Playlist Schau in den Norient – FNTOME Jan 2013

Playlist FNTOME Jan 2013 Schau in den Norient

01 Darkthrone – Kathaarian Life Code

02 Burzum – War

03 Burzum – Ea, Lord Of The Depths

04 Ulver – All The Love

05 Big Freedia – Excuse

06 Mr. Ghetto – Walmart Song

07 Аzis & Desi Slava – Kasvash Ce Me Obicash

08 Melekh – Po Putya Na Ljavata Rka

09 Duet Dvorjak – Space Kjucek

10 Busby Berkeley – By A Waterfall

11 The National Fanfare Of Kadebostany – Fast „King Rashaa“ Mercedes

12 Bassekou Kouyate – Jama Ko

Die Sendung zum Anschauen, Nachhören und Downloaden: https://vimeo.com/59195332

Beyond Fantasy (Norbert)

Podcast/Download: Die Perlentaucher-Nachtfahrt vom Freitag, 8. Februar – Phantasien? Was geschieht denn mit uns in unseren Träumen? Woher kommen die verschiedenen Vorstellungswelten? Und was ist das überhaupt für ein sagenumwobener Stoff? Nicht das, was du jetzt denkst – der, aus dem die Träume sind, du Kasperl! In dieser Sendung wollen wir anhand des Entstehens eigener Phantasiegeschichten und anderer surrealer Texte dem Phänomen des Ausdenkens und Erfindens von nicht in der „realen Welt“ beheimateten Gedankengängen nachspüren. Was ist das für eine Energie, die uns Visionen beschert und tief in uns Bilder, Ideen, ganze Welten hervor bringt, welche im Wortsinn „nicht von dieser Welt“ sind – die uns aber nichtsdestoweniger beeinflussen, voranbringen und umtreiben?  Und was fangen wir – gemeinsam – mit all dem an?

Zwei TiereChriss warf vor einiger Zeit öffentlich die Frage auf, was denn diese drei Begriffe „Energie, Phantasie und Worte“ gemeinsam hätten. Kein Wunder, schreibt er doch schon länger an einer komplexen Phantasiewelt-Geschichte, in welcher die Gesetzmäßigkeiten unserer gewohnten Wirklichkeit ebenso gelten – wie auch aufgehoben sein können. Eine Grenzwanderung an der Überschneidung und wechselseitigen Beeinflussung von Alltags- und Anderswelt also, eine ambivalent fluktuierende Spannungszone zwischen Schwerkraft und Sinnenrausch, in der allerdings das dauernde Durchdrungensein der einen (realen) Welt mit der anderen (Traum-) Welt absoluten Sinn ergibt! Ein ambitioniertes Unterfangen jenseits der flacheren Vertreter des Fantasy-Genres, die sich mehrheitlich in manichäischen Schwarzweißwelten mit dazugehörigen Endsiegen und Erlösungen der Gut/Böse-Frage ergehen – ja, die sich, den meisten Game-Designern dabei nicht unähnlich, nur allzu gern in ihren Götterwelten und Heldentümern verirren – und uns so verwirren. Wenn man heutzutage schon auf den Spuren etwa eines J.R.R. Tolkien wandelt, dann sollte man zumindest seine Weltsicht auch überwinden wollen! Allzuviel Anbetung schadet nur der Kreativität. Und Phantasie ist eben eine Möglichkeit, schon hier und jetzt eine bessere Zukunft auszurufen. Eine zumindest gerechtere und gewaltfreiere Welt zu erschaffen…

