Das Interview mit Nina Hagen (Blinde und Kunst e.V.: 3. Sendung)

Die international bekannte Künstlerin Nina Hagen spricht mit Andrea Eberl in intimer Atmosphäre über das, was man sieht und das, was man nicht sieht und auf andere Weise wahrnimmt und erlebt. Ihre Themenfelder reichen von der Kleidung bis hin zu tieferen, religiösen Sinnfragen.

Eine Sendung von Blinde & Kunst e.V. im Rahmen von „Ohrenblicke – Radiokunst von Blinden & Sehenden“.

Radio Ohrenblicke (Radio Z – Ausgabe 4)

In der aktuellen Ohrenblickeausgabe beschäftigen wir uns intensiv mit einem technischen Hilfsmittel, das längst nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken ist. Computer Wie wird der PC für Blinde und Sehbehinderte nutzbar, welche Hilfsmittel gibt es dazu und wie funktioniert was. Horst und Doro stellen ihre Computer zuhause genauer vor und die Redaktion war zu Besuch bei der Firma Pro Tak, die sich neben anderen technischen Hilfsmitteln auf Computererweiterungen für Blinde und Sehbehinderte spezialisiert hat. Hörkunst aus Computern gibt es mit zwei Hörstücken, die mit dem Screenreader Jaws hier in Nürnberg hergestellt wurden. Viel Spaß beim Reinhören.

Fotografieren nach Gehör und nach Geruch

Wenn von blinden Fotografen die Rede ist, so ist das in der Regel nicht gerade als Kompliment gemeint. Blinde und Sehbehinderte wissen aber sehr wohl mit der Kamera umzugehen. Am Mozarteum in Salzburg war kürzlich eine Fotoausstellung von Blinden und Sehbehindeten zu sehen. Und weil einige der Fotografen auch im Ohrenblicke-Team als Radiomacher tätig sind, haben wir von der Radiofabrik dieses außergewöhnliche Fotoprojekt mit dem Mikrofon begleitet und waren auch bei der Vernissage im Mozarteum dabei.

Blinde und Sehbehinderte als Fotogafen. Wer sich für die Fotos interessiert – eine Auswahl findet ihr auf der Internetseite von Michaela Grieshaber unter http://elagrieshaber.net/.

Ego has landed – Peter.W. 10 Jahre On Air

DIE VIELEN GESICHTER DES EINZIGARTIGEN PETER.W. – Eine Radionacht für die Kunnst!

Beginn Donnerstag, 29.7. 20:00 Uhr Seit nunmehr 10 Jahren bereichert dieser kreative Friedens- und Unruhestifter alle verfügbaren Frequenzen mit einem schier unstillbaren Gestaltungsdrang. Rein sendetechnisch betrachtet ist er also nicht sehr viel jünger als die Radiofabrik selbst. Fürs Gratulieren existieren zahlreiche Gründe…

Und eine ganze Menge davon gibt es bis 06:00 Uhr früh auch auf die Ohren! Denn Peter.W. erfindet Sendungen, wie andere Mozartkugeln scheissen: Schnell, Raus, und ohne Schaden. Dafür ist ihm ein Ehren-Schorsch für sein Lebenswerk allemal sicher. Wer so viele Menschen zum Selbermachen von Kunst anstiftet und mitreisst, zudem auch weit über das Medium Radio hinaus, der leistet mehr fürs kulturelle Wohlbefinden des Gemeinwesens als manch hochdotierte Kampagne. Dieser Mann ist eine Bewegung – und die Genialen Dilettanten sind nur ein, wenn auch wesentlicher Teil seiner Philosophie. So verweise ich im Berndard’schen Sinn auf: Sein Werkverzeichnis – Eine Andeutung.

Am allermeisten bin ich selbst ihm zu Dank verpflichtet – für die nachhaltige Inspiration und Wieder-Anregung zur experimentell verspielten D.I.Y – Kunstausübung. Merci, Sherry!

Das Konzept dahinter steckt bereits in der Geschichte von Yü Gung und konterkariert auch trefflich das diesjährige Motto der Salzburger Festspiele. Wo Koth und Mensch zusammenstolpern, da entsteht Gumprechting! Ihre Umstürzenden Innenmysterien…

Artarium, das etwas andere Kunnst-Biotop – aus dem Schatten der Peterkugel entsprossenes Radiokind, würdigt den Jubileur ab ca. 22:00 Uhr live – mit einem atmosphärischen Portrait der spezielleren Sorte: Artarium History X – seit heute abend wird zurück gesendet. Echt Fett!

