rote Faden, an dem wir uns orientieren wollten?

Perlentaucher war ja ursprünglich eine Projekt-Idee zur Veranschaulichung speziell eigenArtig kreativer Prozesse und der uns dabei zugrunde liegenden Lebenshaltung. Als Kurzfilm nicht realisiert, versuche ich das jetzt einmal zu zeichnen und dann als Radiosendung hörbar zu machen…

Perlentaucher sind Menschen, die trotz widerlich widriger Umstände immer wieder in die stinkenden Strömungen des jeweiligen Zeit-Ungeistes tauchen, um jene kostbaren Kleinodien zu bergen, aus denen unsere schöpferische Energie immer wieder neu belebt wird. Dabei kann es nie um fertige Produkte und Produktionen gehen, sondern um das Auffinden und den Austausch von Anregungen, Ideen und Visionen. Was dabei herauskommt, ist genauso unfassbar wie – siehe oben – und hör dir beim Zuhören zu!

Wenn wir uns vom Leben alle Sinne mal wieder kräftig durchschütteln lassen, erkennen wir, wie viele kleine springende Punkte plötzlich feine Linien bilden. Warum also nicht daraus mehrere rote Fäden zwirbeln und diese dann wiederum mit der Zeit zu einem starken Seil verknüpfen, das uns hält?

Das Wesentliche dabei ist, diese wundersam bewegte Welt der eigenen Gefühle und Phantasien in all ihrer einstweiligen Entstehung mit anderen, ebenso im Geschehen der Gestaltung begriffenen Kunnst-Menschen teilen zu können. Sich selbst sozusagen mitzuteilen – und im Spiegel des Schaffens mit Gefährtinnen und Gefährten auf die Fährtensuche des Eigenen zu gehen. Und wenns dabei gefährlich wird, solche Menschen sind die Perlen! Life is Patchwork in Progress – Momentaufnahme beständigen Wandels…

ABSCHIED – FNTOME 03.10.10

TanzTANZ MIR EIN LIED ZUM ABSCHIED
Die schöne Frau Nowak sagt der Radiofabrik Lebewohl und parkt den Transorientalischen Musikexpress erst mal zur Rundumüberholung in einem Hamburger Kabuff.
Dies ist die letzte Sendung FNTOME in diesem Jahr. Mit der gekürzten Version des DJ-Sets vom Radiofabrikfest am 25.09. Fette Beats und zum sterben schöne Melodien

Frau Nowaks Transorientalischer Musikexpress
Sonntag, 03.10.10 ab 21 Uhr auf radiofabrik.at

Wer am Sonntag früh aufsteht kann Frau Nowak im Radiozimmer auf ByteFM hören. Es geht um dunkle Stimmen und darum, das Radio vibrieren und den Zuhörer erschauern zu lassen.

Alles nur geklaut – FNTOME am 19.09.10

Geklaut oder nur geliehen?

FNTOME am 19.09.10 auf www.radiofabrik.at ab 21 Uhr

Wie die Elstern stibitzen Musiker die Juwelen ihrer Vorgänger. Besonders gerne haben sie glänzendes Discosilber oder Jazzgold. Der neueste Trend sind Diamanten aus dem Orient. Die blinken und blitzen so schön. So schön, dass manch einer geblendet von der exotischen Schönheit danebengreift.

Von gelungenen und mißlungenen Samples und Coverversionen erzählt euch die schöne Frau Nowak.

NEUNEUNEU! Ab Ausstrahlung dieser Sendung könnt Ihr Euch auf diesem Blog auch Videos zum Thema anschaun.

Frau Nowaks Transorientalischer Musikexpress
Sonntag, 19.09.10
ab 21 Uhr
Onlinestream: www.radiofabrik.at

Wiederholung: A Rest of China

Diesen Sonntag wird eine Sendung wiederholt: Frau Nowaks Transorientalischer Musikexpress vom 18.04.10 – A Rest Of China. Im dritten Teil der China Serie reist die schöne Frau Nowak von den Nachtclubs des alten Shanghai zu den Jazzclubs des modernen Hong Kong. Mit Musikern, die es verstehen aus den alten Traditionen neue Spannende Sounds zu kreieren.
Kreative Resteküche statt aufgewärmtem Einheitsbrei!

Sonntag, 05.09.10
von 21-22 Uhr
Onlinestream auf: www.radiofabrik.at

Veröffentlicht unter News

Des is ka Barett!

Peter.W. – einer der umtriebigsten und vielseitigsten Kunnst-An-Stifter in dieser Stadt sowie ebenso unverbesserlicher Kultur-Optimist eröffnet die nächste Runde: Mit den Waffeln der Ironie!

„Endlich eine vernünftige Kabarett-Szene für Salzburg!“ Dieses Motto der ab 12. Oktober monatlich im Mattseer Stiftskeller stattfinden sollenden Comedy im Pub Reihe ist wahrlich ein Fall für die rosarote Brille. Oder gar Pille? Aber hören und spüren sie selbst: Die Sendung zur Einführung!