Drei FigurenGemeinsam sind wir das Festspielpräsidium. Sind wir mitten in Salzburg das geile Institut der Phantasien und Wünsche. Sind wir auch eine gute Therapie gegen die gestohlene Zukunft, erkennen uns immer am Aroma unserer Hoffnungen und Träume, am Geschmack unserer Geschichten und am Gewebe unserer Wortspiele und Wortneuschöpfungen. Wovon leben all die Produzenten und Zurschaustellerinnen, wenn nicht von der Macht des Ausgedachten? Die zunehmende Industrialisierung des Kunst- und Kulturbetriebs verschleiert doch nur die wahre Bedeutung und den tatsächlichen Wert ihres eigentlichen Rohstoffs – unserer Phantasie! Und wenn sie dir erst einmal in den Arsch gekrochen ist, die geölte Profitmaschine deines Aufstrebens, deines Künstlerseins, deiner Vermarktung – dann geht sie aber ab wie ein Fieberzapferl und fürwahr kein kleines! Das geflügelte Wort vom „Arsch voller Geld“ sollte uns an dieser Stelle zu denken geben. Also mach dein Ding, aber lass dich nicht einkaufen! Versteh mich nicht falsch – verdien dein Geld und lebe gut von deiner Kunst, aber lass dich nicht einspannen für diese dubiose Diktatur des Geldes um des Geldes willen! Denn das Popozuckerl der Weltfinanzreligion kommt irgendwann wieder raus – dann hast du zwar den Arsch voller Kohle – aber auch den Mund voller Scheiße! 😀

Eine PhantasieNun wollen wir nicht mehr Worte machen zu unseren drei Stunden mit ihren vielsagenden Untertiteln „Energy, Fantasy, Words“. Bei dieser Nachtreise durch das noch Unbekannte und das noch Unausgesprochene geht es ja darum, dass wir uns gemeinsam darauf einlassen, dorthin zu gelangen, wo wir noch niemals vorher waren. Daher laden wir euch jetzt nur noch mit den Worten des phantastischen Dichters Jan Plewka (Selig) ein, uns auf eine emotionale Expedition in unsere ungefähre Zukunft zu begleiten:

Wenn sich die Nacht auf deine Schultern legt
Und der Schlaf in dich kriecht wie ein Gebet
Wenn der Mond am Fluss spazieren geht
Und Mutter Fuchs ihre Kinder nach Hause trägt
Wenn die Krähe im Flug mit der Dunkelheit schwimmt
Und ein Mädchen im Schlaf helle Lieder singt
Hier werden wir uns wieder sehn:
Am Ufer der Nacht und schwimmen gehen
Da ist ein Fenster in meinen Träumen
In diesem Fenster brennt ein Licht
Da ist ein Fenster in meinen Träumen
Und dieses Licht dort brennt für dich

Wenn der Tag dich quält und du weiter willst
Sich die Welten drehen und du nichts dabei fühlst
Wenn du nicht mehr weißt was der Morgen will
Du erwachst in dir und alles ist still
Wenn du zu sehr liebst, dass du’s nicht erträgst
Komm in die Nacht, es gibt einen Weg
Hier werden wir uns wieder sehn:
Am Ufer der Nacht
Da ist ein Fenster in meinen Träumen
In diesem Fenster brennt ein Licht
Da ist ein Fenster in meinen Träumen
Und dieses Licht dort brennt für dich

Zwischen Zeichen und Schatten und Zwischenräumen
Hinter Trümmern und Türen und all unsern Träumen
Über Berge, Zeit und Raum
Meine Liebe findet mich im Traum
Zwischen Zeichen und Schatten und Zwischenräumen
Hinter Trümmern und Türen und all unsern Träumen
Über Berge, Zeit und Raum
Meine Liebe findet mich im Traum
Da ist ein Fenster in meinen Träumen
In diesem Fenster brennt ein Licht
Da ist ein Fenster in meinen Träumen
Und dieses Licht dort brennt für dich

(Selig – Traumfenster)

 

 

Szenenwechsel Graz: VIECH / Binder und Krieglstein

Diesmal meldet sich der Szenenwechsel aus Graz. Wir stellen vor:

– VIECH

– BINDER UND KRIEGELSTEIN: zu Gast im Studio: Rainer Binder-Kriegelstein

– „Scenesters‘ Acoustic Session“ mit Laurenz Jandl und Florentina Finder von POLKOV

Playlist:
Viech „Hab’s nicht im Kopf aber dafür in den Füßen“
Viech „Wer isst schon gern allein“
Viech „Steuermann“
Binder und Kriegelstein „Jugend“
König Leopold „Kohlhauser“
Sawoff Shotgun „Lip My Stockings“
Binder und Kriegelstein „Om Pleasure Glory“
Polkov „Resolve“
Polkov „Horselovers Grave“
Polkov „Hermione“
Viech „Ich geh’s heut früher an“

Gestaltung: Markus Hausmann, Lisa Dreier, Christine Schober und David Künstner.