Ein Date mit Lust Laune Leidenschaft

Die die heutige fünfte Ausgabe von Lust Laune Leidenschaft beschäftigt sich mit dem Phänomen um zu einer zwischenmenschlichen Beziehung zu gelangen: Dem Date – oder der Verabredung.

Um schlimmere Peinlichkeiten bei einem Date zu vermeiden, hört ihr heute die schlimmsten Fehler, die man beim ersten Date begehen kann. Ist das Date dann ohne größere Probleme gelaufen, dann stellt sich immer noch die Frage wer bezahlt? – Um dieses kleine Dilemma zu lösen gibt’s einen kleinen Knigge-Einblick in dieser Stunde. Und wenn man sich vielleicht sogar zu einem zweiten Date verabreden möchte, dann doch einmal etwas nicht so alltägliches. Tipps für die aufregendsten Dates sollen eure Phantasie in Sachen ausgefallener Date-Ideen anregen.

Also wenn ihr Lust auf aufregende Verabredungen habt, die Laune verspürt einmal einfach jemanden auf der Straße auf einen Kaffee einzuladen oder eine Leidenschaft für meine Sendung hegt, dann schaltet heute um 20 Uhr ein!

Eure Stefanie

„Das rechnet sich: Wirst Du geschoben, dann ziehe! Wirst Du gezogen, dann schiebe!“ v. Alf Altendorf (Apropos 08/2010)

Grundregeln des Kampfsports – von daher kommen diese Rules – gelten auch im Kommunikationsalltag. Ich werde immer wieder gefragt, warum „Förderungen notwendig sind?“. Meint im Subtext, „man könne sich X sparen, weil bei Y auch gespart werden müsse, und überhaupt Z viel wichtiger sei“.

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OCBoddity 168 (26.07.2010)

Die 168. Ausgabe von OCBoddity räumt älteren Semestern in der Musikbranche Zeit ein, ihren derzeitigen Ansatz zu illustrieren: Prince auf der Suche nach 80er-Jahre-Sound, Sheryl Crow auf der Suche nach dem Blues, Sting auf der Suche nach Inspiration durch Philharmoinie, Peter Gabriel auf der Suche nach Stille, Paul Weller, der alles gefunden zu haben scheint, und Tom Petty, der nicht wirklich nach Neuem suchen muss! Die Schlaglichter dazu kommen von Jonsi, !!! und Interpol! OCBoddity168 – da ist für jeden `was dabei!

PLAYLIST
Jonsi, Animal Arithmetic
Prince, Compassion
!!!, Wannagain Wannagain
Paul Weller, Find The Torch Burn The Plans
Interpol, Barricade
Crowded House, Archer’s Arrow
Sheryl Crow, Our Love Is Fading
Sting, Next To You
Peter Gabriel, My Body Is A Cage
The Black Keys, Next Girl
Tom Petty & The Heartbreakers, Running Man’s Bible
Joe Henry, The Man I Keep Hid

Und wer’s hören will … klickt hier

Warum denn in die Ferne schweifen? FNTOME am 25.07.10


Warum denn in die Ferne schweifen?
Mit allem Guten, das nahe liegt beschäftigt sich das steirische Label Pumpkin Records. Heimat, Volkslied, Lyrik, Tradition. Befreit von Humpadumpa Nationalismus, Edelweiß Scheiß und „Wir Gmiadlichn Österreicher“-Romantik.
4 Sampler stellt euch die schöne Frau Nowak vor, mit Namen wie Binder & Kriegelstein, Laokoongruppe, dem Ersten Wiener Heimorgelorchester auf der einen, Schubert, der Bundeshymne und Walther von der Vogelweide auf der anderen Seite. Und mit Roedelius kommt auch ein lebendiger Deutscher ins Spiel.

Frau Nowaks Transorientalischer Musikexpress zum Thema „Warum denn in die Ferne Schweifen? – Das steirische Label Pumpkin Records“
Wann?…So, 25.07.2010 um 21 Uhr
Wo?…..www.radiofabrik.at

Why go far when good is near? – The Styrian Label Pumpkin Records:

Homeland, Poetry, Tradition, Folksongs…….bad words? But good music.