Sendung im CBA nachhören: http://cba.fro.at/105555

GÖTTERFUNK mit HIGH & LOW (live & unplugged, 17.01.2013)

GoeFu_HighLowHIGH & LOW ist ein isländisch/österreichisches Bandprojekt rund um Singer/Songwriter Thorvaldur Thorvaldsson. 2010 in Salzburg gegründet hat die sechsköpfige Band im Herbst 2012 ihr Debutalum „Narrow Road“ veröffentlicht, das sich schnell guter Kritiken erfreute durfte. Dieses Frühjahr wollen Thorvaldsson und co. nachlegen und eröffneten ihr Musik-Jahr mit einer bemerkenswerten live & unpluggedGÖTTERFUNK-Session! Das sollte man nicht versäumt haben – aber falls doch, kann man ja noch nachhören!

Zum Nachhören PW: GoeFu

„Zwischen-Über-Fälle in Rot“ & BIMBAM Festival

Seit Anfang Jänner gibt es im Toihaus ein neues Stück zu sehen, und zwar „Zwischen-Über-Fälle in Rot“ ein Nacht-Traum-Theater mit Musik, frei interpretiert nach Daniil Charms. Der litauische Regisseur Arturas Valudskis konzentriert sich in seinem skurrilen Stück auf die Werke des Literaten Daniil Charms und auf viel Musik – egal ob auf russisch, litauisch oder deutsch. Und wer da jetzt neugierig geworden ist: Mehr zu „Zwischen-Über-Fälle in Rot“ und einen kleinen akustischen Ausschnitt gibt’s in der aktuellen Ausgabe von „So A Theater“ zu hören. 

Und ab Mitte Februar ist es endlich wieder soweit: Vier Wochen lang Theater aus ganz Europa für die Allerjüngsten. Aber „verstehen“ die denn überhaupt schon Theater? Und ob! Sehr junge Kinder haben einen ganz anderen Blick auf Theater als Erwachsene. Nicht der logische Zusammenhang von Sprache und Geschichten ist für sie das Wichtigste, sondern ihre unglaubliche Empfänglichkeit für Stimmungen und Atmosphäre, die sie Zusammenhänge einfach spüren lassen. Das BIMBAM Festival für die kleinsten Theaterbesucher startet am 17. Februar und worauf man sich dabei freuen kann, hört ihr in der dieser Toihaus-Sendung.

Gedichtezuckerl und Rätselnüsse

Am 12. 12. 2012 ging es in vielen Salzburger Schulen ganz besonders leise zu.

Gedichtezuckerl_Raetselnues

Es war Lesetag. Leseaktionstag, genauer gesagt. Lesen, lesen, lesen hieß es da, alles, was man in die Finger kriegen konnte. Es gab auch etwas zu gewinnen, aber das war gar nicht so wichtig. Viel wichtiger waren die Bücher: in der VS St. Andrä konnte man Bücher tauschen, Comics lesen, Gedichtezuckerl und Rätselnüsse fürs Radio aufnehmen, Märchenbücher durchstöbern, Sachbücher studieren, Geschichten vom Franz lesen, in der Bücherei ganz verzaubert werden,  im Turnsaal lesen und dabei an den Geräten hängen wie die Äffchen. Es kam sogar Lesen auf den Tisch – Apfelspalten knabbern und dabei Tischsetgeschichten lesen.  Kurz gesagt: lesen immer und überall.

Das wünschen wir uns öfter.

Märchen? Durchschaut!

„Erzählt uns doch keine Märchen!“

So leicht lassen wir uns nämlich Maerchenberichtigungen bild von Lisa Kaufmannnicht an der Nase herumführen. Wir durchschauen den Aufbau von Märchen und stellen das eine oder andere auch richtig. Dabei hilft fetzige Musik von Grünschnabel, Otto und Happily Ever Laughter.

Gib dir den Spaß und schalte ein am Mittwoch, 6. Februar um 14:06 Uhr und die Wiederholung am Sonntag darauf um 10:06 Uhr.