Sunday, July 25, 2010, 9 p.m.
oninestream on: www.radiofabrik.at

OCB’s Radiofabrik-Album der Woche: “Exile On Main St.“ von The Rolling Stones

1972 war ein gutes Jahr für die Rockgeschichte. Die Depression des Beatles-Aus war überwunden, der Glam-Rock verkleisterte die Hitparaden mit schrillen Farben, The Grateful Dead eroberten Europa und die Zukunft des Genres konnte Newcomern à la David Bowie und Elton John überlassen werden. Einzig die Rolling Stones wollten sich noch nicht zu Grabe tragen lassen, wenngleich vieles für ihr Endes sprach: Von den englischen Steuerbehörden gejagt mussten sie das Land verlassen, mieteten sich an der Cote D’Azur in das heruntergekommene Schloss Nellcote – wo 30 Jahre davor die Gestapo hauste – ein. Dort fühlten sich alle so unwohl, dass Mick Jagger als Jungehemann lieber die Welt des Glamour suchte, Keith Richards seinen Kummer in steigendem Heroinkonsum tauchte und Bill Wyman Nellcote überhaupt bestmöglich mied. Zudem stand die Band nach der Trennung von Manager Allen Klein vor einer ungewissen Zukunft.
Doch das Chaos gebar einen Meilenstein der Rockgeschichte. „Exile On Main St.“ erblickte im Frühjahr 72 das Licht der Welt, trug ein grässliches Cover, bot keinen Hit, hatte als Doppelalbum schon den Makel der Überlänge aufgedruckt und wurde folglich von Kritik und Publikum nur sehr verhalten aufgenommen. Erst allmählich drang die aufregende Mischung aus Rock, Blues, R’n’B, Soul und Psychodelic zu ihren Hörern durch. Auf etlichen Aufnahmen sind die feuchten Keller von Nellcote – in den kaum ein ganzer Track aufgenommen werden konnte, weil kein Saiteninstrument die Stimmung über vier Minuten halten konnte – spürbar. Richards schlampige Gitarre wird von der Genialität Mick Taylors aufgefangen: so gut sollte das später nie wieder funktionieren. Nicky Hopkins (Piano), Bobby Keys (Sax) und Jim Price (Trompete) waren längst schon Mitglieder der Stones-Familie und konnten etlichen Songs Farbe und Dichte verleihen. Und Jaggers alkoholdurchtränkte Stimme tut das Ihre dazu!
„Exile On Main St.“ knarzt, kracht, rumpelt und rockt auch rund 40 Jahre später und mit der Neuveröffentlichung in diesem Jahr ist es gelungen, den Charakter des Albums zu erhalten. Das ist löblich und was dem Doppelalbum 1972 verwehrt blieb, erreichte die Doppel-CD 2010 – auf CD 2 findet sich bislang Unveröffentlichtes – binnen weniger Wochen: die Spitze der britischen Album-Charts!
Anlässlich seiner Neuveröffentlichung präsentiert „Hörenswert – Das Radiofabrik-Album der Woche“ einen echten Klassiker, ein Highlight der Rockgeschichte: The Rolling Stones, „Exile On Main St.“!


PLAYLIST

Rocks Off
Rip This Joint
Shake Your Hips
Tumbling Dice
Sweet Virginia
Torn & Frayed
Sweet Black Angel
Loving Cup
Happy
Ventilator Blues
I Just Wanna See His Face
Let It Loose
All Down The Line
Stop Breaking Down
Shine A Light

Ausgelassene Songs
Casino Boogie
Turd On The Run
Soul Survivor

Und wer nachhören will, klickt hier.

Blinde Performance – Die Sängerin Leslie Mader im Portrait (Blinde und Kunst e.V.: 2. Sendung)

Arne Siebert stellt in seiner Sendung die blinde Sängerin Leslie Mader und ihr Programm „Der Spiegel meiner Seele“ vor.

Leslie Mader’s Markenzeichen ist ihre sehr filigrane und ausdrucksstarke Stimme. Ihr großes Repertoire reicht von amerikanischen Folksongs über Musicalstücke bis hin zu Arien und  Kunstliedern, die sie zu Klavierbegleitung interpretiert. Darüber hinaus wirkt sie maßgeblich in vielen Tanztheaterproduktionen und Tanzperformances mit. Zu Wort kommen neben der Künstlerin ihre Musiker und ihr Choreograph und viele Besucher eines Konzertes im Rahmen des Sommerblut-Festivals im Mai 2010 in Köln.

Eine Sendung von Blinde & Kunst e.V. im Rahmen von “Ohrenblicke – Radiokunst von Blinden & Sehenden”.