Wildana, Florian, Patricia, Jasmin, Kerim, Linandro und Marcel erzählen auch über Lesevergnügen, Leseschwierigkeiten und beste Leseplätze.

 

 

Stadtteilradio Liefering

Montag, 04. 02. 2013

Diesmal behandeln wir ein Thema, das jeden betrifft und jeden ärgert. Die Verkehrssituation im Stadtteil Liefering. Bei mir im Studio wird GR Peter Iwanoff zu diesem Thema stellungnehmen und über geplante Strategien und Vorhaben reden. Ich freue mich darauf.

Paul Frank

In Between Music

Podcast/Download: Artarium vom Sonntag, 27. Jänner – Schneller, höher, weiter – oder doch dazwischen? Die faszinierendste Musik ist ja immer noch diejenige, in der sich scheinbar entgegengesetzte Gefühlswelten wie selbstverständlich begegnen und sich sodann zu etwas eigentlich Überraschendem verbinden. Wehmut und Hoffnung, Schmerz und Fröhlichkeit, Depression und Extase, Langeweile und Sex – ganz wie im richtigen Leben. In diesem Sinne untersuchen wir diesmal die Neuerscheinung von Manchester Snow auf derlei Zwischentöne – und berichten von der „CITIZENS“ EP Release Show am Freitag, 25. 1. in der Rockhouse Bar. Unsere emotionale Expedition in eine der letzten noch unerforschten Weltgegenden: den Zwischenraum zwischen den Zeilen des Zwischenmenschlichen. Eine vorläufige Phantasie…

manchester_snow_5Wohlgemerkt, es geht oft einfach um die richtige Mischung aus Vertrautem und Unerwartetem, um uns das gern in der Gewohnheit verfestigte Bewusstsein wieder einmal gründlich – und aufs Angenehmste – durchzulüften: Hier etwa eines der zahlreichen Details aus dem Video zur aktuellen Single „Forrest Lane“Marvin (links) und Rupi (rechts) kennen wir doch alle schon – zumindest glauben wir das! Aber wer ist jetzt dieser Herr? Eine im ambivalenten „Inzwischen“ oszillierende Kunstperson aus dem erweiterten Kreativpool rund um die Konzeptidee Manchester Snow? Chapeau! Das ist allerdings Popkultur zum Anfassen und Mitnehmen – ironisches Selbstzitat inbegriffen. 😉

manchester_snow_1Apropos Zitat, willkommen in der *prost*modernen Unbefangenheit! Warum ich beim Anblick dieser Szene unweigerlich an Queen’s Bohemian Rhapsody denken musste, ist wohl eh klar – und ebenso eh unerheblich. Es funktioniert nämlich und es macht Spaß! Das ist und bleibt eben die ganze Miete beim verschreibungsfreien Musikkonsum, egal ob Rock-, Pop-, Indie- oder was auch immer Kulturfeuilleton. Wirklich! Da kannst du sogar die Hamburger Schulgründer des intellektuell zugeheimnissten Diskurspop der Reihe nach fragen, „es geht um Songs und dass sich die Leute dabei gut fühlen“, würden sie sagen. Purer Zufall, dass „Wie wir leben wollen“ von Tocotronic just am selben Tag erscheint.

manchester_snow_3Doch Schluss mit lustig und assoziativ. Warum wir diesen Termin auf jeden Fall wahrnehmen und auch in der Sendung darüber sprechen werden, das hat ernste Gründe. Klar, mit Freunden feiern und uns über deren beachtliche Fortschritte freuen, zudem ein gelungenes Produkt bewerben, das liegt auf der Hand. Doch was uns dabei noch viel mehr interessiert, ist das Dahinter, Dazwischen und Drumherum. Wir pflegen nun einmal eine spezielle, eine „etwas andere“ Sichtweise auf die Wirklichkeiten unserer Umgebung. Eine Anschauung“, die Untertöne und Zusammenhänge auf sonst unübliche Art klar werden lässt. Darauf macht das jüngste Werk von Manchester Snow neugierig. Und genau dafür ist freies Radio so wichtig – dass wir auch die Zwischentöne wahrnehmen können!